https://www.bbc.com/news/uk-england-nor ... e-46360414

Der ist glaub ich irgendwo in einem Museum.Henrik hat geschrieben: 30. November 2018 14:17 Wenn es Scaramangas goldener Colt wäre, dann hätte ich darüber nachgedacht...
DN war kein Low-Budget Film, auch wenn er im Bond Kosmos sicherlich der Billigste war.Tscheims.Hond hat geschrieben: 13. März 2019 15:03 Aber wie gesagt, da denk ich halt dran wie alt der Film ist, low budget nebenbei.
Das war aber in den Filmen damals durchaus so üblich. Sah bei Cary Grant ja auch nicht anders aus.Casino Hille hat geschrieben: 13. März 2019 15:38 Man hätte Connery vielleicht nur sagen müssen, dass man beim Kurvenfahren das Lenkrad nicht achtmal im Kreis drehen muss.![]()
Das hab ich persönlich nie so empfunden. Liegt aber vielleicht auch daran, dass meine Lieblingsfilme vor allem die etwas längeren sind.GoldenProjectile hat geschrieben: 1. April 2019 12:27 Als grösste Stärke des Films wird ja gemeinhin genannt, dass er kurz und knackig ist.
Dem stimme ich zu und diese Atmosphäre findet man in der Art meiner Meinung nach auch nur in DN. Bereits FRWL ist da irgendwie ganz anders, was vielleicht auch mit den komplett anderen Locations zusammenhängt.GoldenProjectile hat geschrieben: 1. April 2019 12:27 Die charmante Atmosphäre der frühen 60er ist toll, es macht einfach Spass, in eine Welt einzutauchen in der sehr oft und sehr formell telefoniert wird, in der die Etikette höher gewertet wird als alles andere und in der alle drei Meter ein Dienstbote herumsteht.
Meine Lieblingsszenen in DN sind zum einen die Szenen mit Eunice Gayson und die Ermordung von Professor Dent. Das ist einfach perfekt gemacht und letzteres wurde dann ja sogar in CR wieder aufgegriffen.GoldenProjectile hat geschrieben: 1. April 2019 12:27 Mein Lieblingsteil des Films sind sämtliche Szenen an den Stränden und in den Sümpfen von Crab Key, da kann ich mich nicht satt sehen, das ist so bunt, verspielt, exotisch, herrlich schön und mit elegantem Kamerablick fotografiert. Atemberaubend anzuschauen.
Naja, der große Unterschied ist da, dass das OHMSS-Publikum Blofeld ja bereits aus drei Filmen kennt, während Dr. No logischerweise eine ganz neue Figur ist. Außerdem tritt der OHMSS-Blofeld auch viel stärker auf als No, den man ja kaum wirklich zu Gesicht bekommt.GoldenProjectile hat geschrieben: 1. April 2019 12:27 In manchen Bondfilmen funktioniert der Bösewicht gerade deshalb so gut, weil er beinahe schon eine MacGuffin-Figur ist, ohne dass auf Teufel komm raus ein besonders komplexer oder ausgearbeiteter Charakter entsteht. OHMSS-Blofeld ist da sicher ein Paradebeispiel und Dr. No schlägt in dieselbe Kerbe.
Schön gesagt, ich weiß ehrlich gesagt bis heute nicht so wirklich, was der Julius da auf der Insel eigentlich treibt. Gut, er stört die Raketenstarts der Amis, aber: Na und? Warum genau ist das jetzt schlimm? Schon klar, würde ich eine Rakete starten, würde ich auch vollen, dass sie hochgeht und nicht von einem Chinesen in Jamaika woanders hingelenkt wird, aber was kratzt es mich, wo die Raketen der Amis landen, solange sie nicht genau in meinem Gartenteich runtergehen. Und andersrum: Was kratzt es eigentlich den Doctor Nolove (or: How he learned to stop toppling and love the beach), wo die Raketen der Amis landen?GoldenProjectile hat geschrieben: 1. April 2019 12:27In manchen Bondfilmen funktioniert der Bösewicht gerade deshalb so gut, weil er beinahe schon eine MacGuffin-Figur ist, ohne dass auf Teufel komm raus ein besonders komplexer oder ausgearbeiteter Charakter entsteht.
Sam Mendes.GoldenProjectile hat geschrieben: 1. April 2019 12:27 Wer braucht da noch einen aktuell angesagten Oscarpreisträger mit Bruderkomplex?
Holprig nicht, eher etwas atemlos, was aber okay ist. Ich mag den Detektiv-Flair von Dr. No, und die recht simple Dramaturgie, die auch gut funktioniert. Und dann ist natürlich hübsch, wie der Film verengt wird, also sich nach zwei Dritteln Inselflair auf Jamaika plötzlich klaustrophobisch in die Indoor-Kulissen von Julius verlegt. Was Young in DN noch etwas fehlt als Regisseur (was ihn in FRWL und TB in meinen Augen dann meisterhaft gelingt), ist das Auge für besondere Szenengestaltung. Die Einführung von Bond ist für mich beispielweise eher schwach (ich weiß, die gilt forenintern als Meisterwerk), die erste Szene des Films ist auch eine eher behäbige Einleitung und selbst den ersten Auftritt von No hätte man mit noch mehr Gravitas handhaben können. Ist aber sicherlich Geschmackssache. Tatsächlich steigen FRWL und TB mit jeder Sichtung mehr in meinem Ansehen (was kaum noch möglich ist), von daher liegt es mir fern, Young abzukanzeln. In DN fällt mir aber zumindest für mich auf, dass seine Regie noch eher zweckdienlich ist, wo sie in FRWL und TB dann schon den halben Spaß für sich allein ausmacht.GoldenProjectile hat geschrieben: 1. April 2019 12:27 Als grösste Stärke des Films wird ja gemeinhin genannt, dass er kurz und knackig ist, ich empfand die sehr zügige, pausenlos von einer Szene zur nächsten hüpfende Dramaturgie dieses Mal aber als etwas holprig
Wie genau meinst du das?Henrik hat geschrieben: 1. April 2019 15:56 Wenn man bedenkt, dass hinter Dr No noch eine größere Organisation steht, wirkt Dr No's Ausstrahlung im Film etwas übertrieben.
Ich finde die Szene klasse, aber was mich gestern auch ein wenig gestört hat ist der Laufbursche vom MI6 (oder wie es in DN heisst: MI7), der Bonds Namen viel zu früh nennt und dann im Anschluss trotzdem nicht gebraucht wird, weil Bond den Weg ins Büro sicher auch alleine finden wird und sowieso weggeschnitten wird, als er das Casino verlässt, ohne dass der wartende Laufbursche noch gezeigt wird. Da hätte man direkt nach ein paar Bildern vom Casino am Spieltisch starten müssen und dann Bond einfach die Nachricht am Tisch überbringen, wie es eh gezeigt wird.Casino Hille hat geschrieben: 1. April 2019 13:42 Die Einführung von Bond ist für mich beispielweise eher schwach (ich weiß, die gilt forenintern als Meisterwerk)
Henrik, kann es sein dass du dir manchmal mehr Kontinuität zwischen Filmen wünschst, als einem für den Genuss der Bonds guttut? Du hast doch auch eine hohe Meinung von den absurden Kontinuitäts-Hirngespinsten, die Bruder Ernst in SP vom Stapel lässt, oder irre ich mich? Ich finde, man sollte eine Meinung zu Dr. No nicht allzu sehr an einem Halbsatz Kronsteens in einem anderen Film aufhängen. Ne, also No ist No und Kronsteen ist Kronsteen und Blofeld ist meistens Blofeld (aber manchmal auch der Typ aus der Rocky Horror Show, oder ein rollstuhlfliegender Feinschmecker oder ein Hans-Landa-Cosplayer der Kuckuck ruft).Henrik hat geschrieben: 1. April 2019 15:56 Mir ist schon klar, dass DN (lauf Aussage von Kronsteen) der beste Mitarbeiter von SPECTRE oder so ähnlich ist, aber mir ist das etwas zu viel. Blofeld wird ähnlich eingeführt. Der Unterschied ist nur, dass Blofeld über mehrere Filme im Hintergrund bleibt. Wenn man bedenkt, dass hinter Dr No noch eine größere Organisation steht, wirkt Dr No's Ausstrahlung im Film etwas übertrieben.
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