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Nightwing hat geschrieben:und bond hat nunmal in seinen geschichten ein klassisches (super)helden-schema.
held stellt sich gegen übermächtigen gegner, findet unterstützung, oft im kreise des gegners, gerät in fast aussichtslose lage, befreit sich aus dieser, feiert am ende den sieg.
aber, gott im himmel, das ist doch nicht negativ.
Nein, das ist nicht negativ. Aber das ist auch nicht unbedingt nur das Superhelden-Schema, sondern das Schema von 90% aller Filme. Es gibt immer einen Protagonisten und einen Antagonisten. Seit den Griechen ist das so.

Natürlich ist Bond ein Held, sogar eigentlich ein tragischer Held im klassischen Sinne.
Aber wenn jemand heutzutage den Vergleich mit Superman herbeizieht, dann denkt man eben sofort an Superman im Sinne von 'unverwundbar', 'kann alles', 'gewinnt immer' etc. Und so ein Superheld ist Bond auf keinen Fall.

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natürlih ist er das. an welchem fall ist er denn gescheitert.
auch superman trägt bessuren davon.

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Der Sieg macht ihn doch noch lange nicht zu einem Superhelden.

James Bond ist soweit von einem Superhelden entfernt, wie der Himmel von der Hölle.
Ein Superheld, ist jemand der meist über übermenschliche Eigenschaften verfügt.
Der Superheld ist das Gute und kämpft für das Gute. Bond ist weder ein "guter" Mensch, noch kämpft er für das Gute, er kämpft nur für die Interessen seines Landes. Desweiteren ist der Superheld seinem Gegner moralisch soweit überlegen, das er stets versucht ihn nicht umzubringen. Bond hingegen ist ein Killer!

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007James Bond hat geschrieben: Bond hingegen ist ein Killer!
Allerdings eben einer, der a) vom Staat bezahlt wird und b) damit auch in gewisser Weise die Sicherheit des Landes und der Krone und im weiteren Sinne so der EU zu sichern.
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Das ist es ja. Für sein Land tut er das. Für sein Land tötet Bond hunderte von Menschen in dem Hanger in der PTS von OP. Alles Soldaten eines "feindlichen" Land - machen einen eindeutig Südamerikanischen Eindruck, vieleicht Kubaner.
In GE das gleiche.

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und zb batman? auch der hat am anfang getötet. oder wolverine.
gut und böse ist doch immer im auge des betrachters.

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Nightwing hat geschrieben:und zb batman? auch der hat am anfang getötet. oder wolverine.
gut und böse ist doch immer im auge des betrachters.
Sagen wir doch.

Aber "Superman" z.B. tötet nicht. Er würde ALLES dafür tun niemanden töten zu müssen - selbst die Bösen nicht. "Superman" sieht das Gute in jedem Menschen, Bond nicht.

Bond macht seinen Job, weil es sein Job ist, und weil er dafür bezahlt wird. Er macht das nicht aus eigener Überzeugung.
Ihm persönlich wäre in seiner Londoner Wohnung doch egal, was Kananga mit seinen Drogen-Plänen in Amerika anrichten will. Bonds eigenes Leben wäre davon nicht betroffen. Ebenso würde sich Bonds eigenes Leben nicht im geringsten Verändern, wenn Goldfinger Ford Knox verstrahlt und dadurch reicher wird.

Bei Superman hingegen werden auch seine Freunde und er selbst mit hineingezogen. Da ist alles persönlicher.
Bond hat aber keine Verwandtschaft, und der Böse hat von vornerein auch kein persönliches Interesse Bond zu schaden.

Bond ist natürlich der Held, weil eben alles aus der Sicht Englands und des MI6 erzählt wird.
Wenn man sich einen russischen Film aus den 60ern ansieht, dann sind die Amis die Bösen.
Aber Bonds hartes Durchgreifen wird eben damit begründet, dass dies wohl die letzte Möglichkeit zu sein scheint, den Bösewicht aufzuhalten. Und dann hat das Publikum auch kein Problem damit, jemanden als Held zu feiern, der andere Menschen umbringt. Denn die anderen sind ja noch viel böser.

Interessant wäre mal rauszufinden, was das Kinopublikum Bond übel nehmen würde. Was wäre wenn der Bösewicht einem Kind befielt Bond zu erschiesen. Und aus Notwehr erschießt Bond dann das Kind. Würde er dann immer noch als Held gesehen werden. Oder wäre das Publikum dann geschockt?

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007James Bond hat geschrieben:Das ist es ja. Für sein Land tut er das. Für sein Land tötet Bond hunderte von Menschen in dem Hanger in der PTS von OP. Alles Soldaten eines "feindlichen" Land - machen einen eindeutig Südamerikanischen Eindruck, vieleicht Kubaner.
In GE das gleiche.
Ja es sollen Kubaner darstellen, auch wenn die Location deutlich als Mittelengland zu identifizieren ist. Im übrigen für mich eine der schlechtesten Drehortentscheidungen, aber das ist hier ja nicht unbedingt das Thema.
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

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Ich finde, die neuen bonds sind nicht härter, sondern einfach anders, weil sich eben auch die gesamte Filmindustrie und die Techniken verändert haben. Aber brutaler und härter finde ich sie nicht, es gibt auch in Connery-Bonds harte Szenen

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jeder held kämpft für seine ideale und seine überzeugung. das ist ja alles subjektiv. bond tötet ja auch nicht aus lust und laune, er tötet weil er es in dem moment muss. auch das tötn von dent war nachvollziehbar. wer sagt denn das dent keine 2te waffe hätte beihaben können. oder dr. no warnt, oder bond zu einem späteren zeitpunkt wieder angreift. ihn nur der polizei zu übergeben wäre riskant gewesen, da no ja die ganze insel unterwandert hat.
ich bleib dabei. bond hat, zumindest im film, ein superhelden/übermensch-image.

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Nightwing hat geschrieben: ich bleib dabei. bond hat, zumindest im film, ein superhelden/übermensch-image.
Das ist ja schön und gut, aber ohne Begründung kommt man mit seinen Ansichten hier sowiso nicht weit.

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ich denke ich habe es in vorherigen posts begründet.

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Ich finde dein Bild eines Superhelden etwas merkwürdig. Was hat denn die Dent-Bond-Szene mit einem Superhelden zutuen?
Der Superheld hat übermenschliche Kräfte, eine starke Neigung zur skurilen Verkleidung.

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Also, ich sehe das so: Die bekannten Superhelden wie Batman, Superman und auch Spiderman sind durch ein Trauma geprägt und durch besondere Ereignisse zu oftmals übernatürlichen Fähigkeiten gekommen. In jedem Fall haben sie einen inneren Zwang (Rache etc.), das Böse zu bekämpfen - und zwar über den eigentlichen Übeltäter hinaus.
Rache ist bei Bond nur ganz selten ein Motiv, in den allermeisten Fällen handelt er eben im Auftrag Ihrer Majestät und bekommt dafür (auf Deutschland übertragen) ein Gehalt von TVöD Entgeldgruppe 15 plus Auslandszuschlag plus Abwesenheitsgeld. :D
Er hat sich auf diesen Job beworben, weil er eben jemand ist, der ledig, ungebunden, Waise, nicht zu alt und nicht bereit ist, längere Bindungen einzugehen. Er macht diesen Job teilweise recht gerne, aber nur mangels Alternative (zweimal wollte er sich innerhalb der Bondserie immerhin schon ganz daraus zurückziehen). Er spielt gerne, pflegt einen latenten Hang zum Alkoholismus, muss seine Schwäche gegenüber Frauen mit Machosprüchen kompensieren und hat eine gewisse Todessehnsucht. Superheld? Keine Ahnung.
"Schnickschnack! Tabasco!"