Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

661
Henrik hat geschrieben: 7. November 2021 16:35
vodkamartini hat geschrieben: 7. November 2021 14:25 Bei mir ist DAF auch über die Jahre gewachsen, das ist einfach ein großer Spaß, ein Rummelplatz für Erwachsene.
Bei mir ist eher das genaue Gegenteil der Fall. Und RumbleFish sollte jetzt nicht weiter lesen, weil das etwas schockierend sein könnte.
Henrik hat geschrieben: 2. Oktober 2015 12:14 1. YOLT
2. DAF
3. GF
4. TB
5. FRWL
6. DN
7. NSNA
Henrik hat geschrieben: 14. Februar 2021 08:34 1. DN [...]

2. FRWL [...]

3. GF [...]

4. TB [...]

5. YOLT [...]

6. DAF [...]

7. NSNA [...]
Kau zu glauben. DAF vier Plätze über diesem Meisterwerk DN? Heute kann ich das nicht mehr nachvollziehen, aber so ändern sich die Geschmäcker im Laufe der Zeit.
Mich schockiert hier überhaupt nichts mehr :D
Nein - ich bin ja selbst für Alternativmeinungen bekannt, deshalb habe ich mittlerweile Verständnis für Alles - vielleicht sogar für DAD auf Platz 1 - wobei das schon sehr interessant wäre :D

Bei mir ist YOLT nach der detaillierten Bewertung noch immer auf der Connery 1, das schockiert sicher auch Einige :D

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

662
DAD auf der Eins habe ich hier in all den Jahren ebenso erlebt wie DAF auf der Eins. In beiden Fällen jeweils im Gesamtranking, wohlgemerkt. Mich schockiert also überhaupt nix mehr. 😄

Zum Thread Thema:

Wirklich so richtig peinlich empfinde ich bisher eigentlich nichts und niemanden. Unpassend trifft es eher, in diese Kategorie fallen für mich Rollen wie die von Bibi Dahl oder Goodnight sowie Bond im Clownkostüm.
"Warum hast du ihn geheiratet? - "Er hat mir gesagt er liebt mich." - "Das klingt immer gut."

Tomorrow never dies (1997)

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

663
DonRedhorse hat geschrieben: 7. November 2021 11:41
vodkamartini hat geschrieben: 7. November 2021 10:04
craigistheman hat geschrieben: 6. November 2021 17:21 Dass DAF auf OHMSS folgt, zeigt, dass EON bereits 1971 phasenweise das Gespür für die Filme und die Figur völlig abging. Ein einziges Fiasko dieser Film und meines Erachtens der absolute Bodensatz der Reihe.
Ich weiß nicht so recht:

Global Box Office Bond Franchise:

YOLLT: 111, 6 Millinen $
OHMSS: 82 Millionen $
DAF: 116 Millionen $
LALD: 161 Millionen $

Das Gespür ist ihnen offenbar bei OHMSS abhanden gekommen.
Unabhängig davon, dass das Box Office Ergebnis nicht so viel über die Qualität eines Films aussagt, lag das hier sicherlich an der Besetzung von Lazenby und an der Rückkehr von Connery. Will sagen, mit Connery hätte OHMSS wahrscheinlich ähnlich performt wie YOLT und DAF.
Detto.
@vodka: Bist du nicht einer derjenigen, die immer motzen, wenn danielcc den Gehalt der Filme anhand von Zahlen am BO bemisst? ;)
Unabhängig davon - in Anbetracht des großen Connery-Comebacks hat DAF recht durchschnittlich performt, was am unmittelbaren Nachfolger LALD ersichtlich ist. Wäre DAF ein Knüller gewesen, hätten noch locker 50 Millionen mehr drin sein können.
Empfindest du die Figuren&Handlung&Action in DAF als hochwertig(er), im direkten Vergleich zu OHMSS?
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert."
"Doch wer sich bückt nach dem schmalen Taler, verpasst das große Bündel."

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

664
Casino Hille hat geschrieben: 7. November 2021 12:03 Sehe ich komplett anders - habe aber auch etwas für dieses Urteil gebraucht. DAF ist ein super Bond und einer der lässigsten Beiträge der Reihe. Connery ist ultra entspannt als unverwundbarer Superagent, John Barry und sein Score sind Bond-DNA pur, dazu kommen legendäre Gags ("Named after your father" und die unterschätzte Aussage "If we destroy Kansas, the world may not hear about it for years"), herausragende Bond-Szenen (der Kampf gegen Peter Franks im Aufzug!), und ein fast schon selbstparodistischer Ansatz, der die übliche 007-Nummernrevue der Filme durch das Las Vegas Setting selbst kommentiert.
Tja, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Ich persönlich kann dem bis auf Amsterdam und White-Masion potthässlichen und billig wirkenden urbanen Setting nicht das geringste abgewinnen. Die Wüste ist fad, die Bohrinsel auch... Nach dem wunderschönen und kontrastreichen OHMSS verstehe ich das nicht. Bis auf TMWTGG leiden meiner Ansicht nach alle Hamilton-Filme an der Art und Weise, wie die an sich vielversprechenden Locations eingefangen werden, auch GF ab der zweiten Hälfte.

Casino Hille hat geschrieben: 7. November 2021 12:03 Nicht verstehen kann ich, wie LALD bei vielen ganz oben und DAF widerrum ganz unten stehen kann.
Das habe ich auch nie verstanden, für mich ist LALD bis auf ein paar wirklich nette Einfälle wie Kanangas Höhle oder Bonds Rolex Mittelmaß.
Ich finde Hamilton kann Young in vielerlei Hinsicht nicht das Wasser reichen. Seinen Filmen fehlt es meines Erachtens stellenweise einfach an Glamour.
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert."
"Doch wer sich bückt nach dem schmalen Taler, verpasst das große Bündel."

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

665
LALD ist schon der beste Bond von Hamilton für mich, glasklar in der Top 5. Die Bootsverfolgung könnte die beste Actionszene der Reihe sein, ist zumindest nah dran. Warum der bei vielen weit oben steht, ist für mich klar ersichtlich, nicht aber der große Kontrast zur DAF-Einschätzung. Gibt es drei aufeinanderfolgende Bonds, die sich so stark ähneln wie DAF, LALD und TMWTGG? Für mich nicht. Aber: Wer A sagt, muss bekanntlich nicht auch B und C sagen.

Die Bohrinsel ist in der Tat ein schwacher Schauplatz für das große Finale und riecht nach Sparkurs. Zumal die Helikopter-Schlacht dort schon 1971 niemanden überzeugt haben wird, die Effekte sind einfach nicht gut. Immerhin ist auch hier Bonds großer Auftritt erste Sahne und Classic Connery: "Good morning, gentlemen. ACME pollution inspection. We're cleaning up the world, we thought this was a suitable starting point." :mrgreen: :lol: Kaum ein Bond bietet so endlos viele Zitate wie DAF!

Noch legendärer ist nur das Schild über den Apparaten auf der Bohrinsel: "If In Doubt, ASK" :mrgreen: :mrgreen: Gut erkennbar ab 3:39:



(Und während ich das Video durchgeschaut habe, dachte ich nur: Gott sei Dank bin ich nicht länger einer der Banausen, die DAF für misslungen halten ...)
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

667
Casino Hille hat geschrieben: 7. November 2021 20:21 LALD ist schon der beste Bond von Hamilton für mich, glasklar in der Top 5. Die Bootsverfolgung könnte die beste Actionszene der Reihe sein, ist zumindest nah dran. Warum der bei vielen weit oben steht, ist für mich klar ersichtlich, nicht aber der große Kontrast zur DAF-Einschätzung. Gibt es drei aufeinanderfolgende Bonds, die sich so stark ähneln wie DAF, LALD und TMWTGG? Für mich nicht. Aber: Wer A sagt, muss bekanntlich nicht auch B und C sagen.

Die Bohrinsel ist in der Tat ein schwacher Schauplatz für das große Finale und riecht nach Sparkurs. Zumal die Helikopter-Schlacht dort schon 1971 niemanden überzeugt haben wird, die Effekte sind einfach nicht gut. Immerhin ist auch hier Bonds großer Auftritt erste Sahne und Classic Connery: "Good morning, gentlemen. ACME pollution inspection. We're cleaning up the world, we thought this was a suitable starting point." :mrgreen: :lol: Kaum ein Bond bietet so endlos viele Zitate wie DAF!

Noch legendärer ist nur das Schild über den Apparaten auf der Bohrinsel: "If In Doubt, ASK" :mrgreen: :mrgreen: Gut erkennbar ab 3:39:



(Und während ich das Video durchgeschaut habe, dachte ich nur: Gott sei Dank bin ich nicht länger einer der Banausen, die DAF für misslungen halten ...)
Joaaa... Ein paar Pointen sind nett, aber Connery ist komplett out of shape, das Toupet sieht entsetzlich aus, Charles Grey wirkt eher komisch als bedrohlich - gut, ich hab da durchaus meine Freude dran, die lächerliche Aufmachung des Personals mit ihren roten BDSM-Plastikstiefeln...
Eindeutig Parodie, zeigt das schwindende Vertrauen in die Stärken der Marke während der New Hollywood-Ära. Als sei Albernheit eine Waffe um die möglicherweise reaktionär wirkende Haltung der Filme zu maskieren...
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert."
"Doch wer sich bückt nach dem schmalen Taler, verpasst das große Bündel."

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

668
craigistheman hat geschrieben: 7. November 2021 23:07 Ein paar Pointen sind nett, aber Connery ist komplett out of shape, das Toupet sieht entsetzlich aus, Charles Grey wirkt eher komisch als bedrohlich - gut, ich hab da durchaus meine Freude dran, die lächerliche Aufmachung des Personals mit ihren roten BDSM-Plastikstiefeln...
Ach du, ich will hier ja niemanden bekehren. Nur aufzeigen, dass DAF längst nicht so negativ wahrgenommen werden muss, wie es im Forum sonst relativ kollektiv zu sein scheint. Ich habe den vor einigen Jahren auch gar nicht gemocht, heute frage ich mich: Wieso eigentlich? Vodka hat es gut beschrieben: Der Film ist ein großer Rummelplatz für Erwachsene, kindlicher Spaß, und immer an der Schwelle zur Selbstparodie. Aber er weiß auch ganz genau, was er ist und was er sein will, dafür schätze ich ihn unter anderem sehr. Ich kann jeden verstehen, der das bei Bond nicht sehen will, aber DAF gibt nie vor, etwas anderes zu sein als genau das. Und die Attitüde schätze ich enorm.
craigistheman hat geschrieben: 7. November 2021 23:07 Eindeutig Parodie, zeigt das schwindende Vertrauen in die Stärken der Marke während der New Hollywood-Ära. Als sei Albernheit eine Waffe um die möglicherweise reaktionär wirkende Haltung der Filme zu maskieren...
Hast du dafür einen Beleg? Schwindendes Vertrauen in die Stärken der Marke kann ich bei dem Film und seiner Produktionsgeschichte nicht erkennen - und bei dem Erfolg des Films werden die Macher auch gar keinen Grund dafür gehabt haben. Eher sehe ich in DAF die fast selbstparodierenden Züge als Zugeständnis an die Kernelemente, die das Publikum damals mit Bond verbunden hat und die man nach der Enttäuschung von OHMSS stärker denn je in den Vordergrund rücken wollte. Nach dem also eher dramatischen OHMSS jetzt eine "Kurskorrektur" zurück zu einfachen Späßen, lockerer Stimmung etc. Dafür spricht auch, dass man ursprünglich unseren Gert Fröbe als Zwillingsbruder von Goldfinger zurückholen und damit an den bis dato prägendsten Bond anknüpfen wollte. Quasi eine Überkompensation, nachdem der Versuch ohne Connery mit einem nahe an Fleming gehaltenen Film gescheitert ist. New Hollywood hatte auf unseren James im 1971 hingegen keine für mich ersichtlichen Auswirkungen - aber ich lasse mich gern überzeugen.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

669
Casino Hille hat geschrieben: 8. November 2021 00:56 Der Film ist ein großer Rummelplatz für Erwachsene, kindlicher Spaß, und immer an der Schwelle zur Selbstparodie. Aber er weiß auch ganz genau, was er ist und was er sein will, dafür schätze ich ihn unter anderem sehr. Ich kann jeden verstehen, der das bei Bond nicht sehen will, aber DAF gibt nie vor, etwas anderes zu sein als genau das. Und die Attitüde schätze ich enorm.
Nach dieser Logik (Komm schon, sieh den Film doch einfach als das an, was er ist) müsste ich dich umgekehrt auch fragen, weshalb dir NTTD nicht gefällt. Genauso könnte ich sagen, NTTD gibt nie vor etwas anderes zu sein, also erfreue dich an ihm. Ich erwarte von einem Bondfilm keinen "Rummelplatz" und keinen Film "zur Schwelle zur Selbstparodie". Ich bestreite ja nicht, dass es als Solches funktioniert. Aber wenn ich einen solchen Film sehen will, greife ich auch bewusst danach. An einen Bondfilm habe ich eine andere Erwartungshaltung, die natürlich fließend ist, da die Reihe natürlich immer dem Zeitgeist entsprechend einem Wandel unterworfen ist. Im Kern ist ein Bondfilm aber nun einmal ein Bondfilm. Ich sehe sehr wohl, was DAF ist und ich kann damit nichts anfangen. Ein Bondfilm sollte immer in die Kategorie "Agententhriller" eingeordnet werden können, DAF würde ich spontan in "Screwball-Komödie" einordnen und somit für mich kein wirklicher Bond mehr.
www.nachhilfe-graen.de

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

670
Hamilton ist auf jeden Fall jener Regisseur mit den schlechtesten Action-Szenen (GF ausgenommen), schaut euch mal die Moon Buggy Verfolgung aus DAF an incl. Autoverfolgung in Las Vegas. Alle Bond Gegner zerstören sich gegenseitig, Bond braucht gar nichts machen, es wirkt halt so lächerlich, hab mich richtig erschrocken als ich den Film letztens wieder gesehen habe. Dazu wollte Hamilton nie eine Score-Untermalung bei den Verfolgungsszenen, zumindest bei den meisten (LALD Bootsverfolgung, DAF Auto Las Vegas, LALD Bus, GF DB5 Verfolgung, TMWTGG Boot). Bei der Moon Buggy Verfolgung wollte er was comicartiges von Barry, man hat sich dann irgendwie in der MItte getroffen, der Original Score zu der Szene ist ja auch am Soundtrack oben

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

671
Mir hat die Szene mit Vesper am Comer See auch besser gefallen, fand ich bei weitem nicht so kitschig.

Aber wie Daniel schon sagt: Vermutlich ist es wirklich gut gespielt und ich sah schon auch, dass es Bond schwer fiel diese Worte zu sagen. Der Unterschied ist halt, dass ich Bond-Madeleine nicht authentisch finde und Daniel halt schon. Deswegen wirkt es für mich deutlich unpassender.
The name's Bond, James Bond.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

672
Hamilton liegt als Actionregisseur hinter den meisten anderen, aber abgesehen von GF (fast keine Actionszenen) und DAF (sehr viel Müll) hat er in LALD und ja, auch in TMWTGG sehr solide abgeliefert. Die Bootsverfolgung in den Bayous ist sicher nicht die beste Actionszene aller Bondfilme aber ein würdiges Highlight in LALD und die Beirut- und Bangkok-Kloppereien machen Spass.
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

674
Agent 1770 hat geschrieben: 8. November 2021 09:24
Casino Hille hat geschrieben: 8. November 2021 00:56 Der Film ist ein großer Rummelplatz für Erwachsene, kindlicher Spaß, und immer an der Schwelle zur Selbstparodie. Aber er weiß auch ganz genau, was er ist und was er sein will, dafür schätze ich ihn unter anderem sehr. Ich kann jeden verstehen, der das bei Bond nicht sehen will, aber DAF gibt nie vor, etwas anderes zu sein als genau das. Und die Attitüde schätze ich enorm.
Nach dieser Logik (Komm schon, sieh den Film doch einfach als das an, was er ist) müsste ich dich umgekehrt auch fragen, weshalb dir NTTD nicht gefällt. Genauso könnte ich sagen, NTTD gibt nie vor etwas anderes zu sein, also erfreue dich an ihm. Ich erwarte von einem Bondfilm keinen "Rummelplatz" und keinen Film "zur Schwelle zur Selbstparodie". Ich bestreite ja nicht, dass es als Solches funktioniert. Aber wenn ich einen solchen Film sehen will, greife ich auch bewusst danach.
Sehe ich auch so, wenn ich so einen Film sehen will, greife ich demnach nach DAF. :) Ich bin da nicht so dogmatisch, es gibt viele verschiedene Ansätze bei Bond und die Stärke der Reihe ist es, sowohl einen DAF wie auch einen LTK zu beheimaten.

Ehrlich gesagt ist mir meine Lebenszeit ja zu schade, um noch mehr im Forum über NTTD zu schreiben, weil ich nicht viel Gutes zu sagen habe, mittlerweile alle meine Standpunkte kennen sollten und ich mich dementsprechend bloß wiederholen kann. Aber um nur kurz deinen Punkt aufzugreifen und ihn nicht ignorieren zu müssen: NTTD ist für mich kein Film, der genau weiß, was er ist und was er da macht, sondern enorm sprunghaft. Das ist einerseits ein großes Melodram mit der ultimativen Vermenschlichung von James Bond, da ist eine "Avengers: Endgame"-hafte Epos-Zuspitzung des Bond-Mythos drin, eine Nostalgie-Bedienung alter Franchise-Muster (in Kuba) und ein durch Roland-Emmerich-Filme inspirierter Sci-Fi-Blockbuster mit amerikanisierter Note. Da passt für mich wenig zusammen – lustigerweise habe ich NTTD in meiner ersten Reaktion ebenfalls so beschrieben, dass er durch seine tonale Dysfunktionalität für mich immer die Grenze zur Selbstparodie überschreitet. Nur (so meine Wahnehmung) wohl anders als DAF eher ungewollt. :wink:

Werden NTTD-Fans nicht nachvollziehen können, aber ich kann eure DAF-Meinungen ebenso wenig verstehen.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

675
Casino Hille hat geschrieben: 8. November 2021 11:01 Sehe ich auch so, wenn ich so einen Film sehen will, greife ich demnach nach DAF. :) Ich bin da nicht so dogmatisch, es gibt viele verschiedene Ansätze bei Bond und die Stärke der Reihe ist es, sowohl einen DAF wie auch einen LTK zu beheimaten.

Ehrlich gesagt ist mir meine Lebenszeit ja zu schade, um noch mehr im Forum über NTTD zu schreiben, weil ich nicht viel Gutes zu sagen habe, mittlerweile alle meine Standpunkte kennen sollten und ich mich dementsprechend bloß wiederholen kann. Aber um nur kurz deinen Punkt aufzugreifen und ihn nicht ignorieren zu müssen: NTTD ist für mich kein Film, der genau weiß, was er ist und was er da macht, sondern enorm sprunghaft. Das ist einerseits ein großes Melodram mit der ultimativen Vermenschlichung von James Bond, da ist eine "Avengers: Endgame"-hafte Epos-Zuspitzung des Bond-Mythos drin, eine Nostalgie-Bedienung alter Franchise-Muster (in Kuba) und ein durch Roland-Emmerich-Filme inspirierter Sci-Fi-Blockbuster mit amerikanisierter Note. Da passt für mich wenig zusammen – lustigerweise habe ich NTTD in meiner ersten Reaktion ebenfalls so beschrieben, dass er durch seine tonale Dysfunktionalität für mich immer die Grenze zur Selbstparodie überschreitet. Nur (so meine Wahnehmung) wohl anders als DAF eher ungewollt. :wink:

Werden NTTD-Fans nicht nachvollziehen können, aber ich kann eure DAF-Meinungen ebenso wenig verstehen.
Kann ich durchaus, da ich derzeit mit NTTD auch nicht so wirklich weiß, was ich mit ihm anfangen soll. Und auch ich sehe die Vielfältigkeit als einer der Stärken der Bondreihe, die verschiedenen Ansätze und dass es immer wieder gelungen ist, mit der Zeit zu gehen. Und ich verurteile DAF auch in keinster Weise. Mir ist klar, dass man mit DAF das Ruder herumgerissen hat und die Bondserie in eine neue Ära geführt hat, anderenfalls hätte es wohl über kurz oder lang das Aus bedeutet (wie es ja seinerzeit auch z.B. von Lazenbys Agenten prognostiziert wurde). Von daher: Alles richtig gemacht. Trotzdem ist mir persönlich der Film einfach mindestens zwei Nummern zu albern und läppisch. Klamauk in Maßen, gerne, aber nicht solch eine durchgehende Nummernrevue. Vor allem wie schon erwähnt nachdem man nach OHMSS doch was gänzlich anderes gewöhnt war.
www.nachhilfe-graen.de