Casino Hille hat geschrieben:Das ist jetzt aber arge Wortklauberei. Gelähmt assoziert man mit Langsamkeit und Trägheit, nicht unbedingt mit Stagnation.
Das wundert mich aber. Denn schließlich ist der Sinn des Wortes schlichtweg ein anderer. Ein Gelähmter kann die gelähmten Körperteile in aller Regel gar nicht bewegen, sie sind absolut bewegungslos. Und eben nicht langsam und schwerfällig bewegbar, sondern gänzlich nicht zu bewegen, von der betreffenden Person.
Wenn man von etwas gelähmt ist, im Sinne von gebannt, gefangen genommen, "Kaninchen vor der Schlange", etc., ist ebenfalls ein Erstarren gemeint. Wenn in der Literatur die Floskel "Ich fühlte mich wie gelähmt" verwendet wird, ist damit auch generell ein erstarrter Zustand gemeint und kein langsamer.
Das ist keine Wortklauberei von meiner Seite aus, sondern schlicht die korrekte verwendung des Wortes. Lahm kann man im älteren Sprachgebrauch zwar mit gelähmt gleichsetzen, wird aber inzwischen glaube ich, eher selten gemacht und war hier ja auch nicht gemeint. Sondern schlichtweg langsam.
Casino Hille hat geschrieben:Und beides ist TB in meinen Augen kaum, dafür ist er viel zu schnell, fortlaufend und die Handlung auch an vielen Stellen viel zu eindeutig auf Tempo hin gestrafft und vereinfacht. Die Wasserszenen sind natürlich die Physik der Taucher eher gemächlich, aber in Youngs Regie auch immer genau so integriert, dass sie nie zu einer Entschleunigung beitragen.
Da hab ich nunmal eine andere Meinung. Ich sehe eine sehr gemächliche Inszenierung in TB, die für manch einen sicher seinen Reiz haben kann und auch grundsätzlich nix schlehctes ist, aber bei mir wirkt es einfach nicht.