SMERSH hat geschrieben: 6. August 2019 09:35
craigistheman hat geschrieben: 5. August 2019 20:59
Vieles aus den geleakten Scripts ist so haarsträubend dumm, dass ich mir manchmal schon die Frage stelle, ob es noch groß um schreiberisches Talent geht, oder nur um den Bekanntheitsgrad der/des Autoren. Und damit meine ich nicht P&W, die auch ihre Schwächen haben, aber wenigstens auf vorhersehbare Art und Weise Scheiße bauen.
Ich glaube wir haben ein zu schlechtes Bild von diesem illustren Autoren-Duo.
Sie werden nicht nur vom Bond Team geschätzt sondern wohl auch von anderen wie Robert Rodriguez geschätzt (wofür genau weiß ich leider nicht mehr) . Irgendeine Qualität müssen die beiden haben.
Bei B 25 hat man die beiden letzten Sommer ein neues Script schreiben lassen. Kaum Zeit, deshalb gehe ich mal davon aus, das es sich von der Grundidee /Thematik um etwas handelt, was die beiden vorher bereits entwickelt haben.
Es heißt, das dann Scott Z. Burns und Fukunaga weiter gearbeitet haben.
Man sehe sich mal Burns Filmografie an: das hat soweit mir bekannt alles durchaus Qualität.
Daher kann ich mir nur schwer vorstellen, dass uns ein hanebuechener Quatsch aufgetischt wird.
Aber bei der Klon Thematik (wenn es stimmt) bleibt es schon ein Drahtseilakt.
Oh natürlich haben P&W Qualitäten, das steht außer Frage, angefangen damit, dass sie sich sehr gut mit den Fleming-Romanen und dem Bondkanon auskennen.
Allerdings sind sie meines Erachtens dann am stärksten, wenn sie das Script eines/einer Dritten beaufsichtigen und überarbeiten, wie es z.B. mit Paul Haggis der Fall war. Schade, dass er wohl doch nicht zurückgekommen ist, vielleicht ja in Zukunft.
P&W waren dann am schwächsten, wenn sie exklusiv am Script arbeiteten, wie im Falle von DAD und bis zu einem gewissen Grad TWINE (Feirstein war ja 1999 noch an Bord). In DAD ist nicht einmal der SciFi-Plot so katastrophal (dessen Umsetzung eher), sondern die grauenhaften Dialoge und eindimensionalen Figuren.
Wenn du dir das SP-Debakel anschaust, zumindest was das Drehbuch angeht - ich sehe schon danielcc mit seinen Einspielergebnissen um die Ecke kommen

- so dürfte klar sein, dass zuviele Köche den Brei verderben. Die gleiche Befürchtung habe ich bei B25 auch, ich kann nur hoffen, dass die Beteiligten aus den Irrtümern der Vergangenheit gelernt haben, zumindest wenn es um die Grundtonalität des Filmes geht. Stimmt dieser Aspekt, kann ich zumindest bis zu einem gewissen Grad über Script-Schwächen und Plotholes hinwegsehen. Wichtig wäre meines Erachtens, dass der Film nicht zuviel auf einmal sein will, sondern sich die Zeit lässt, seine Handlung spannend und präzise zu etablieren. Bei einem derart tollen Cast, darf man hinsichtlich der Figuren und deren Zeichnung gespannt sein.
Wichtig ist auch, dass Fukunaga die Gelegenheit bekommt "seinen" Beitrag zum Franchise zu leisten. Er ist nun einmal nicht dieser übliche Auftragsregisseur, werden ihm zu viele Steine in den Weg gelegt, kann ich mir vorstellen, dass er schnell die Lust verliert. Glaubt man EON, so dürfen sich die von ihnen engagierten Regisseure, bis an die Grenzen des für das Franchise machbare, austoben.