Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#347
Daran glaube ich nicht. Auch ohne Pandemie hätte ich da kaum Chancen gesehen. "Skyfall" war durch die glücklichen Umstände (Jubiläum) ein sehr starker Ausreißer (das Einspielergebnis des Vorgängers zu verdoppeln hat nicht einmal "Goldfinger" in den goldenen Sechzigern geschafft). Schon bei "Spectre" ging es wieder bergab und hat die Verhältnisse wieder einigernmaßen geradegerückt. Außerdem stehen dem Ganzen zudem bestimmte Faktoren entgegen. Erstens ist der Film 163 Minuten lang und damit schwerer konsumierbar. Das würden sich viele Zuschauer für einen Comic-Blockbuster antun, aber auch für einen Bondfilm? Zudem ist es der fünfte und letzte Bond seiner Ära und Craig schon 15 Jahre 007 & ein alter Mann wie seinerzeit Moore bei "Im Angesicht des Todes". Ob man da noch die Jugend erreicht? Die späten Filme der Darsteller hatten auch immer mit die schwächsten Einspielergebnisse. Ohne Corona hätte ich auf 700-800 Mio. $ getippt, jetzt würde ich sagen, dass maximal 400-500 Mio. $ drin sind. Ich denke, sie werden ohnehin kalkulieren, erst mit der Zweitauswertung in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#348
Ohne Pandemie zu 100%. Mit Pandemie werden es eher 600 Mio
Selbst mit einer nur 2.5%igen Inflation der Kinotickerpreise pro Jahr wären die 880 Mio von Spectre heute 1Mrd wert.
Hinzu kommt aber, dass der EUR deutlich stärker ist als 2015, so dass das große Ergebnis aus GER, FRA,... mehr USD einbringt.
Allerdings ist das Pfund viel viel weniger Wert als 2015, so dass aus den UK ein gegenteiliger Effekt zu erwarten wäre.

Dennoch: Letzter Craig Bond, guter Cast, sehr lange Wartezeit --> Die Mrd wäre sicher gewesen
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#349
Nummer4Fonda hat geschrieben:
21. September 2020 10:42
Erstens ist der Film 163 Minuten lang und damit schwerer konsumierbar. Das würden sich viele Zuschauer für einen Comic-Blockbuster antun, aber auch für einen Bondfilm?
Denkst du wirklich, dass diejenigen, die sich potentiell einen Bondfilm anschauen würden, die Entscheidung davon abhängig machen, wie lang die Laufzeit ist? Davon hat der Durchschnittszuschauer doch gar keine Ahnung.
Nummer4Fonda hat geschrieben:
21. September 2020 10:42
Zudem ist es der fünfte und letzte Bond seiner Ära und Craig schon 15 Jahre 007 & ein alter Mann wie seinerzeit Moore bei "Im Angesicht des Todes". Ob man da noch die Jugend erreicht?
Vin Diesel, Tom Cruise und Robert Downey Jr. sind alle drei älter als Craig. Und für die Jugend ist ja bereits jemand über 30 steinalt. Wenn man nur danach gehen würde, würden sich Jugendliche generell keine Bondfilme ansehen.
Nummer4Fonda hat geschrieben:
21. September 2020 10:42
Die späten Filme der Darsteller hatten auch immer mit die schwächsten Einspielergebnisse.
Weil es mit Ausnahme von AVTAK meiner Meinung nach auch immer die schwächsten Filme der jeweiligen Darsteller waren. Das will ich für NTTD jetzt mal nicht hoffen und das kann ich mir auch nicht vorstellen, bei dem was ich bisher gesehen habe.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#351
Ich tippe mal auf 500Mio (sollte es nicht wieder zu einem lockdown kommen, der ja jetzt schon zumindest gebietsweise wieder angeordnet wird.). Also "Corona-bereinigt" 1Mrd. Ich denke schon, dass in einer Zeit, in der wirklich jeder im Netz unterwegs ist, auch viele Nicht-Fans neugierig genug auf "Craigs Letzten" sein werden, um die Zahlen zu puschen. Und das durchaus in einem Ausmaß, wie es beim "Jubiläum" mit SF der Fall war. Außerdem erwarte ich zu Anfang November noch eine massive Werbe-Kampagne, um ja sicher zu gehen, dass die Kosten wieder reinkommen. Denn ich denke, die Produzenten sind langsam wirklich verzweifelt- eine Investition von 200Mio muss doch ein massives cashflow- Problem darstellen. Selbst für Film-Firmen, die mit hohen Beträgen jonglieren. Irgendwann MUSS der Film ins Kino.
„Ich werde meinen Blick auf das Geld meiner Behörde richten...nicht auf ihren perfekt geformten Hintern!“ „Ist er Ihnen aufgefallen...?“

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#354
danielcc hat geschrieben:
21. September 2020 10:56
Selbst mit einer nur 2.5%igen Inflation der Kinotickerpreise pro Jahr wären die 880 Mio von Spectre heute 1Mrd wert.
Dennoch: Letzter Craig Bond, guter Cast, sehr lange Wartezeit --> Die Mrd wäre sicher gewesen.
Das setzt aber voraus, dass der Film auf dem Niveau seines Vorgängers performt. Die drei Punkte elektrisieren vielleicht Fans und Bond-Gelegenheitsliebhaber, aber den gemeinen Zuschauer? So ein gutes Standing haben Craig, Malek, Lynch, De Armas und Co in der öffentlichen Wahrnehmung nun auch nicht, zumal Craig abseits von Bond keine Star-Power entwickelt hat. Das heißt, es steht und fällt mit der Frage, wie man Craig in der Bondrolle wahrnimmt/ ob man ihn immer noch sehen möchte. Bei "Im Angesicht des Todes" haben die Zuschauer auch nicht gedacht. "Oh, der letzte Moore-Bond. Da müssen wir rein!", sonst hätte der Film gegenüber den Vorgängern finanziell nicht so stark abgebaut.
Samedi hat geschrieben:
21. September 2020 10:56
Denkst du wirklich, dass diejenigen, die sich potentiell einen Bondfilm anschauen würden, die Entscheidung davon abhängig machen, wie lang die Laufzeit ist? Davon hat der Durchschnittszuschauer doch gar keine Ahnung.
Stimmt prinzipiell. Aber es gibt auch noch die gute alte Mundpropaganda. Wenn es da mehrfach heißt "Der neue Bond ist ellenlang, lohnt sich aber nicht." wird das ellenlang noch zusätzlich abschrecken, weil man die Überlänge mitbezahlt und insgesamt vier Stunden im Kino verbringt (Vorschau/Pause). Das ist etwas anderes als bei "Ein Quantum Trost", der gewiss eine schlechte Mundpropaganda hatte, aber den man als Quickie mal schnell mitnehmen konnte. Und du würdest dich wundern, wie viele Leute sich vorab über die Laufzeit auf der Kinoseite informieren, schließlich muss man ja wissen, wie viel Zeit man für den Kinobesuch einplanen muss. Nicht jeder hat alle Zeit der Welt.
Samedi hat geschrieben:
21. September 2020 10:56
Vin Diesel, Tom Cruise und Robert Downey Jr. sind alle drei älter als Craig. Und für die Jugend ist ja bereits jemand über 30 steinalt. Wenn man nur danach gehen würde, würden sich Jugendliche generell keine Bondfilme ansehen.
So drastisch meinte ich das auch nicht. Aber Craig sieht mittlerweile auch schon recht alt aus und dann kehrt er auch noch als Rentner in den aktiven Dienst zurück. Als 15-jähriger hätte mich das weniger angesprochen als ein Frischling im Außeneinsatz wie in "Casino Royale" oder ein Vollprofi auf dem Gipfel seiner Möglichkeiten bei der Arbeit. Hier wird erkennbar, dass die Bondfilme immer mehr für ein älteres, alteingessenes Publikum konzipiert werden, aber nicht mehr am Puls der Zeit/der jüngeren Generationen sind. Die genannten Herren haben zudem über ihre ikonischen Rollen hinaus Kassenerfolge vorzuweisen. Craig ist damit gescheitert, sich als Lead-Actor zu etablieren, ähnlich wie Dalton. Wegen ihm geht man nur in einen Film, wenn er Bond spielt. Aber die Frische und der Enthusiasmus, den sein Debüt einst mal ausgelöst hat, ist schon lange verflogen. Craig ist kein Bond mehr für die jungen Leute und bei einer BBC-Umfrage letztens kam er bei der Frage nach dem besten Bond nicht einmal mehr unter die ersten Drei. Seine Zeit ist vorbei.
Samedi hat geschrieben:
21. September 2020 10:56
Weil es mit Ausnahme von AVTAK meiner Meinung nach auch immer die schwächsten Filme der jeweiligen Darsteller waren. Das will ich für NTTD jetzt mal nicht hoffen und das kann ich mir auch nicht vorstellen, bei dem was ich bisher gesehen habe.
Qualität hat damit aber nur bedingt etwas zu tun. Man kann allgemein die Tendenz ablesen, dass die Beiträge Nummer 3 und 4 eines 007 die stärksten Kassenergebnisse einfahren und danach der Zuschauerzuspruch wieder nachlässt. "In tödlicher Mission" ist gewiss kein schlechterer Film als "Moonraker", trotzdem war letzterer an der Kinokasse viel erfolgreicher. Dasselbe gilt für das Nachfolger-Duo. "Lizenz zum Töten" kann man in Sachen Qualität wenig kritsieren, trotzdem war der Film finanziell eine Enttäuschung. "Ein Quantum Trost" hat fast genauso viel Geld wie eingespielt wie "Casino Royale", obwohl ihn viele qualitativ für schlechter halten. Der Faktor Qualität wird also für den Filmerfolg überschätzt.

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#355
Zum Argument "sehr lange Wartezeit" wäre ja auch noch zu sagen: Nur weil zwischen Bond 24 und 25 eine lange Pause war, heißt das nicht gleichzeitig auch, dass die Masse des Publikums wirklich auf den nächsten Bond gewartet hat. :wink: So funktioniert das nicht und bis auf Fans wartet niemand darauf, dass endlich mal wieder ein James-Bond-Film ins Kino kommt. Die breite Masse nimmt einen Bondfilm, wenn er kommt und damit hat sich die Sache.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#356
Nummer4Fonda hat geschrieben:
21. September 2020 14:43
Wenn es da mehrfach heißt "Der neue Bond ist ellenlang, lohnt sich aber nicht." wird das ellenlang noch zusätzlich abschrecken, weil man die Überlänge mitbezahlt und insgesamt vier Stunden im Kino verbringt (Vorschau/Pause). Das ist etwas anderes als bei "Ein Quantum Trost", der gewiss eine schlechte Mundpropaganda hatte, aber den man als Quickie mal schnell mitnehmen konnte. Und du würdest dich wundern, wie viele Leute sich vorab über die Laufzeit auf der Kinoseite informieren, schließlich muss man ja wissen, wie viel Zeit man für den Kinobesuch einplanen muss. Nicht jeder hat alle Zeit der Welt.
Ich finde, das mit den Preisen hängt stark mit dem jeweiligen Kino zusammen. Wenn man also hier nicht so viel ausgeben kann oder will, dann geht man eben in ein Kino, wo der Film günstiger ist.

Und wenn man an einem Tag keine Zeit für Bond hat, dann geht man eben an einem anderen. Auch das ist meiner Meinung nach kein Argument gegen einen Film. Zumal man sich Bond meistens in der Gruppe ansieht und da sowieso einen Termin finden muss, an dem es am besten passt.
Nummer4Fonda hat geschrieben:
21. September 2020 14:43
Hier wird erkennbar, dass die Bondfilme immer mehr für ein älteres, alteingessenes Publikum konzipiert werden, aber nicht mehr am Puls der Zeit/der jüngeren Generationen sind.
Sehe ich persönlich anders, aber das hat ja auch nichts mit dem Alter des Darstellers zu tun, sondern ist wieder ein ganz anderes Thema.

Gleichzeitig gibt es ja von vielen die Kritik, dass Bond inzwischen zu sehr am Puls der Zeit wäre, weil Moneypenny und Felix eine andere Hautfarbe haben und Q viel zu jung ist.

Zudem gibt es bei den Jugendlichen aktuell so ein Comeback der 80er und damit liegt NTTD auch wieder voll im Trend mit seinem Style.
Nummer4Fonda hat geschrieben:
21. September 2020 14:43
Die genannten Herren haben zudem über ihre ikonischen Rollen hinaus Kassenerfolge vorzuweisen.
Bei Cruise stimme ich dir zu, wobei der auch abseits von M:I eigentlich immer die selbe Rolle spielt. Vor allem in den letzten Jahren.

RDJ und Diesel dagegen haben fast nur Erfolg in ihren jeweiligen Reihen (also Marvel, F&F und XXX). Außerdem spielen beide inzwischen sogar fast nur in diesen. Da dreht ja sogar Craig mehr außerhalb von Bond.
Nummer4Fonda hat geschrieben:
21. September 2020 14:43
Craig ist kein Bond mehr für die jungen Leute und bei einer BBC-Umfrage letztens kam er bei der Frage nach dem besten Bond nicht einmal mehr unter die ersten Drei. Seine Zeit ist vorbei.
Das ist eine Umfrage unter vielen, in den meisten anderen liegt er entweder vorn oder mit Connery ungefähr gleich auf.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#357
Invincible1958 hat geschrieben:
21. September 2020 13:54
Tenet wird mit Müh und Not die $300 Mio knacken und an der $400 Mio scheitern.
Ich lese erstaunlicherweise zwei unterschiedliche Zahlen: Box Office Mojo spricht von 239 Mio, andere Quellen von 250. Das wäre schon ein relevanter Unterschied. In beiden Fällen, vor allem aber, wenn die 250 Mio $ korrekt sein sollten wird Tenet die 300 Mio $ Marke aber sicher nicht mit Müh und Not, sondern relativ locker überschreiten. Die 400 Mio $ werden definitiv knapp, und auch ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass er sie noch erreicht, ausschließen will ich es aber auch noch nicht. Es fehlt noch ganz Südamerika, sowie LA, SF und NYC. Und die Drops werden in einigen Gegenden immer geringer. Frankreich hatte nach dem ersten WE einen Drop von 50%, danach nur noch 30% jetzt sogar nur noch 20%. In Kanada hat der Film sogar nur 14% verloren. In den USA 26% (zugegeben, da sind ein oder zwei nicht unwichtige Regionen dazu gekommen). In Japan ist Tenet scheinbar sogar besser gestartet als Dunkirk und Interstellar.
Aktuell erscheint mir ein endgültiges Box Office von 350 Mio $ als recht wahrscheinlich.
Mulan scheint dagegen gerade mit seiner Veröffentlichungsstrategie ziemlich auf die Nase zu fliegen. Das liegt zwar sicher auch an den zahlreichen Kontroversen, die den Film umgeben, aber aktuell deutet weiter alles darauf hin das die aktuell erfolgversprechendste Veröffentlichungsstrategie ein Kinorelease ist, dem alle anderen Vertriebswege erst später folgen. Mit etwas Glück wird Tenet so für Warner auch kein Verlustgeschäft am Ende aller Auswertungen. Das sind in meinen Augen auch für NTTD richtig gute Nachrichten.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

#360
dernamenlose hat geschrieben:
21. September 2020 15:16
Invincible1958 hat geschrieben:
21. September 2020 13:54
Tenet wird mit Müh und Not die $300 Mio knacken und an der $400 Mio scheitern.
Ich lese erstaunlicherweise zwei unterschiedliche Zahlen: Box Office Mojo spricht von 239 Mio, andere Quellen von 250. Das wäre schon ein relevanter Unterschied.
Die $250 Mio sind korrekt.
BOM hat noch nicht alle Zahlen berücksichtigt, und ist häufig sehr langsam und unvollständig.
cron