Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Ich weiss ja eh, dass es Nolan wird, aber was die 1.5 Milliarden angeht mit ihm... weiß nicht. ausserdem ist Oppie jetzt bei 570 Mio nach 3 Wochen. Für diesen sperrigen Film ist das groß, aber ansonsten auch wiederum nicht so übertrieben großartig. Ich glaube das hat viel damit zu tun dass a) Barbenheimer, und b) all die Erwachsenen nach gefühlt 20 Jahren MCU Dauerbschallung das Gefühl hatten, dass da noch mal ein Film für sie ist.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Falls Nolan den Job macht, dann wird er wohl seine eigene Miniserie im Franchise beanspruchen - etwas anderes kann ich mir eher nicht vorstellen. Was ich in so einem Fall toll fände: Nolan ist sich der Inkongruenzen im Storytelling der letzten Bondfilme bewusst und hat den Weitblick eine Bondtrilogie zu planen, bei der die einzelnen Filme NICHT aufeinander aufbauen - oder nur so lose, dass auch Einsteiger*innen dem Narrativ noch folgen können - was im Falle von QOS/SP/NTTD nicht gegeben war.
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert."
"Doch wer sich bückt nach dem schmalen Taler, verpasst das große Bündel."

Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Casino Hille hat geschrieben: 14. August 2023 10:51 Natürlich kann man SP und NTTD jeweils einzeln problemlos ohne Vorkenntnisse folgen.
Stimmt - Mr. White, dessen Bezug zu Bond, Quantum, das brauchen wir alles nicht zu verstehen... Deshalb ergibt die Szene mit dem Vesper-Tape für alle nicht-Eingeweihten auch soviel Sinn, ganz wie 70% dessen, was Blofeld bezüglich Bonds Umgang mit Frauen von sich gibt. Dass Bond ausgerechnet mit Madeleine zusammenkommt, welche symbolische Bedeutung der Zugdialog hat etc., auch das liegt alles auf der Hand. Und diese Szene in Qs Hotelzimmer, wo dann nochmal alle Antagonisten der Craig-Ära zusammengebracht werden, steht ausnahmslos für sich. Und auch Ms Videobotschaft funktioniert absolut ohne Vorkenntnisse. Ist sie verreist, verstorben, ja wer ist diese Frau überhaupt? Alles unerheblich.
Kommen wir zu NTTD: Wer ist diese Vesper, welche Rolle spielt sie in Bonds Leben und wieso besucht dieser überhaupt ihr Grab? Völlig unerheblich. Wieso verhält sich Bond in der PTS so dumm gegenüber Madeleine, die ja offensichtlich selbst reingelegt worden ist, wieso ist er überhaupt misstrauisch? Auch dafür brauchen wir keine weiteren Erklärungen. Blofeld? Nie gehört, muss ich doch auch nicht kennen, um zu begreifen, welche Schlüsselrolle er im Plot einnimmt, wieso er nur mit Madeleine spricht etc. ... :lol:
Ich könnte jetzt noch ewig so weitermachen, aber das führt eigentlich immer nur zu der meines Erachtens einzig validen Schlussfolgerung: Für sich genommen funktioniert bis auf CR und SF kein einziger Craiger so richtig, zumal uns Motive und Beweggründe Bonds abgehen.
Ich weiß nicht, wie oft ich bei SP und NTTD im Kino Familienangehörigen und Freunden dieses oder jenes zuflüstern musste, damit diese überhaupt kapieren, worum es geht. Und da waren Kandidat*innen dabei, die alle vorangegangenen Filme mit Craig kannten, nur eben nicht auswendig, wie wir Fans.
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Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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In meinem Freundeskreis haben sehr viele Menschen NTTD gesehen, ohne SP je gesehen zu haben oder sich überhaupt noch an irgendwas genaueres aus anderen Craig-Bonds zu erinnern und niemand von denen hatte echte Verständnisprobleme. Du überschätzt, wie wichtig diese aufgezählten Dinge für einen Großteil des Publikums sind massiv.

Was soll da auch groß kompliziert sein? SP funktioniert doch wunderbar für sich stehend, und in der einen Szene, in der Brofeld mal kurz über die alten Tage redet, wird ja aus dem Kontext sofort klar, dass es um frühere Abenteuer geht (und mehr als das ist tatsächlich überhaupt nicht wichtig, um dem Plot an sich zu folgen). NTTD ist da auch nicht anders. Bond ist am Anfang mit einer Freundin zusammen, die entpuppt sich als Verräterin, ist es dann aber doch nicht. Fertig.

Natürlich gibt es da immer mehr zu verstehen, wenn man mehr Kontext hat, aber als Actionfilme lassen die sich wunderbar ohne diesen Schnickschnack folgen und ein Großteil des Publikums guckt einen Bondfilm für das Spektakel und die Action. Solange die Plots in sich geschlossen sind, und das ist bei allen Bonds bislang der Fall, können sie auch für sich stehen. Zugegeben: QOS ist vielleicht ein wenig anders, aber auch nur bedingt.
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Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Und da dem Publikum in NTTD, vor allem aber in SP hinsichtlich Action und Spektakel ja nun wirklich die volle Lutsche geboten wurde, können sie getrost Handlung und dramaturgische Bögen außer Acht lassen, denn seien wir mal ehrlich - wofür steht die Craig-Ära, wenn nicht für leichtfüßige, eskapistische Unterhaltung ohne angestrebtes Drama und Charakterentwicklung?
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Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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craigistheman hat geschrieben: 14. August 2023 10:17 Falls Nolan den Job macht, dann wird er wohl seine eigene Miniserie im Franchise beanspruchen - etwas anderes kann ich mir eher nicht vorstellen. Was ich in so einem Fall toll fände: Nolan ist sich der Inkongruenzen im Storytelling der letzten Bondfilme bewusst und hat den Weitblick eine Bondtrilogie zu planen, bei der die einzelnen Filme NICHT aufeinander aufbauen - oder nur so lose, dass auch Einsteiger*innen dem Narrativ noch folgen können - was im Falle von QOS/SP/NTTD nicht gegeben war.
Also ich finde schon, dass die Bondfilme der Craig-Ära weniger aufeinander aufbauen als die Batman-Filme von Nolan. Und wenn Heath Ledger nicht gestorben wäre, dann wären die Filme wohl noch stärker miteinander verknüpft gewesen.
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"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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craigistheman hat geschrieben: 14. August 2023 13:02 Und da dem Publikum in NTTD, vor allem aber in SP hinsichtlich Action und Spektakel ja nun wirklich die volle Lutsche geboten wurde, können sie getrost Handlung und dramaturgische Bögen außer Acht lassen, denn seien wir mal ehrlich - wofür steht die Craig-Ära, wenn nicht für leichtfüßige, eskapistische Unterhaltung ohne angestrebtes Drama und Charakterentwicklung?
Ne die Craig Bonds stehen vor allem für eine der - wenn ncht die - erfolgreichste Periode in 60 Jahren Bond. Eskapismus oder sonst was hin oder her. Die Leute mochten das was man mit Bond gemacht hat.
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Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Je nachdem wie man "erfolgreich" definiert. Bezogen auf inflationsbereinigtes BO-Ergbnis pro Film ist Craig 1. Schaust du dir nur die jew. Produktionskosten VS Einspielergebnis an, landen Craig's Filme auf den hinteren Plätzen.

Craig's Filme waren natürlich sehr erfolgreich und EON & Co. haben gut verdient - wie auch schon in den 45 Jahren zuvor ;)
Bond... JamesBond.de

Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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danielcc hat geschrieben: 11. August 2023 16:15 Ich weiss ja eh, dass es Nolan wird, aber was die 1.5 Milliarden angeht mit ihm... weiß nicht. ausserdem ist Oppie jetzt bei 570 Mio nach 3 Wochen. Für diesen sperrigen Film ist das groß, aber ansonsten auch wiederum nicht so übertrieben großartig. Ich glaube das hat viel damit zu tun dass a) Barbenheimer, und b) all die Erwachsenen nach gefühlt 20 Jahren MCU Dauerbschallung das Gefühl hatten, dass da noch mal ein Film für sie ist.
Klar hilft ihm Barbenheimer, aber mit diesem sperrigen Film wird er am Ende 800-900 Mio schaffen und schlägt somit eine Marke wie Bond (klar, da war noch Corona mehr usw.), trotzdem ist oder sollte Bond eine andere Liga sein. Und das bei einem Drittel des Budgets. Das sind schon sehr gute Zahlen, die Nolan bei allem helfen, was er jetzt auch immer machen mag zukünftig, unabhängig von Bond usw. - und das konnte er ja bisher auch schon.
Bond... JamesBond.de

Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Gernot hat geschrieben: 16. August 2023 10:14 Schaust du dir nur die jew. Produktionskosten VS Einspielergebnis an, landen Craig's Filme auf den hinteren Plätzen.
Die Produktionskosten werden aber künftig so oder so eher noch steigen als sinken. Selbst wenn man für Bond 26 "kleinere Brötchen" backen möchte, wird die Gierflation wohl dafür sorgen.

Wenn auch noch größere Actionszenen dabei sein sollen als bisher, dann natürlich erst recht.
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Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Ich halte es für Quatsch zu glauben, große Actionszenen machen einen Film teuer Warum sollte das so sein?
Man kann auch groß wirkende Action mit wenig Budget machen. Am Ende bezahlst du nur Menschen. Die mit Abstand teuersten sind die die eh dabei sind (Top 5 Darsteller, und die Haupt Crew Leute Kamera, Regie, Drehbuch...)

Daneben sind das Problem der Bondfilme sind die wahnsinning langen Drehzeiten bei sehr großer Crew.


Vergleiche von Produktionsbudgets sind eh meist wenig aussagekräftig. Nie im Leben hat ein Film der in den Hauptrollen Murphy, RDJr, Blunt, Brangh und Damon hat (plus Malek und viele andere), 100 Mio kosten! Allein diese Darsteller dürften fast so viel kosten, und da reden wir noch nicht von den 100 mio die ja scheinbar Nolan kriegen soll.
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Re: Bond 26 - Wünsche und Spekulatius

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Gernot hat geschrieben: 16. August 2023 10:14 Je nachdem wie man "erfolgreich" definiert. Bezogen auf inflationsbereinigtes BO-Ergbnis pro Film ist Craig 1. Schaust du dir nur die jew. Produktionskosten VS Einspielergebnis an, landen Craig's Filme auf den hinteren Plätzen.
Naja wie willst du in der heutigen Zeit Filme wie GF und TB toppen wenn man so rechnet, es wird in Zukunft kein Bond-Film unter 100 Mio. Kosten haben, ja nicht mal unter 200, und selbst dann müsste man 10 Mrd. einspielen wenn man die Rechnung so macht wie von dir beschrieben (weiß jetzt nicht genau wie teuer GF war). Am besten man rechnet inflationsbereinigt und da landet auch SF auf der 1, noch vor TB, SP müsste auch relativ weit vorne sein

Die Craig-Filme waren sehr sehr erfolgreich (NTTD hatte Pech wegen Corona, ohne dem wäre man wohl zwischen SF und SP gelandet), SF immer noch der erfolgreichste Agenten/Spionagefilm aller Zeiten, und wir sehen aktuell bei M:I dass es aktuell nicht selbstverständlich ist in diesem Genre einen Megahit zu landen.

Aber zurück zu Bond 26, wird es Nolan werden sich die Verantwortlichen nicht so viele Gedanken machen müssen ob der Film erfolgreich werden wird, dass wird er garantiert, wahrscheinlich der erfolgreichste Bond-Film aller Zeiten bzw. erfolgreichste Film in GB.
Wird es nicht Nolan, muss man sich marketingtechnisch einiges einfallen lassen damit man an die Erfolge von den Daniel Craig Filmen rankommt