Komme gerade aus dem Kino...
eigentlich wurde vieles gesagt, gerade von MX87, also nicht ärgern, wenn sich Manches wiederholt, ich hatte jetzt auch nicht die Lust, alle Seiten gründlcih zu lesen...
Die
Vortitelsequenz war ja weitgehend schon bekannt und dennoch spannend. Bond wird hierbei als Jäger gezeigt der gnadenlos vorgeht. Die Kameraführung ist überragend, in der Action finden sich viele Elemente, wie Auto, Motorrad, Zug, die sehr gut umgesetzt sind. Die Action wird jedoch auch nicht langweilig, weil sie frisch und neu wirkt, denn einen Kampf mit dem Bagger gab es noch nicht. Meiner Meinung nach ein absoluter Höhepunkt der Action, die mit lustigen Augenblicken versüßt wurde. Das ist der klassische Bond!
Die
Titelsequenz selbst ist auch etwas Besonderes, ich konnte sie leider gar nicht in allen Details erfassen, was natürlich auch so gewollt ist. Auf alle Fälle ein echter Hingucker und weitaus besser als andere Titelsequenzen. (Ach ja, Adele gab's ja auch noch, alles Positive zu ihrem Song wurde bereits gesagt und Negatives fällt mir nicht ein...)
Absolut beängstigend ist der
Angriff auf den MI6, eine wirklich bedrohliche Atmossphäre wird erzeugt. Hierbei bleibt die Handlung auch noch recht realistisch, was ich gar nicht so erwartet hätte... Kritik am Drehbuch, Silvas Plan sei zu vage, kann ich so noch nicht bestätigen, beim ersten Sehen bleibt keine Zeit, um die Logik zu hinterfragen, und für's Erste erscheint alles in sich recht schlüssig. Ich werde den film bestimmt noch merhmals sehen.
"Bond ist tot" ist schön umgesetzt, er vergnügt sich und konsumiert zu viel, dabei ist die Szenerie wieder von einer gewissen Düsternis durchsetzt, die sein Inneres widerspiegelt. Bond hätte hier auch gut auf den Bahamas sein können – Karibik und insbesondere Bahamas gehören ja dazu. Aber gerade dieses locker-leichte Karibik-Flair hätte hier eben gerade nicht gepasst. Ich hoffe, Karibik dann wieder in Bond24.
"007 meldet sich zum Dienst" – das sind Gänsehaut-Szenen. Der neue MI6, dieser Umbruch und die Veränderungen, wunderbar dargstellt mit viel Gänsehautfaktor und Spaß, wie zum Beispiel die Befragung des Psychologen, einfach fantastisch. Der Zuschauer wird hier mit dem begriff "Skyfall" konfrontiert, eindringlich wird das Wort wiederholt, und Bond sagt nur "Ende" und geht, womit dem Zuschauer Einiges suggeriert wird, derselbe jedoch nichts Genaues erfährt.
Shanghai wird einfach kunstvoll dargestellt. Diese Bilder sind von höchster Qualität und wirken auf einer Kinoleinwand natürlich besonders gut. Hier zeigen die Verantwortlichen Leute ihr ganzes können. Die Geschichte mit dem Mann und dem Bild bleibt jedoch irgendwie noch etwas unklar, teilweise erfährt man die Hintergründe dann in
Macao, das genauso zu brillieren weiß. Ein solchergestalt Casino wird man vermutlich nirgendwo finden, dennoch passt es hervorragend in den Film. Das Ambiente ist etwas ganz Besonderes und geradezu typisch für Bond. Das gibt es eben nur dort! Dazu natürlich Eve und Severine, wobei Letztere eine ganz besondere und mystische Ausstrahlung hat. Das die Charaktere durchweg stark besetzt sind, muss ich ja nicht nochmal erwähnen.
Die
Metropole London wird nun von einer anderen Seite gezeigt: Der Untergrund und seine Bahn. Ich finde es sehr schade, dass man bei früheren Bondfilmen nur selten etwas von London sieht, dabei ist die Stadt ungemein vielfältig, wie ja jede Millionenmetropole. Die Handlung spielt viel in London – ein großes Plus. Gelungene U-Bahn Aufnahmen mit Humor, der ja ebenso für Bond (speziell für Sir Roger Moore) typisch ist, wie sein Aston Martin. Ein fantastischer Auftritt dieses edlen Autos!
Das Finale in
Schottland erinnert an alte Zeiten, so dass ich schon senitmental werde. Der Geist von Sir Sean Connery schwingt besonders im lustigen Wildhüter mit, der eine tolle Rolle hat. Vielleicht gibt es mit ihm ein Wiedersehen? Eine Frage dann noch: Was ist das, was Bond dann im Gebäude hochgehen lässt? Die Aufnahmen des alten Gebäudes und der Landschaft sind wunderschön und ziegen eindrücklich Schottland, wobei ich mir noch ein paar weiter Bilder Schottlands gewünscht hätte, denn Schottland hat Einiges zu bieten (Edinburgh als düstere Stadt) und die Reise von London in die Highlands ging auch recht schnell, aber aber gut, man hat ja nicht ewig Ziet, landeskundlichen Unterricht einzubauen.
Javier Bardem spielt
Silva sehr, sehr gut. Psychopathen sind bei Bond nichts Neues, aber hier kommt dies auch unheimlich bedrohlich und auch recht realistisch rüber... Zyankali zu überleben klingt zumindestens realistischer, als eine Kugel im Kopf zu überleben, aber ich bin kein Experte.
Die Bondgirls sind klassisch angelegt und wirken gleichermaßen zeitgemäß. Schauspielerische Leistung, Aussehen, Humor, Dialoge, alles passt. Brutal ist der Tod Severines, das schockiert doch gewaltig. Das aber Friedrich von Schiller nun auch Einfluss auf Bond nehmen konnte, hat mich wirklich überrascht, aber die Sache passt gut zu Silva, von daher ist die Brutalität zu rechtfertigen. Es ist eine der harten Szenen des Films, von denen derselbe recht viele hat.
Unser allseitsgeliebter
Quartiermeister ist zurück. Sein erster Auftritt war deutlich überzeugend und äußest lustig. Man tut den Fans einen riesigen Gefallen. Seine Rolle birgt ja auch noch eine Mange Potenzial für die weiteren Filme, dann muss man nicht weiter Bonds Vergangenheit beleuchten, sondern kann sich ein wenig mit ihm befassen... aber alleine die Tatsache, dass es wieder Q gibt, wirkt sich sehr positiv aus!
Zu
M kann ich noch nicht viel sagen. Der Tod war nicht unbedingt notwendig, vielleicht aber für die Entwicklung von Bond nur logisch. Auch führt der tod das Gesamte vorhergehende Bemühen ad absurdum. Der neue M gefällt mir hingegen sehr gut, was insebesondere an der hervorragenden Synchro-Stimme von Udo Schenk liegt. Ich freue mich schon auf Bond24 mit dem neuen alten MI6!!
Das wärs...
