Henrik hat geschrieben:Auch wenn ich QOS inzwischen deutlich lieber mag als früher, so nimmt dennoch weiterhin eine Sonderrolle ein. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen verspüre ich im Grunde nie das Bedürfnis, mir QOS anzuschauen. Dafür braucht es immer einen bestimmten Anlass, zum Beispiel als Fortsetzung von CR, oder ich sehe im Fernsehprogramm, dass es QOS im TV gibt und lege dann auch mal die DVD ein.
Eigentlich schade.
Tja, daran kannst nur du etwas ändern mein Großer.
Für mich ist QOS der interessanteste Bond der Craig-Ära. Auch wenn ich ihn nicht so rundum gelungen finde wie CR, so wirft er doch einige ziemlich interessante Fragen zu der Zeit auf, in der wir leben. Der Plot ist eigentlich absolut zeitlos, Logen und Vettern-Wirtschaft gab es schon immer und wird es immer geben. Die Locations, der Score, das Tempo und der Stil sind einzigartig, habe nie verstanden wieso der Film immer wieder so gebasht oder ignoriert wird.
Das große Manko an QOS ist, dass er nur bedingt als selbstständiger Film funktioniert. Sind einem die Charaktere und ihre Motivationen aus CR nicht mehr im Hinterkopf wird es kritisch, gerade weil die rasant inszenierte Action gleichzeitig das Narrativ vorantreibt (was hier meines Erachtens auch tadellos funktioniert).
Für mich stellt QOS einen Versuch dar die Grenzen des Franchises auszuloten, ohne dessen Wurzeln zu verraten. Manchmal ist reduzieren eben der richtige Weg. Die Einstellung EONs war zu dieser Zeit mutig und aufregend zugleich, ihnen standen eigentlich alle Möglichkeiten offen. Die Arbeit kann honoriert werden, muss aber nicht.
Ich persönlich hätte es vorgezogen wenn QOS auf Handlungsebene eigenständiger wäre. Stilistisch ist er es allemal.