Veränderung der JB Filme im Laufe der Zeit

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Ich finde es sehr interessant, wie sich die Filme mit der Zeit verändert haben.
Im negativen, wie aber auch im positiven Sinne.
Hier einige Beispiele:
60er: der Ur-Bond trat erstmals auf
70er: sexuelle Befreiung, was sich auch in den Filmen mit Roger wiederspiegelt.
(ImVorspann wirbeln plötzlich lauter nackte Turnerinnen durchs Bild)
80er: die Rolle des Bond girls ver ändert sich stark( zum Positiven)
(80er u.)90er: die brutalität derFilme nimmt deutlich zu
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Ich wollte nur einige Beispiele geben und mal hören, was ihr davon so haltet.würde mich sehr über Rückmeldung freuen. Bis bald.
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Noch eine Veränderung: In den 70/80ern (Moore-Ära :wink: ) nahm der Witz deutlich zu. Das hat sich so allmählich in DAF angekündigt, aber Moore spielte noch witzbetonter. Das ist auch - meiner Meinung nach - eine bemerkenswerte (für mich) positive Veränderung.

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obwohl der liebe roger von zeit zur zeit ein wenig albern wurde... :wink:
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Hallo!

Leider war die Veränderung des Bondgirls nicht unbedingt positiv ... unter den letzten Filmen gabs ja kaum welche, die nicht ein "mit Bond gleichgestelltes" Bondgirl enthielten ... mit der Zeit wird das wirklich nervig. Bonds Heldenrolle übernehmen immer mehr die Bondgirls - das wurde vielleicht ein bisschen übertrieben (v.a. in Tomorrow Never Dies und Die Another Day).

Viele Grüße
ernst
Zuletzt geändert von ernst stavro b. am 24. August 2005 00:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Die Veränderung der Bondfilme im Laufe der Zeit - das ist eine interessante Frage.

Insgesamt haben sich die Filme denke ich zum positiven entwickelt !
Dr. No bezeichne ich nicht als wirklichen Bondfilm. Es fehlen einfach die bond-Typischen Elemente.

In FRWL dann eine richtige Agentenstory, mit der Pretitle nimmt Bond endlich form an !

GF ist für mich ein schlüssel-Bond.
Er hat alle späteren Filme geprägt, das Bond-Auto und die Q-branch sind seitdem Legendär und kaum wegzudenken !
Die Storylinie und die Spielweise findet man immer wieder !

TB ist vom Stil her ähnlich wie GF, die Unterwasseraufnahmen sind Legendär.

In Yolt dann der erste Ausflug ins Weltall.
Für mich ein totaler Flop und furchtbar.
Die Effektüberladung ist schon scheußlich anzusehen und erinnert mich an das ende von MR und DAD !

OHMSS führt dann wieder zu den Grundfestten zurück, auch wenn der Film in vielen Punkte gegen die Bond-Regeln verstößt.
Heirat, Trauer, das fehlen sämtlicher überlegenheit revolutionieren Bond und treiben ihn in eine ganz neue Richtung.
Der Wechsel zu Lazenby verändert für mich nichts, da ich finde, dass Lazenby sehr nah in der Spielweise und art an connery ist, was sicher auch mit seinem aussehen zusammenhängt.
Für die Trauerszene wäre Connery aber nciht in Frage gekommen - das hätte lächerlich ausgesehen !

Mit DAF wird dann die entgültige Parodisierung von Flemings Bond eingeleitet.
Mit witzeleien und einem schlecht spielenden Connery, sowie einer scheiß storie und schlechtem Bösewicht markiert der Film einen unwürdigen abgang Connerys (aus den offiziellen).

LALD gefällt mir persönlich auch nciht, was aber sicher nciht an Moore liegt, der eine ganz passable Leistung bringt.
Leider wird die hauptstorie durch zahlreiche unwichtige nebenstories gestört, was den ganzen Film undurchsichtig erscheinen lässt und keine spannung zulässt !

In TMWTGG überzeugen mich vor allem die exotischen drehorte sowie scaramanga, der wirlich gut gespielt wird.
Leider wird durch die Laserszene und den harmlos wirkenden Plan der ganze Film zerstört !

Diese 3 Filme markieren für mcih den Tiefpunkt der Serie !

Ein wahrhaft perfektes Comeback erlebt Bond dann in TSWLM.
Mit der richtigung Mischung aus Gags und Härte, einem guten plan und der guten filmischen umsetzung (man nehme mal das imposante, 4 meter hohe atlantis (modell)).
Auch Moore, sowie die Q-Branch und das Bondfeeling überzeugen.

In MR geht der höhenflug zunächst weiter.
An exotischen drehorten und mit einem genialen plan und toller umsetzung (die kugeln, sowie das labor oder der schwertkampf...).
Der Bösewicht überzeugt, das einzige was ich den machern nciht verzeihe ist, dass sie Manuela ("sind sie im preis mitinbegriffen" das girl im Hotelzimmer in Rio) nicht mehr in den Film einbezogen haben. Sie ist einfach nur sex(y).
Leider erlebt der Film ein wirklich unrühmliches Ende.
Die Weltraumschlacht ist unterste schublade und gehört verboten !

FYEO mit einem starken Bondgirl und OP entwickeln die Serie weiter.
Beide sind gut, wenn auch nciht überragend gelungen.

AVTAK ist für mich ein würdiger Abschluss für Moore.
Seine Gags sind wirklich gut, auch wenn nciht ganz bondtypisch" er wirkt jünger als in OP, Zorin zählt für mich zu den Top-Bösewichten und der Plan ist böse und zeitgemäß.
Sogar Grace Jones verschmerze ich da.

Die Moores stellen für mich eine Zeit dar, die sowohl höhen als auch tiefen erlebt, aber keinen top-Bond produziert hat.

Mit den Daltons änderte sich dann einiges.
In TLD kehrt man langsam wieder zum FRWL-Thema zurück.
Härte kommt, aber auch Spannung pur. Die Story ist gut und Dalton spielt perfekt.
TLd ist unbestritten einer der besten Bonds und revolutioniert die Serie entgültig. Mit Gefühlen, mit Sportlichkeit und weniger mit Charme glänzt Bond nun als würdiger Geheimagent ihrer Majestät.

LTK ist mit mein Lieblingsbond.
Sanchez ist mit Carver mein Lieblingsbösewicht.
Er überzeugt nciht nur durch psychische störungen sondern durch lockere Sprüche.
Ein typischer argentinischer gangsterboss halt, könnte man meinen.
plumbo u plata ist eines der schlüsselworte im Film und Bond lässt einmal mehr in sein herz blicken.
Bond zeigt deutlich, was sich schon in TLD angedeutet hat und in GE letztlich fortgeführt wird:
Er ist nicht "der treue Terrier ihrer majestät" sondern ein eigenständiger Mensch der eigene Wertevorstellung hat.
Entgegen der landläufigen meinung denke ich aber nciht, dass der Film besonders Brutal ist, oder dass Bond nur auf Rache aus ist.
Nein er will einen Killer vernichten - dass was er schon so lange getan hat.
Dalton ist für diese Rolle der Ideale Mann, Talisa Soto ist ein augenschmaus und die Drehorte passen zur Storie genial.
Die Actionszenen sind hochwertig und bei keinem Film fiebere ich so mit wie bei diesem.
LTK hat Bond verändert, "the world has changed" aber eines ist auch in den Brosnans gleichgeblieben: Bond is a man not a machine.

In GE setzt man zuerst wieder auf alte traditionen. Voller spannung und actiongeladen beginnt der Film und spiegelt optimal die Zeit wieder.
In der langen Zeit zwischen LTK und GE hatte sich einiges geändert und die Produzenten gingen perfekt drauf ein.
mit neuem M, neuem Bond, neuer Moneypenney präsentiert sich der alte Bond in neuem Kostüm und zwar in einem italienischen Maßanzug.
Der Ausflug zu BMW ist nciht ganz so gut, aber zu verschmerzen.
Mit einer mischung aus Härte (Dalton) Charme (Connery) und Witzeleien (Moore) gibt Brosnan ein Leinwanddebut wie es besser keum sein könnte. Der Erfolg ist enorm, kritische Stimmen tauchen nur vereinzelt auf.
Am Anfang sieht es so aus als wäre Bond wieder in den 60ern, "ein relikt des kalten krieges" und nur "ein treuer terrier ihrer majestät" aber der schluss beweist die neue Marschrichtung: "Für England James ? Nein für mich !"
Die Panzerverfolgung ist ein Highlite des Films und spiegelt Bond wie wir ihn früher kennengelernt haben perfekt wieder.
Ein Macho, der alles Zerstört und nur das Chaos hinterlässt. An ihm prallt alles ab wie an einem Fels in der brandung, und er verfolgt nur sein Ziel - welche Mauern ihm auch im Weg sind.
Die Szene am Strand (auch wenn sie mir etwas schnulzig ist) zeigt das gegenteil, auch wenn Bond letztendlich mit sichtbarer Mühe den harten Mann spielt.
GE hat Bond nciht neuerfunden, aber die perfekte Mischung gefunden.

In TND glänzt Bond erneut.
Ein Effektspektaktel, perfekt verknüpft mit einer super zeitgemäßen storie jeder Menge anspielungen auf die Reale Welt und dem besten Schurken überhaupt: Carver.
Dieser mann, der Bond ebenbürtig ist, glänzt nciht mit kraft sondern mit genialität und genialen Sprüchen, oder dem Erfolg nach zu schließen mit wahnsinn und wahnsinnigen sprüchhen !
"The difference between insanity and genius is only measured by success" (der unterschied zwischen genie und wahnsinn ist nur bemessen vom Erfolg) ist einer der Schlüsselsprüche wen nciht der Schlüsselspruch der Serie und gehört zu meinen absoluten lieblingen.
Mit einem starken Bondgirl und vielen gefühlen entwickelt sich Bond wiederrum weiter, ist innovativ.
Gleichzeitig leutet sich mit diesem Film auch das High-Tech-Zeitalter ein, Medien sind die neuen schnellfeuerwaffen - wie wahr, wie wahr.

TWINE setzt weiter auf das Brosnan-Erfolgsrezept.
Bond erschießt eine Frau - die wohl größte neuerung in diesem Film.
Ist er wieder der treue angestellte des MI6 ? Ich behaupte nein.
Er fordert für sich beim MI6 eine Sonderstellung, operiert auf eigene Faust (nachforschungen über elektra) und stellt M zur rede !
Brosnan spielt für mich perfekt, vorallem die Pretitle ist genial.
Der Plan ist zwar nciht so ganz realistisch wie in TND, was aber kaum einfluss auf den Film hat.
Trotzdem finde ich, dass TWINE an GE und TND nciht herankommt. Zweifellos ist TWINE nciht schlecht, aber kann auch nciht auftrumpfen

DAD ist dann der vorerst letzte Bond.
Mit einer spitzenmäßigen ersten Hälfte, in der mcih nur die ganzen hommagen an die 20 ersten Bonds stören, kommt bei einem richtiges Bond-Feeling auf.
Bond ist gereifter, Brosnan versucht nciht zu verdecken, dass er nciht mehr so wie in GE ist.
Der Agent ihrer Majestät zeigt einmal mehr seinen eigenständigen Charakter.
Aber auch seine anderen Wesenszüge wie arroganz (meine übliche suite bitte) seine verachtung gegenüber frauen ("sind sie weg ?" "die ? die sind seit ner ewigkeit verschwunden"...) und andere kommen deutlich zur geltung.
In der zweiten hälfte beginnt der Film allerdings stark zu schwächeln.
Überladen mit computergrafiken, misslungenen Gags und einer Jinx, die Bond übertrumpft entwickelt sich der Film schon fast zum Desaster - da hilft auch nciht der Graves, der in Island zweifellos seinen Höhepunkt hat - mit seiner Rede zu Icarus stellt er sich auf eine Höhe mit Carver, und Sanchez, was allerdings durch eine schwächere erste hälfte nicht bleibt.
Der Showdown ist dann das ende - das ende dieses Bonds, das man sich irgendwan herbeisehnt, das vorläufige ende der serie, neben MR eines der schlechtesten Enden und vielleicht sogar das Ende der Ära brosnan.

Die Serie hat sich entwickelt - und zwar zum poitiven.
Bond ist menschlicher, nachvollziehbarer geworden - es gibt wellen, aber die zeigen eindeutig nach oben - und das lässt mich hoffen.

Wie meine Signatur sagt: The World is waiting for : BOND 21 !


Ups - das ist wohl ein bisschen lang geworden, allen lesern ein herzliches dankeschön :D
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ernst hat geschrieben:
Leider war die Veränderung des Bondgirls nicht unbedingt positiv... unter den letzten Filmen gabs ja kaum welche, die nicht ein "mit Bond gleichgestelltes" Bondgirl enthielten...mit der Zeit wird das wirklich nervig. Bonds Heldenrolle übernehmen immer mehr die Bondgirls - das wurde vielleicht ein bisschen übertrieben (v.a. in TND und DAD).
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Ich finde es sehr gut, das die bongirls sich bond nicht mehr unterlegen, sondern entlich gleichgestellt zeigen!
In manchen filmen wurden die bondgirls regelrecht als naives dummchen hingestellt(FRWL). damit ist jetzt schluss. bondgirls haben auch was drauf!!!
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Du bist viel zu emanzipiert! :D
Na ja, "menschlich" gesehen würde ich diese Veränderung auch gut finden, aber "bondig" gesehen stehlen sie 007 z.T. echt die Show (z.B. Jynx).

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Männer! ich fühle mich in meiner weiblichkeit gekränkt wenn du sowas sagst!!!
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Nenene... Ich meine aber nur im Film etwas unpassend! :wink:

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Also, die Frauenrollen nehmen in der Tat immer weiter zu!
Da sollte man ein Mittelding finden.....kein naives Blondchen, aber auch keine emanzipierte Agentin, die James Bond die Show stiehlt!


So etwas wie z.B. Natalya Simonova oder Melina Havelock!
"Walther PPK, 7,65 Millimeter. Ich kenne drei Männer, die eine solche Waffe tragen. Ich glaube, zwei davon habe ich getötet."

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Ich sag nur:
Gebt den Massen,was Sie wollen...dazu gehören nun mal immer mehr Verbesserungen...In Sachen Action,Erotik und vorallem Effekte...ein 60er Jahre Look passt einfach nicht mehr in unsere Zeit und lockt heute keinen mehr ins Kino.
Auch was Bond angeht,muss immer mehr zu sehen sein....Wer will schon immer den gleichen Raketenstart wie in YOLT sehen...in unserer heutigen Zeit.Wer zwischen TERMINATOR und HERR DER RINGE bestehen will,muss nun mal mit der Specialeffects-Welle mitsurfen :wink: !

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ich warte ja immer noch auf das erste wirklich nackte bond-girl. das wäre die einzig echte innovation in den letzten jahren.

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Hallo Matthews!

Ich warte auf sowas nicht.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass von Szenen mit Bondgirls nicht mehr als ein Kuss oder Ausziehen gezeigt werden.
Schon die Bettszenen in Die Another Day waren eindeutig zu viel!

Viele Grüße
ernst
Zuletzt geändert von ernst stavro b. am 24. August 2005 00:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Ich denke, man sollte mit der Zeit gehen, vielleicht schon ein bisschen voraus für einen Bondfilm. :wink:
Aber gerade im nächsten Film erwarte ich noch kein nacktes Bondgirl.
Grow up, 007°''!
“You know, James Bond’s mother is Swiss. That will make it all worthwhile.” Marc Forster

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Ein NACKTES Bondgirl?

Also wirklich!
Nein, das gehört sich nicht!

Es ist einfach so, dass man immer auf die Erotik vorbereitet, sie aber nie ganz zeigt!
Und darum ist auch ein nacktes Bondgirl einfach unangebracht!
"Walther PPK, 7,65 Millimeter. Ich kenne drei Männer, die eine solche Waffe tragen. Ich glaube, zwei davon habe ich getötet."