AnatolGogol hat geschrieben:
Da du die gesamt Qualität des Films auf die Inszenierung reduzierst heisst das aber nix anderes, als dass ein guter (Bond-)Film nur von der Qualität seines Regisseurs abhängig ist. Oder von der "Tagesform" seines Regisseurs (da Hamilton mit GF und LALD ja bewiesen hat, dass er es besser kann). Alle anderen Elemente sind demnach nachrangig und quasi austauschbar? Da kann ich nicht folgen, gerade bei DAF...
Nö, nicht komplett, aber die Inszenierung ist schon das wichtigste. Schließlich geht es hier um Filme und nicht um Bücher, in denen die Geschichte schon eine vergleichswesie größere Bedeutung hat.
Aber das ist auch ein sehr umfassender Begriff der die Schauspielerführung, die Art wie Dialoge gesprochen werden, die Rhythmisierung der Szenen, die Länge der einzelnen Szenen im Verhältnis zueinander, die Kameraführung und ähnliches beinhaltet.
Übrigens finde ich GF auch in seinen Höhepunkten schwach inszeniert, und deswegen gibt es für mich auch 8 bessere Bonds als GF, obwohl GF eine sehr clevere Handlung (wenn auch kein imposantes Ende) hat und mit die besten Dialoge und auch schauspielerisch zum Besten der Serie gehört. Aber stilistisch gibt er mir nicht genug.
Was DAF dann schwächer als GF macht ist das eben die "sonstigen Elemente" uninspirierter daherkommen als in GF.
Jedenfalls sind alle anderen Elemente nicht austauschbar, aber dem Stil untergeordnet. Diese anderen Elemente müssen in einem wirklich guten Film natürlich auch funktionieren, aber mehr in dem sie dem Stil dienen. (Deswegen ist QOS auch in einer anderen Dimension für mich)
LALD ist übrigens tatsächlich der einzige Hamilton Film der auch stilistisch funktioniert.
Und interessanterweise (und glücklicherweise) sind die von der Regie her besten Bonds auch die in denen dann die "anderen Elemente" am Besten rüberkommen. Aber vielleicht bedingt (bzw. inspiriert) ja das Eine das Andere.