Martin007 hat geschrieben:Es ist ja anscheinend nicht nur mein Eindruck, sonst würde das Thema nicht immer wieder aufkommen. Ich kenne viele Leute, die die Craig-Bonds gar als "keine echten Bondfilme" bezeichnen. So weit würde ich nicht gehen, aber es sind doch klar Unterschiede zu den früheren Filmen festzustellen. Man hat ja nun mit "Spectre" die Chance, das nun wenigstens leicht zu korrigieren.
Das Thema kommt aber bei jedem neuen Bonddarsteller immer wieder auf.
Zu Brosnans Zeiten gab es auch jede Menge Leute, die mit den Filmen nichts anfangen konnten.
Da wurde dann nicht kritisiert, dass er keinen Martini trinke oder sich vorstellte - denn das tat er ja alles - ständig.
Aber es gab z.B. Kommentare wie: "Der läuft jetzt ja mit ner Maschinenpistole rum und ballert wild um sich. Früher hatte das mehr Stil."
Und man muss wirklich sagen: soviele Leute wie Brosnans Bond erledigt - da kommt kein früherer Darsteller und Craig schon gar nicht ran. Und Brosnans Filme fokussieren sich zudem sehr stark auf Action-Szenen. Ich habe jetzt nichts gestoppt und hab auch keine Prozentangaben. Aber vom Gefühl her, sind das für mich reine Actionfilme. Daher freue ich mich, dass die Action bei Craig (außer bei QOS) ein wenig zurückgefahren wurde.
Es gibt also für jede Ära Merkmale, die mehr herausstechen.
Nur ist es so, dass rückblickend viele Leute eben alles in einen Topf werfen. Und da hat es ein neuer Bonddarsteller dann nie leicht, weil er mit einem positiven Mischmasch-aus-allen-vorigen-Filmen-Gefühl verglichen wird.