Um es mal mit Erics Worten zu sagen:
GoldenProjectile hat geschrieben:Im Kino - The Last Stand (2013)
Drehbuch: Andrew Knauer
Regie: Kim Jee-woon
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Jaimie Alexander, Forest Whitaker, Johnny Knoxville, Peter Stormare, Harry Dean Stanton
„You fucked up my car!“
„You fucked up my day off!“
Nach den kleinen bis mittelschweren Enttäuschungen Django Unchained und Gangster Squad der erste richtig gute Film dieses Jahres. Dem koreanischen Regisseur Jee-woon gelingt es, den Film durchgehend flüssig zu erzählen. Was mir besonders gefällt, ist dass Last Stand nicht einfach ein lärmiges Arnie-Vehikel ist, sondern viel subtiler angelegt ist. So gibt es in der ersten Hälfte überraschend wenig Arnie und überraschend wenig Action, dafür mehr Spannung, mehr Introduktion und ordentliche Bemühungen, die simple Story möglichst opportun und schlüssig aufzubauen. Bevor es richtig losgeht bekommt jeder Charakter ein Gesicht und eine Position (natürlich kein tiefgehendes Psychogramm, aber unter filmischen Gesichtspunkten leistet Jee-woon hier ganz saubere Arbeit).
Cortez' Flucht ist spektakulär inszeniert und die ultrarasanten High-Speed-Szenen auf der Strasse verleihen dem Film ein interessantes Profil. Auch gut, dass Cortez' Schergen zahlenmässig überlegen und gut bewaffnet sind, so dass sich Arnold und sein Team auf ihren Einfallsreichtum, und ihr improvisiertes Zusammenspiel verlassen müssen. Dabei werden sie zu einer Gruppe, die weitaus sympathischer und homogener wirkt als Josh Brolins Gangster Squad.
Die zweite Hälfte ist dann für Actionfans geradezu grandios. Knauers und Jee-woons Einfälle wirken an den wenigsten Stellen aufgesetzt, albern oder abgehoben, und gerade deswegen macht das ausgedehnte gut-gegen-böse-Feuerwerk im neo-Western-Gewand auch über die gesamte Zeit hin Spass. Immer wieder werden Humor, Spannung und Action schlüssig miteinander verbunden. Arnolds Part ist seiner Verfassung und seinem Alter angemessen. Er wird nicht zum Überhelden hochstilisiert und man nimmt ihm so gut wie jeden Kampf, jedes Manöver ab. Die Idee einer Verfolgungsjagd im Maisfeld wird furios umgesetzt und das finale Aufeinandertreffen von Arnold und Cortez weiss zu gefallen mit subtilem Humor und und prickelndem Aufbau (z.B. als Arnold als Antwort auf einen Bestechungsversuch die Handschellen zückt), und mündet schlussendlich in einen spannungsvollen Endkampf vor starkem landschaftlichen Hintergrund.
Das beste darf natürlich nicht vergessen werden: Arnold hat „I'll be right back“ gesagt (!!!). Ich hätte auf den Sitzen rumrennen können vor Freude.
Vorerst mal 8 / 10, könnte aber durchaus noch mehr sein.
Vielleicht sogar 8,5. Hab die deutsche Fassung gesehn und der Film hat gerockt. Die Rolle war auch mal mehr glaubwürdig. Nicht so ein alter Kerl der wie ein 40 Jähriger durchs Bild springt. Und wen ich noch loben muss > Knoxville <. Saukomisch der Kerl
Total Recall (Schwarzenegger) - 6,5/10
Ok, ich hatte sehr hohe Ewartungen da ich von allen Seiten, auch während des Remake Hypes, gehört hab das der Originalfilm viel besser sei. Ein genialer Streifen, einer von Arnies besten und so weiter. Fehlanzeige. Ich finde ihn absolut overrated und angesichts der ganzen "guten Kritiken" die ich dazu in Foren und so gehört/gelesen hab imo ne echte Enttäuschung. Wäre Arnie nicht dabei gewesen, wäre es ein 0815 Durchschnitts-Scifithriller gewesen. Es gab einige coole Momente (dank Arnie) und die Action war auch recht solide. Ansonsten schleppte sich das so vorran. Tut mir leid aber das war nichts. Dennoch kein so großer Totalausfall wie Beispielweise Collateral Damage.
Total Recall (Remake) BD - 7/10 (knapp)
Ok, nach dem Arnie Film waren die hoffnungen da, von diesem Film angesichts der Darsteller und der teilweise vorhandenen Distanzierung mehr zu bekommen. Leider auch nicht so viel besser. Die Darsteller waren echt alle top, vor allem Beckinsale und Biel aber trotzdem fehlte mir das gewisse etwas das Filme wie Blade Runner als bsp. absolut kultig machte. Das TR-Remake hat gut unterhalten, war optisch einwandfrei inszeniert und doch nicht so super in Szene gesetzt was die Story anging. Es packte mich einfach kaum. Ich halte leider beide Filme für "überbewertet" bzw. ganz solide. Mehr steckt da nicht hinter.
Timeline - 8,5/10
Sehr cool inszenierter Abenteuer-Sci-fi film mit Paul Walker, Gerard Butler uvm. Tolle Locations, tolle Bilder und ein guter Soundtrack haben diesen Film zu einem meiner Highlights des vergangenen Wochenendes gemacht. Die Story war von Anfang bis Ende spannend inszeniert und imo nicht vorhersehbar. Auch war es mal schön eine gut durchdachte, flüssige Geschichte zu erleben, nach den beiden TR-Enttäuschungen. Wie genau das ganze jetzt wirklich abgelaufen ist bei dem Film, weiß ich nicht. Aber schon die Tatsache das man sich in die Vergangeheit schleudert und an einer "scheinbar" auf Tatsachen beruhenden Schlacht teilnimmt, gefällt mir.
The Core - 8/10
Ziemlich cooler Katastrophenfilm mit einem super Cast. Auch wenn er enorm viele Parallelen zu Bay's Armageddon aufweist, dennoch ein sehr spannender und packender Film. Ich bin ja sowieso Fan von Aaron Eckhard und war deshalb schon vorher voller Freude auf diesen Film. Als dann auch noch Hilary Swank, Stanley Tucci & Bruce Greenwood dabei waren, war ich überzeugt. Der Film MUSS gut werden. Und mir hat er in der Tat auch sehr gut gefallen. Dieser Film hat viel mehr zu bieten als bsp.weise 2012 von Roland Emmerich. Liebloser Katastrophenmist ohne Herz und voller Logikfehler. Fand den Film so mies, bei all dem Rummel der im Vorfeld gemacht wurde. Ich will jetzt aber nicht sagen, das The Core frei von Logikfehlern ist nur war es hier nicht so anstrengend wie bei 2012.

Wer Katastrophenfilme mag, sollte definitiv einen Blick riskieren. Ich bin absolut zufrieden und werde mir wohl auch die Bluray kaufen.