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von Casino Hille
'Q Branch' - MODERATOR
Allein die große Fokussierung auf politische Analogien und Thematiken (unabhängig davon, ob diese überzeugen können oder nicht), die von der Masse ja auch abgelehnt wurde, zeigt doch schon, dass Lucas sich etwas getraut hat (mit Misserfolg zwar, aber das macht das Wagnis nicht kleiner, sondern nur deutlich!), dass er etwas deutlich anders gemacht hat, als bei seinen Originalen, dass er sein Universum wirklich erweitern wollte und das nicht nur um Planeten und Figuren, sondern auch um Inhalte. Wie man das anders sehen kann, ist mir schleierhaft. Es ist doch nun überdeutlich, dass die Prequels gerade deshalb gescheitert sind, weil sie für viele mit ihrem "Star Wars" nicht mehr viel gemein hatten (und ich gehöre ja zu diesen Leuten). Das zeigt doch nur besonders auf, dass Lucas den Mut hatte, neue Wege zu beschreiten. Dass er eine ganze Trilogie rund um einen tragisch scheiternden Charakter aufbaut, ist ja für Massenfilme schon ungewöhnlich genug, dass es dann aber viel um Politik geht, dass der Protagonist in Teil 2 noch eindeutig heroisch bleibt, obwohl er bereits da Kinder grausam abschlachtete, dass alles ist sehr gewagt und mutig für PG-13 US-Blockbuster. Abrams hingegen geht so gut wie gar kein Wagnis ein, dass fängt mit der optischen Nachahmung der Originale an, geht weiter mit der Handlungsentwicklung, die 1:1 aus KdS entnommen wurde, hat mit dem extremen Fanservice zu tun und zeigt sich sogar im Marketing, welches genau diese Dinge in den Vordergrund stellte. "Mutig" war allerhöchstens die Charakterisierung und Besetzung Kylo Rens, aber selbst hier bleibt Abrams noch in einem Rahmen, der niemals an Lucas komplett absurde Prequel-Trilogie heranreicht (wohl gemerkt nicht qualitativ gesprochen).
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Let the sheep out, kid.