Welches ist der beste MCU-Film?

Iron Man
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (13%)
The Incredible Hulk
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (6%)
Iron Man 2 (Keine Stimmen)
Thor
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Captain America: The First Avenger
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Marvel's The Avengers
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Iron Man 3
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Thor: The Dark World (Keine Stimmen)
Captain America: The Winter Soldier
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (10%)
Guardians of the Galaxy
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (13%)
Avengers: Age of Ultron (Keine Stimmen)
Ant-Man (Keine Stimmen)
Captain America: Civil War
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (6%)
Doctor Strange (Keine Stimmen)
Guardians of the Galaxy Vol. 2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (13%)
Spider-Man: Homecoming (Keine Stimmen)
Thor: Ragnarok
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (6%)
Black Panther
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Avengers: Infinity War
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Ant-Man and the Wasp
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Captain Marvel
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Avengers: Endgame
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Spider-Man: Far From Home (Keine Stimmen)
Black Widow (Keine Stimmen)
Shang Chi and the Legend of the Ten Rings (Keine Stimmen)
Marvels Eternals (Keine Stimmen)
Spider-Man: No Way Home
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 31

Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1832
Auch ich bin restlos begeistert. Was für ein großes und schönes Finale. Auf allen Ebenen vollkommen überzeugend.
Eigentlich möchte ich nicht dass danach noch etwas kommt. Nichts wird mich mehr so emotional fesseln können.

Überraschend wenig Action. Selbst der showdown um Lichtjahre besser als end- und seelenlose CGI kloppereien die wir zuvor gesehen haben.

Irrsinnig viel Humor. Habe ich nicht erwartet vor allem die Selbstironie.
Sicher, dass man ausgerechnet "the worthy one" so unwürdig behandeln muss war etwas übertrieben.

Enttäuschend Captain Marvel. Warum erst so übermächtig einführen wenn sie dann nichts zu tun hat???

Was für ein Darsteller Ensemble war das denn bitte? Wie haben die das geschafft wirklich jeden star noch mal vor die Kamera zu bekommen oder sogar alle gemeinsam ?

Mehr zu tippen ist nur jetzt auf den Handy leider zu mühsam
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1833
danielcc hat geschrieben: 4. Mai 2019 07:40 Was für ein Darsteller Ensemble war das denn bitte? Wie haben die das geschafft wirklich jeden star noch mal vor die Kamera zu bekommen oder sogar alle gemeinsam ?




:mrgreen:

Disney ist eben aktuell der größte Filmkonzern und Geld ist da genügend vorhanden. Bei den kleinen Arbeitern kann da dann zwar gespart werden, aber bei den großen Stars kann man alle Forderungen erfüllen. Und in Zukunft wird das Geld bei Disney eher noch mehr werden als weniger. Jetzt haben sie ja noch einiges aufgekauft und wenn es weniger Konkurrenz gibt, dann werden die Kassen umso voller. :wink:
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"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1835
danielcc hat geschrieben: 4. Mai 2019 08:48 Naja es geht da gar nicht uns Geld zumal die letzten bondfilme wohl sogar ein höheres Budget hatten. Mir geht es eher um die logistische Herausforderung die alle in den recht kurzen Dreharbeiten verfügbar zu haben.
Da hat Disney tatsächlich eine gute Portion Glück gehabt, denn viele dieser Stars treten ansonsten kürzer. So hat z. B. Gwyneth Paltrow ihren letzten Kinofilm abseits des MCU 2015 gedreht. Bei RDJ kam der letzte Nicht-MCU-Film sogar 2014 in die Kinos.

Schon allein deshalb bin ich froh, wenn es für den ein oder anderen jetzt mit dem MCU vorbei ist, damit man ihn oder sie mal wieder in neuen Rollen bewundern kann. :D
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Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1836
danielcc hat geschrieben: 4. Mai 2019 07:40 Was für ein Darsteller Ensemble war das denn bitte?
Da es unzählige Nachdrehs gab, war das sicher gar nicht so schwierig. Evangeline Lilly zum Beispiel hat ihre Szenen für den Film parallel zu den Dreharbeiten von "Ant-Man and the Wasp" absolviert und sicherlich werden viele andere Darsteller auch parallel zu ihren jeweiligen Filmen (Tessa Thompson während "Thor: Tag der Entscheidung" etc.) ihre Mini-Miniauftritte absolviert haben.
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Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1838
Von der Darsteller-Riege war ich auch beeindruckt, aber das meiste sind ja wirklich Mini-Mini-Szenen, da reicht ja ein freier Tag irgendwann...

Ich fühlte mich von Endgame übrigens bestens unterhalten, kann Hilles Kritikpunkte nicht wirklich nachvollziehen, ebensowenig aber auch die absolut euphorischen Stimmen direkt nach dem Start. Die 3 Stunden gingen schnell vorbei, der Film hatte Witz, berührende und traurige Momente und vor allem ganz viele klasse Darsteller. Klar, die Handlung war etwas vorhersehbar, mir dieser Lösung hat ja eigentlich jeder gerechnet, aber das fand ich nicht schlimm, da gut gemacht. Vieles zum Entdecken für diejenigen, die wirklich alle MCU-Filme gesehen haben und auch jede Menge kleine Anspielungen. Ich fand ihn klasse, eine würdige Fortsetzung von Infinity War, auch wenn es schade ist, dass viele der Hauptcharaktere nicht zum Zug kommen, da sie ja die meiste Zeit nicht dabei sind, aber es ist ja auch ein Avengers-Film und die hatten ihre tollen Momente mit sehr liebevollen Abschieden von einigen Figuren. Werde wohl demnächst nochmal reingehen, dann am besten in der OV.
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Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1840
Nico hat geschrieben: 4. Mai 2019 12:51 Ich fühlte mich von Endgame übrigens bestens unterhalten, kann Hilles Kritikpunkte nicht wirklich nachvollziehen
Naja, wenn man sich bestens unterhalten fühlt, ist es immer schwer nachzuvollziehen, wie jemand anderes sich langweilen konnte. Für mich waren das die drei längsten Stunden des Jahres bisher (oder waren es doch 4?) und eine kreative Bankrotterklärung. Anders gesagt: Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der sich so sehr wie ein Produkt angefühlt hat und so wenig ein eigenständiger Film gewesen ist. Der Plot ist hauchdünn und könnte in 20 Minuten eines Cartoons erzählt werden. Die Zeitreise ist das vermutlich dümmste und erst recht faulste erzählerische Mittel, auf das ein Superheldenfilm je zurückgegriffen hat. Die reisen mal schnell in die letzten Jahre der MCU-Filme, können faktisch tun was immer sie da wollen, ohne einen Funken mit den Konsequenzen leben zu müssen, und am Ende hauen sie dann alle gemeinsam dem Bösen auf die Omme. Gleichzeitig verhalten sich alle Figuren unsagbar dumm, damit überhaupt ein Plot zustande kommt: Wenn die Zeitreisen eh keine Konsequenz auf die Gegenwart haben, wozu Geheimniskrämerei? Warum fliegt Iron Man nicht im Jahr 2012 zu den Vergangenheits-Avengers und sagt "Hey, ich bin aus der Zukunft und muss mir mal ganz kurz den blauen Würfel ausleihen, ihr kriegt ihn aber jede Sekunde wieder" ? Unfassbar, dass die Autoren mit dem Plot durchkommen. Am Ende sind fünf Jahre vergangen, zwei der Fränscheiß-Hauptfiguren tot (PS: Natürlich opfert sich an einer Stelle die einzige Frau des Originalteams für die anderen fünf Alphamännchen... wie "unerwartet") und trotzdem hatte nichts in dem Film eine echte Konsequenz, weil mit dieser Version von Zeitreisen eh alles jederzeit möglich ist. Wenn man Captain America zurückbraucht, reist man eben ins Jahr 2023 kurz nach der Schlacht gegen Thanos und fragt ihn, ob er mal kurz aushelfen kann. Meine charakterlichen Highlights im Film waren Hawkeye und Thor: Der Clint verliert seine ganze Familie, wird dann für fünf Jahre ein grimmig guckender Meuchelmörder mit Ninja-Schwert und nach einem 30 Sekunden Gespräch mit Black Widow ist er wieder ganz der Alte und der ganze "Ninja"-Plot hat keine Sekunde eine Rolle gespielt. Und der Donnergott ist jetzt fett, depressiv und alkoholsüchtig (was natürlich suuuuuper lustig ist), und lernt im Film die wichtige Lektion das... Verantwortung übernehmen was für die anderen ist und er lieber mit den Guardians im Weltraum chillt. Das nenne ich Character development. :D

Ich habe nichts dagegen, wenn der Rest der Welt sich mit diesem Film amüsiert oder sogar gut unterhalten fühlt. Nachvollziehen kann ich es aber tatsächlich kein bisschen und habe mich seit dem Kinobesuch mehrfach gefragt, wie ein Film, der so aufwendig produziert wurde und so viel Kohle gefressen hat, inhaltlich so unbeschreiblich hohl, dumm und hingerotzt sein kann - von der Inszenierung will ich gar nicht erst anfangen, die Russos kommen aus dem TV Bereich ("Arrested Development") und so sehen ihre Filme aus, zweckdienlich, aber immer etwas klein, Whedons Avengers Filme hatten mehr Scale und Raffinesse. Es ist nicht so, dass ich Infinity War für einen richtig guten Film gehalten habe, der hat es aber verstanden, ein von vorne bis hinten kommerzielles Produkt zu sein und trotzdem mit seiner simplen Dramaturgie Spaß zu machen. Endgame war dagegen ein schlechter Witz, was passt, da er selber voll von schlechten Witzen ist (Wenn nicht mal Paul Rudd mich zum Schmunzeln bringt, muss irgendwas gewaltig falschlaufen) - wie geschrieben, ich kam mir für dumm verkauft vor (obwohl ich glücklicherweise umsonst im Saal war).
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Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1841
@Hille: Was hast Du denn erwartet, die Zeitreise-Geschichte war doch der einzig logische Schluss nach Infinity War. Ich finde, das wurde witzig umgesetzt, mit viel Selbstironie und Anspielungen (Zurück in die Zukunft).

Dass der Plot dünn war, kann ich auch nicht nachvollziehen. Der Vorwurf wird gerne erhoben, wenn einen der Film nicht gefällt. Der letzte Star Wars z.B hatte einen sehr dünnen Plot und der Film hat Dir doch gefallen, oder? Finde, dass der Film sich viel Zeit gelassen hat, um sich mit den Hauptfiguren zu beschäftigen. Dadurch kam das Ende für manche noch tragischer rüber. Langeweile kam bei mir nicht auf.

Ein Highlight für mich war das Gespräch Tony mit seinen Vater. Und auch der Cap hatte seinen Moment... Und Thor fand ich sehr witzig, sorry für meinen infantilen Humor. :wink:
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Früher war mehr Atombombe

Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1842
Man kann das schon kritisieren. Das Problem mit den Zeitreiseplots ist, dass es da schon zwangsläufig zu "Logik-Dehnungen" kommt. Mir fällt jedenfalls kein Zeitreise-Film ein, den man nicht auseinander nehmen könnte. Anderseits ist es ein faszinierender Gedanke, zurück in die Zeit zu reisen, um die Gegenwart zu beeinflussen, oder einfach nur, um mal dort einzutauchen. Dieser Topos ist im Science-Fiction-Genre nicht umsonst einer der beliebtesten.
In Endgame bietet er zudem die Möglichkeit, die vergangenen 11 Jahre nochmal Revue passieren zu lassen, was natürlich ein absoluter Fanservice, aber eben auch ein sehr schöner Gedanke ist. Als einfallslos habe ich das überhaupt nciht empfundn sondern ganz im Gegenteil, als sehr clevere Idee.

Vorwerfen kann man Endgame natürlich, dass er diese Fanservice-Karte ein wenig zu offensiv spielt, soll heißen dem Primat das Nerdtums frönt. Das ist dann schon auch ein Stück weit arrogant, wenn man sagt, unsere Filme kennt jeder, liebt jeder, also brauchen wir uns um etwaige Abweichler nicht zu scheren.
Sicher muss man auch nicht jede Charakterentwicklung kritiklos abfeiern. Hulks Vermenschlichung ist schon diskutabel und Thors Absturz auf Kosten eines filmhistorischen Gags ein wenig übers Ziel hinaus. Vor alllem ist die Staffelübergabe an die Walküre ein nicht sehr kohärenter Einfall und überzeugt nicht wirklich. Dass sie Asgard mit mehr Führungsqualitäten zusammen hält als Odins Sohn, oder wieder zu alter Stärke führt wirkt nicht sehr plausibel und motiviert. Hier soll wohl eher eine Zukunft der Asgardians of the Galaxy vorbereitet werden, was sich aber eben dann nicht so recht mit dem Avenger Thor verträgt.

Für mich überwiegt dennoch das sehr positive Erlebnis, insbesondere weil man hier das aktuell so populäre serielle Erzählen gekonnt vom TV ins Kino übertragen hat. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, ist doch aktuell mal wieder das TV angeblich der Tod des Kinos. Ich zähle aber auch zu den Leuten - ohne mich als Hardcorefan zu fühlen - die alle Filme des MCU mindestens ein mal und auf der großen Leinwand gesehen hat und deswegen allein schon an den unzähligen Easter Eggs, Gags und Anspielungen meine Freude hatte. Vor allem aber mochte ich den wehmütigen Grundton und die sehr gezügelte Action, was ich gleichermaßen mutig, überraschend und konsequent im Hinblick auf dieses Phasenfinale empfand.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1844
DonRedhorse hat geschrieben: 4. Mai 2019 15:18 @Hille: Was hast Du denn erwartet, die Zeitreise-Geschichte war doch der einzig logische Schluss
Zeitreisen per se stören mich nicht. Aber der Film hing ab Minute 10 für mich dramaturgisch in der Luft. Die murksen gleich zu Beginn den Schurken ab, was allerdings auch dazu führt, dass dem Film bis zum dritten Akt ein Antagonist bzw. ein richtiger Konterpart fehlt, der dann natürlich passend vorm Showdown per extrem kompliziert herbei konstruiertem Deus Ex Machina wieder aus dem Hut gezaubert hat - nur leider ohne jeden Impact, da er die Leute überhaupt gar nicht kennt, die er da bekämpft (und ein großes Finale von 22 Filmen sollte nicht einseitig persönlich sein, da beraubt man sich sehr vieler Möglichkeiten).

Die Zeitreise war für mich schlicht extrem faul geschrieben. Im Ernst: Müssen die da 2 Stunden lang nur doofe Witze reißen (bei der Ausgangslage vor allem!), warum verhalten sich alle so selten dämlich? Wenn die Zeitreise eh keine Konsequenz für irgendwen hat, warum die Geheimniskrämerei und der Versuch, so gut wie gar nicht in die laufenden Zeitlinien einzugreifen? Der Film spricht ellenlang aus, dass er gerade NICHT Back to the Future ist, und dann verhalten sich doch alle genauso wie in Back to the Future. Man kann nicht beides haben. Vielleicht erwarte ich von einem Superhelden-Krawallfilm, der letztlich nur das große Battle und natürlich die nächsten 9 Filme vorbereiten soll auch etwas zu viel, aber so einfallslos und blöd muss es doch dann auch nicht sein. Von so Geschichten wie der extrem zuckrigen Tochter von Tony Stark mal ganz zu schweigen, das kann ich einfach nicht mehr sehen (zumal es hier nur eine Trope ist, um seinen (genau dadurch sehr vorhersehbaren) Tod trauriger zu machen - als wenn der Tod einer seit 11 Jahren im Kino dauerpräsenten Heldenfigur nicht traurig genug wäre).

Das große Battle hat mich auch null beeindruckt. Hatte kaum Scale, kaum Epik, und wirkte eher wie aus vielen Schnipseln zusammengeschnitten, da kam bei mir kein Raumgefühl auf. Das haben alle anderen Avengers-Filme deutlich besser hinbekommen, Endgame leidet natürlich auch darunter, alle 30 Charaktere in der Schlacht einmal ins Bild kriegen zu müssen (von dem Facepalm-Feminismus-Moment mal ganz zu Schweigen... was war das bitte?) und daher sich kaum auf die Action konzentrieren zu können. Exemplarisch dafür die Verengung der Action auf den Staffellauf mit dem Infinity Gauntlet.

Und zu den Charakteren... naja. Ansichtssache.

1. Thor ist fett und ein Säufer. Punkt. Er macht keine Entwicklung im Film durch, es gibt nichts interessantes zu ihm zu erzählen, er "überwindet" seine Schwächen und Probleme nie, und das ganze Drama der Figur taugt nur für Nonstop-Gags. Meinetwegen, aber er ist damit eine verschenkte Figur, die man ersatzlos streichen könnte, der letztlich nur Guardians 3 vorbereitet.
2. Banner kann den Hulk jetzt kontrollieren (ohne jede Entwicklung dahin, er kann es plötzlich einfach), und leistet den gesamten Film gar nichts, außer am Ende mit den Fingern zu schnipsen. In der eigentlichen End-Schlacht spielt er nicht mal eine Rolle. Ebenfalls ein Pausenclown, mit einem einzigen nützlichem Moment im Plot, der aber sehr unspektakulär daherkommt.
3. Hawkeye ist die verpassteste Chance aller Avengers-Filme. Er verliert seine Familie, wird zum eiskalten Schwertkampf-Killer und wandelt sich in 30 Sekunden wieder zum alten Bogenschützen. Danach spielt er dann wieder denselben unwichtigen Part wie in allen Avengers-Filmen vorher, und trägt faktisch nichts zum Plot bei (die ScarJo hätte sich auch alleine opfern können).
4. Black Widow: Natürlich kriegt sie das erste Mal überhaupt eine charakterdefinierende Szene (Familien-Monolog), kurz bevor sie abgemurkst wird. Für mich kompletter Unsinn, wie ihr Tod herbei geführt wird. Anstatt daraus eine intime Szene zwischen ihr und ihrem besten Freund zu machen, kommt platte Action und die zwei Helden kämpfen darum, wer zuerst unten aufschlagen darf. :roll:
5. Iron Man ist ganz der Alte und hat dank Downey Jr. die emotionalsten Szenen (sein Tod, sein Aufeinandertreffen mit Dad). Der obligatorische Pathos-Opfer/Erlösertod ist Geschmackssache. Tendenziell nerven mich solche Klischees eher, grundsätzlich ist das aber nicht übel durchgetaktet und ein einigermaßen stimmiges Ende für den Charakter.
6. Captain America hat sich noch nie entwickelt, war immer der strahlende Alphamann, das ändert auch Endgame nicht. Sein Ende hat bei mir nur Fragezeichen hinterlassen. Wie viele Filme hat der jetzt wegen seinem besten Freund Bucky geflennt? Wie oft haben diese Filme betont, dass Cap ein Kämpfer ist, der sich der neuen Welt anpassen muss, aber nie aufgibt? Und dann flüchtet er einfach in die 70er, um mit seinem alten Flirt rumzuturteln? Naja, vermutlich Fanservice oder sowas.
vodkamartini hat geschrieben: 4. Mai 2019 15:26 Man kann das schon kritisieren. Das Problem mit den Zeitreiseplots ist, dass es da schon zwangsläufig zu "Logik-Dehnungen" kommt. Mir fällt jedenfalls kein Zeitreise-Film ein, den man nicht auseinander nehmen könnte. Anderseits ist es ein faszinierender Gedanke, zurück in die
Zeit zu reisen, um die Gegenwart zu beeinflussen, oder einfach nur, um mal dort einzutauchen.
Logik interessiert mich nicht. Aber genau das was du schreibst, passiert in Endgame gerade nicht. Zurück in die Zeit reisen kann die Gegenwart nicht beeinflussen. Es ist einfach nur etwas, das man tut, aber ohne jede Konsequenz. Iron Man hätte in Endgame einfach nach New York reisen, und die ganze Stadt in die Luft jagen können, solange er die Steine kriegt. Eine andere Figur (die Blaue mit der Glatze) tötet später sogar ihr eigenes jüngeres Ich, ohne das es Auswirkungen auf sie oder ihre Existenz hat. Das ist für mich ganz schwach und das ist es, was ich als faul und einfallslos beschreibe. Der fehlende Gegenspieler und der omnipräsent nervige Kindergarten-Humor ("That's america's ass") haben dann bei mir zur Langeweile und zum Nerv-Faktor beigetragen. Aber keine Sorge, ich will hier niemanden überzeugen, es freut mich, wenn die meisten Zuschauer mit Endgame ihren Spaß hatten. Vor allem jene, die das MCU lieber mögen als ich.
DonRedhorse hat geschrieben: 4. Mai 2019 15:18 Und Thor fand ich sehr witzig, sorry für meinen infantilen Humor. :wink:
Vollkommen in Ordnung. Aber ja, ich fand es wirklich streckenweise infantil. Der große zwei Meter Hüne als Heulsuse und depressiver Säufer, dessen Bierwampe zig mal ins Bild gehalten wird... Naja. Über Humor lässt sich aber natürlich nicht streiten.
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Re: Marvel Cinematic Universe Thread (Marvel Studios/Disney)

1845
Sehe vieles anders und sehr deutlich weniger negativ. Nur zwei Anmerkungen:
Thor macht definitiv eine Entwicklung durch. Er hört auf krampfhaft die Führungsperson zu sein für die ihn alle halten, eine Rolle in die er quasi per Geburt hinein gezwungen wurde und mit der er sich nie so recht wohl gefühlt hatte. Der Schlüsselmoment in Endgame ist das Treffen mit seiner Mutter, die ihm nahe legt, der zu sein, der er sein möchte (und sein kann), und nicht der, den alle anderen in ihm sehen (wollen). So gesehen ist sein Ende sehr konsequent, er hatte ja schon öfter mit seiner Führungsrolle gehadert und zahlreiche Niederlagen einstecken müssen.

Cap macht ebenfalls eine für seine Figur sehr stimmige Wandlung durch. Er hat sich immer schon im falschen Film/der falschen Zeit gefühlt und nur aus unbedingtem Pflichtbewusstein (eines Berufssoldaten) in der Gegewart weiter gemacht. Dazwischen gab es immer wieder Augenblicke, die ihn an Peggy erinnert haben und auch sein Kompass mit ihrem Bild taucht häufiger auf. Bei ihrem letzten Treffen im ersten Film hatte sie ihm einen Tanz versprochen, auch hier ist das Finale von Endgame sehr stimmig und schlägt im wehmütigen Ton den Bogen zu den Anfängen der Figur. Passt für mich optimal.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/