Nightwing hat geschrieben:und zb batman? auch der hat am anfang getötet. oder wolverine.
gut und böse ist doch immer im auge des betrachters.
Sagen wir doch.
Aber "Superman" z.B. tötet nicht. Er würde ALLES dafür tun niemanden töten zu müssen - selbst die Bösen nicht. "Superman" sieht das Gute in jedem Menschen, Bond nicht.
Bond macht seinen Job, weil es sein Job ist, und weil er dafür bezahlt wird. Er macht das nicht aus eigener Überzeugung.
Ihm persönlich wäre in seiner Londoner Wohnung doch egal, was Kananga mit seinen Drogen-Plänen in Amerika anrichten will. Bonds eigenes Leben wäre davon nicht betroffen. Ebenso würde sich Bonds eigenes Leben nicht im geringsten Verändern, wenn Goldfinger Ford Knox verstrahlt und dadurch reicher wird.
Bei Superman hingegen werden auch seine Freunde und er selbst mit hineingezogen. Da ist alles persönlicher.
Bond hat aber keine Verwandtschaft, und der Böse hat von vornerein auch kein persönliches Interesse Bond zu schaden.
Bond ist natürlich der Held, weil eben alles aus der Sicht Englands und des MI6 erzählt wird.
Wenn man sich einen russischen Film aus den 60ern ansieht, dann sind die Amis die Bösen.
Aber Bonds hartes Durchgreifen wird eben damit begründet, dass dies wohl die letzte Möglichkeit zu sein scheint, den Bösewicht aufzuhalten. Und dann hat das Publikum auch kein Problem damit, jemanden als Held zu feiern, der andere Menschen umbringt. Denn die anderen sind ja noch viel böser.
Interessant wäre mal rauszufinden, was das Kinopublikum Bond übel nehmen würde. Was wäre wenn der Bösewicht einem Kind befielt Bond zu erschiesen. Und aus Notwehr erschießt Bond dann das Kind. Würde er dann immer noch als Held gesehen werden. Oder wäre das Publikum dann geschockt?