Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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Das erklärt aber dann durchaus schon gut, warum F&F immer erfolgreicher wird und schon mehr Teile hat als Transformers. Der Erfolg von Transformers geht ja auch (inflationsbereinigt, USA) schon eher zurück. Da wurden ja auch schon die Charaktere ausgetauscht, etc. Also eigentlich bleibt von Seele und sympathischen Charakteren wenig übrig.

Bei F&F sehe ich jetrt das Problem der "Universalität". Gibt das Konzept genug her, um für weitere Filme genug Abwechslung zu bieten?

und was auch noch fehlt: Wie hoch ist die Unanfälligkeit für Änderungen bei den Schauspielern. Lebt F&F weiter wenn Diesel keine Lust mehr hat und Walker ja eh raus ist?
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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vodkamartini hat geschrieben:F&F ist bei weitem nicht so seelenlos wie hier manche vermuten und definitiv nicht so seelenlos wie Transformers. Dort wird ständig auf "Familienwerte" gepocht, mit Diesel als "Oberhaupt".
Und genau das nervte im siebten Teil extrem, finde ich.
Nicht weil auf "Familienwerte" gepocht wurde, sondern WIE.
So flach und mit der Faust aufs Auge, dass es schon weh tat.

"Wir fassen uns jetzt alle an den Händen und sind eine große Familie."

Und dazu sprechen wir es auch noch zwanzig mal laut aus, damit auch jeder im Kino versteht, dass wir eine große Familie sind.

Bis auf diese "Familien"-Momente, die zwanghaft eingefügt werden, ist davon im Film sonst aber nicht viel zu sehen.
Der Rest ist wie ein Heist-Film aufgebaut, wo eine Gruppe unterschiedlicher Leute mit verschiedenen Talenten zusammengewürfelt wird, um gemeinsam einen Coup zu landen. Siehe Ocean's Eleven.

Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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Invincible1958 hat geschrieben: Der Rest ist wie ein Heist-Film aufgebaut, wo eine Gruppe unterschiedlicher Leute mit verschiedenen Talenten zusammengewürfelt wird, um gemeinsam einen Coup zu landen. Siehe Ocean's Eleven.
Wobei die Ocean's-Filme um einiges cooler sind als F&F. :wink:
"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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danielcc hat geschrieben:Wobei Oceans aber auch nicht für eine langlebige Kult-Filmserie taugen würde, da zu wenig universell und vielseitig. Glaube nicht, dass man sich 40 Jahren anschauen möchte, wie die gleiche Truppe mit der gleichen filmischen Masche den wieder ein mal ach so unmöglichen Super-Coup landen will
Hab ich ja auch nicht behauptet. Für eine richtig langlebige Filmserie taugen eigentlich nur James Bond und Star Wars. 8)
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Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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Invincible1958 hat geschrieben:
vodkamartini hat geschrieben:Dort wird ständig auf "Familienwerte" gepocht, mit Diesel als "Oberhaupt".
Und genau das nervte im siebten Teil extrem, finde ich.
Danke, das ist einfach nur nervtötend und hat besonders den sechsten Teil völlig verödet.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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Casino Hille hat geschrieben:Der allergrößte Teil der Kinogänger ist 12-16 Jahre alt.
Die meisten werden wohl deutlich drüber sein... Filme sind teilweise auch ab 16 Jahre. Als ich im Kino war sah ich 80-90% über 20 und das Nachmittags.
Ist schon schade das ihr die Filme einfach als "pubertierende Teenie-Action" abtut.
Den das sind sie längst nicht mehr.
"Was machen wir mit dem Geld, Patron?" - "Waschen."

Franz Sanchez in LTK (1989)

Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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danielcc hat geschrieben:Star Wars hat das aber auch noch nicht bewiesen. Drei Kultfilme und drei Nachzügler, die eigentlich keiner mag aber aus Nostalgie jeder gesehen hat :-)
Star Wars ist aber viel mehr als nur die Filme. Und weil es keinen Bezug zur Erde gibt, kann man da auch glaubhaft ewig neue Geschichten entwickeln. Im Gegensatz zu Star Trek. ;-)
"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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Samedi hat geschrieben:
danielcc hat geschrieben:Star Wars hat das aber auch noch nicht bewiesen. Drei Kultfilme und drei Nachzügler, die eigentlich keiner mag aber aus Nostalgie jeder gesehen hat :-)
Star Wars ist aber viel mehr als nur die Filme. Und weil es keinen Bezug zur Erde gibt, kann man da auch glaubhaft ewig neue Geschichten entwickeln. Im Gegensatz zu Star Trek. ;-)
Hä?
Also Star Trek hat bislang 12 Kinofilme, 700 Episoden, 1000 Comics und 700 Romane
Also bis lang hat das gut geklappt mit den neuen Geschichten :-)

natürlich gibt es bei Star Wars auch mehr als die Kinofilme...
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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danielcc hat geschrieben:
Samedi hat geschrieben:
Star Wars ist aber viel mehr als nur die Filme. Und weil es keinen Bezug zur Erde gibt, kann man da auch glaubhaft ewig neue Geschichten entwickeln. Im Gegensatz zu Star Trek. ;-)
Hä?
Also Star Trek hat bislang 12 Kinofilme, 700 Episoden, 1000 Comics und 700 Romane
Also bis lang hat das gut geklappt mit den neuen Geschichten :-)
Ich sehe da aber Star Wars wesentlich breiter aufgestellt als Star Trek. Der Zeitrahmen für die Handlung ist bei Star Trek ja recht eingeschränkt, während er bei Star Wars eigentlich unendlich ist. 8)
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Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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Das ist jetzt wirklich eine Rand-Diskussion aber ich widerspreche.
Star Wars ist ein Märchen, welches zudem eigentlich schon durch die Grund-Trilogie seine vollumfängliche Rahmenhandlung bekommen hat. Man kann nun Prequels erzählen oder noch ein Sequel dransetzen, aber dann muss man schon kritisch fragen, ob die breite Öffentlichkeit das sehen will? Will man per se etwas aus dem Star Wars Universum sehen, oder will man die ursprüngliche Geschichte um Leia, Han und Luke erweitert sehen. Ich denke letzteres, wodurch es nach den jetzt neuen Filmen schon sehr eng werden dürfte. (ich spreche hier nicht von Star Wars Freaks die sich auch eine Origins Story von Boba Fett anschauen würden)

Zudem hat Star Wars üblicherweise keine Bezüge zur Realität und bietet auch keine Metaphern oder Allegorien auf die Realität.

Star Trek ist aber grade eine Erzählung über die Realität, transponiert in ein Sci Fi Universum. Star Trek ist VIEL universeller und breiter aufgestellt. Wohl auch der Grund, warum die Serien - die hier ihren Schwerpunkt haben - immer sehr gut ankommen, während die Filme - die oberflächlich universeller sein wollen - nicht so gut laufen (weil sie oft eine schwächere Kopie der Star Wars Märchen waren)
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Re: Hollywood und die Zahlen: Der Box Office Thread

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danielcc hat geschrieben:Man kann nun Prequels erzählen oder noch ein Sequel dransetzen, aber dann muss man schon kritisch fragen, ob die breite Öffentlichkeit das sehen will?
Das kann man sich bei Star Trek auch fragen und auch sonst bei allem, was irgendwie verfilmt wird. Die Antwort darauf gibt dann das Publikum und das Box Office. :wink:

danielcc hat geschrieben:Will man per se etwas aus dem Star Wars Universum sehen, oder will man die ursprüngliche Geschichte um Leia, Han und Luke erweitert sehen. Ich denke letzteres, wodurch es nach den jetzt neuen Filmen schon sehr eng werden dürfte.
Glaub mir, da gibt es noch genügend Geschichten. Alleine vor Episode I gibt es einen Handlungszeitraum von 25.000 Jahren. 8)
danielcc hat geschrieben:
Zudem hat Star Wars üblicherweise keine Bezüge zur Realität und bietet auch keine Metaphern oder Allegorien auf die Realität.
Da scheinst du dich aber wenig mit Star Wars beschäftigt zu haben. Ich empfehle da eine Lektüre von "Star Wars: The Power of Myth".

http://www.amazon.de/Star-Wars-Power-My ... er+of+myth
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