Zuletzt gesehener Film

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Mr.Chrismas Jones
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Meinem Vater ist Waltz vollkommen egal. Aber da war er mal meiner Meinung.
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Invincible1958
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Hier der Promo-Auftritt von Waltz in der Harald Schmidt Show 1996 zu "Du bist nicht allein":

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AnatolGogol
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Casino Hille hat geschrieben: 6. Oktober 2020 16:48 Für meinen Teil – ich habe den Film einmal gesehen, 2017 glaube ich, und kann mich nur noch daran erinnern, dass Waltz das ziemlich stark spielt und viel mehr aus Roy Black macht, als das Drehbuch hergibt. Denn der Film kennt keinerlei Grautöne, und macht aus Mr. Black streng genommen einen Mr. White, den Waltz dann aber doch so menschlich spielt, dass er beinahe den Anschein macht, dreidimensional zu sein.
Ich mag den Film sehr gern - und nicht nur wegen dem hier spektakulär-sensationellen Waltz. Für das was der Film ist - ein vergleichsweise billiges TV-Filmchen aus der RTL-Schmiede - bietet er erstaunlichen figürlichen Tiefgang. Es gibt sicher dennoch auch die zu erwartenden Heiligenverehrung und Glorifizierung, aber insgesamt wesentlich weniger, als man es angesichts der Enstehungsumstände (Är Teh El halt) befürchten hätte müssen. Ach ja, hatte ich schon erwähnt, dass Waltz hier sagenhaft-extraordinär spielt? :D
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HCN007
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iHaveCNit: In Berlin wächst kein Orangenbaum (2020)
06.10.2020


Seitdem ich durch die Serie „4 Blocks“ Kida Ramadan für mich entdeckt habe, sind ein Großteil der Filme und Serien seitdem für mich auch gerne Pflichtprogramm geworden. Nach seiner Arbeit als Co-Regisseur bei „Kanun“ ist „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ der erste Film, bei dem er komplett alleine die Regie übernommen hat und den ich zum Glück bei einer leicht begrenzten Kinoauswertung in einem Kino meines Vertrauens sehen konnte, gerade weil das Thema des Films einen guten Film verspricht.

Nabil sitzt wegen dem Mord an einem Polizisten bereits seit knapp 2 Jahrzehnten im Knast. Durch eine unheilbare Krebserkrankung bekommt er die Gelegenheit, noch einmal die Freiheit zu genießen. Die ersten beiden Adressen, die er aufsucht ist ein ehemaliger Partner Ivo, der ihm noch eine Stange Geld schuldet und seine ehemalige Freundin Cora, die mit ihrer Tochter Juju nun weit außerhalb Berlins lebt. Sowohl Juju als auch Nabil wissen noch nicht, dass sie Vater und Tochter sind und so nimmt er sie mit, um ihr Berlin zu zeigen.

„In Berlin wächst kein Orangenbaum“ ist erst einmal ein sehr ungewöhnlicher Titel, die Erklärung hierfür liefert eine kleine Szene, die auch bereits im Trailer erkennbar ist und in der Kidas Sohn Momo den sehr jungen Nabil spielt. Aber sonst bleibt der Filmtitel erst einmal keine weitere Erklärung schuldig. Der Film ist eine wunderbare Mischung aus einem klassischem Crimedrama im Berliner Milieu als auch einem Vater-Tochter-Drama. Während aufgrund der Kürze des Films mit seinen 90 Minuten einige Auftritte von z.B. Tom Schilling, Frederick Lau, Burak Yigit etwas kurz ausfallen und auch der von Stipe Erceg gespielte Ivo kein großes Profil bekommt, so sind es vor allem die von Emma Drogunova gespielte Tochter Juju als auch die von Anna Schudt gespielte Cora , die hier ihre Rollen mit Leben füllen können und aufwerten. Jedoch ist auch hier die aufgrund der Kürze fehlende Tiefe im Aufbau der Beziehungen zu Nabil vorhanden. Aber der Film ist sehr kurzweilig, spannend und hat mir sehr gut gefallen.

„In Berlin wächst kein Orangenbaum“ - My First Look – 7/10 Punkte.
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Mr.Chrismas Jones
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Gut, das ist eure Meinung. Das muss ich dann wohl oder übel akzeptieren.
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Casino Hille
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AnatolGogol hat geschrieben: 6. Oktober 2020 20:29 Für das was der Film ist - ein vergleichsweise billiges TV-Filmchen aus der RTL-Schmiede - bietet er erstaunlichen figürlichen Tiefgang. Es gibt sicher dennoch auch die zu erwartenden Heiligenverehrung und Glorifizierung, aber insgesamt wesentlich weniger, als man es angesichts der Enstehungsumstände (Är Teh El halt) befürchten hätte müssen.
Da kann ich dir jetzt leider nicht so drauf antworten, wie ich gerne würde, weil ich ihn wirklich nur einmal gesehen habe und mich eigentlich nur an das starke Schauspiel von Waltz erinnere. Ich weiß nur noch, dass ich vieles etwas simpel und albern fand (der böse böse Plattenproduzent zum Beispiel wirkte platt), und dramaturgisch es für mich auch nichts so dolles war. Vielleicht sehe ich den irgendwann nochmal, dann kann ich mehr ins Detail gehen.
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AnatolGogol
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Casino Hille hat geschrieben: 7. Oktober 2020 11:06 Da kann ich dir jetzt leider nicht so drauf antworten, wie ich gerne würde, weil ich ihn wirklich nur einmal gesehen habe und mich eigentlich nur an das starke Schauspiel von Waltz erinnere. Ich weiß nur noch, dass ich vieles etwas simpel und albern fand (der böse böse Plattenproduzent zum Beispiel wirkte platt), und dramaturgisch es für mich auch nichts so dolles war. Vielleicht sehe ich den irgendwann nochmal, dann kann ich mehr ins Detail gehen.
Ist bei mir auch schon ein Weilchen her, aber der Film zeigt den schwarzen Roy ja durchaus nicht immer nur als das unschuldige Opfer. Da gibt es die Szene, in welcher er das Treffen mit Brian Epstein platzen lässt, was der Film klar so darstellt, dass Roy selbst eben auch Mitschuld an seinem Schicksal und Niedergang hat. Auch sein Zaudern und Festhalten am zwar ungeliebten aber eben auch gewohnten Schlagertrott wird thematisiert (die Szene während der Bäder-Tour, als ihn Guntbert Warns bekniet endlich das musikalisch zu machen, was er eigentlich will). Man hätte die ganze Geschichte auch viel einfacher erzählen können nach dem Motto: guter Roy wird ausgenutzt vom Manager, muss dann Durststrecke durchmachen und hat am Ende doch wieder Erfolg, weil er immer an sich geglaubt hat und sich treu geblieben ist. Das macht der Film aber nicht, sondern stellt klar, dass der gute Gerd kaputt daran gegangen ist, dass er sich immer verstellen hat müssen und Sachen machen "musste", auf die er gar keinen Bock hatte. Das bringt der Film finde ich gut rüber und durch Waltz intensives Spiel wird Roy Black wirklich zur tragischen Figur.
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Mr.Chrismas Jones
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Man hätte aber vielleicht noch genauer erklären können, warum ihn seine Frau verlassen hat, denn das wurde mir nicht wirklich klar.
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Casino Hille
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AnatolGogol hat geschrieben: 7. Oktober 2020 11:42 Ist bei mir auch schon ein Weilchen her, aber der Film zeigt den schwarzen Roy ja durchaus nicht immer nur als das unschuldige Opfer. Da gibt es die Szene, in welcher er das Treffen mit Brian Epstein platzen lässt, was der Film klar so darstellt, dass Roy selbst eben auch Mitschuld an seinem Schicksal und Niedergang hat. Auch sein Zaudern und Festhalten am zwar ungeliebten aber eben auch gewohnten Schlagertrott wird thematisiert (die Szene während der Bäder-Tour, als ihn Guntbert Warns bekniet endlich das musikalisch zu machen, was er eigentlich will). Man hätte die ganze Geschichte auch viel einfacher erzählen können nach dem Motto: guter Roy wird ausgenutzt vom Manager, muss dann Durststrecke durchmachen und hat am Ende doch wieder Erfolg, weil er immer an sich geglaubt hat und sich treu geblieben ist.
Ja, okay, Einspruch stattgegeben. Diese figürliche Tiefe (oder zumindest Mehrschichtigkeit) gesteht der Film aber eigentlich nur Roy Black selbst zu oder? Alle anderen Figuren erfüllen entweder lediglich ihre Funktion für die Geschichte (Mittel zum Zweck) oder sind verhältnismäßig eindimensional. Zumal ich mich frage, ob diese Zwischentöne wirklich das sind, was am Ende des Films eher hängen bleibt – oder ob das nicht doch die vielen Gesangsszenen sind, in denen Waltz die öffentliche Auftritte seiner Figur imitiert.
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AnatolGogol
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Mr.Chrismas Jones hat geschrieben: 7. Oktober 2020 12:03 Man hätte aber vielleicht noch genauer erklären können, warum ihn seine Frau verlassen hat, denn das wurde mir nicht wirklich klar.
Letztlich war es eine Mixtur aus seiner Sauferei, der Erfolglosigkeit in den 80ern und seinem Frust, dass er immer noch der verhassten Schlager-Rolle nachkommen musste, um überhaupt noch im Geschäft zu bleiben welche seine Ehe gekillt hat. Müsste im Film aber drin sein wenn mir meine Erinnerung keinen Streich spielt.
Casino Hille hat geschrieben: 7. Oktober 2020 12:08 Ja, okay, Einspruch stattgegeben. Diese figürliche Tiefe (oder zumindest Mehrschichtigkeit) gesteht der Film aber eigentlich nur Roy Black selbst zu oder? Alle anderen Figuren erfüllen entweder lediglich ihre Funktion für die Geschichte (Mittel zum Zweck) oder sind verhältnismäßig eindimensional.
Das ist weitgehend so. Der Film hat abseits seiner titelgebenden zentralen Figur kein ernsthaftes Interesse an den restlichen Figuren. Wobei ich es immer etwas tragisch empfinde, dass Blacks 2. Manager, der mit ihm jahrelang durch die Lande getingelt ist und zu ihm gehalten hat dann als das Interesse an Roy wieder zunimmt ins 2. Glied zurück soll zu Gunsten seines Vorgängers.
Casino Hille hat geschrieben: 7. Oktober 2020 12:08 Zumal ich mich frage, ob diese Zwischentöne wirklich das sind, was am Ende des Films eher hängen bleibt – oder ob das nicht doch die vielen Gesangsszenen sind, in denen Waltz die öffentliche Auftritte seiner Figur imitiert.
Das hängt wohl nicht zuletzt auch von der Erwartungshaltung ab. Keine Frage, RTL hat den Film auch deshalb produziert, um den ganzen Schlager- und Wörthersee-Junkies ein bisschen filmisches Methadon zu verabreichen. Als der Film damals rauskam hab ich ihn genau deswegen auch überhaupt nicht ernst genommen, da ich davon ausging dass der Film sonst auch nichts anderes liefert als nachgespielte Nostalgie. Hab dann zufällig als er ein bisschen später in 3sat im Rahmen eines TV-Film-Wettbewerbs lief zufällig reingezappt und bin hängen geblieben. Da war die Überraschung, dass der Film dann doch wesentlich mehr zu bieten hatte, umso größer. Sicher kein Meilenstein, aber ganz ehrlich: mit dem so gehypten Bohemian Rhapsody kann er es allemal aufnehmen!
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Casino Hille
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Er ist sogar mit Leichtigkeit besser als der vollkommen überhypte "Bohemian Rhapsody". :wink:

Ich kann deine Ansicht jetzt auch besser nachvollziehen, da sie unweigerlich mit der Erwartungshaltung und der damit einhergehenden positiven Überraschung im Zusammenhang steht. Ich hatte mir wohl auch wegen des guten Rufs des Films zu viel erwartet und letztlich abseits von Waltz nichts außergewöhnliches geboten bekommen.
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AnatolGogol hat geschrieben: 7. Oktober 2020 12:42
Mr.Chrismas Jones hat geschrieben: 7. Oktober 2020 12:03 Man hätte aber vielleicht noch genauer erklären können, warum ihn seine Frau verlassen hat, denn das wurde mir nicht wirklich klar.
Letztlich war es eine Mixtur aus seiner Sauferei, der Erfolglosigkeit in den 80ern und seinem Frust, dass er immer noch der verhassten Schlager-Rolle nachkommen musste, um überhaupt noch im Geschäft zu bleiben welche seine Ehe gekillt hat. Müsste im Film aber drin sein wenn mir meine Erinnerung keinen Streich spielt.
Nee, das war nicht wirklich drin. Das Einzige war, dass seine Frau in einer Szene so ihm meinte: "Du bist lächerlich." Ansonsten wurde darauf aber nicht so recht eingegangen.
Ihn mit "Bohemian Rhapsody" zu vergleichen finde ich aber echt hart, und dabei ist der auch nicht gerade mein Lieblings-Biopic, aber da sind deutlich bessere Schauspieler, und damit meine ich nicht nur Waltz sondern das gesamte Cast an miesen Laiendarstellern.
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iHaveCNit: On The Rocks (2020)
07.10.2020


Als nächsten Film habe ich mir Sofia Coppolas neuen Film „On The Rocks“ angesehen, der eine sehr unterhaltsame Tragikomödie mit Bill Murray und Rachida Jones in den Hauptrollen zu bieten hat.

Die Schriftstellerin Laura lebt bereits seit einigen Jahren mit ihrem Ehemann Dean und den beiden Kindern zusammen in New York. Doch aktuell befindet sie sich etwas in der Midlife-Crisis und einer Schreibblockade und auch die Ehe scheint etwas eingeschlafen, so dass sich Hinweise häufen sollen, dass ihr Mann scheinbar fremdgeht. So bekommt sie Hilfe von ihrem Vater, der ein erfahrener Schwerenöter, aber auch sehr gut vernetzter Kunsthändler ist.

„On The Rocks“ ist sehr unterhaltsam geworden. Vor allem die Unterhaltungen und Situationen zwischen Bill Murray und Rachida Jones sind großartig geworden. Wenn Bill Murray hier seine evolutionsbiologischen Theorien zu Geschlechterdynamiken und seine Eigenarten zum Besten gibt, dann sind das sehr witzige Momente geworden. In den Nebenrollen gibt es vor allem Marlon Wayans als Ehemann Dean und auch zum Beispiel Jenny Slate und Jessica Henwick. Der Verlauf des Films selbst kann eigentlich nur auf 2 unterschiedliche Wege enden, so dass der Film dadurch auch vielleicht ein wenig vorhersehbar sein kann. Ganz witzig fand ich am Rande, dass ein kleiner Meta-Kommentar eingebunden worden ist, wenn die Firma von Marlon Wayans Dean einen großen Deal mit A24 gesichert hat – die auch an der Produktion des Films mit beteiligt waren.

„On The Rocks“ - My First Look – 7/10 Punkte
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iHaveCNit: Eine Frau mit berauschenden Talenten (2020)
08.10.2020


Auch wenn die Pandemie in vollem Gange ist, mangelt es für mich nicht an interessanten Filmen im Kino und das führt durchaus zu vollgepackten Kinowochenenden. In diesem Kinostartwochenende sind es gesamte 5 Filme. Den Anfang macht die französische Krimikomödie „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ von Jean-Paul Salome mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle.

Patience arbeitet bei der Kriminalpolizei in Paris als Dolmetscherin und übersetzt abgehörte Anrufe zwischen arabischen Drogendealern. Da sie den Pflegeplatz ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter nicht bezahlen kann, kommt sie auf die Idee, mit den gewonnen Informationen aus ihrer Übersetzungsarbeit selbst Drogenlieferungen aufzuspüren und selbst damit das große Geld zu verdienen. Aber als Mitarbeiterin in der Polizei muss sie unheimlich vorsichtig sein, um nicht aufzufliegen.

Ich halte mich an dieser Stelle einfach mal etwas kürzer. Mir hat diese amüsante und unterhaltsame Krimikomödie auf jeden Fall gefallen. Der große Glücksgriff des Films ist Isabelle Huppert in der Hauptrolle und ihr nuanciertes Schauspiel ist vor allem auch in den ruhigeren Momenten des Films großartig. Desweiteren liefert der Film ein paar interessante und witzige Nebencharaktere, wie die chinesische Vermieterin. Aber der Film bleibt etwas harmlos und vorhersehbar und der Verlauf wirkt stellenweise etwas holprig.

„Eine Frau mit berauschenden Talenten“ - My First Look – 7/10 Punkte.
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iHaveCNit: Es ist zu deinem Besten (2020)
09.10.2020


Film Nummer 2 aus einem vollgepackten Kinowochenende ist Marc Rothemunds Komödie „Es ist zu deinem Besten“, der eine witzige Idee, ein großartiges Ensemble und ein rundum unterhaltsames Kinoerlebnis bietet.

Der konservative Anwalt Arthur wünscht sich eigentlich, dass seine Tochter Antonia einen jungen Anwalt heiratet. Doch die Hochzeit platzt, als sie mit dem linken Hippie-Demonstranten Alex durchbrennt. Kurz darauf müssen auch Arthurs Kumpel Kalle und Yus feststellen, dass ihre jeweiligen Töchter Luna und Sophie etwas ungewöhnliche Partner haben. Während Luna mit einem Aktfotografen zusammen ist, der ein bekannter Frauenheld und ehemaliger Klassenkamerad Kalles ist, scheint Sophie durch die Beziehung zu Andi auf die schiefe Bahn zu geraten. Gemeinsam schmiedet das Trio einen Plan, diese Bindungen zu lösen.

Ich glaube soweit ich ich das in diesen Zeiten beurteilen kann, gehört „Es ist zu deinem Besten“ mit zu den Filmen in dieser Zeit, bei denen ein für knapp 200 Besucher ausgelegter Saal „ausverkauft“ und ordentlich gefüllt war. So möchte ich als Kinoliebhaber das gerne häufiger sehen. Denn viele aktuelle Filme haben es einfach verdient, gesehen und genossen zu werden. Wie auch „Es ist zu deinem Besten“ von Marc Rothemund, der vor allem bei einer Zuschauermenge, die Lust auf den Film hat und bei vielen Situationen einfach mitgeht, lacht und einfach gute Laune und Stimmung verbreitet, extrem aufgewertet wurde und eines der schönsten Kinoerlebnisse seit Wiedereröffnung der Kinos geboten hat. Der Film ist mit seiner kurzen Laufzeit von 91 Minuten relativ knackig, kompakt und rasant kurzweilig auf seinem Weg zum Ende hin und er wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Klar kann man hier vorhalten, dass bei der großen Menge an Darstellern in diesem Ensemble einige Figuren etwas oberflächlich und eindimensional bleiben, aber wenn es vor allem um das Trio der Väter geht, ist das natürlich herrlich aufgelegt und legt eine tolle Gruppendynamik an den Tag. Die Mischung aus dem konservativen Anwalt Arthur, dem Bauarbeiter mit Aggressionsproblemen Kalle und dem harmoniebedürftigen Yusuf in Form von Heiner Lauterbach, Jürgen Vogel und Hilmi Sözer ist großartig und es ist richtig witzig, dem Trio bei ihrem Treiben zuzuschauen – was mitunter zu vielen kuriosen und auch überzeichneten Situationen führt. Und die letztendliche Entwicklung von 3 Vätern, die mit der Zeit feststellen müssen, dass die Partnerwahl ihrer Töchter doch eigentlich ganz in Ordnung ist und sie einfach Vertrauen in ihre Töchter und deren Entscheidungen haben dürfen ist sehr charmant gelöst. Und bis auf wenige oberflächliche Spitzen in Dialogen, vor allem wenn der konservative Arthur mit dem linken Alex politische Diskussionen am Esstisch führt, bleibt der Film weitestgehend unpolitisch und harmlos – und mehr braucht es auch hier wirklich nicht.

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