1482
von craigistheman
Agent
Diese ganzen Diskurse und Debatten, die derzeit um Postkolonialismus, Cultural Appropriation, LGBTIQ, Minderheiten-sensible Formulierungen, Gendern etc. geführt werden, sind gesellschaftlich an sich zwar dringend notwendig, allerdings sind sie in ihren gegenwärtigen Formen vor allem ein Konsumprodukt sozialer Netzwerke und Großkonzerne, die ihre Zielgruppen stets erweitern wollen. So muss eine an sich sinnvolle und wichtige Angelegenheit einem nervtötenden Trend weichen, der auch noch ausgerechnet von jenen Menschen in vollen Zügen und übergriffig propagiert wird, die zu den angepasstesten Zeitgenoss*innen gehören. Diese Diskurse dürfen natürlich sehr gerne in künstlerische Formen Einzug finden, MÜSSEN dies jedoch keineswegs, da wir immer noch in einer Demokratie leben, in der Presse- und Kunstfreiheit großzuschreiben sind. Inzwischen haben wir es gefühlt mit einer neuen Inquisition zu tun, das kann sehr schnell, sehr gefährliche Ausmaße annehmen.
Bei Bond ist das Fehl am Platz, da die Figur ohnehin unmissverständlich überzeichnet ist, ganz wie deren Interaktion mit dem anderen Geschlecht. Der Geschlechterkampf wurde bei Bond schon von Anbeginn spielerisch ausgetragen, so ist das meiner Ansicht nach völlig unproblematisch.
Bond ernsthaft für einen misogynen, vergewaltigenden Macho zu halten, zeugt nicht gerade von Intelligenz.
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craigistheman am 14. August 2022 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert."
"Doch wer sich bückt nach dem schmalen Taler, verpasst das große Bündel."