Wie findet ihr AVTAK?

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Re: Filmbesprechung: "A View to a Kill (AVTAK)"

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Maibaum hat geschrieben: 1. November 2025 11:04 Na ja, nicht so ganz, die KG heißt ja From a View to a Kill.

Ich bin jetzt kein Englisch Experte, aber A View to a Kill scheint mir eine veränderte Bedeutung zu haben.

Und im Film Dialog wird dann "What a view - to a kill" daraus.
Dass hat keine spezielle Bedeutung, kommt in irgendeinem Song über die Jagd vor. Im Film wollt man dann unbedingt irgendwie zumindest einmal den kryptischen Titel integrieren, ist finde ich nicht sonderlich gelungen.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Filmbesprechung: "A View to a Kill (AVTAK)"

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Es ist der einzige wirklich beschissene Bond-Filmtitel neben SP. Die beiden Englisch-Experten vodka und Revoked haben meine Aussage, dass er keinen Sinn macht, ja mehr oder weniger direkt bestätigt. Und ja, die Bedeutung wird verändert bzw. es gibt einfach keine mehr.

Das ist die besagte Version des Jagdgedichts laut Wikipedia:
Yes, I ken John Peel and his Ruby, too!
Ranter and Ringwood, Bellman so true!
From a find to a check, from a check to a view,
From a view to a kill in the morning.


Im thematischen Kontext der Jagd und der Lyrik verstehe ich den Zusammenhang. Aber wenn man das erste Wort, also "From" entfernt, fehlt nicht nur jeglicher Kontext, sondern wird der gesamte grammatikalische Zusammenhang verändert und klingt dann wirklich mehr nach "Eine Aussicht (im Sinne von Panorama) auf eine Tötung", was Unsinn ist. Der Originaltext dagegen bezieht sich auf einen Wechsel oder Übergang vom einen (eine Aussicht) zum anderen (eine Tötung) und meint damit aufeinanderfolgende Etappen der Jagd. Und dann wird es echt langsam ziemlich doof. Das ist etwa so, als ob man aus Live And Let Die plötzlich Life Lets Die gemacht hätte, das ist ebenfalls grober Unfug.
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Filmbesprechung: "A View to a Kill (AVTAK)"

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vodkamartini hat geschrieben: 1. November 2025 11:23
Maibaum hat geschrieben: 1. November 2025 11:04 Na ja, nicht so ganz, die KG heißt ja From a View to a Kill.

Ich bin jetzt kein Englisch Experte, aber A View to a Kill scheint mir eine veränderte Bedeutung zu haben.

Und im Film Dialog wird dann "What a view - to a kill" daraus.
Dass hat keine spezielle Bedeutung, kommt in irgendeinem Song über die Jagd vor. Im Film wollt man dann unbedingt irgendwie zumindest einmal den kryptischen Titel integrieren, ist finde ich nicht sonderlich gelungen.
Aber der Titel der Fleming KG macht doch noch Sinn im Kontext der KG. Oder auch nicht?

Re: Filmbesprechung: "A View to a Kill (AVTAK)"

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Revoked hat geschrieben: 1. November 2025 11:14 Ich mag den Titel, er klingt einfach gut. Bedeutung ist mir zweitrangig. Und AVTAK oder FAVTAK ist eben auch viel interessanter als generischer Mist, a la GoldenEye oder Die Another Day.
Das sehe ich eigentlich auch so. Was der Titel bedeutet, ist mir egal, solange er gut klingt.

Aber meine Kritik richtete sich ja gar nicht gegen den Titel, sondern gegen die Verwendung im Dialog. Szenen, in denen der Filmtitel angesprochen wird, prägen sich jedenfalls bei mir mit am stärksten ein. Eine der ersten TLD-Szenen, die mir einfällt, ist die mit Saunders im Auto, weil dort der Filmtitel fällt. Wenn diese besonders einprägsame Szene aber auch noch Stuss ist (in AVTAK, nicht in TLD), wird's echt ärgerlich.

Aber schön, dass ich nicht der einzige bin, der den Dialog seltsam findet. Sogar der Englischlehrer finder den Dialog nicht sonderlich gelungen. An meinen Englischkenntnissen liegt es also nicht.

Davon abgesehen mag ich den Film aber dennoch sehr gerne und diese eine Szene stört mich nicht weiter.

Re: Filmbesprechung: "A View to a Kill (AVTAK)"

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Nico hat geschrieben: 29. April 2025 13:52 A View to a Kill – ein Film, der unter Bondfans wohl nicht die allergrößte Fangemeine hat, der mir persönlich aber seit meiner Erstsichtung jedes Mal sehr viel Freude bereitet. Ich kann die Kritikpunkte, die es an dem Film gibt, zwar sehen, finde aber, dass kaum etwas davon so wirklich ins Gewicht fällt. Der Film macht mir einfach durch die Bank weg Spaß, dass ich über den zu alten Moore und die wirre Handlung locker hinweggucken kann.
Das freut mich sehr für dich. AVTAK war einer meiner ersten Bonds als Kind, dementsprechend war er damals natürlich großartig (jeder neu zu guckende Bondfilm war super :lol: ),
aber in der heutigen Retrospektive und mit dem filmkritischen Blick auf Bond ist er ein schwacher Beitrag der Reihe.

Pluspunkte:
+ Die PTS in Sibirien (die peinliche "BeachBoys"-Einspielung ignorieren wir jetzt mal), Mikrochips, Russen, Skiaction und Abgang im Eisberg-Boot + "Call me James. It is 5 days to Alaska"
+ der Lunch mit Herr Aubergine im Eiffelturm, clevere Ermordung und cooler Abgang von Mayday
+ Qs neuer Roboter, der den Film schön abschließt: Q calling Grandfather: "007 is well and alive."
+
Nico hat geschrieben: 29. April 2025 13:52 Hier besticht ganz vorne natürlich Christopher Walken als Schurke Max Zorin, dessen Herkunft als „biologisches Experiment“ zwar immer mal wieder angeteasert, aber nie wirklich groß thematisiert wird. Ihm zur Seite steht Grace Jones als Mayday, die einen völlig neuen Typus verkörpert, eine Mischung aus traditionellem Bond-Girl, Henchwoman und doch auch etwas Eigenem – am Ende mit starkem Gesinnungswechsel und einem Ende als Heldin des Tages.
Negativ:
- der Plot ist nicht mega originell
- alle sind sichtlich gealtert (Stichwort: 007, M, Moneypenny in Ascot)
- Roger und Patrick haben zwar eine gute Dynamik als älteres Ermittlerduo, aber der Fight mit den "Bayern" im Chipswerk ist eher schwach - hier merkt man Rogers Alter deutlich, dann rennen sie noch in ihren Trainingsanzügen rum (okay die sind wenigstens praktisch in Sachen Flexibilität und halten nachts warm)

- die Klamottenwechsel sind eh krass: Zuerst Best-dressed-Man Saint-John Smythe im weißen Smoking, dann wie gesagt der blaue Trainingsanzug, später in grauer Jacke und Jeans am Hafen von San Francisco, ähnlich im Büro von Mr.Howe.
Eigentlich passt das sehr gut, denn Bond tritt hier stets incognito als seriöser Investigativjournalist auf, aber dennoch fällt es mir als Zuschauer auf, dass Bond in AVTAK auffallend häufig simpel gekleidet durch die Gegend latscht.
(Vielleicht wirkt der Kontrast so groß, weil gerade Moores Bond in allen Filmen fast durchgängig top gekleidet mit Anzug und Krawatte bzw. Fliege auftritt, so lässig im Beach-Modus wie Connery fast den kompletten TB und Dr.NO sehen wir Moore nie - dafür im dummen Affen- und Clownskostüm)

- Stacey ist jetzt nicht das hilfsreichste Bondgirl bzw. ich muss mir immer in Erinnerung rufen, dass sie bloß Zivilistin ist und Bond von ihr eher weniger praktische Hilfe erwarten darf. So gesehen macht Stacey es ganz gut und darf gegen Ende ihre Kernkompetenz unter Beweis stellen :idea: aber bei mir kommt doch stets der Eindruck des dummen Blondchens an)

- die Action ist für Bondverhältnisse bieder:
Bond fährt mit einem hässlichen Franzosenauto durch Paris, das Springreiten, okay der Fight in Staceys Anwesen ist witzig #Steinsalz :D , Verfolgungsjagd mit dem Feuerwehrauto, einzig das Skifahren zu Beginn und die kleine Tauchaction an der Pipeline sind gut,
und auch der Showdown auf der GoldenGate Bridge ist für Bond-Maßstäbe eher schwach, naja die GoldenGate Bridge wertet es ein wenig auf.

Fazit: Roger Moore verabschiedet sich zwar würdig, aber doch mit seinem schwächsten Film.

Es ist ärgerlich, dass Rogers zweiter Einsatz, TMWTGG, durch so einen schwachen Plot verschenkt wurde, denn damals war Roger echt gut in Form und hätte einen starken Film aufs Parkett legen können.