Ich bin ebenfalls sehr besorgt...
danielcc hat geschrieben:
Ich koennte den Machern ein Dutzend toller Bond Ideen liefern, vermutlich jeder halbwegs kreative. Nur die Beteiligten koennen es offensichtlich nicht.
Ich befuerchte, dass Spectre eine Steigerung von SF im negativen Sinne wird. Toll gefilmt, toll gespielt, aber mit noch weniger inhalticher Substanz, weil die Jungs einfach keine grosse Bondstory mehr hinbekommen
Sehe es ähnlich auch wenn mein Blick auf SF etwas gnädiger im Hinblick auf die Story ist. Frei von Schwächen war SF beleibe nicht und CR sowie mittlerweile QOS finde ich inhaltlich um einiges solider. Ich könnte auch dutzende Storyideen aus dem Ärmel schütteln die solider als das wären.
Es sieht echt chaotisch aus. Der Prozess des Drehbuchschreibens läuft aber meist so:
- Schreiber haben komplett freie Bahn.
- Erster Entwurf wird angeschaut und gute kreative Ideen werden rausgefiltert und von No-Go's getrennt.
- Nächster Entwurf.
- Nochmaliges Filtern.
... und so weiter bis man damit zufrieden ist. Ob dies der beste Weg ist sei dahingestellt. Bei QOS hatte immerhin Michael G. Wilson die zentrale Idee um Wasser als bregrenzte Ressource, worauf die Schreiber dann aufbauten und die Story drumherum aufbauten.
Am 4. Dezember sagte Daniel craig in einem Interview er finde das SPECTRE-Skript besser als das von SF. Ob es nur "Wir haben uns alle Lieb"-Geplänkel war? Ich hoffe nicht...
Blofeld braucht jedenfalls eine wirklich große Story und mehr als nur einen Film. In den Leaks wird Bond Blofeld einen Kopfschuss verpassen, womit ein weiterer Film mit Blofeld dahin wäre. Wie kann man nur so doof sein und den Erzschurken nach über 40 Jahren zurückbringen, um ihn gleich wieder zu killen???
Ich finde Blofeld definiert sich in seinem Wesen auch dadurch, dass er es schafft Bond öfter zu entkommen - anders als die üblichen Schurken.
Habe die Tage mal etwas in den Romanen TB, OHMSS und YOLT geblättert. Blofeld wird immer anders beschrieben und ist ein Camäleon. Bei Bedarf taucht er ab und ändert sein Aussehen (auch per plastischer Chirurgie). Hach, auf den Seiten ist soviel bis heute ungenutztes Potential für die Leinwand, das nach derzeitiger Informationslage es auch nicht ins SPECTRE-Skript schaffte...
Wenn es wirklich die ganzen Brüche mit dem Erbe des Franchise in den Filmen gibt, dann dürfte SPECTRE inhaltlich sehr bittere Pillen zum Schlucken servieren. Da fragt man sich: Hassen Mendes, Craig und EON neuerdings das eigene Franchise damit sie sowas verzapfen?