Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

Following (1998) (Keine Stimmen)
Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 6 (16%)
Insomnia (2002) (Keine Stimmen)
Batman Begins (2005)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (13%)
The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 7 (18%)
Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (11%)
The Dark Knight Rises (2012)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (13%)
Dunkirk (2017)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (11%)
Oppenheimer (2023)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (11%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 38

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1891
dernamenlose hat geschrieben: 23. Dezember 2025 02:19 Kannst du ein bisschen erläutern, was du unter einer "im Geiste lyrischen Adaption" verstehst?
Unter lyrischem Filmemachen verstehe ich eine Priorisierung von Stimmungen und sensorischen Empfindungen über traditionelles Erzählen, also Filme, die vor allem über poetische Fotografie und akzentuierte Klänge, Farben und Rhythmen ihre "Inhalte" transportieren. Die also gewissermaßen "in Film gedacht" so aufgelöst sind und in ihrer Funktionsweise sich auf das fokussieren, was die literarische Poesie mit Worten leistet.

Als Beispiele würden mir Filme wie "Am Ende eines langen Tages" (Terence Davies, 1992), "The Mountains Are a Dream That Call to Me" (Cedric Cheung-Lau, 2020), "Vier Leben" (Michelangelo Frammartino, 2010), "Die Reise nach Tokyo" (Yasujirō Ozu, 1953) - und generell einiges von Ozu -, "The Tree of Life" (Terrence Malick, 2011), "Millennium Mambo" (Hou Hsiao-hsien, 2001), "The Green Knight" (David Lowery, 2021), "In the Mood for Love" (Wong Kar-Wai, 2000), "Koyaanisqatsi" (Godfrey Reggio, 1982) und "Das siebente Siegel" (Ingmar Bergman, 1957) sowie "Wilde Erdbeeren" (Ingmar Bergman, 1957) einfallen.

Falls dir diese kleine Aufzählung weiterhilft.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1892
Die Aufzählung zwar nicht, da ich bislang keinen der Filme gesehen habe und von den meisten noch nicht mal etwas gehört habe. Aber deine Erläuterung im ersten Abschnitt hilft mir. Darunter kann ich mir deutlich mehr vorstellen.
Und dann kann ich mir tatsächlich auch vorstellen, dass Nolan das macht. Allerdings auf seine Art und Weise und damit wird es nicht bei allen ankommen. Poetische Fotographie, akzentuierte Klänge und Rhythmen sehe ich bei ihm (insbesondere bei Oppenheimer) schon regelmäßig. Die Arbeit mit Farben dagegen deutlich weniger. Da bricht er sehr selten aus seinen bekannten Pfaden aus und in diesem ersten Trailer sehe ich noch nichts, was auf eine Abkehr davon hindeutet. Aber gut, derartige Szenen passen vermutlich auch nicht besonders gut in einen Trailer.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1893
Also Nolan wird ganz sicher nicht einen Film wie Tree of life oder Wilde Erdbeeren machen, zumal er dann seine zahlenden Zuschauer an einer Hand abzählen kann.
Die Farbpalette im Trailer wie auch die Bildgestaltung sieht zu 100% nach Nolan as usual aus, dass er in dieser Hinsicht im fertigen Film das Publikum komplett überrascht, kann ich mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen.

Man darf bei der Odyssey auch nciht vergessen, dass das Ganze ein großer Abenteuerstoff ist. Die lyrische Form hat auch viel mit der Entstehunszeit eines lange Zeit mündlich tradierten Stoffes zu tun, ein heutiger Homer wurde das garantiert anders schreiben.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1894
vodkamartini hat geschrieben: 23. Dezember 2025 20:06
Ja, das kann man. Bei Dunkirk ist ihm das schon mal nicht gelungen.
Doch, durchaus, der Film hat spektakuläre Bilder, aber die Inszenierung ist trotzdem weit von der übliche Actiongestaltung entfernt.

Und ja, die Action hat "lyrische" Momente, deswegen macht er mir auch so viel Spaß.

Und die Odyssee, keine Ahnung, als Stoff finde ich das erst mal langweilig, auch weil es ja dann den Ballast einer Literaturverfilmung mit sich herum schleppt.
Warum das lyrisch sein müsste versteh ich nicht, allerdings sehr ich die Odyssee (oder die Ilias) auch nicht als lyrische Stoffe ,nicht von der Stimmung her.

Aber wenn man auf die sogenannte Werktreue wenig wert legt, kann man wiederum auch hier alles machen, aber so ein hohes Budget lässt dieses "alles" meist nicht zu. Aber es gibt ja Beispiele das so etwas doch geht, und Nolan kann es sich durchaus leisten auch einen Flop zu riskieren.
Ich lass mich da einfach überraschen ...

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1895
vodkamartini hat geschrieben: 24. Dezember 2025 08:18 Die Farbpalette im Trailer wie auch die Bildgestaltung sieht zu 100% nach Nolan as usual aus, dass er in dieser Hinsicht im fertigen Film das Publikum komplett überrascht, kann ich mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen.
Wie gesagt bei den Farben kann ich mir das, abgesehen von einzelnen Szenen, auch nicht vorstellen. Dass er sich entschließt eine Sequenz (beispielsweise bei Kalypso) bewusst mit einer anderen Farbpalette dazustellen, kann ich mir schon vorstellen, aber nicht, dass sich das durch den gesamten Film zieht.
vodkamartini hat geschrieben: 24. Dezember 2025 08:18 Man darf bei der Odyssey auch nciht vergessen, dass das Ganze ein großer Abenteuerstoff ist. Die lyrische Form hat auch viel mit der Entstehunszeit eines lange Zeit mündlich tradierten Stoffes zu tun, ein heutiger Homer wurde das garantiert anders schreiben.
Exakt so sehe ich das auch. In erster Linie ist es ein Abenteuerstoff und ich gehe fest davon aus, dass Nolan seinen Film auch so konzipiert hat. Das heißt natürlich nicht, dass er den lyrischen Elemente keine Rechnung tragen wird, aber ich glaube, dass es ziemlich sicher ist, dass wir hier einen Abenteuerfilm mit lyrischen Komponenten und keinen lyrischen Film mit Komponenten eines Abenteuers erhalten.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1896
Maibaum hat geschrieben: 24. Dezember 2025 11:04
vodkamartini hat geschrieben: 23. Dezember 2025 20:06
Ja, das kann man. Bei Dunkirk ist ihm das schon mal nicht gelungen.
Doch, durchaus, der Film hat spektakuläre Bilder, aber die Inszenierung ist trotzdem weit von der übliche Actiongestaltung entfernt.

Und ja, die Action hat "lyrische" Momente, deswegen macht er mir auch so viel Spaß.

Und die Odyssee, keine Ahnung, als Stoff finde ich das erst mal langweilig, auch weil es ja dann den Ballast einer Literaturverfilmung mit sich herum schleppt.
Warum das lyrisch sein müsste versteh ich nicht, allerdings sehr ich die Odyssee (oder die Ilias) auch nicht als lyrische Stoffe ,nicht von der Stimmung her.

Aber wenn man auf die sogenannte Werktreue wenig wert legt, kann man wiederum auch hier alles machen, aber so ein hohes Budget lässt dieses "alles" meist nicht zu. Aber es gibt ja Beispiele das so etwas doch geht, und Nolan kann es sich durchaus leisten auch einen Flop zu riskieren.
Ich lass mich da einfach überraschen ...
Ich finde zu Dunkirk keinen Zugang, wie so viele Filme von Nolan lässt er mich kalt. ich sehe die Idee dahinter und die Ambition, aber mich packt er damit nicht. Geschmackssache.

Bei der Odyssee bin ich bei dir. Ich sehe auch nicht, warum das "lyrisch" sein müsste, habe ich weiter oben ja auch schon ausgeführt. Man kann mit der Odyssee sehr viel machen, ja, und Nolan wird da auch wieder ein paar Einfälle haben. Darauf bin ich gespannt. Flop wird er sich keinen leisten wollen und Flop sehe ich da auch keinen. Wer einen Stoff wie Oppenheimer zum Blockbuster machen kann, der hat mit der Odyssee schon fast ein Heimspiel.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1897
Sonst kann er ja immer noch die Art Poesie machen, die ich hier einst vorausgesagt habe: :mrgreen:
GoldenProjectile hat geschrieben: 24. Dezember 2024 09:46 Au ja, 2h40 bis 3h15 lang dümpelt das Schiff durch den Nebel, die Planken ächzen und knarren. Cillian Murphy (oder kommt er auf die Schnapsidee, Matt Damon oder Tom Holland als Odysseus zu besetzen?) blickt gedankenversunken in den Nebel und sinniert über das Wesen des Suchens und Findens, und das Wesen der Zeit. Zimmer oder Göransson erwidert das mit einem atonalen Inception-Dröhnen aus den Tiefen des Nebels.
Ich bin schon mal froh über Filmstoff aus der hellenischen Sagenwelt, was nicht heisst dass ich komplett optimistisch bin.

Was ich mir übrigens mal für einen Film wünschen würde ist dass einige der Götter und der Fantasy-Elemente generell so grell und "wacky" visualisiert werden, wie sie eigentlich beschrieben werden. Nicht immer dieser nüchterne, düstere, pseudo-realistische Ansatz. Aber bevor z.B. Athene als Super-Eule angeflogen kommt und sich vor Odysseus' Augen verwandelt werden wir bestimmt Zendaya in einem schlichten, weissen Gewand sehen, die ein paar Sätze sagt und dann davon dackelt.
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1898
dernamenlose hat geschrieben: 24. Dezember 2025 14:54 ich glaube, dass es ziemlich sicher ist, dass wir hier einen Abenteuerfilm mit lyrischen Komponenten und keinen lyrischen Film mit Komponenten eines Abenteuers erhalten.
Ist gut, ihr habt gewonnen. Dann eben gar keine Vorfreude.
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Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1903
HCN007 hat geschrieben: 28. Dezember 2025 16:24 Zum Einen den Teaser und zum Anderen den vor ein paar Tagen veröffentlichten Trailer.

Vielleicht schaue ich mir nächstes Wochenende dann noch einmal Avatar 3 an für den Prolog.
Puh, Respekt - 3h für ein Copy Epos zu investieren um den Prolog des nächsten 2,5h Epos zu sehen. Das nenne ich Commitment.
Ich bin mehr, als ich scheine
In mir steckt alle Kraft und Stärke der Welt

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

1904
Casino Hille hat geschrieben: 28. Dezember 2025 13:42 Der Teaser lief in Deutschland wochenlang im Kino vor gefühlt jeder Vorstellung.
Und den Prolog kann auch hierzulande jeder sehen, der Avatar 3 im IMAX schaut.
Wild. Das wurde in jedem Artikel, den ich dazu gelesen habe gegensätzlich behauptet. Und ich habe bisher auch noch von niemandem in Deutschland gehört, den ersten Teaser im Kino gesehen zu haben. Als ich zu der Zeit im Kino war, wurde er ebenfalls nicht gezeigt.
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