Welcher Film ist am besten?

Harry Potter und der Stein der Weisen
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (13%)
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (7%)
Harry Potter und der Gefangene von Azkaban
Insgesamt abgegebene Stimmen: 10 (67%)
Harry Potter und der Feuerkelch (Keine Stimmen)
Harry Potter und der Orden des Phönix (Keine Stimmen)
Harry Potter und der Halbblutprinz
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (7%)
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 (Keine Stimmen)
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (7%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 15

Re: Harry Potter

181
Da muss ich wiedersprechen. Ich bin 14. Potter war für mich nie ein großes Thema, aber in meiner Klasse sind einige Riesenfans. Es war vor ein, zwei Jahren sicher noch extremer. Da waren wir alle noch eher die Zielgruppe. Der Serie stehen aber alle ziemlich kritisch gegenüber.

Re: Harry Potter

182
Casino Hille hat geschrieben: 28. Mai 2025 15:41Für die neue Generation von Kindern ist Potter aktuell das, was Mama und Papa gerne mögen, also eigentlich erstmal eher uncool. :wink: Ich sehe da nicht, wie das Phänomen von damals ein zweites Mal entstehen soll, und halte es für eine Schnapsidee, bis mir der Erfolg der Serie das Gegenteil beweist.
Woher hast du diese Info?

Ich habe im Freundeskreis einige Eltern mit Kindern, die die Liebe zu Harry Potter alle weitergegeben haben.
Als ich vor ein paar Wochen in L.A. in den Universal Studios war, war die Harry Potter-Welt dort mit begeisterten Kindern nur so geflutet.
Und hier in Hamburg (und überall, wo Teil 8 als Theaterstück läuft), besteht das Publikum nicht nur aus der Generation 30+.

ABER: Die heutigen Kinder, Teens und Twens sind dann halt auch Fans von den Büchern und den Verfilmungen aus den 00ern - und sind natürlich ebenso wie "ältere" Generationen erstmal misstrauisch bei Neuem, wenn sie die "alten" Filme schon ins Herz geschlossen haben.

Re: Harry Potter

183
ollistone hat geschrieben: 28. Mai 2025 11:45 Weil sie den "blassen, fahlhäutigen" Snape "mit fettigen schulterlangen Haaren" mit einem Schwarzen besetzen? :wink:

Die Bücher sind ja echte Schinken, da gibt es sicherlich noch viel mehr zu erzählen als die bisherigen Filme es taten. Ganze Figuren und Erzählstränge haben es nie in die Filme geschafft. Das und die bisherigen Ankündigungen finde ich eigentlich ganz positiv.

Casting: Ach je, diese Schneewittchen-Diskussionen werden ja immer und immer wieder geführt. Ich persönlich ärgere mich (wie immer) weniger über "diverse" Darsteller als über den fehlenden Mut und die offensichtliche Unmöglichkeit, Darsteller nicht divers zu besetzen. Man spürt die Absicht und ist verstimmt.
Das ist auch eine der dümmsten Ideen ever! Sorry, aber wer hat den Produzentend derartig ins Hirn geschissen?
Es gibt x-Charaktere, die in den Büchern nicht ausführlich beschrieben werden,
aber dass Snape ein langer dünner Kerl mit Hakennase und langem fettigem schwarzen Haar ist und FAHLER Haut, wird zigfach erwähnt.
Ebenso wie alle Weasleys rothaarig, sommersprossig, und ärmlich gekleidet sind, Malfoy und Dad weiß-blondes Haar haben und eine fahle Haut, Prof. Flitwick klein und koboldhaft ist, die hübschen Parvati-Zwillinge indischer Herkunft sind, etc., wird im Buch ganz explizit beschrieben.

Es war schon schlimm, dass Radcliffe keine grünen Augen hatte, weil er in der Geschichte von vielen, vor allem ehemaligen Freunden seiner Eltern, ständig darauf angesprochen wird "du hast die Augen deiner Mutter"...

Es gäbe zig Nebencharaktere und Mitschüler, auch wichtigere (also namentlich erwähnte aus Harrys Freundeskreis und die mit Harry und Co. agieren), die nicht genau beschrieben sind und aussehen könnten wie man wollte.
Beispielsweise kann ich mich nicht erinnern, dass Angelina Johnson im Buch näher beschrieben wurde, die hat man kurzerhand mit einer Schwarzen besetzt, ebenso den Stadionsprecher Lee Jordan, um nur zwei bei den Fans populäreren Nebencharaktere zu nennen.
Und sogar die Professoren, also bis auf Prof. Dumbledore, McGonagall, Snape und Flitwick und die ständig wechselnden VgDK-Lehrer und den Prof. Binns, der ein Geist ist, wird glaube ich keiner detailliert beschrieben.

Man kann also ganz leicht und auch ohne die Brechstange Harry Potter kulturell diverser gestalten.

Re: Harry Potter

185
Ich habe den Mehrwert noch nicht verstanden, das sieht alles stark nach den Filmfiguren und Szenen aus dem Film aus, ein bisschen näher dran an den Büchern vielleicht insgesamt.m (nur ein paar Ausnahmen).

Aber ja, bald bekommen wir wohl auch jeden Bondfilm/Roman als 10 teilige Serie präsentiert… ;)
Bond... JamesBond.de

Re: Harry Potter

186
Das sieht gut aus. Ist bestimmt aufwendig und mit viel Liebe gemacht. Mir tun die Jungdarsteller unendlich leid, denn sie werden sie werden die Rollen nie wieder loswerden und dazu den ganzen Hass der Fans abbekommen die vergleichen werden
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Harry Potter

187
Bei mir setzt der Uncanny Valley-Effekt ein. Alles wirkt sofort vertraut, eigentlich schon zu nah an der filmischen Vorlage aber mit anderen Gesichtern und einer leicht abgeänderten Art Direction. I don't get it, aber vielleicht ist das auch einfach nicht für mich/diejenigen, die mit den Originalen aufgewachsen sind. Mir geht die Politik hinter solchen Projekten auf den Geist, Hauptsache der Name ist groß und bombensicher, nichts wird sich mehr getraut, es wird nur noch aufgewärmt, rekontextualisiert und optimiert.

Re: Harry Potter

188
Ja das kann ich total nachvollziehen! Ich habe die Bücher gar nicht gelesen, und für mich persönlich waren die Filme auch nicht wirklich was, aber die waren halt schon extrem gut. "Früher" hätte man es für alle Zeiten dabei belassen, und Generationen von Kindern hätten sich immer wieder daran erfreut, denn die Filme sind nichts anderes als moderne Kinderfilmklassiker. Heute muss dann aber wieder direkt ein Neuaufwasch her, warum? Weil man den 2026er Kindern nicht einen 20 Jahre alten Film zutrauen kann?
Das Aberwitzige wird am Ende sein: Dank heute extrem langsamer Erzählweise (Thema Attention Span, Second Screen Ablenkung,...) wird wahrscheinlich netto kaum mehr aus den Bücher erzählt als es die 8 Filme getan haben
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Harry Potter

189
danielcc hat geschrieben: Heute 17:13"Früher" hätte man es für alle Zeiten dabei belassen, und Generationen von Kindern hätten sich immer wieder daran erfreut, denn die Filme sind nichts anderes als moderne Kinderfilmklassiker.
Ja, so wie Kinder in den 90ern und 00ern immer noch die Pippi Langstrumpf-Filme aus den 60ern geschaut haben.
Da hat sich niemand nach einer Neuverfilmung gesehnt.
Auch liefen in den 90ern "Fury" (50er), "Flipper" (60er) und Co. regelmäßig im Kinderprogramm im Fernsehen, obwohl diese Serien nochmal ein Stück älter waren/sind als Pippi.

Ich glaube auch nicht, dass ein 8-jähriges Kind heutzutage den 25 Jahre alten "Der Stein der Weisen" schaut und sich darüber beklagen wird, dass das Erzähltempo oder sonstwas nicht "zeitgemäß" ist. Die Filmen funktionieren immer noch genauso wie "damals".

Aber es geht ja bei Neuverfilmungen nicht darum, dass jüngere Generationen keinen Zugang zu den "alten" Produktionen mehr hätten, sondern darum, künstlich eine Marke weiter zu melken.

Re: Harry Potter

190
Richtig :-)

es ist eigentlich bitter, weil man ja das Potter Universum beliebig erweitern könnte. Man könnte jeden Charakter in den Fokus stellen, man könnte andere Zeiten an der Schule erzählen,... Aber ausgerechnet die Bücher noch mal - "aber dieses mal natürlich viel originalgetreuer" - zu erzählen ist sowas von lahm
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Harry Potter

191
Zumal der Roman einfach ein anderes Medium ist, das nach eigenen Gesetzen funktioniert. Filme und Serien vermögen es Dinge, für die drei Seiten Fließtext benötigt werden, in einer einzigen kurzen Einstellung präzise zu erfassen und dem Zuschauer zu vermitteln.
Der Blick einer Figur drückt - wenn überzeugend gespielt - das aus, wofür ein Autor weitere drei Seiten bräuchte usw.. Beide Medien funktionieren diametral entgegengesetzt, vor allem in der Psychologisierung der Figuren (innerer Monolog ist im Film nur bedingt umsetzbar - etwa durch einen Narrator).

Der „Reiz“ der jeweilgen Harry Potter-Filme bestand doch nicht zuletzt darin, den Kern dessen, was die Romane teils über 800 Seiten verhandeln in 2,5 Stunden-Formaten auf den Punkt zu bringen.
Natürlich wird da eine motivische Auswahl getroffen und einige Details oder unwesentliche Handlungselemente ausgespart, bzw. Stränge umgeschrieben.

Das Bestreben die Romane möglichst detailgetreu am Text zu verfilmen, halte ich aufgrund der unterschiedlichen Funktionsweisen von Literatur und Film für wenig sinnstiftend, außer Hardcore-Fans das letzte bisschen imaginative Transferleistung abzunehmen und ihnen in Bildern zu zeigen, was sie sich bis dato vorstellen mussten, um die Lücken zu schließen.
Reiner Fanservice also, und genau so könnte sich das Produkt am Ende des Tages auch anfühlen, wenn sich aus dem Konzept keine radikal neuen Perspektiven auf die Werke ergeben.