Casino Hille hat geschrieben: vor 37 Minuten
Ich nehme hier grundsätzlich jeden ernst, aber meine Meinung mal eben als "unfair" abzukanzeln eröffnet einfach wenig Diskussionsgrundlage. Oder sagen wir es anders: Es macht mir wenig bis keine Lust, nach dieser Vokabel noch eine gehaltvolle Antwort zu verfassen. Hat ja relativ wenig Sinn, wenn das was ich sage sowieso unfair ist und mir damit direkt eine Absicht unterstellt wird.
Warum soll eine Absicht unterstellt werden, wenn man von "unfair" redet. Jeder Mensch wird sich regelmäßig unfair verhalten oder zumindest unfair über andere denken, und das passiert oft unterbewusst. Auch meine Einschätzung davon, dass du mich nicht ernst nimmst dürfte unfair gewesen sein, wenn deine Aussage, dass du hier grundsätzlich jeden ernst nimmst, zutreffend ist. In unserer Beurteilung von Dingen sind wir regelmäßig unfair, manchmal bewusst manchmal unbewusst.
Und nein, was du sagst ist definitiv nicht "sowieso unfair". Deinen ersten Punkt "
Casino Hille hat geschrieben: Heute 12:27
Das ist sie bei Nolan immer. In der Regel muss man dafür nicht mal zur Leinwand gucken. Die Figuren sprechen es in voller Breite aus.
sehe ich beispielsweise absolut nicht als unfair an. Ich stimme ihm nicht vollständig zu, aber das ist ja erst mal egal. Es ist eine völlig legitime Einschätzung. Dann wechselst du aber eben schon rein sprachlich in eine überspitze bis polemische Darstellung:
Casino Hille hat geschrieben: Heute 12:27
Eigentlich total praktisch. Man kann nebenbei in Ruhe WhatsApp Nachrichten checken oder das runtergefallene Popcorn aufheben, und braucht keine Angst zu haben, etwas Essentielles zu verpassen. Das nennt man Service.
Hier steht ziemlich eindeutig nicht mehr der Inhalt der Aussage im Fokus, sondern die Art und Weise. "Eigentlich total praktisch" und "Das nennt man Service" sind schlichtweg zynische Kommentare. Die darf man gerne so bringen, solche Beiträge können eine trockene inhaltliche Diskussion ja auch auflockern, aber man muss dann halt auch damit rechnen, dass es kritisiert wird.
Und ja, ich halte es für unfair und für nicht zielführend, wenn man einen Nolanfilm (wie auch immer man ihn qualitativ fand) mit der klassischen Netflix Eigenproduktion auf eine Stufe stellt, was das Element des aktiven Schauens angeht. Der eine konzipiert seine Filme für die große Leinwand und volle Konzentration über drei Stunden, die anderen konzipieren ihre Filme exakt für das von dir beschriebene Verhalten (Das hat Matt Damon dieses Jahr ja sogar öffentlich ausgesprochen, obwohl es davor schon ein offenes Geheimnis war). Ich hab absolut kein Problem damit, wenn du sagst, dass du mit dem durchschnittlichen Netflix-Film der letzten Jahre mehr Spaß hattest als mit "The Odyssey". Ich hab auch kein Problem damit, wenn du Nolan "Tell don´t show" vorwirfst. Das halte ich zwar für falsch, ist aber ebenfalls nicht unfair. Ich hätte vermutlich nicht mal ein Problem damit, wenn du behaupten würdest, dass es die Bilder in einem Nolan Film nicht braucht, da die Dialoge ausreichen um alles relevante mitzubekommen. Dem würde ich zwar entschieden widersprechen, aber es wäre nicht unfair. Unfair wird es durch die Art und Weise, wie du den Punkt vorbringst.