Re: Zuletzt gesehener Film

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Casino Hille hat geschrieben:Ich mag den King Kong Stoff eigentlich ganz gerne, aber nur, wenn er auch mit 'ner weißen Ollen den Empire State Phallus erklimmt. Diese Monsterclash-Sachen sind mir meist einfach echt zu trashig doof. Sorry, aber "Godzilla vs Mechagodzilla feat Nazi-Sharks from Outer Space" ist nicht my cup of tea. Wenn Anatol dem neuen Kong allerdings so viele Punkte spendiert und du und Maibaum ebenfalls jeweils sehr wohlwollend sind... argh. Na ja, vielleicht ergibt es sich ja mal.

Mich ärgerte halt im Trailer schon, wie doof die Figuren sind und wie vorhersehbar deren jeweiliger Abgang (trotz oder gerade wegen der All-Cast-Besetzung). Gibt es denn zumindest da ein paar Überraschungen oder würdet ihr dem wirklich reine Clash-Qualität zusprechen?
Der hat einfach eine erfrischende auf die 12 Pulp-Attitüde, was im lustigen Kontrast zu Cast und Budget steht.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Zuletzt gesehener Film

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vodkamartini hat geschrieben:Oh ja :D

"Apocalypse Show - Achterbahnfahrt in die Finsternis"

Warum schauen wir eigentlich Monsterfilme? Wegen der tiefsinnigen Dialoge? Wegen der tiefenpsychologischen Analyse menschlicher Urängste? Oder wegen der tiefschürfenden gesellschaftskritischen Botschaften? Nö, nö und nochmals nö! Wobei wir mit „tief" schon goldrichtig liegen, allerdings im Sinne von „tiefer gelegt". Die wirklich guten Monsterfilme bekennen sich offensiv zu dieser Trash-Attitüde, zu ihren Pulp- und Exploitation-Wurzeln. Wenn das monströse Spektakel zu ernst, zu emotional, zu episch, zu intellektuell angegangen wird, dann hat man die Essenz des Ganzen schlicht nicht verstanden. Nicht nur, aber vor allem deshalb ist Peter Jackson´s sündteurer „King Kong" kein guter Film. Und nicht nur, aber vor allem deshalb ist der aktuelle, auch nicht ganz billige „Kong: Skull Island" ein ausgezeichneter Film.
Es ging mir aber hier nicht direkt um intellektuellen Tiefsinn, der aber in einem Monster Film genau so viel oder so wenig Sinn macht wie z.B. in einem Western oder einem Gangsterfilm, sondern ob man da einfallsreich vorgeht oder nicht, und da hatte Skull Island doch ein paar Defizite bei den Charakteren. Und der trotzdem vorhandene Unterhaltungswert, der hauptsächlich über die peppige Inszenierung entstand, ist dann aber doch noch zum Ende hin zusammengebrochen, denn da gabs leider auch nur noch das übliche öde Schlußgekloppe.

Jacksons Konger dagegen war fast komplett langweilig. Und inszenatorisch eine Zumutung. Und eine erzähltechnische Katastrophe.

Re: Zuletzt gesehener Film

8344
iHaveCNit (on Netflix): Bright (2017)

Gerade eben war es mal Zeit für einen kurzen Ausflug auf Netflix. „Bright“ stand nun an, der neue Film von David Ayer, Regisseur von unter anderem „Sabotage“, „Fury“ und „Suicide Squad“, indem er auch wieder mit Will Smith zusammenarbeitet. In weiteren Rollen unter anderem Joel Edgerton und Noomi Rapace. Der Film bietet ein interessantes Konzept, dass in seiner Umsetzung nicht ganz ohne Schwächen bleibt.

Daryl Ward ist Cop in Los Angeles. Nicht dem Los Angeles was wir vielleicht kennen, denn dieses LA ist Teil einer Parallelwelt, in der seit einem Ereignis von vor 2000 Jahren Menschen, Orks, Elfen und andere Fantasywesen miteinander koexistieren. Für alle Cops außer Daryl ist es ein Dorn im Auge, dass Nick Jacoby als erster und einziger Ork beim LAPD arbeitet und Daryls Partner ist. Bei einem Einsatz treffen beide auf die Elfin Tikka und einen magischen Zauberstab, der Bestandteil einer wichtigen und bedrohlichen Prophezeiung ist und hinter dem auch die Elfin Leilah her ist. Eine nervenaufreibende Nacht beginnt für Daryl und Nick.

Das Konzept ist wie eingangs erwähnt richtig cool und interessant. Eine Symbiose aus Fantasy und der aktuellen Welt bietet unglaublich viel Potential für viele Geschichten. Klar gibt es hier und da im Film eingestreute Kommentare über wichtige vergangene Ereignisse und Prophezeiungen, diese werden aber etwas zu oberflächlich und nur als Stichwortgeber genutzt. Da bleibt etwas Potential bei hängen. Auch die gesellschaftliche Ausarbeitung des Konzepts im Film wird in meinen Augen etwas zu oberflächlich behandelt. So reibt der Film einem eine gewisse Rassenfeindlichkeit der einzelnen Parteien (Menschen, Orks, Elfen) untereinander zu stark unter die Nase. Der Film lebt aber von seinem Buddy-Cop-Thriller-Aspekt und einer coolen Chemie zwischen Will Smith und Joel Edgerton, der mir hier als Ork am Besten gefallen hat und die markigen Sprüche untereinander sind recht witzig. Action und Effekte sind hier relativ typisch für das Genre, die Optik einer dreckigen und neonlastigen Nacht in LA habe ich so schon häufig besser gesehen. Auch ist leider der Film auf der Antagonistenseite mit der von Noomi Rapace gespielten Leilah etwas zu oberflächlich und blass geworden. Trotz aller Oberflächlichkeit und liegen gelassenem Potential hatte ich meinen Spaß mit „Bright“, der wohl für jeden was ist, der sich an einem Abend nicht zwischen Buddy-Cop-Thriller oder Fantasy-Action entscheiden kann.

„Bright“ - My First Look – 7/10 Punkte.
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Re: Zuletzt gesehener Film

8345
Heute mal kurz gefasst:

Get out war leider wie erwartet dann doch ein eher oberflächlicher und ideenloser Horror-Flick, dem ich zu keinem Zeitpunkt seine sozialkritischen Ansätze abkaufen konnte. Anfangs baut Jordan Peele noch etwas Paranoia-Atmosphäre auf, aber das Feeling scheitert früh daran, dass der Handlungsablauf arg vorhersehbar ist (da eindeutig auf eine Message mit Holzhammer-Attitüde ausgerichtet) und die Charaktere so flach gezeichnet, dass mich das mögliche Ableben der Pappkameraden vollkommen kalt geklassen hat. Für einen Horrorfilm ist das alles nicht dicht genug erzählt, für eine Groteske (oder gar "Satire") viel zu durchschaubar und eindimensional. Die grundsätzlich etwas einfallslose Aufmachung erinnerte amüsanterweise an alte Folgen von X-Factor, weshalb ich am Ende nur auf einen Auftritt von Jonathan Frakes wartete, der die Frage stellt, ob die gerade gesehene Episode wohl erfunden wurde oder wirklich passiert ist. :lol: Gegen "Cabin in the Woods" und "It follows" hat "Get out" in meinen Augen jedenfalls keine Chance.

Vielleicht 4/10, auch wenn mir gerade die Gründe fehlen, überhaupt so viel zu vergeben. Na ja, die Gartenparty war zumindest ganz lustig.
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Re: Euer persönlicher filmische Jahresrückblick 2016

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GoldenProjectile hat geschrieben: Und der Accountant würde sich für dich eventuell auch zum Nachholen im Heimkino empfehlen.

viewtopic.php?f=44&t=2872&p=279278&hilit=gavin#p279278
Und auch diesen Tipp konnte ich nun endlich nachholen und stimme mit deiner Einschätzung überein. :) Der Film hat mir über 2/3 sehr viel Spass gemacht mit seiner vereinnahmenden Mischung aus Spannung, Action und Drama. Gegen Ende hat er dann für mich etwas verloren, das Finale war actiontechnisch zwar schön anzuschauen, die Auflösung war mir dann aber doch etwas zu konventional und bemüht alle zuvor angerissenen Fäden miteinander zu verknüpfen (da wäre mMn weniger mehr gewesen). Dennoch in Summe verdiente 8 Punkte.

Und dann habe ich mittlerweile auch den letzten Alien von Scott gesehen. Das war durchgängig angenehme Unterhaltung mit schönen Schauwerten, aber irgendwo halt auch sehr belanglos, da alles schon irgendwie dagewesen und nichts wirklich relevantes dem Alien-Universum hinzugefügt wird (außer viel nachträglicher Erklärbär-Wut). Als Film ist er für mich nicht besser und nicht schlechter als sein direkter Vorgänger Prometheus, allerdings hat dieser wenigstens noch versucht etwas neues zu machen, während Covenant für mich nur das Aufwärmen eines früheren Hits ist. Das mag jetzt negativer klingen als ich den Film in Summe empfand, aber ich wundere mich schon ein wenig, dass Scott sein ja doch begrenzte verbleibende Zeit als Filmemacher damit verbringt. 6,5 Punkte

Und dann konnte ich auch den jüngsten Frears "Florence Foster Jenkins" sehen. Ebenfalls sehr unterhaltsam und vor allem grossartig gespielt. Die Streep verleiht ihrer exzentrischen Figur das nötige Maß an Würde und Tragik, ganz fabelhaft agiert Hugh Grant mit einer prächtigen darstellerischen Mischung aus Charme, Humor und vor allem Tragik - der Mann wird mit zunehmendem Alter immer besser. Unterm Strich zwar nix weltbewegendes, aber ein in seinen besten Momenten sehr berührender Film. 7,5 Punkte.

Edit: wenn einer von unsern beiden herzensguten Mods Zeit und Muße hat kann er diesen Post gerne in den "zuletzt gesehenen Film"-Thread verschieben - da hätte er eigentlich auch reingesollt, aber das Zitat hat mich auf die falsche Bahn geleitet. : :oops:

Fürchtet nicht, Mod-Hilfe naht!
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Re: Zuletzt gesehener Film

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iHaveCNit: The Lobster (2016)

Da ich als letzten Film 2017 übermorgen den Film „The Killing of a Sacred Deer“ von Yorgos Lanthimos ansehen werde, in dem Lanthimos zum zweiten Mal nach „The Lobster“ mit Colin Farrell zusammenarbeitet, wollte ich vorab noch „The Lobster“ ansehen, der auch noch mit John C. Reilly, Olivia Colman, Ben Wishaw, Lea Seydoux und auch Rachel Weisz top besetzt ist. Das Konzept bei „The Lobster“ ist gesellschaftlich kritisch und sorgt für eine abgefahren abstrus absurde und ungemein tragisch komische Geschichte, die sich in diesem Film entfaltet.

David ist frisch getrennt und prompt wird er abgeholt und in ein abgelegenes Hotel abgeführt. Dort hat er 45 Tage lang Zeit, einen Partner mit gleichen verbindenden Eigenschaften zu finden, sonst wird er in ein Tier seiner Wahl verwandelt. Er wählt den titelgebenden „Lobster“, einen Hummer. Mit dabei hat er seinen Hund bzw. seinen Bruder, der nach erfolgloser Partnersuche in einen Hund verwandelt worden ist. Für David ändert sich alles, als er bei einer Flucht in den Wald eine kurzsichtige Frau kennenlernt.

Uns wird hier eine extrem unkonventionelle Liebesgeschichte erzählt. Wir bekommen Stück für Stück nur das Notwendigste dieses sehr detaillierten und ambivalenten Konzepts erklärt und werden einfach mit unglaublich absurden Situationen konfrontiert, die skurril, abstoßend, verstörend und komisch wirken. Der ganze Film hinterlässt einen mit einer sehr diskussionswürdigen Frage, wie weit unser Liebesleben und das Konzept von Partnerschaft bzw. Partnerlosigkeit gesellschaftlich anerkannt und totalitär geregelt wird und wie stark dieser Zwang vor allem in Zeiten von Online-Dating-Portalen und Flirt-Apps ist. Colin Farrell macht hier einen extrem guten Job. Es tut ihm scheinbar richtig gut, wenn er als Schauspieler nicht an große Blockbuster, sondern an kleine Filme gebunden wird. Das Gleiche wie für ihn gilt auch für den Rest des großartigen Casts, die alle einen tollen Job machen. Eingefangen wird der Film in tollen Bildern, die eine gewisse Kühle und sterile, fast klinische Distanziertheit ausstrahlen. Insgesamt ein sehr interessantes, und auch spezielles Filmerlebnis.

„The Lobster“ - My First Look – 8/10 Punkte.
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Re: Euer persönlicher filmische Jahresrückblick 2016

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AnatolGogol hat geschrieben:Und auch diesen Tipp konnte ich nun endlich nachholen und stimme mit deiner Einschätzung überein. :) Der Film hat mir über 2/3 sehr viel Spass gemacht mit seiner vereinnahmenden Mischung aus Spannung, Action und Drama. Gegen Ende hat er dann für mich etwas verloren, das Finale war actiontechnisch zwar schön anzuschauen, die Auflösung war mir dann aber doch etwas zu konventional und bemüht alle zuvor angerissenen Fäden miteinander zu verknüpfen (da wäre mMn weniger mehr gewesen). Dennoch in Summe verdiente 8 Punkte.
Schön zu sehen, dass meine Vorschläge nicht vergessen gegangen sind. Wie das am Ende vom Accountant war habe ich gar nicht mehr so genau im Kopf, aber ich fand den Film auch gut bei 8 Punkten. Definitiv was Neues und trotzdem schön oldschool. :D
AnatolGogol hat geschrieben:Und dann habe ich mittlerweile auch den letzten Alien von Scott gesehen. Das war durchgängig angenehme Unterhaltung mit schönen Schauwerten, aber irgendwo halt auch sehr belanglos, da alles schon irgendwie dagewesen und nichts wirklich relevantes dem Alien-Universum hinzugefügt wird (außer viel nachträglicher Erklärbär-Wut). Als Film ist er für mich nicht besser und nicht schlechter als sein direkter Vorgänger Prometheus, allerdings hat dieser wenigstens noch versucht etwas neues zu machen, während Covenant für mich nur das Aufwärmen eines früheren Hits ist. Das mag jetzt negativer klingen als ich den Film in Summe empfand, aber ich wundere mich schon ein wenig, dass Scott sein ja doch begrenzte verbleibende Zeit als Filmemacher damit verbringt. 6,5 Punkte
Auch hier volle Zustimmung. In allen Punkten. Ich möchte aber noch hinzufügen dass mir Michael Fassbender in letzter Zeit langsam ein bisschen auf die Nerven geht. Der ist mittlerweile gefühlt überall dabei wo eine Kamera läuft und hat klare darstellerische Merkmale, die sich immer und immer wieder wiederholen (im Original unterstreicht er wichtige Textpassagen gerne indem er laut flüstert statt richtig zu reden, dazu kommt eine limitierte Anzahl an Gesichtsausdrücken und in den letzten paar Filmen auch immer die gleiche Frisur). Aber wenigstens spielt er die Flöte wie kein anderer. Der "Twist" um den doppelten Fassi war auf jeden Fall meilenweit vorhersehbar und die zweite Hälfte generell viel schwächer als die opulente, stimmungsvolle und in einigen Momenten selbst für einen Alien-Film extrem derbe erste Hälfte. Auch 6,5 Punkte von mir.
We'll always have Marburg

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Re: Euer persönlicher filmische Jahresrückblick 2016

8350
GoldenProjectile hat geschrieben:Ich möchte aber noch hinzufügen dass mir Michael Fassbender in letzter Zeit langsam ein bisschen auf die Nerven geht.
Ja, er ist zu omnipräsent und seine Performances ähneln sich zu sehr. Imo läuft er da momentan direkt in die Christoph Waltz Falle. Ich finde aber, dass er richtig eingesetzt nach wie vor sehr stark sein kann und ist.
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Re: Euer persönlicher filmische Jahresrückblick 2016

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Casino Hille hat geschrieben:
GoldenProjectile hat geschrieben:Ich möchte aber noch hinzufügen dass mir Michael Fassbender in letzter Zeit langsam ein bisschen auf die Nerven geht.
Ja, er ist zu omnipräsent und seine Performances ähneln sich zu sehr. Imo läuft er da momentan direkt in die Christoph Waltz Falle. Ich finde aber, dass er richtig eingesetzt nach wie vor sehr stark sein kann und ist.
Lustig, dass du das gleich unter meinen Neeson-Post schreibst. Bei dem passt deine Zuschreibung viel mehr als bei Waltz, der gerade mit "Tulpenfieber" gezeigt hat, dass er auch ganz andere Rollen drauf hat.
#London2025

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Zuletzt gesehener Film

8352
Neeson mag ich und finde ich recht gut in diesen Filmen. 96 Hours mag ich zwar gar nicht (schon Teil 1 hat blödsinnige Videospieldramaturgie mit absurder Moral, Teil 2 und 3 sind komplett vergurkt), aber seine Zusammenarbeiten mit Jaume Collet-Serra finde ich allesamt richtig stark. Unknown Identity war ein klasse Thriller, der mir überraschend viel Spaß gemacht hat, Non-stop fand ich im Kino wahnsinnig geil (sicher hat der Film Schwächen, aber für mich war er ein Highlight 2014!) und Run by Night war immerhin sehr atmosphärisch, schwächelte aber inhaltlich zugegeben etwas. Zudem nimmt er sich erfreulicherweise so gar nicht ernst (Siehe seine Auftritte in "The Orville", "A Million Ways to Die in the West" oder auch sehr selbstironisch im "A-Team"-Film). Aber klar, auch da wiederholt sich viel. Stört mich bei ihm aber nullkommanicht. Finde da Waltz deutlich ermüdender in der immer gleichen Leier (habe Tulpenfieber noch nicht gesehen, aber in mehreren Kritiken von "Waltz im Waltz-Modus" gelesen), Fassbender läuft imo etwas Gefahr, ähnlich wahrgenommen zu werden (obwohl er mich bislang nicht groß stört). Ist aber rein subjektiv.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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Ja, Waltz ist ermüdend bis nervig und Neeson immer ein Genuss. Bei Waltz habe ich immer das Gefühl, dass er sich für den Allergrößten hält und sowas finde ich unattraktiv. Neeson wirkt bodenständig, ehrlich und bescheiden. Also in allem das Gegenteil von Waltz. Wie sie dann in Wirklichkeit sind, spielt keine Rolle, ich kenne sie ja nicht, aber so kommen sie eben rüber.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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Casino Hille hat geschrieben:habe Tulpenfieber noch nicht gesehen, aber in mehreren Kritiken von "Waltz im Waltz-Modus" gelesen.
Bilde dir doch selbst ein Urteil. Ich fand den Film klasse. Vor allem wegen Alicia Vikander, aber auch wegen der Regie von Justin Chadwick.
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Re: Zuletzt gesehener Film

8355
vodkamartini hat geschrieben:Waltz ist ermüdend bis nervig und Neeson immer ein Genuss
Kann ich von meiner Warte aus durchaus so unterschreiben. Ich mag Waltz, und seine beiden Tarantino Darstellungen sind imo grandios, aber sein Spiel ist mittlerweile zur Masche geworden. Das ist bei Neeson interessanterweise gefühlt weniger der Fall, obwohl er objektiv sicherlich in etwa immer dieselben Mechanismen in in etwa immer denselben Filmen walten lässt. Ich weiß ja, dass "Non-stop" hier im Forum nicht so beliebt ist und ich den Film wohl als einziger User hier großartig finde, aber seine "Bekenntnis" relativ mittig im Film fand ich zum Beispiel sehr emotional und solche Momente, in denen Neeson seinen Actionheros Tiefe und Konturen verleiht, wirken bei mir auch bei der x-ten Wiederholung immer wieder. Vielleicht geht es anderen hier ähnlich. Zumal ich finde, dass er durchaus Nuancen erkennbar werden lässt, in "Unknown Identity" spielt er schon anders als in "Taken" und in "The Grey" dann noch mal anders. Eben im Kleinen, wenn man so will.
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