chief hat geschrieben:Interessante Hintergrundinfo, die ich noch nicht kannte.

Danke
Stand in einem britischen Automagazin namens EVO. Daraus stammt auch das berühmte Foto des gecrashten CR-Aston Martins im Fotostudio.
Noch mehr Details. Dem Autofan dürfte bekannt sein, dass der DBS im Grunde die scharf gemachte Sportversion des DB9 ist, etwa 70 bis 85 % der Bauteile sind identisch. Daher bot sich der Rückgriff auf die DB9 -Prototypen an, um sie 1. zum Üben des Stunts zu nutzen und 2. mittels Anbauteilen als DBS über die Klinge springen zu lassen. Die DB9-Prototypen mussten ohnehin verschrottet werden, wie bei jedem Autohersteller. Damit wird verhindert, dass Bauteile oder ganze Autos der Vorserie auf dem Schwarzmarkt auftauchen. Die Prototypen haben teilweise billige bzw. nicht fertig bearbeitete Materialien an Bord, da sie nur zum Test der Technik dienen und nach der Erprobung "überflüssig" sind. Ein Handel mit diesen minderwertigen Teilen würde u.U. das Image einer Marke schwer schädigen, von anderen Schwierigkeiten ganz abgesehen.
Die Produktion konnte also fast zum Nulltarif auf die DB9-Prototypen zurück greifen. Nun konnte es an die Planung/Erprobung des Stunts gehen. Der Unfall war natürlich von dem im Roman inspiriert, aber Regisseur Martin Campbell wollte mehrfache Überschläge wie bei Unfällen von Rallye-Wagen sehen.
Die Basis-Idee war das Auto mittels Rampe zum Überschlag zu bringen. Zuerst versuchte man es mit älteren BMW-Modellen. Diese sind im Fahrverhalten mit den Aston Martins annähernd vergleichbar (Heckantrieb). Ob mit diesen auch ein Überschlag geschafft wurde weis ich nicht. Anschließend versuchte man mit einem der nicht umgebauten DB9 den Stunt. Was die Produktion allerdings vergessen/unterschätzt hatte: Der Aston Martin hat als Supersportwagen einen sehr tiefen Schwerpunkt und ist demnach extrem schwer zum Überschlag zu bringen. Bei den Versuchen mit der Rampe machte der DB9 nicht mehr als ein kleinen Hüpfer, landete wieder auf seinen Räder und schlingerte etwas umher. Danach wurde es erneut mit einer höheren Rampe versucht. Der DB9 fuhr kurz auf zwei Rädern, kam ins Schlingern, brach aus und der Wagen samt Fahrer drehten sich beim Schlittern über die Wiese. Man erkannte nun den Fehler mit dem unterschätzten Schwerpunkt und griff auf brutalere Methoden zurück. Hinter dem Fahrersitz wurde eine Luftdruckkanone installiert, die einen Bolzen mit hoher Geschwindigkeit rausschiesst. Damit sollte es nun klappen. Ob man nun aus Kostengründen oder der Sicherheit dieser Methode bereits beim ersten Take einen der zum DBS umgemodellten DB9 verwendete weis ich nicht. Jedenfalls klappte es diesmal, der Stuntfahrer löste die Kanone rechtzeitig aus, das Auto überschlug sich perfekt. Die Szene war im Kasten. In der digitalen Nachbearbeitung wurde der Bolzen der aus der Unterseite des Wagens schnellt wegretuschiert und die helle Szenerie des Drehs auf Nacht getrimmt (Bilder leicht abgedunkelt).
Auf der Special Edition und BluRay sieht man die Versuche des Stunts ebenfalls. Ebenso sieht man dort auch die unbearbeitete Aufnahme, die heller ausgeleuchtet ist und man kann den Bolzen unter dem Wagen deutlich erkennen.