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von 00T
Agent
The Amazing Spiderman 2 – Rise of Electro(USA 2014)
Der zweite Teil des Spidey-Reboots. Die Darsteller leisten gute Arbeit, Andrew Garfield und Emma Stone sind gut anzusehen, Jamie Foxx weiß auch zu gefallen und einfach klasse finde ich das Spiel von Dane DeHaan, der Harry Osborn fantastisch rüberbringt.
Der Film beginnt direkt mit einer großen Actionszene in einem Flugzeug, die mir auch sehr gut gefällt.
Dann steigt man auch direkt in das Alltagsleben von Spiderman ein und erlebt in einer weiteren Actionszene, in der es auch ordentlich zur Sache geht, wie er es schafft, einige Gangster zu stellen, dabei unter anderem auch Jamie Foxx das Leben zu retten und doch noch rechtzeitig zu seiner High School-Abschluss-Feier kommt.
Nun wird der Superschurke vorgestellt oder besser gesagt, die Entstehung des Superschurken, denn der Elektriker Max Dillon ist weit davon entfernt, ein Superschurke zu sein. Wie er dann zu Electro wird, ist gut gemacht. Harry Osborn wird vorgestellt und er erfährt, dass er wie sein Vater an einer genetischen Krankheit sterben wird. Er trifft seinen Freund Peter Parker wieder und es wird eingeführt, wie sich die Obersten von Oscorp gegen Harry verschwören.
Darauf folgt nun eine actiongeladene Auseinandersetzung zwischen Electro und Spiderman auf dem Times Square, die damit endet, dass Electro gefangen genommen wird. Leider verliert der Film sich nun in den vielen Handlungsfäden, die er geknüpft hat, ganz abgesehen davon, dass durch den Beziehungskonflikt zwischen Peter und Gwen einige Szenen voller Längen folgen, was auch nicht schön ist. Die Handlung, die so vieles in sich einbezieht, dass es gar nicht gut gehen kann, schwankt nun scheinbar völlig ohne Plan hin und her zwischen der Geschichte um Peter und Gwen, der Oscorp-Verschwörung, Harrys Suche nach dem Spinnengift, der Suche von Peter nach dem Vermächtnis seiner Eltern und der Sache mit Electro, der gar nicht so viel zu tun hat in der Mitte des Films.
Einige dieser Handlungsfäden werden nicht gerade glanzvoll aufgelöst, während die restlichen in zwei Schlachten gegen Electro und Harry, die an sich sehr spektkulär sind, allerdings doch ein wenig überladen sind. Das ist übrigens das Problem aller Actionszenen in diesem Film, sie sind alle viel zu überladen und hier stimmt: manchmal ist weniger mehr. Das merkt man auch an der Story sowie an den Sprüchen, die Spiderman loslässt, die teilweise einfach nur nervig und dämlich sind. Ich mag Garfield als Parker, aber irgendwie kam Maguire als Spiderman einfach sympathischer rüber.
Das Beste an diesem Film sind die Darsteller, die einen fantastischen bis passablen Job leisten. Sonst hat der Film eine anfangs interessante Story, die sich aber in ihren Fäden verliert, da hätte man mehr raus machen können. Die Action ist in Ordnung, aber teilweise einfach zu viel des Guten. So ist TAS 2 – Rise of Electro vielleicht eine ganz nette Unterhaltung für einen Filmabend, aber mehr auch wirklich nicht.
Punkte: (5,5/10)
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)