craigistheman hat geschrieben: 4. Juli 2022 19:34
Catherine Bigelow, Julia Ducournau, Alice Winocour, Patty Jenkins, Sarah Gavron, Shannon Murphy... Sofia Coppola?
Eine Frau auf dem Regie-Stuhl fänd ich für den nächsten Bond eine fabelhafte Idee. Nur bitte keine von diesen Damen, die dann mit ihrem Auteur-Kino Bond nur noch weiter entkernen würden (und teilweise auch ganz schön bescheidene Filme gemacht haben).

Wenn man clever ist, wird man sich bei Bond nach Fukunaga weiter im TV-Segment nach talentierten Gestalten umschauen, so macht Marvel es ja ebenfalls und fährt sehr erfolgreich damit. Und da, im TV, stoßen wir auf reihenweise begabte Regisseurinnen, die das richtige Feingefühl für einen modernen Bond hätten, sofern man sie auch lässt.
Ich werfe mal
S. J. Clarkson in den Raum, die u.a. den Pilot zu "Jessica Jones", die Mini-Serie "Anatomy of a Scandal", einige starke "Dexter"-Episoden und eine Highlight-Folge von "Bates Motel" inszeniert hat, und demnächst als Regisseurin bei "House of the Dragon" (dem "Game of Thrones"-Prequel) sowie beim Spidey-Spin-off-Kinofilm "Madame Web" federführend agieren wird. Britin ist sie übrigens auch.
Nächster Name:
Michelle MacLaren, die als Regisseurin elf Episoden von "Breaking Bad" und drei Episoden von "Better Call Saul" inszenierte, und auf dem Regiestuhl bei exzellenten Serien wie "Westworld", "The Leftovers", "The Deuce" und "Hell on Wheels" Platz nahm. "Game of Thrones", "The Walking Dead" und 47 (!) Folgen "Akte X" hat sie ebenfalls im Lebenslauf stehen. Aktuell arbeitet sie an der Comicverfilmung "Cowboy Ninja Viking".
Wie wäre es noch mit
Nicole Kassell? Sie hat sich mit besonders starken "The Killing"-Folgen als Regisseurin einen Namen gemacht, drehte Episoden von "The Americans", "Better Call Saul" und "The Leftovers" und gewann einen Directors Guild of America Award für ihre Inszenierung der Pilotfolge der herausragenden Miniserie "Watchmen" (sie war noch bei zwei weiteren Folgen der Serie Regisseurin).
Meine heimliche Favoritin für einen Bond-Film wäre derweil
Uta Briesewitz, eine in Leverkusen geborene Kamerafrau und Regisseurin mit massig TV-Erfahrung. Sie inszenierte die beste Folge der Serie "Westworld", war Regisseurin bei mehreren Episoden "Jessica Jones", "The Wheel of Time", "Orange is the New Black", "The Deuce", "Altered Carbon" und "Stranger Things", und immer stechen ihre Folgen als visuelle Schmankerl deutlich heraus.
Darf es doch ein etwas größerer Name sein, so wären
Deborah Chow und
Bryce Dallas Howard gute Kandidatinnen. Beide inszenierten großartige Action für die "Star Wars"-Serie "The Mandalorian". Chow war zuletzt auch für alle "Obi-Wan Kenobi"-Folgen verantwortlich und in der Vergangenheit bei "American Gods" und "Fear the Walking Dead" aktiv, Howard drehte noch eine großartige "The Book of Boba Fett"-Folge.
Wenn EON also will, ist massig Auswahl da, ohne die immer gleichen bekannten Namen à la Bigelow, Coppola und Co. zu bemühen.