da sehe ich aber ehrlichgesagt auch eher die gemeinsamkeiten, wie in der gesamten moore ära und würde eher FRWL und GF hernehmen, wenn man die frage unter der voraussetzung, dass die beiden filme hintereinander waren und den selben bond-darsteller haben, stellt.danielcc hat geschrieben:
Ich hatte MR und FYEO genannt, da grade diese beiden für mich extrem unterschiedlich sind. Zumindest sehe ich eher die Unterschiede, während Maibaum eher die Gemeinsamkeiten sieht.
Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
62Da die Bond Filme eine Serie sind ist es doch nur normal daß die Gemeinsamkeiten größer als die Unterschiede sind. Trotzdem dürfen natürlich nicht alle Filme gleich sein ,sonst wird es langweilig.
Die Bond Filme haben es da anscheinend immer geschafft die Balance zu finden zwischen wiedererkennbar, aber trotzdem immer wieder frisch. Für mich ist der Abwärtstrend der 80ger darauf zurückzuführen das fast nur auf die routinierte Wiederholung gesetzt wurde (und NSNA macht da keine Ausnahme).
Die größten Unterschiede innerhalb der Serie liegen (wie schon öfter gesagt) da schon noch bei Bond 1-4. Und dann noch teils OHMSS und LTK, und dann wieder die Craiger.
Aber etwas mehr von außen betrachtet, sehe ich da gerade bei Bond 5 - 20 überwiegend die vorhandenen Ähnlichkeiten, die aber auch alle schon in 1 -4 zu finden sind. Die Abweichungen liegen in dem Arrangement der Details.
Von der Bond Innenperspektive aus betrachtet mag man dann diesen Details eine höhere Bedeutung beimessen als sie tatsächlich haben.
Die Bond Filme haben es da anscheinend immer geschafft die Balance zu finden zwischen wiedererkennbar, aber trotzdem immer wieder frisch. Für mich ist der Abwärtstrend der 80ger darauf zurückzuführen das fast nur auf die routinierte Wiederholung gesetzt wurde (und NSNA macht da keine Ausnahme).
Die größten Unterschiede innerhalb der Serie liegen (wie schon öfter gesagt) da schon noch bei Bond 1-4. Und dann noch teils OHMSS und LTK, und dann wieder die Craiger.
Aber etwas mehr von außen betrachtet, sehe ich da gerade bei Bond 5 - 20 überwiegend die vorhandenen Ähnlichkeiten, die aber auch alle schon in 1 -4 zu finden sind. Die Abweichungen liegen in dem Arrangement der Details.
Von der Bond Innenperspektive aus betrachtet mag man dann diesen Details eine höhere Bedeutung beimessen als sie tatsächlich haben.
Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
63Naja als Fan aber noch mehr als Produzent der Serie würde mich schon interessieren, wie der Nachfolger eines erfolgreichen Films mal eben nur noch die Hälfte des Publikums erreicht. Weil alles gleich geblieben ist? Weil die Gemeinsamkeiten überwiegen?
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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
64es ist ja nicht die rede vom erfolg und welcher der bondfilme besser abschneidet. das hat ja nichts mit den details oder der struktur des films zu tun. man könnte ja auch beispielsweise sf mit dem selben drehbuch, schauplätzen und schauspielern drehen, wo er dann aber viel schlechter abschneidet weil er einfach nicht so gut gemacht wurde. ich glaube vielen unter uns würde zB qos viel besser gefallen wenn er nicht so einen hektischen schnitt hätte und trotzdem das selbe drehbuch locations etc hätte.
Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
65Ich habe ja die Umsetzung und Ausfuerhrung als weiteres Unterscheidungsmerkmal nicht ausgeschlossen. Das spiel zumal im Falle von QOS auch eine Rolle. Aber in dieser Hinsicht unterscheiden sich die Bondfilme bis zu QOS ja nun wirklich nicht sooo gravierend. Also bleibe ich eher bei den anderen Unterscheidungsmerkmalen. Im Grunde sind wir ja einer Meinung: die Filme unterscheiden sich durch eine Vielzahl von Details in Ausrichtung, Stil und Umsetzung. Aber mir ist wichtig, dass sie sich eben unterscheiden und nicht eine homogene Masse von gleichen Filmen sind, die eigentlich alle den gleichen Erfolg oder die gleiche Qualitaet haben muessen.
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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
66Das mag sein, andererseits war trotz weitgehender stereotyper Formelerfüllung in der Brosnanära auch kein echter Abwärtstrend erkennbar. Wobei diese konstante Umsatzentwicklung natürlich auch sehr teuer erkauft war (Stichwort Net Income). Und letztlich konnte auch ein "innovativer" Bond 1989 das Ruder nicht herumreissen, im Gegenteil. Aber die Gründe für die Umsatzmisere der 80er sind vielfältig und nur ein Teil lässt sich auf die Qualität der Filme zurückführen.Maibaum hat geschrieben:Für mich ist der Abwärtstrend der 80ger darauf zurückzuführen das fast nur auf die routinierte Wiederholung gesetzt wurde (und NSNA macht da keine Ausnahme).
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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
67Also die Gründe für das vergleichsweise bescheidene Abschneiden der 80er liegen nicht im Bond-Franchise, sondern eher auf dem gesamten Kinomark, der in den 80ern wohl in seiner größten Krise steckte. Privatfernsehen, VHS und heruntergekommene alte Kinos (moderne Multiplexxe gab es noch nicht) waren der Hauptgrund. Das Kino insgesamt hatte in den 80ern einfach ein schmuddeliges Image.AnatolGogol hat geschrieben:Aber die Gründe für die Umsatzmisere der 80er sind vielfältig und nur ein Teil lässt sich auf die Qualität der Filme zurückführen.
In den gesamten 80ern gab es z.B. in Deutschland keinen einzigen Film mit über 9 Mio Besuchern.
In den 90ern gab es dann 5 Filme, in den 00ern sogar 8 Filme.
Mit 7,7 Mio Besuchern wäre Skyfall in den 80ern der vierterfolgreichste Film des ganzen Jahrzehnts gewesen hinter Otto-Der Film, Dirty Dancing und E.T.
Bis auf LTK sind alle Bondfilme der 80er in den Top 50 des Jahrzehnts zu finden. In den 2000ern hätte man mindestens 5,5 Mio Besucher gebraucht, um auf Platz 50 zu kommen.
Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
68Sie sind ja auch nicht schlecht gelaufen, nur zum Schluß hin schlechter als gewohnt. Und es ist eben ein konstanter Abwärtstrend erkennbar, wenn man nur die deutschen Zahlen nehmen würde dann sogar nach TSWLM über 7 Filme hinweg.
Aber letztendlich bleibt es immer Spekulation woran es lag.
Aber letztendlich bleibt es immer Spekulation woran es lag.
Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
69Erneurung und Innovation sind ja auch nicht zwangsweise mit Erfolg verknüpft. Eine Reihe wie die Bonds braucht von Zeit zu Zeit eine gewisse Erneuerung. Aber Erneuerung kann auch zum direkten Gegenteil führen, zum totalen Flop. Das Risiko zu Scheitern ist sowohl bei der Erneuerung wie auch bei der bloßen Kopie des Vorgängers gegeben.AnatolGogol hat geschrieben: Und letztlich konnte auch ein "innovativer" Bond 1989 das Ruder nicht herumreissen, im Gegenteil.
Leider weiß niemand im Voraus wie das Publikum oder die Kritik auf einen Film reagiert.
Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
70Es gibt sicherlich auch diverse Gründe innerhalb der Serie:
- die permanente Kinopräsenz seit 1962 (längste Pause: gerade mal zweieinhalb Jahre)
- die trotz einiger Korrekturversuche zunehmend in Klischees erstarrenden Filme
- im Vergleich zu ähnlichen Hollywoodproduktionen immer geringer werdende Budgets
- Marketingkampagnen, die zunehmend dem Trend hinterherhechelten (krassestes Beispiel sicher die lahme 89er Kampagne zu LTK im Gegensatz zur medialen Batman-Großoffensive).
- Unglückliche Starttermine: dies gilt hauptsächlich für LTK und die direkte Konkurrenz von mehreren Blockbustern, aber generell war der Sommerstarttermin eher suboptimal, weswegen er seit GE auch auf den Winter verschoben wurde
Dagegen sind die oft angeführten Hauptdarsteller Moore (AVTAK) und Dalton wohl eher nur ein untergeordneter Faktor. Es ist unwahrscheinlich, dass ein TLD mit Brosnan angesichts der internen und externen Probleme der 80er Jahre auch nur annähernd an die Umsätze seiner Zeit ab GE herangekommen wäre.
- die permanente Kinopräsenz seit 1962 (längste Pause: gerade mal zweieinhalb Jahre)
- die trotz einiger Korrekturversuche zunehmend in Klischees erstarrenden Filme
- im Vergleich zu ähnlichen Hollywoodproduktionen immer geringer werdende Budgets
- Marketingkampagnen, die zunehmend dem Trend hinterherhechelten (krassestes Beispiel sicher die lahme 89er Kampagne zu LTK im Gegensatz zur medialen Batman-Großoffensive).
- Unglückliche Starttermine: dies gilt hauptsächlich für LTK und die direkte Konkurrenz von mehreren Blockbustern, aber generell war der Sommerstarttermin eher suboptimal, weswegen er seit GE auch auf den Winter verschoben wurde
Dagegen sind die oft angeführten Hauptdarsteller Moore (AVTAK) und Dalton wohl eher nur ein untergeordneter Faktor. Es ist unwahrscheinlich, dass ein TLD mit Brosnan angesichts der internen und externen Probleme der 80er Jahre auch nur annähernd an die Umsätze seiner Zeit ab GE herangekommen wäre.
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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
71Spricht nach dem Erfolg von SF eigentlich noch was gegen eine Rückkehr zu einem Sommerstart? Tendenziell bietet der Sommer doch immer noch das Potenzial für die größeren Blockbuster oder? Wobei 3 der 6 Filme die Box Office mäßig vor SF liegen liefen im Sommer, 3 im Winter 

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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
72Ich denke es war auch weniger die Qualität, die LTK abstürzen liess. Bei Testscreenings bekam der Film sehr gute Resultate. Das US-Marketing war verheerend. John Glen erzählte, dass er in den Staaten so gut wie keine Plakate von dem Film gesehen hat - zum Filmstart! Der Starttermin war einfach nur dämlich gewählt.Maibaum hat geschrieben:Erneurung und Innovation sind ja auch nicht zwangsweise mit Erfolg verknüpft. Eine Reihe wie die Bonds braucht von Zeit zu Zeit eine gewisse Erneuerung. Aber Erneuerung kann auch zum direkten Gegenteil führen, zum totalen Flop. Das Risiko zu Scheitern ist sowohl bei der Erneuerung wie auch bei der bloßen Kopie des Vorgängers gegeben.AnatolGogol hat geschrieben: Und letztlich konnte auch ein "innovativer" Bond 1989 das Ruder nicht herumreissen, im Gegenteil.
Leider weiß niemand im Voraus wie das Publikum oder die Kritik auf einen Film reagiert.
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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
73Würdest du nach so einem Erfolg einen der kritischen Erfolgsfaktoren ohne Not ändern? Ich glaube nicht, dass wir solange die Filme weiterhin richtig erfolgreich laufen eine Rückkehr zu einem Sommerstart erleben werden.danielcc hat geschrieben:Spricht nach dem Erfolg von SF eigentlich noch was gegen eine Rückkehr zu einem Sommerstart? Tendenziell bietet der Sommer doch immer noch das Potenzial für die größeren Blockbuster oder? Wobei 3 der 6 Filme die Box Office mäßig vor SF liegen liefen im Sommer, 3 im Winter
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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
74Nein du hast Recht. Aus Box Office Sicht würde ich das nicht tun. Aber wenn sich durch eine halbjährige Verschiebung Probleme lösen lassen, ist das im Notfall eine Alternative zu einer einjährigen Verschiebung. So meinte ich dasAnatolGogol hat geschrieben:Würdest du nach so einem Erfolg einen der kritischen Erfolgsfaktoren ohne Not ändern? Ich glaube nicht, dass wir solange die Filme weiterhin richtig erfolgreich laufen eine Rückkehr zu einem Sommerstart erleben werden.danielcc hat geschrieben:Spricht nach dem Erfolg von SF eigentlich noch was gegen eine Rückkehr zu einem Sommerstart? Tendenziell bietet der Sommer doch immer noch das Potenzial für die größeren Blockbuster oder? Wobei 3 der 6 Filme die Box Office mäßig vor SF liegen liefen im Sommer, 3 im Winter
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Re: Der Fall James Bond -ein Phänomen unserer Zeit
75Die Filmwirtschaft ist wohl so ziemlich die risikobehafteste Wirtschaft, die es gibt.Maibaum hat geschrieben:Das Risiko zu Scheitern ist sowohl bei der Erneuerung wie auch bei der bloßen Kopie des Vorgängers gegeben.
Die wenigen Filme pro Jahr, die wirklich eigenständig Gewinn erwirtschaften, kann man an ein paar Fingern abzählen.
Also das Riskio ist immer da, auch bei Bond.
Mit Sam Mendes, ohne Sam Mendes, mit Daniel Craig, ohne Daniel Craig. Vorhersagen kann man nichts.
Gerade jetzt hat Warner in den USA wieder mal einen Mega-Flop zu betrauern.
"Jack The Giant Slayer" hat ein Budget von $190 Mio, und hatte nur ein Startwochenende von $27 Mio und miese Kritiken.
Also: $200 Mio können immer mal wieder in den Sand gesetzt werden.
Bei Bond ist aufgrund der Bekanntheit das Risiko nicht so extrem hoch, aber auch da könnte es theoretisch mal passieren, dass ein neuer Film kommt, und niemand ins Kino geht. Kann ich mir zwar momentan überhaupt nicht vorstellen. Aber möglich ist alles.