Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

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danielcc hat geschrieben:
Casino Hille hat geschrieben:Ich finde aber gerade, dass in einer extremen Rolle auch viele Möglichkeiten liegen, dass ganze nuanciert anzugehen. Siehe (ich weiß, das Beispiel ist ausgelutscht) Heath Ledger in The Dark Knight oder Javier Bardem in NCFOM.
Was genau Bardem in NCFOM macht, habe ich bis heute nicht verstanden. Habe zumindest zwei mal weite Teile des Films gesehen und nichts bemerkt, was sich zB von Schwarzeneggers Darstellung in T1 abheben würde.
Nun, da liegen Galaxien zwischen ...

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

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Casino Hille hat geschrieben:Wieso nicht? Dass Carrey auch anders kann, als seine Blödel-Rolle ständig zu wiederholen, hat er doch längst bewiesen.
Ich habe wie gesagt nichts gegen Carrey. Ich bin nur kein Fan von Mehrfach-Besetzungen in einem Franchise. Bei Bond war da der Fall mit Maud Adams besonders unglücklich. :roll:

Zudem hat Heath Ledger seinen Job super gemacht und ich sehe keinen Grund sich da stattdessen Carrey zu wünschen. :wink:
#London2025

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

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Samedi hat geschrieben:Zudem hat Heath Ledger seinen Job super gemacht und ich sehe keinen Grund sich da stattdessen Carrey zu wünschen. :wink:
Es ging hier, glaube ich, nicht um einen Umbesetzungswunsch, sondern Ledgers Rolle (bzw. den Joker) als "typische EXTREM-Rolle", die einfacher zu spielen sei als ein "normaler Mensch mit all seinen Facetten".

Bei den Oscars werden ja diese EXTREM-Rollen, wie ich sie jetzt nenne, besonders gerne ausgezeichnet. Sieht man ja dieses Jahr bei Eddie Redmayne als Stephen Hawking.

Eine Regieanweisung wie
"Er starrt sein Gegenüber an und schreit es dann in Grund und Boden"
ist einfacher zu spielen als
"Er verunsichert sein Gegenüber durch zweideutige Blicke"

Waltz kann meiner Meinung nach beides.
Ledger konnte auch beides (man vergleiche nur den Joker mit Brokeback Mountain).

Ohne Effekte und große Gesten mit einer Rolle in Erinnerung zu bleiben ist größere Schauspielkunst als wenn das Script schon vorsieht, dass man einen "lauten" Irren spielt.

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

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Ich sehe da nicht so den großen Unterschied zwischen den sogenannten "Extremrollen" und einer "normalen" Rolle. Man kann beide einfach irgendwie runterspielen oder sich reinhängen. Und gerade bei Extremrollen ist es auch wichtig, etwas am Boden zu bleiben und die Figur nicht ins lächerliche zu ziehen.

Was die Oscars anbelangt, habt ihr aber natürlich recht. ;-)
#London2025

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Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

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Casino Hille hat geschrieben:Wieso nicht? Dass Carrey auch anders kann, als seine Blödel-Rolle ständig zu wiederholen, hat er doch längst bewiesen.
Jap, Carrey kann auch hervorragend "ernsthaft" Schauspielern. Er hatte wohl das Leslie Nielsen Problem nur auf die Blödelrollen zu unrecht festgelegt zu sein, auch beim Publikum. Nielsen hatte ja auch als ziemlich guter üblicher Schauspieler begonnen...
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

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MX87 hat geschrieben:
Casino Hille hat geschrieben:Wieso nicht? Dass Carrey auch anders kann, als seine Blödel-Rolle ständig zu wiederholen, hat er doch längst bewiesen.
Jap, Carrey kann auch hervorragend "ernsthaft" Schauspielern. Er hatte wohl das Leslie Nielsen Problem nur auf die Blödelrollen zu unrecht festgelegt zu sein, auch beim Publikum. Nielsen hatte ja auch als ziemlich guter üblicher Schauspieler begonnen...
Genau, "Truman Show", "Der Mondman", "The Majestic", "Vergiss mein nicht" und "Number 23", waren mehr ernsthafte Filme. Und da war er brilliant. Finde es wirklich schade, dass Carrey meistens nur als der ewige Grimmassenschneider gesehen wird.
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."