Re: Regie für BOND26+

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Letzteres sehe ich genauso. Schon das, was Q in SP geliefert hat, ging deutlich über das hinweg, was ich aus SF erwartet hatte. NTTD ist nochmals eine Stufe heftiger. In SF war Q noch bewusst auf das Wesentliche beschränkt, ihn als Computernerd gezeigt und bodenständig gehalten. Eine Waffe und ein Sender. Weihnachten stelle ich mir anders vor :) oder so ähnlich. Von der klassischen Q-Rolle hatte man sich weit entfernt. In SP hat Q hingegen einen Aston Martin mit Flammenwerfer usw. abgeliefert. Das ist nicht gerade das, was ich 2013 erwartet hätte, schon in Anbetracht des Spruches von Q ("Haben sie explodierende Kugelschreiber erwartet? So etwas machen wir eigentlich nicht mehr.") Bonds Uhr aus SP ist ja im Grunde nichts anderes als die explodierenden Kugelschreiber.

Den Spruch mit der Flugangst habe ich hingegen von Anfang an, also seit gut 9 Jahren, als Witz verstanden (das wird Samedi sicherlich genauso sehen). Von daher kann ich da keinen Fehler erkennen. Aber das kann jeder auslegen, wie er will.

Re: Regie für BOND26+

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Von mir aus kann Fukunaga gerne noch einen machen. Handwerklich gefällt mir NTTD nämlich sehr gut. Was aber explizit nicht für das Drehbuch gilt. Dass die Handlung etwas unausgereift ist, da würde ich ihm an dieser Stelle erstmal keine Vorwürfe machen - er kam halt erst sehr spät an Bord.

Re: Regie für BOND26+

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Edgar Wright hätte eine Idee und würde sie den Bond Produzenten gerne vorschlagen, wenn er die Möglichkeit dazu bekäme.

Ich habe das eh auch schon einmal geschrieben, nach Craig wird es sicherlich wieder einen anderen Ansatz geben, es sollte (wird) kein Craig II. sein, das würde für den neuen Bond nicht funktionieren. Das sieht Wright auch so:

“You have to understand, in the U.K., a James Bond film is like the equivalent of England being in the finals,” said Wright. “There’s such national pride for Bond.”

And if he’s presented with the chance to speak with Barbara Broccoli and the other Bond producers, Wright said he’s ready to go with his own take on the franchise.

“Daniel Craig has made such an indelible mark on that franchise that I think you have to go in a slightly different direction,” he explained. “Because I don’t think there’s anything to be gained by continuing in the same vein, and I think it would certainly be interesting to try and…I mean, I do have a take [on Bond], and if they ever ask me, I’ll pitch it to them [laughs], so I’m not going to say it, but when I see some of the names being bandied around, I can’t quite see it and they seem like Daniel Craig II
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Re: Regie für BOND26+

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Egal wie man dazu steht, aber Wright wäre auf jeden Fall ein Regisseur, der Bond einen individuellen Stempel aufdrücken würde wie niemand zuvor.
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Re: Regie für BOND26+

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Gernot hat geschrieben: 23. Oktober 2021 16:06 Oder Lee Tamahori 😅
DAD war einfach schlecht. Eine große individuelle Handschrift des Regisseurs hatte der Film aber nicht.
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Re: Regie für BOND26+

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Das würde ich schon sagen. Bei den meisten Filmen könnte ich ohne Hintergrundwissen kaum erkennen, welche Filme etwa vom gleichen Regiseur stammen. Bei DAD und evtl. noch QOS kann ich schon eine Ausnahmestellung erkennen, das zeigt sich etwa in rasanten Kamerafahrten und merkwürdigen Eintellungen, Zeitlupen u.ä. In dieser Hinsicht hebt sich DAD deutlich von allen anderen ab.

So gibt es bei der Szene auf dem Navy-Schiff, wo man Bond auf dem Krankenbett liegen sieht, eine rasante Kamerafahrt von der medizinischen Geräten auf Bond. Auch bei der Verfolgungsjagt auf dem Eis vgibt es ohne erkennbaren Grund plötzliche eine rasante Kamerafahrt über das Eis, dann plötzlich eine Zeitlupe.

Derartige Auffälligkeiten kann ich bei den übrigen Filmen nicht erkennen. Da würde ich schon sagen, dass das auf Tamahoris Kappe geht.
Zuletzt geändert von Henrik am 23. Oktober 2021 16:59, insgesamt 3-mal geändert.

Re: Regie für BOND26+

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Henrik hat geschrieben: 23. Oktober 2021 16:29 Das wüürde ich schon sagen. Bei den meisten Filmen könnte ich ohne Hintergrundwissen kaum erkennen, welche Filme etwa vom gleichen Regiseur stammen. Bei DAD und evtl. noch QOS kann ich schon eine Ausnahmestellung erkennen, das zeigt sich etwa in rasanten Kamerafahrten und merkwürdigen Eintellungen, Zeitlupen u.ä. In dieser Hinsicht hebt sich DAD deutlich von allen anderen ab.
In beiden Fällen ist das aber nichts was jetzt nur die beiden Regisseure machen würden. Marc Forster z. B. macht ja jeden seiner Filme komplett anders. Da gibt es gar keine Handschrift.
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Re: Regie für BOND26+

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Also wenn du in DAD nicht "die Handschrift" von Tamahori erkennst, dann kann ich dir leider nicht helfen.

Dann erkennst du bei MI2 wahrscheinlich Woo auch nicht, dort war es noch expliziter. 😉

Aber wir müssen hier jetzt nicht über das hier diskutieren da off-topic, es war nur ein kleiner Scherz, den die meisten wohl auch schon so aufgefasst haben, wie er gedacht war. Nicht mehr und nicht weniger.
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