danielcc hat geschrieben: 18. Oktober 2021 13:47
Es ist wieder ein mal bemerkenswert, dass man sich für eine mit Beispielen und Fakten unterlegte positive Einstellung rechtfertigen muss, während jedes negative "die war blöd" oder "völlig falsch geschrieben" oder "völlig verschenkt" akzeptiert wird.
Aber OK.
- Ihr Auftritt auf Jamaica: der ganze vorgetäuschte Flirt mit Bond ist schön klassisch bis zu dem Moment wo sie ihre Perücke abnimmt, was immer ein Lacher ist
- Der Spruch mit dem Knie ist schön; bekommt auch immer Lacher
- Auf Kuba: Starke Action, sie ist eigenständig und glaubhaft tough, ohne Bond überlegen zu sein
- Szenen in London: Größte Lacher des Films jedes Mal wenn sie sich hier mit Bond neckt; auch der Gag um die Bedeutung der 007 Nummer wird gut aufgegriffen
- Witziger Spruch auch ggü M wenn sie sagt "I bring my gloves"

Könnte fast von Bond sein
- Zwischendurch wachsender Vertrauen der beiden in sehr kurzen Szenen; Bond hilft ihr, sie gibt das ggü M zu; sie gibt ihn seine Nummer zurück
- Toughe Action wieder im Finale wo sie auch einen guten Höhepunkt bekommt in dem sie Obru töten darf
Weiß nicht was da schelcht, verschenkt oder übertrieben sein soll. Ohne eine gezielte Erwartungshaltung an ihre Rolle, habe ich richtig viel Spaß mit ihr. Würde gerne eine Kritik an dieser Rolle sehen in der nicht Bezug auf eine Erwartung, oder PC, oder Diskussion um einen schwarzen/weiblichen Bond genommen wird.
Ich dachte, auch ohne umfangreiche Argumentation käme man immer zu dem Ergebnis, dass Nomi falsch gescripted ist.
Naja wie dem auch sei...
- Die Jamaika-Szenen waren an sich toll. Jamaika strahlt ja immer einen besonderen Flair aus. Aber schon die Sprüche mit dem "alten Wrack" sind einfach nur flach. Vom Niveau her erinnerte mich das minimal an Marvel Dialoge wie zB. in "Black Widow" zwischen den beiden Schwestern, oder gegenüber dem Red Guardian. Also (solltest du Marvel nicht kennen) vom Niveau her ganz weit unten und auch wenn die Craig Bonds vielleicht nicht unbedingt durch die besten Dialoge auffallen, dann sollten sie immernoch besser sein als das. Nomi fängt auch sofort an auf Bond herumzuhacken, was ebenfalls durch und durch erzwungen wird. Und als man endlich denkt die Szenen wären vorbei: "Ach übrigens ich bin 007". Dass mir da nicht die Kinnlade mit samt Nacho heruntergefallen ist grenzt an ein Wunder...
- Komisch, ich war kurz nach Premiere das erste Mal in NTTD und komischerweise ha tbeim Knie-Spruch keiner gelacht. Bei der Zweitsichtung war ich auch im überfüllten XXL-Saal und wieder hat niemand gelacht. Es wirkt einfach zu aufgesetzt "cool". Und dadurch wirkt der Charakter Nomi am Ende eben nichtmehr so "cool".
- Auf Kuba gibt es eigentlich nur ein Highlight: Paloma. Und ja ich finde sie attraktiv, aber selbst wenn ich das ausblende sind die Dialoge erfrischend, der Charakter erfrischend... Nomi taucht doch auch erst Richtung Ende mit Obruchev auf. Aber auch in Cuba geht mir allein ihr merkwürdiges "Winken" zur anderen Seite des Steges gehörig auf die Nerven. Es wirkt auf mich einfach absolut erzwungen und nicht locker - so wie es bestimmt erwünscht war.
- Die Szenen in London sind genau der Tropfen der das Fass bei beiden Sichtungen zum Überlaufen brachte. "007...007..." Ja mein Gott...Du bist 007... Ganz schlimm.
- Genau solche Sprüche wie "I bring my gloves" meine ich mit "Marvel Niveau".
- Die Szene in der sie die Nummer freiwillig und völlig grundlos zurückgibt ist dann der absolute Tiefpunkt. Wieso baut man den Charakter (wenn auch verkrampft und erzwungen) "taff" auf (ode rversucht es zumidnest) und lässt ihn dann innerhal kürzester Zeit all das aufgeben, für das der Charakter seit Filmbeginn angeblich steht. Das ist so unfassbar sinnlos. Dann lasst es doch gleich.
- Die Action, joa da kann ich eigl. viele Meinungen nachvollziehen. Ich mochte das Counter-Strike Geballer nie. Das macht Nomi weder besser noch schlechter.
Es mag jetzt so rüberkommen, als würde ich vielleicht Lashana Lynch als Schauspielerin nicht mögen. Das lustige ist, dass dem definitiv nicht so ist. Die Rolle ist das Problem.