Re: Daniel Craigs Nachfolger

1096
War er aber vor zwei Jahren noch nicht. Mensch, Samedi, lies doch mal, was der Gute namenlose User da geschrieben hat. :wink:

Fassbender ist der breiten Masse durchaus ein Begriff. Das macht ihn aber noch nicht zum Star. Und die Zeit von DiCaprio (sofern es sie je gab) ist längst vorbei, genau wie die von Tom Cruise und Will Smith.
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

1099
Casino Hille hat geschrieben:Und die Zeit von DiCaprio (sofern es sie je gab) ist längst vorbei, genau wie die von Tom Cruise und Will Smith.
Bei Smith und Cruise stimme ich dir uneingeschränkt zu. DiCaprio sehe ich allerdings anders.
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

1101
Filmstars, wie es sie früher in den 30ern, 40ern, 50ern und 60ern gab, gibt es heute nicht mehr.
Damals war ein Schauspieler häufig vertraglich an ein einziges Studio gebunden. Er war dann sozusagen das Gesicht des Studios, so wie Mickey Mouse das Gesicht von Disney ist.

Diese Star-Kultur der Studios zerbrauch Anfang der 60er.

Natürlich gab und gibt es immer noch Stars, aber nicht mehr in dem Sinne wie es früher der Fall war.
Und ja, auch ich denke, dass seit den 90ern keine neuen großen Namen mehr dazukamen, die vergleichbar mit den Stars von "früher" wären.
Das liegt aber in erster Linie am Wandel der Medien etc., nicht an deren Schauspielkunst oder Star-Potenzial.

Große Stars von früher waren ihr ganzes Leben lang ein Star, und sie hatten mindestens 2 Jahrzehnte, in denen ihr Name auf dem Plakat alleine Zuschauer in den Film zog.
Heute gibt es "Stars", die über ein, zwei Jahre einen Hype um sie erzeugen, danach dann aber wieder in der breiten Masse verschwinden.
Vor 10 Jahren wurde Katherine Heigl doch z.B. schon als neue Julia Roberts gefeiert, als sie den Schritt von der Krankenhaus-Fernsehserie auf die Kinoleinwand nahm. Und dann? Zwei, drei Romantic-Comedys, und jetzt werden diese Rollen schon wieder mit jemand anderem besetzt.

Die Stars, die es noch gibt, waren bereits vor 20 Jahren Stars.

Das liegt auch daran, dass die Filmstudios nicht mehr soviele Fäden in der Hand haben, was PR angeht.
Das Internet lässt diese ganze Art von "Wir bauen uns einen Star auf" nicht mehr zu.

Und was Daniel Craigs Nachfolger angeht: abwarten und Tee trinken.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

1102
Ganz so drastisch würde ich das aber nicht sehen.

Mit Namen wie Brad Pitt, Angelina Jolie oder auch Leonardo di Caprio lassen sich durchaus noch viele in die Kinos locken. Gerade bei jüngeren sind die sehr präsent. Sie haben vielleicht nicht mehr ganz den Status wie die Stars der 40er und 50er Jahre, aber es gibt auch heute noch ein paar, die nicht nach zwei Jahren wieder in der Versenkung verschwunden sind.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Daniel Craigs Nachfolger

1104
Casino Hille hat geschrieben:Das sind aber (wie Invincible erwähnte) alles schon welche, die deutlich länger im Geschäft sind. Das "Problem" ist eher, dass da nichts mehr nachkommt an der Star-Front.
Genau. Dasselbe gilt für die Musikbranche.
In den 80ern wurden Leute wie Michael Jackson, Prince und Madonna zu Weltstars.
Das war aber die letzte Generation, die in diese Höhen vorgedrungen ist. Alles, was ab den 90ern kam, konnte diese Art vom "Star"-sein nicht mehr erreichen.

Auch jemand wie Adele, die jetzt im November ihr drittes Album veröffentlicht, und auch mit diesem garantiert wieder Millionen Platten verkauft, wird nie so in diesen Mega-Star-Olymp aufsteigen können wie es vor 30 Jahren noch für einige möglich war.
Und das liegt nicht an Adele, sondern wie gesagt an den neuen Medien. Die lassen es nicht mehr zu, dass jemand "so groß" wird. Dafür hat man heute eine breitere Masse an "Stars", die aber alle auf einem niedrigeren Star-Niveau agieren als damals.

Und was Namen wie Brad Pitt, Angelina Jolie und Leonardo DiCaprio angeht: erstens sind die in den 90ern bekannt geworden, und zweitens zieht der Name alleine bei denen auch niemanden ins Kino.
Wie hier schon erwähnt wurde, muss das immer gekoppelt sein mit einer bekannten Vorlage für den Film.

Man nehme einen (meiner Meinung nach) tollen Film wie "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" mit Brad Pitt in der Hauptrolle. Großartige Bilder von Roger Deakins.
So ein Film mit einem Star wie James Stewart wäre in den 40ern oder 50ern ein Riesenhit geworden.
Brad Pitt hat mit seinem Namen niemanden ins Kino gelockt. Der Film ist finanziell total gefloppt.

Und sorry, aber jetzt erwähne ich ihr wisst schon wen: Christoph Waltz zieht auch niemanden ins Kino, wenn er nicht in einem "Marken"-Film auftritt. Also entweder muss die Marke "Quentin Tarantino" heissen oder eben eine Franchise-Marke sein wie "James Bond". Und selbst Waltz in Kombination mit einer Marke wie "Tim Burton" hat den Film "Big Eyes" nicht zum Kassenschlager gemacht.

Ich glaube, wie haben diese Diskussion schon häufiger geführt.
Aber von den bereits seit 30 Jahren etablierten Stars ist auch nur noch Tom Cruise derjenige, der eine gewisse Star-Power hat (auch wenn die über Jahre Kratzer erlitten hat).
Selbst ein Tom Hanks, der in den 90ern jeden Film zum Hit gemacht hat, zieht die Massen nicht mehr ins Kino.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

1105
Casino Hille hat geschrieben:War er aber vor zwei Jahren noch nicht. Mensch, Samedi, lies doch mal, was der Gute namenlose User da geschrieben hat. :wink:

Fassbender ist der breiten Masse durchaus ein Begriff. Das macht ihn aber noch nicht zum Star. Und die Zeit von DiCaprio (sofern es sie je gab) ist längst vorbei, genau wie die von Tom Cruise und Will Smith.
Die breite Masse kennt Fassbender imo nicht, schon gar nicht vom Namen her. Ein Star ist er auch nicht.
http://www.vodkasreviews.de


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Re: Daniel Craigs Nachfolger

1106
Invincible1958 hat geschrieben:Und was Namen wie Brad Pitt, Angelina Jolie und Leonardo DiCaprio angeht: erstens sind die in den 90ern bekannt geworden, und zweitens zieht der Name alleine bei denen auch niemanden ins Kino.
Falsch. Ein Leonmardo di Caprio hat zumindest vor zwei, drei Jahren immer noch Leute, insbesondere Mädels in die Kinos gezogen. Ich konnte das nie verstehen und kanns auch heute nicht verstehen, aber glaub mir, das war der Fall.
Invincible1958 hat geschrieben:Man nehme einen (meiner Meinung nach) tollen Film wie "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" mit Brad Pitt in der Hauptrolle. Großartige Bilder von Roger Deakins.
Ganz ehrlich: Wenn der Film diesen Titel trägt wundert mich das nicht. Da kann er noch so großartig sein, ist aber schlichtweg schlecht vermarktet. Der Titel weckt null Interesse, dann hilft auch einer wie Brad Pitt nix.
Invincible1958 hat geschrieben:In den 80ern wurden Leute wie Michael Jackson, Prince und Madonna zu Weltstars.
Das war aber die letzte Generation, die in diese Höhen vorgedrungen ist. Alles, was ab den 90ern kam, konnte diese Art vom "Star"-sein nicht mehr erreichen.
Da würde ich dir zustimmen. Ganz so extrem geht das heute wohl nicht mehr. Ich bin mir aber nicht mal so sicher, ob das nur an den Medien liegt. Ich glaube, dass heute vor allem auch von den Agenturen etc. kurzfristiger gedacht wird und so häufig Talent (insbesondere im musikalischen, weniger im filmischen Bereich) eingegrenzt wird. Das war früher vermutlich weniger der Fall.
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

1107
Der Titel bei der Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford wäre in der Tat vor 50 Jahren mit den richtigen Hauptdarstellen Jacke wie Hose gewesen. DAS war die Macht, die Stars damals hatten, sie alleine waren gutes Marketing, da interessierte so etwas banales wie ein Titel gar nicht. Da konnten Bondfilme (Agenten-Action-Filme) noch "From Russia With Love" heißen... :lol:
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

1109
Aber heute so auch nicht mehr durchkommen würde. Bin ja immer noch erstaunt, das Quantum of Solace wirklich seinen Weg ins Kino gefunden hat.

Wie gesagt, das war früher alles nicht so wichtig, da hat dann ein Cary Grant oder ein Marlon Brando in so einem Film mitgespielt und dann wurde der auch angesehen. Unabhängig davon, worum es ging und wie er hieß. Oder die Plakate und Trailer waren :mrgreen:
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