Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

Following (1998) (Keine Stimmen)
Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (18%)
Insomnia (2002) (Keine Stimmen)
Batman Begins (2005) (Keine Stimmen)
Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (18%)
The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (9%)
Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (9%)
The Dark Knight Rises (2012) (Keine Stimmen)
Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (18%)
Dunkirk (2017) (Keine Stimmen)
Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (18%)
Oppenheimer (2023) (Keine Stimmen)
Die Odyssee (2026)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (9%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 11

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2027
danielcc hat geschrieben: Gestern 10:58 Bisher deutet alles was ich gefunden habe darauf, dass ich mit meiner Darstellung (oder meinem Verständnis) Recht habe.
Bisher deutet das für mich nur darauf hin daß dem nicht so ist.
Du meinst ja bislang das IMAX 70 mm Film größer ist als 70 mm, also wie groß ist es denn dann konkret? 3x so groß? Also 210 mm?
Jedenfalls war das etwas was du anfangs geschrieben hast, und da scheinst du noch nicht von abzurücken.
danielcc hat geschrieben: Gestern 10:58 Maibaum. es geht um Breite (bzw. Höhe) vs Fläche!
Erkundigt habe ich mich ja, zumindest bei wikipedia.
Beim einen Format ist 70mm die Breite, beim anderen ist es die Höhe.
Da aber nun mal ein Bild immer breiter als höher ist, ergibt sich bei IMAX dann eben eine deutlich größere Fläche des einzelnen Bildes.
Zunächst einmal ist natürlich nebenbei gesagt ein Filmbild nicht automatisch breiter als höher. Es gibt auch hier Ausnahmen.
Das Bild ist nicht automatisch breiter als höher, sondern, logisch, weil man das so möchte.

Was Wiki da schreibt ist unglücklich formuliert, kann deswegen mißverstanden werden.

Und noch mal, du musst unterscheiden zwischen dem Filmmaterial und dem darauf befindlichen Bildern. die Breite des Films ist nach wie vor nur 70 mm (bzw je nach Verfahren beim Negativ gar nur 65 mm). Aber das damit erzeugte Bild lässt sich verändern, je nach dem benutzen Verfahren und je nach dem benutzen Zelluloid.

Deine Beispiele zeigen die jeweiligen Bildgrößen ,aber du verstehst noch nicht wie diese erzeugt werden.

Anstatt jetzt irgendwelchen Kram zu posten, der absolut stimmt, aber dir anscheinend nicht weiter hilft, solltest lieber konkret fragen was du nicht verstehst.
Die Frage ist eben wie man mit derselben bzw ähnlichen 70 mm Filmbreite trotzdem auf ein dreifaches Bild kommt.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2028
Maibaum, ich glaube leider wirklich du liegst falsch, und jeder deiner Posts macht es schlimmer.
Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei.

Ich rede von der FLÄCHE des einzelnen Bildes was durch den Projektor läuft. Jede Quelle sagt, diese Fläche ist beim IMAX 70mm 3 mal so groß. und warum ist das so? Weil sich die 70mm beim IMAX Bild auf die kleinere Höhe beziehen, während sie sich beim klassischen 70mm auf die längere BREITE beziehen.
Das ist Mathematik: Fläche = Höhe * Breite.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2029
danielcc hat geschrieben: Gestern 11:33 während ich dafür von Maibaum als der letzte Depp dargestellt wurde.
Das liegt daran daß du ab einem gewissen Punkt nicht mehr verstehen willst wo du falsch liegst, oder falsch liegen könntest, sondern in den Rechthabenwill Modus gehst.
Aber wenn du mit jemanden diskutierst der meist mehr von den diskutieren Dingen versteht, und du dann deswegen fast immer aufläufst, wäre es raffinierter neugierig zu bleiben und nachzufragen, statt auf deinem Wiki-Artikel Verständnis zu beharren.
Aber du bist seit deiner Fragestellung auf der falschen Spur.

Ich habe dagegen diesen IMAX Kram etwas recherchiert, und mir sind ein dabei paar Dinge klar geworden die ich zuvor nicht wusste, die mich aber auch vorher nicht genug interessiert hatten.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2031
danielcc hat geschrieben: Gestern 11:50 Maibaum, ich glaube leider wirklich du liegst falsch, und jeder deiner Posts macht es schlimmer.
Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei.

Ich rede von der FLÄCHE des einzelnen Bildes was durch den Projektor läuft. Jede Quelle sagt, diese Fläche ist beim IMAX 70mm 3 mal so groß. und warum ist das so? Weil sich die 70mm beim IMAX Bild auf die kleinere Höhe beziehen, während sie sich beim klassischen 70mm auf die längere BREITE beziehen.
Das ist Mathematik: Fläche = Höhe * Breite.
Ei ei ei ... zurück auf Anfang ...

Und natürlich reden wir aneinander vorbei, wenn du Filmmaterial und Bildgröße nicht trennst.

Dann geh doch mal zurück zu deiner ursprünglichen Frage, und deine nächste Aussage dazu, das worauf ich jeweils geantwortet habe. Da hast du eben nicht von der Fläche des einzelnen Bildes geredet, sondern von der Größe des Filmmaterials. Der laut dir nur zufällig 70 heißt aber viel größer ist. Und dann nach meiner Erklärung:
danielcc hat geschrieben: 15. Juli 2026 15:57 Ja aber 70mm IMAX ist dann ein viel größerer Filmstreifen als 70mm klassisch. Weil bei IMAX ist es halt die Höhe, bei klassischem Film ist es die Breite.
Was nach wie vor verkehrt ist.

Daß das Bild beim IMAX Verfahren sehr viel größer ist war ursprünglich nicht das Thema, sondern wie groß das dafür erforderliche Filmmaterial ist. Und das hast du jetzt ganz eventuell verstanden?

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2032
ich bin mir total sicher, dass ich mit allem Unrecht habe, und auch wirklich der allerletzte Depp bin.

Können wir uns dennoch darauf einigen, dass die FLÄCHE (Breite mal Höhe) des Materials welches durch den Projektor läuft beim IMAX 70 ca. drei mal so groß ist wie bei normalen 70er Film? Und das hat mich eben in meinem ursprünglichen Post überrascht, weil ich dachte "70" bedeutet in beiden Fallen das Gleiche. Tut es aber nicht

Semantik und Wortklauberei hin oder her
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2033
danielcc hat geschrieben: Gestern 12:05 Ich habe ja auch recherchiert, und im Gegensatz zu dir dass dann hier gepostet.
Welche Dinge sind dir denn jetzt klar geworden?
Etwa die, die ich schon 3 mal hier genannt habe?
Nein, das war ja nicht Bestandteil deiner ursprünglichen Frage, und die ist glaube ich für dich noch nicht beantwortet. da ging es um die Breite (nicht Größe) des benutzten 70 mm Films.

Das was du jetzt im Netz gefunden und gepostet hast, ist das was wir auf der Leinwand sehen, aber anfangs ging es darum wie das gemacht wird.
Zuletzt geändert von Maibaum am 16. Juli 2026 15:18, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2035
danielcc hat geschrieben: Gestern 12:14 ich bin mir total sicher, dass ich mit allem Unrecht habe, und auch wirklich der allerletzte Depp bin.

Können wir uns dennoch darauf einigen, dass die FLÄCHE (Breite mal Höhe) des Materials welches durch den Projektor läuft beim IMAX 70 ca. drei mal so groß ist wie bei normalen 70er Film?

Nein, genau das ist verkehrt, das Material ist genau wie beim üblichen 70 mm Film nach wie vor ungefähr 70 mm breit, das einzelne belichtete Bild auf diesem Material dagegen ist 3 x so groß.


3x so groß ginge theoretisch auch mit vertikaler Transportierung, aber da dabei die Breite des Bildes nicht veränderbar ist würde ein 3 x so großes Bild dann zu einem Format von ca 0,75:1 führen. Das will keiner.

Über die horizontale Transportierung kann ich aber die Bildbreite variieren, beliebig variieren im Übrigen. Rein theoretisch könnte ich hier auch Zelluloid mit einer Einzel-Bildbreite von z.b. 10 cm oder auch 1 Meter produzieren, die Höhe bliebe jedoch gleich, da diese wiederum hierbei nicht veränderbar ist.
Zuletzt geändert von Maibaum am 16. Juli 2026 12:39, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2036
danielcc hat geschrieben: Gestern 12:24 Nein, ich habe nichts von der Leinwand gepostet. Ich habe immer Bilder des Filmmaterials, welches durch den Projektor geht, gepostet. Sieht man an der Perforation
Seufz ... ja, und das ist auch im IMAX 70 mm breit, nur eben horizontal geführt statt vertikal.

Die Größe des Filmbildes, und zum 100. Mal nicht die des Materials, entspricht ja proportional dem auf der Leinwand, das meint also dasselbe.

Noch einmal, wenn du nicht verstehen kannst was der Unterschied zwischen der Größe des Filmmaterials und der Größe des Filmbildes ist, dann kommst du hier nicht weiter.

Vielleicht beschränkst du dich besser einfach darauf daß das IMAX Bild halt viel größer ist, egal warum und wodurch.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2039
Zurück zum Thema :-)

Komme gerade aus einer IMAX Vorstellung von:

Ohne Spoiler soweit ich das sehen kann. Sagt mir, wenn ich doch was verraten sollte


The Odyssey

Wo fange ich an? Vielleicht zur Einordnung:
- Ich habe Homer nicht gelesen, kenne nur die diversen Episoden aus der Odyssee und mehr aus der Ilias
- Zu Nolan habe ich ein ambivalentes Verhältnis. Einige seiner Filme finde ich großartig, aber aus meiner Sicht hat er sich - Erfolg hin oder her - mit einigen verkopften Filmen auch vom Publikum entfernt (Dunkirk, Oppenheimer, auch Tenet und Interstellar sind mehr interessant als unterhaltsam für mich)

Es fällt mir noch recht schwer, meine Sicht zu Odyssey in Worte zu fassen. Oft hat man ja direkt nach dem Kinobesuch ein klares Fazit zu einem Film im Kopf - vielleicht muss das hier aber auch gar nicht so klar sein. Es gibt wirklich sehr vieles was mir außerordentlich gut gefallen hat, es gibt aber auch ein paar Einschränkungen.
Zunächst etwas sehr gutes vorweg: Ausgerechnet die Homer Verfilmung ist für mich einer der zugänglichsten Filme Nolans! Die hier gewählte nicht-lineare Erzählung macht für mich explizit Sinn, und sie ist auch sehr leicht zu verstehen. Man muss nicht mal das Original kennen, um hier zu verstehen, was Nolan wie und wann erzählt. Es gibt zwar drei Erzählebenen, aber die sind recht klar auseinander zu halten, und man kann alles immer gut einordnen. Die Art WIE Nolan die Geschichte erzählt passt auch einfach wirklich gut zu dem WAS er erzählt. Man wird relativ direkt in einen Strudel von Ereignissen hineingeworfen. Am Anfang fühlt man sich noch etwas überladen mit Rückblenden und verschiedenen Handlungsorten, doch das trägt gerade dazu bei, dass man in den Zustand des Protagonisten (und anderer wichtiger Figuren) hineinversetzen kann. Überhaupt wirkte The Odyssey für mich als der persönlichste Film Nolans. Mehr als in vielen seiner Filme spielt hier auch das Herz eine große Rolle, und es liegt vor allem an einer großartigen (und großartig anderen) Anne Hathaway, dass das richtig rüberkommt.

Überhaupt der Cast - mit sehr viel Licht und sehr wenig Schatten!

Hathaway und Holland kommen sehr wichtige Rollen zu. Beide machen das großartig, wobei ich mich nicht ganz mit der Besetzung von Holland anfreunden konnte. Er ist zu alt (oder Hathaway als seine Mutter zu jung), und ich wurde das Gefühl nicht los, dass man hier den übermächtigen Spiderman zu einem Orlando-Bloom-Paris Verschnitt gemacht hat.
Dafür ist Pattinson exzellent besetzt als schleimig, feiger und intriganter Antagonist. Gleiches gilt für John Leguizamo in einer nicht zu unterschätzenden Rolle. Die beiden ach so viel diskutierten "diversity castings" funktionieren großartig. Elliot Page macht in ihrer Rolle wirklich auch Sinn, und Nyong'o hinterlässt in ihren vielleicht fünf Minuten Screentime hundert mal mehr Eindruck als die schön-blasse Kruger in Troja. Und ja, vielleicht gerade wegen ihres Aussehens kann man sich viel besser vorstellen, dass Kriege für sie geführt worden wären.
Weniger passend fand ich Zendaya. Ihr wird wenig gegeben und daraus kann sie auch nicht mehr machen. Sie ist nett anzuschauen aber wirkt wie ein Fremdkörper - buchstäblich als habe man einen Social Media Influencer in die Antike versetzt. Anders ist da Theron, die auch nicht so wahnsinnig viel zu tun hat, das aber doch mit Präsenz und Charisma ausfüllt.
Dann ist da Matt Damon. Damon ist ein Schauspieler, den ich eigentlich nie sehen möchte in einem Film, der mich aber jedes mal wieder begeistert, wenn ich ihn dann sehe. Hier leider nicht - und das ist tragisch. Ich denke aber, dass liegt zu einem guten Teil an seiner deutschen Synchro, die zwar wunderbar zu lakonischen, zynischen, und leicht depperten Rollen passt, aber wirklich ganz und gar nicht zu diesem heldenhaften Kerl.

Was ist zur Inszenierung zu sagen. Der Film sieht weitestgehend großartig aus. Alles hat eine Authentizität wie sie vielen aufwendigen Filmen schon lange abgeht. In gewisser Weise ist dies Nolans Anti-MCU! Alles wirkt echt, alles ist lebendig, die Wellen, der Nebel, der Staub, der Schweiß,... Es gibt nicht einen Moment, woman etwas sofort als CGI identifizieren würde. Logischerweise wartet man besonders auf die bekannten Herausforderungen aus der antiken Geschichte. Manche sind sehr werkgetreu umgesetzt, manche sehr großzügig interpretiert, manches fehlt ganz. Ein früher Highlight ist das Aufeinandertreffen mit dem Zyklopen. Ich weiß nicht, ob das wirklich animatronisch gelöst wurde, aber egal wie, die Szene ist atemberaubend! Absolut grotesk und gleichzeitig beindruckend ist die Sequenz bei Circe. Mehr sage ich dazu mal nicht. An Stellen, wo es ohne CGI wohl nicht ging, zeigt Nolan nur das Mindeste was er braucht, um Spannung zu erzeugen. Auch mit CGI-aufgeblasene Heere sieht man nicht. Jeder einzelne Person die man sieh war wohl auch echt am Set. Dadurch ist aber auch der wahre Aufwand des Films vielleicht schwer einzuschätzen. Im Vergleich zu MCU, DCU oder auch dem Hobbit wirkt das alles gewaltig, weil eben ECHT, andererseits muss man den Film dann mit den großen Klassikern des Hollywood Sandalenfilms messen, und da gab es wahrscheinlich mehr Statisten und gewaltigere Kulissen.
Der beste Vergleich der mir einfällt in Bezug auf die Wirkung von The Odyssey ist der erste Herr der Ringe Film. Die Kombination von realen Schauplätzen atemberaubend eingefangen, cleveren optischen Tricks, oldschool Effekten und etwas CGI wirkt stimmig wie bei Peter Jackson. In Teilen wirkt der Film sogar klein und intim. Vor allem der Showdown ist dann sehr ungewöhnlich, fast Tarantino-esque.
A propos Bilder. Ich habe es schon oft gesagt und fühle mich um so mehr bestätigt: Niemand braucht IMAX. Das ist reines Marketing. Das was an dem Film wirkt, sind die Aufnahme von van Hoytema, nicht das Format! Im Gegenteil. In Teilen störte mich die vertikale Ausrichtung der Bilder und die seitliche Begrenzung, wo man es gerade bei großen Landschafts-Totalen gewohnt ist, breit zu sehen. Zudem, ich weiß nicht ob es ein Problem der IMAX Kameras ist, oder eine (wiederholte) Schwäche von van Hoytema, aber in einzelnen Dialogen (vor allem dem großartig gespielten Dialog von Holland und Hathaway) wirken Nahaufnahmen immer mal kurz unscharf. Gelohnt hat sich das Format dennoch, wenn auch viel mehr für Sound und Ton! Göransson hat mal wieder alles nur keinen normalen Score "ausgetüftelt", und so brummt, wummert und scheppert es den ganzen Film über gewaltig.

Fazit: Selten war ich zweieinhalb Stunden so auf die Leinwand gebannt. Das liegt aber an ganz vielen klassischen Tugenden des Filmemachens (Darsteller, Drehbuch, Kameraführung, echte Kulissen, Landschaften und Tricks und Stunts) und viel weniger an dem ach so viel diskutierten IMAX Format. Für mich der vielleicht zugänglichste Film Nolans, und bei all seinem Bombast auch der mit besonders viel Herz
"It's been a long time - and finally, here we are"