danielcc hat geschrieben:Interessant ist ja, dass Liam Neeson grade jetzt im leicht fortgeschrittenen Alter den europäischen Actionfilm für sich entdeckt und darin eine super Figur macht.
Ralph Fiennes sehe ich nicht in er Rolle. Er wäre ein weiter Dalton gewesen. Eigentlich ein talentierter Darsteller aber in der gänzlich falschen Rolle. In der Schirm, Charme Melone Vefilmung hat er wie ich finde beim Humor und der Coolness versagt, bei Maid in Manhattan bestätigt sich dann, dass er Humor (und Romantik) nicht kann.
Naja, aber fairerweise muss man ganz klar sagen, dass der Hauptdarsteller in der Schirm, Charme & Melone-Verfilmung so ziemlich das kleinste Problem darstellt

Zumal die Steed-Rolle ja nun so gar nix mit James Bond zu tun hat. Und eigentlich empfand ich seinen trockenen Humor in der Gurke noch mit als das beste Element (mal abgesehen von Umas Latexanzug und dass Connery selbst in solch einem filmischen Sarg immer noch ein Highlight ist).
Auch sehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich einen Bezug zwischen einer Jennifer-Lopez-Romatic Comedey und den Anforderungen in Sachen Humor für einen Bondfilm. Fiennes wäre sicherlich kein Darsteller für Scherze a la Moore oder Brosnan gewesen, aber das ist Craig ja nun auch nicht.

Jedenfalls sehe ich darin kein unüberwindliches Problem.
Ich freue mich schon auf nächste Woche, wenn der neue Neeson-Film ins Kino kommt. Trotz der tollen Karriere die er seit Schindlers Liste hingelegt hat bedaure ich auch immer ein bisschen, dass da nicht noch mehr gegangen ist. Wenn jemand in einem solchen Fiasko wie Star Wars Episode 1, noch dazu mit grotesker Hippi-Perücke, eine gute Figur abgibt, dann muss der schon was auf dem Kasten haben (siehe Connery in Mit Schirm, Charme & soweiter). Ich hab mich auch immer darüber geärgert, dass Ridley Scott nicht ihn zum Hauptdarsteller in Kingdom of Heaven genommen hat, warum hat man Bloom nicht nach 30 Minuten sterben lassen können? (Noch dazu da mit Michael Sheen der beste Akteur des ganzen FIlmes auch schon nach der ersten viertel Stunde dahinscheidet, aber immerhin nach einer wieder mal mehr als imposanten Vorstellung!). Aber ich schweife ab. Neeson wäre in der Tat eine interessante Wahl statt Brosnan gewesen, gerade mit dem Schindlers Liste-Ruhm im Rücken wäre er auch massenkompatibel gewesen (was zu diesem Zeitpunkt aber auch für Fiennes gegolten hätte). Hätte spannend werden können, vielleicht wären die Filme dann wieder deutlich bodenständiger geworden, so eine Art 60s-Revival im Stil der 90er statt dem 70s-Revival im Neuzeitlook mit Brosnan.