Unter lyrischem Filmemachen verstehe ich eine Priorisierung von Stimmungen und sensorischen Empfindungen über traditionelles Erzählen, also Filme, die vor allem über poetische Fotografie und akzentuierte Klänge, Farben und Rhythmen ihre "Inhalte" transportieren. Die also gewissermaßen "in Film gedacht" so aufgelöst sind und in ihrer Funktionsweise sich auf das fokussieren, was die literarische Poesie mit Worten leistet.dernamenlose hat geschrieben: 23. Dezember 2025 02:19 Kannst du ein bisschen erläutern, was du unter einer "im Geiste lyrischen Adaption" verstehst?
Als Beispiele würden mir Filme wie "Am Ende eines langen Tages" (Terence Davies, 1992), "The Mountains Are a Dream That Call to Me" (Cedric Cheung-Lau, 2020), "Vier Leben" (Michelangelo Frammartino, 2010), "Die Reise nach Tokyo" (Yasujirō Ozu, 1953) - und generell einiges von Ozu -, "The Tree of Life" (Terrence Malick, 2011), "Millennium Mambo" (Hou Hsiao-hsien, 2001), "The Green Knight" (David Lowery, 2021), "In the Mood for Love" (Wong Kar-Wai, 2000), "Koyaanisqatsi" (Godfrey Reggio, 1982) und "Das siebente Siegel" (Ingmar Bergman, 1957) sowie "Wilde Erdbeeren" (Ingmar Bergman, 1957) einfallen.
Falls dir diese kleine Aufzählung weiterhilft.