
Re: Zuletzt gesehener Film
2641Die Kritiken sind auch soweit ganz gut. Vorallem die von Filmstarts. Und Stallone war mit Rocky und Rambo als auch mit den Expendables Filmen erfolgreich 

Dieser Erfolg ist relativ! Rambo hat grad mal 110 Mio eingespielt bei einem Budget von mindestens 50 Mio. Schwacher Erfolg. Rocky hat nicht viel mehr eingespielt war aber günstiger. Ein hohes Budget lohnt einfach scheinbar nicht mehr bei unseren alten StarsAgent 009 hat geschrieben:Die Kritiken sind auch soweit ganz gut. Vorallem die von Filmstarts. Und Stallone war mit Rocky und Rambo als auch mit den Expendables Filmen erfolgreich
Ja sorry, ich weiß. Kenne seine Filme zwar nicht aber das hatte ich dann doch schon einige Male gelesen. Meinte "Hollywood Newcomer". Ist doch sein erster Film dort oder?Maibaum hat geschrieben:Der Süd-Koreaner Kim Jee-woon ist aber kein Newcomer, sondern ein versierter Genre Regisseur der mit A Bittersweet Life (2005) bereits einen herausragenden Gangsterfilm gedreht hat. Außerdem hat er unter anderem A Tale of 2 Sisters und den ausufernden Actionfilm The Good, the Bad, the Weird gedreht.
AnatolGogol hat geschrieben:Ich teile deine Sichtweise in Bezug auf Schwarzenegger nicht wirklich. Er hatte in seiner Karriere deutlich mehr zu bieten als von dir erwähnt. Gerade Red Heat, Predator und Total Recall sind für mich neben Conan – Der Barbar und Terminator 1 die absoluten Sahnestücke in seiner Karriere. Ebenso konnte er in den Komödien von Reitman (zumindest in den beiden ersten) seinem Image gekonnt neue Facetten abgewinnen. True Lies halte ich dagegen für maßlos überschätzt.
Red Heat ist prinzipiell aber auch nicht anders aufgebaut als Recall, T2 oder True Lies. Allesamt sind Actionfilme mit einem ordentlichen Schuss Humor, True Lies fokusiert sich über weite Strecken der ersten Hälfte vielleicht mehr als andere Arnie-Actioner auf den Komödienteil aber im Prinzip sind das alles Filme nach dem gleichen Grundmuster. Und der Humor geht deutlich über ein paar coole Oneliner hinaus, Belushi ist ja eigentlich nur aus dem Grund im Film. Und Arnold spielt sehr witzig mit seinem Image. Wenn man so will ist Red Heat der erste "echte" Arnie-Actioner wie man ihn gemeinhin auf dem Schirm hat. Alles davor hatte in Punkto Humor höchstens ein paar Sprüche oder dümmlichen Slapstick (Conan der Zerstörer!) an Bord.danielcc hat geschrieben: Aber ich halte eben - wie auch bei Stallone - im Gegensatz zu anderen Genre Fans nicht viel von seinen reinen Actionfilmen wie Red Heat, Phantom Kommando...
Das könnte ich jetzt nicht behaupten. Wobei ich Filme aber eh nie an aktuellen Sehgewohnheiten messe sondern immer im zeitgenössischen Kontext. Ich war schon Sommer 94 im Kino maßlos enttäuscht. Der Film ist zahnlos, viel zu lang und wie ich finde in den Actionszenen der 2. Hälfte schwach inszeniert. Die erste Hälfte hat ein paar gute Actionszenen, vor allem die Verfolgung auf dem Pferd, aber eigentlich mit Beginn der Posse um Paxton/Curtis/Arnie läuft der Film abwärts.danielcc hat geschrieben: P.S.: Habe letztens noch mit einem befreundeten Filmfreund drüber gesprochen: In der Tat ist True Lies wohl überschätzt. Wobei, das ist das falsche Wort. Der Film hat zu seiner Zeit sehr gut funktioniert und ist nach wie vor handwerklich gut. Aber der Humor und die Story, das Tempo und die etwas platte Darstellung der Figuren würde man heute so absolut nicht mehr machen. Der Film ist sehr schlecht gealtert.
Meiner Meinung nach fehlen vor allem eine logische Verknüpfung und ein nahtloses Ineinanderfliessen der beiden Handlungsstränge (Action-Story mit den Terroristen um Art Malik und die ganze Geschichte um Bill Paxtons Figur). Topas lässt grüssen. Die meisten Einzelszenen des Films empfinde ich aber als solche als durchaus gelungen.AnatolGogol hat geschrieben: Der Film ist zahnlos, viel zu lang und wie ich finde in den Actionszenen der 2. Hälfte schwach inszeniert. Die erste Hälfte hat ein paar gute Actionszenen, vor allem die Verfolgung auf dem Pferd, aber eigentlich mit Beginn der Posse um Paxton/Curtis/Arnie läuft der Film abwärts.
sprich bitte nicht so positiv im Plural, sonst könnte man noch meinen Der Zerstörer oder Red Sonja wären etwas anderes als übelster Dumm-Trash.danielcc hat geschrieben: Den Conan Filmen hat Schwarzenegger immerhin einen Stempel aufgesetzt,
Das ist aber nicht fair, dann musst du auch sagen, dass True Lies ein anderes Ausmaß hat als Lethal Weapon. Red Heat ist ja nun wahrlich kein Low-Budget-Filmchen gewesen, aber natürlich kostete ein urbaner Cop-Actioner Ende der 80er weniger als ein Cameronsches Megaspektakel der 90er.danielcc hat geschrieben:True Lies ist seinerzeit immerhin ein Mega-Spektakel gewesen und was das Ausmaß der Action angeht doch ein anderes Niveau als Red Heat,
Ja das ist er sicherlich - und ich bin ja auch nicht gerade als Verhoeven-Gegner bekannt - aber Red Heat macht für das was er ist, nämlich ein rasanter, recht harter Actioner mit zwei hervorragend harmonierenden Hauptdarstellern und viel Humor - eigentlich alles richtig.danielcc hat geschrieben: Total Recall ist ein durchaus raffinierter und ambitionierter Sci-Fi Streifen. Diese setzen sich - zumindest in meiner Wahrnehmung - mehr oder weniger deutlich von der Durchschnitts-Kost der oben genannten Filme (Red Heat...) ab.
Widerspricht dass dann aber eigentlich nicht der Tatsache, dass die The last Stand gut gefallen hat?danielcc hat geschrieben: Hinzu kommt vielleicht, dass ich Schwarzenegger eher in einem nicht realen Szenario ernst nehmen kann, eben als Robotor, Fantasy.Krieger oder Sci-Fi Superheld.
Eigentlich alles ab Red Heat mit Ausnahme der Komödien - und selbst Kindergarten-Cop hat ja ein paar Actionelemente und ist quasi die Umdrehung der normalen Formel mit entgegengesetzter Gewichtung von Action und Humor. Den ersten wirklich davon abweichenden Film - sieht man mal von Batman & Robin ab - war dann Collateral Damage, der in seiner bierernsten Art zum scheitern verurteilt war. T2 ist für mich auch prinzipiell eine Actionfilm mit ordentlich Humor, man denke nur an die ganzen Passagen mit dem Kind. Die Integrierung von Humor als wichtige Komponente öffnete Arnie die Tür zum Massenpublikum.danielcc hat geschrieben:Übrigens, wenn du von den "echten Arnie Actionern" sprichst, welche sind das für dich? Das ist sozusagen der Ursprung meiner Überlegung gewesen: Die reinen Arnie Actioner sind nämlich kaum die, die ihn weltberühmt gemacht haben, sondern es sind seine Ausnahme-Rollen in Conan, Terminator...
Stallone hatte eigentlich außerhalb seiner beiden Serien nie wirklich großen Erfolg an der Kinokasse. Selbst Filme wie Cliffhanger oder Demolition Man liefen nur passabel gemessen an ihren riesigen Budgets. Arnold hechelt wie du ja richtig sagtest auch seit Mitte der 90er einem Erfolg hinterher. Willis hat außerhalb seiner Die Hard-Reihe auch viele Flops hingelegt. Ich denke es ist eh eine Fehleinschätzung, wenn man die großen drei Actionikonen immer als Erfolgsgaranten hinstellt. Das war früher nicht so und ist es auch heute nicht. Fakt ist, dass die Jungs in spezifischen Rollen sehr sehr erfolgreich waren. Fakt ist auch, dass Arnie Anfang der 90er auch außerhalb "seiner" Serien erstaunlich erfolgreich war und quasi zu einem pop-kulturellen Phänomen aufstieg. Fakt ist aber halt auch, dass dies nur eine relative kurze Zeit anhielt.danielcc hat geschrieben:
Was mir im Umfeld dieser Diskussion aufgefallen ist, wie relativ erfolglos doch viele normale Actionfilme heute sind, und wie unscharf oder teils falsch die öffentliche Wahrnehmung in Bezug darauf ist. Ein Jason Statham als namhaftester Vertreter des heutigen Action Genres hat keine Blockbuster fabriziert bisland, die Expendables Filme als ultimative Actionhelfen-Versammlung spielt kaum mehr als das doppelte Budget ein, Stallones munterer Rambo Nachschlag war kaum ein kommerzieller Erfolg, Die Hard 4 lief mehr Recht als schlecht. Diese ganze Diskussion um die erfolgreiche Rückkehr der Action Ikonen der 80er ist schlicht falsch.
Was gut läuft sind actionhaltige Comicverfilmungen, ganz egal wer die Hauptrolle spielt, und kompromisslose Actionfilme mit Helden, die man nicht in der Rolle erwartet (Neeson...)
Ja das stimmt. Habe ja auch sogar gesagt, dass Last Stand sicher zunächst mal mehr in Tradition der Filme wie Commando oder sogar Last Action Hero ist - und sicher kein Ausnahme Film wie Terminator.AnatolGogol hat geschrieben:Widerspricht dass dann aber eigentlich nicht der Tatsache, dass die The last Stand gut gefallen hat?danielcc hat geschrieben: Hinzu kommt vielleicht, dass ich Schwarzenegger eher in einem nicht realen Szenario ernst nehmen kann, eben als Robotor, Fantasy.Krieger oder Sci-Fi Superheld.
danielcc hat geschrieben: Aber ein Unterschied ist für mich doch, dass die komödiantischen Elemente in Last Stand für mich gut funktionieren und die Inszenierung halbwegs frisch oder innovativ ist, was man einem Red Heat sicher auch damals nicht nachsagen konnte oder?
Man kann mit Commando sehr viel Spass haben, man muss sich aber auch auf den Film einlassen. Eine Fragestellung wie „war das Ernst gemeint“ ist dabei eigentlich schon ein Kardinalfehler, den Commando war sicherlich nie als etwas anderes gedacht als hirnfreie Kawumm-Unterhaltung. Und hirnfrei meine ich in diesem Zusammenhang durchaus positiv. Das ist alles andere als der Gipfel der Filmkunst und ein großartiger Film ist es auch nicht, aber deshalb kann er trotzdem Spass machen. Und sein Status zeigt ja, dass er genügend Leuten Spass gemacht hat.danielcc hat geschrieben:Ich finde auch schön, dass Last Stand sich nicht für das schämt, was er ist. Bei Filmen wie Commando habe ich heute immer das Gefühl, das haben die damals wirklich ernst gemeint
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