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von HCN007
Agent
iHaveCNit: Resident Evil 6 The Final Chapter (2017)
15 Jahre und 6 Filme hat die Resident-Evil-Filmreihe überdauert. Aus der Schocker-Game-Reihe über eine Zombieapokalypse, lange bevor man über z.B. Serien wie „The Walking Dead“ oder auch Spiele „The Last Of Us“ nachgedacht hat, hat man ein klassisches, filmisches Zombiehorroractionvehikel geschaffen. Nun soll das letzte Kapitel erzählt werden. Und vorweg – Das letzte Kapitel empfand ich als bestes Kapitel der Reihe.
Eine gewisse Zeit nach den Ereignissen von „Retribution“ haben die Zombiehorden die Menschheit fast komplett ausgerottet. Alice erhält die Information, dass sie nur noch 48 Stunden Zeit hat, das Antivirus im Hive zu finden und anzuwenden – sonst wird die komplette Menschheit sterben.
Der Film ist definitiv etwas für die Liebhaber der Resident-Evil-Filmreihe. Die Bögen zu vorigen Teilen werden geschlossen, auch wenn man diese nicht unbedingt sehen muss, bereits wie in den vorigen Teilen wird zu Beginn durch eine Narration von Alice der komplette historische Verlauf der Filmreihe zum derzeitigen Status Quo aufgearbeitet. Da ich mir die vorigen Filme auch ganz aktuell angesehen habe, musste schon sagen, dass das geholfen hat und ich voll im Thema war, was die Reihe anbelangt. Querverweise auf vorige Teile, egal ob es Handlungsorte oder Charaktere sind, sind ein netter Fanservice, der dem Film in meinen Augen schon gut tut. Der Film ist vom Pacing her sehr schnell, weiß definitiv, wohin er will und bleibt bei dem finalen Charakter des Films sehr fokussiert und konsequent. Unabhängig davon, ob man einige Plotpunkte nun vorhersehbar fand oder nicht, fand ich die Plotentwicklung und wichtige Twists sehr passend – auch wenn es um das klassische Prinzip des Überlebens und Kämpfens von Punkt A nach Punkt B geht, der sich durch alle Teile zieht. Ich meine, man kann viel vom polarisierenden Faktor halten, dass Regisseur Paul W.S. Anderson und Hauptdarstellerin Milla Jovovich verheiratet sind – ich persönlich habe nichts gegen solche privaten Bündnisse, wenn es der Sache dienlich ist. Die Ukrainerin macht als Alice auch noch 15 Jahre später eine gute Figur. Iain Glen, der auch bereits in Tomb Raider als Gegenspieler toll platziert wurde, gibt hier einen sehr guten, intelligenten und zwielichtigen Gegenspieler ab, der sich ja quasi schon durch die komplette Reihe gezogen hat. Darüberhinaus fand ich es cool, Ali Larter wiederzusehen, die mir schon seit Final Destination im Kopf ist. Ein wenig blass bleibt Shawn Roberts Albert Wesker. Jeder Teil der Reihe hat seinen eigenen Look, der jedem Film dennoch eine gewisse optische Eigenständigkeit gibt. Der Look des Films ist sehr düster, was vor allem im Bereich der Spezialeffekte zugute kommt, da man die Zombies so nur schemenhaft wahrnehmen kann, ohne z.B. bei gegebener Helligkeit Schwächen aufzudecken. Die Action ist gut choreografiert, jedoch ein wenig zu hektisch inszeniert. Die Kamera wackelt oft, nahezu im Sekundentakt wird in Actionszenen geschnitten. Weniger ist mehr – mit einer gewissen Ruhe und Übersichtlichkeit in der Inszenierung der Action. Auch „Jump-Scares“ als Schockeffekte hatte der Film eigentlich nicht in der Masse notwendig gehabt. Der Film wird aber trotz einiger bewertungstechnischer negativen Stimmen für mich eine ähnliche Rolle einnehmen wie z.B. letztes Jahr „Gods of Egypt“, der mir trotz all seiner handwerklichen Schwächen durch Optik, Story usw. gefallen hat.
Unterhaltsam, actionreich und auch spannend. Das ist „The Final Chapter“ - Und da ich eingangs erwähnt habe, dass dies für mich das beste Kapitel der Reihe ist, werde ich mit einer Punktegleichheit zu „Extinction“ wie folgt werten.
„Resident Evil 6: The Final Chapter“ - My First Look – 7/10 Punkte.
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