Das Ensemble ist mir schon klar, aber in der ersten Staffel waren aus meiner Sicht Oliver, Tommy und Laurel ganz klar die Hauptrollen und Eckpfeiler der Geschichte. In der zweiten Staffel ist auch nach bisher 14 von 23 Folgen nicht wirklich deutlich, wer denn nun z.B. nach Oliver der essentiellste Charakter sein soll oder noch werden wird. Felicity? Slade Wilson? Roy Harper? Nyssa? Sara? Sebastian Blood? Generell laufen in Staffel 2 bisher etwas zu viele separate Handlungsstränge parallel, da werden teilweise die unterschiedlichsten Themen und Figuren je nach Folge ein- und ausgeschaltet. Je nachdem ob und wie das alles am Ende zusammenläuft kann das entweder eine spannende Erzähltechnik oder ein Laufzeit füllender Quatsch sein. Mal sehen. Auf jeden Fall fände ich es schade, wenn am Ende nur gewisse Themen und Handlungsstränge sich als wichtig erweisen und andere fallengelassen würden.
Die Vertigo-Folgen waren bisher allesamt gut, auch wenn sich die Droge in ihrer Funktion als superböser Sündenbock allmählich abnutzt. Die schwächste Folge war für mich eine in der Mitte der ersten Staffel, in der es um Feuerwehrleute ging.
Zu Moira:
Sie ist mir nicht wirklich sympathisch, aber eine interessante Figur. Allen Enthüllungen am Ende der ersten Staffel und allen Geheimnissen, von denen der Zuschauer weiss zum Trotz bleibt sie immer ein wenig undurchsichtig und das gefällt mir.
Zu Sara:
Wie gesagt nehme ich ihr den Wandel zur Superkämpferin nicht ganz ab. Zwar ist sie wohl durch härtere Trainingsprozesse und Gefahren gegangen als Oliver, aber während man bei Oliver einen charismatischen Darsteller durchgehend in seinen Veränderungen verfolgt, sieht man bei Sara die sehr sprunghafte Entwicklung einer eher uncharismatischen Darstellerin. Ganz ehrlich, neulich kam das Mädel rein und Oliver meinte: You've been crying. Der Junge scheint einen sechsten Sinn zu haben, denn als ich ihr ins Gesicht schaute konnte ich keinen mimischen Unterschied zu dem Moment erkennen, als sie mit ihrem Vater wiedervereint wurde. Oder zu überhaupt einer Szene.
Zu Roy
Den mag ich wiederum gerne, er hat eine irgendwie etwas planlose, aber ausstrahlungsstarke und authentische Art. Generell mag ich die Momente unter den "Kiddies", also Roy, Thea und Sin. Da zeigt sich aber gerade wieder das wortwörtlich sehr "episodenhafte" der zweiten Staffel: Roy wird am Ende einer Folge als Olivers neuer Sidekick und Mitwisser seiner Identität etabliert, nur um dann in den nächste zwei Folgen bis auf einen sehr kurzen Auftritt (bei dem NICHT darauf eingegangen wird) wieder zu verschwinden, wobei stattdessen Sara wieder wie aus dem Nichts auftaucht.