Es ging mir aber hier nicht direkt um intellektuellen Tiefsinn, der aber in einem Monster Film genau so viel oder so wenig Sinn macht wie z.B. in einem Western oder einem Gangsterfilm, sondern ob man da einfallsreich vorgeht oder nicht, und da hatte Skull Island doch ein paar Defizite bei den Charakteren. Und der trotzdem vorhandene Unterhaltungswert, der hauptsächlich über die peppige Inszenierung entstand, ist dann aber doch noch zum Ende hin zusammengebrochen, denn da gabs leider auch nur noch das übliche öde Schlußgekloppe.vodkamartini hat geschrieben:Oh ja![]()
"Apocalypse Show - Achterbahnfahrt in die Finsternis"
Warum schauen wir eigentlich Monsterfilme? Wegen der tiefsinnigen Dialoge? Wegen der tiefenpsychologischen Analyse menschlicher Urängste? Oder wegen der tiefschürfenden gesellschaftskritischen Botschaften? Nö, nö und nochmals nö! Wobei wir mit „tief" schon goldrichtig liegen, allerdings im Sinne von „tiefer gelegt". Die wirklich guten Monsterfilme bekennen sich offensiv zu dieser Trash-Attitüde, zu ihren Pulp- und Exploitation-Wurzeln. Wenn das monströse Spektakel zu ernst, zu emotional, zu episch, zu intellektuell angegangen wird, dann hat man die Essenz des Ganzen schlicht nicht verstanden. Nicht nur, aber vor allem deshalb ist Peter Jackson´s sündteurer „King Kong" kein guter Film. Und nicht nur, aber vor allem deshalb ist der aktuelle, auch nicht ganz billige „Kong: Skull Island" ein ausgezeichneter Film.
Jacksons Konger dagegen war fast komplett langweilig. Und inszenatorisch eine Zumutung. Und eine erzähltechnische Katastrophe.