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Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 27. November 2016 12:41
von Agent 009
Gestern Snowpiercer geguckt. Ein guter Cast in einem netten Film. Hat viele gute Einzelszenen, oft ist er aber auch irgendwie merkwürdig. Ich weiß nicht. Schwierig zu beurteilen. Vorerst sind das

7/10

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 27. November 2016 17:30
von dernamenlose
Maibaum hat geschrieben:
NickRivers hat geschrieben:Schau gerade "Sharknado 2" auf Tele5.
Also warum dieser Schwachsinn so schlecht sein soll, sodass er wieder gut ist, entzieht sich mir jeder Logik. Der Film ist einfach nur grottenschlecht
Na ja, genau deshalb.
Manchen macht es Spaß grottenschlechte Filme zu schauen, weil sie es amüsant finden darüber zu lachen. Und wenn man durchgehend lachen kann, dann war der Film ja unterhaltsam statt langweilig, und ein unterhaltsamer Film ist immer ein guter Film.
Casino Hille hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Manchen macht es Spaß grottenschlechte Filme zu schauen, weil sie es amüsant finden darüber zu lachen.
Aber dafür muss der Film dann schon eine gewisse Scheißigkeit haben. Die Sharknados sind aber nicht witzig doof, nur doof.
Das ist natürlich wie immer Geschmackssache. Ich finde die Shaknados absolut witzig doof. Und der zweite ist sogar nochmal besser als der erste (Logisch, wenn Nick ihn grottenschlecht findet), da er nochmal weitaus kreativer ist. Ich finde man kann die Sharknadofilme durchaus auch als Kunst betrachten, weil sie die Regeln eines Films so konsequent brechen und den Unsinn schlichtweg auf die Spitze treiben, dass es dazu durchaus Talent bedarf. Nicht umsonst gibt es aktuell wenige andere Trashfilme, die dieses Niveau auch nur ansatzweise erreichen können. Viele denken scheinbar, dass eine schlechtausgearbeitete Story und schlechte Effekte ausreichen für einen Trashfilm. Nur ist das eben weit gefehlt. Dann ist der Film in aller Regel tatsächlich nur schlecht.

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 27. November 2016 21:30
von HCN007
Lieblingsfilmreviews von HCN007 Nummer 18

Meine letzte Lieblingsfilmreview liegt jetzt schon ein wenig zurück. Folgende Filme hatten schon die Ehre:

Edge of Tomorrow
Collateral
Don Jon
The Last Samurai
Die Jagd
Die Insel
Rain Man
Unstoppable – Außer Kontrolle
Speed
The Town
Hercules
Eine Frage der Ehre
Black Rain
Planet Terror
Mad Max: Fury Road
Blood Diamond
Ohne Limit

Ich habe ja schon mal angekündigt, dass ich mal über meinen Lieblingsfilm mit Tom Hank schreiben möchte. Aktuell ist ja mit „Deepwater Horizon“ ein Tatsachenfilm auf hoher See draußen und mit Tom Hanks kommt die nächste Woche der auch auf Tatsachen beruhende „Sully“ in die Kinos. Daher passt für den nächsten Lieblingsfilm von mir der Zeitpunkt perfekt für eine Nachbetrachtung. Die Rede ist von ….

„Captain Phillips“ (2013)
Regie: Paul Greengrass
Soundtrack: Henry Jackman
Schauspieler: Tom Hanks, Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Mahat M. Ali, Faysal Ahmed, Corey Johnson, Yul Vazquez, Max Martini und einige mehr.
Laufzeit: ca. 134 Minuten (BD-Fassung)

Worum geht es in „Captain Phillips“ ?

Captain Richard Phillips ist Kapitän des amerikanischen Frachtschiffs Maersk Alabama. Bei einer Frachtroute von Salala, Oman bis Mombasa, Kenia muss das Schiff das Somali-Becken passieren. Dort wird das Schiff dann auch von somalischen Piraten unter der Führung von Abduwali Muse geentert. Während die Lage sich immer weiter zuspitzt, versucht Phillips durch seine besonnene Erfahrung die Lage unter Kontrolle zu halten.

Warum liebe ich „Captain Phillips“ ?

Wie kann man den Film beschreiben ? Tatsachenbericht ? Survivalactionentführungsthriller ? Oder einfach der modernste Piratenfilm aller Zeiten ? Im Endeffekt trifft die Beschreibung auf alles zu. Nicht nur, weil der Film auf wahren Begebenheiten beruht, sondern durch die gesamte Inszenierung sorgt der Film für eine sehr brutale, realistische Atmosphäre, die den Film sehr authentisch macht. Der Spannungsbogen des Films entwickelt sich unaufhörlich bis zum bitteren Ende und sorgt auch zwischendurch für enorm viele Spannungsspitzen. Wer Paul Greengrass kennt, weiß, dass die visuelle Inszenierung nicht für jedermann geeignet ist. Aber ich kenne kaum einen Regisseur, der hektische, unruhige und unerträglich spannende Situation so ästhetisch mit Wackelkamera und Schnitten einfängt. Der Soundtrack von Henry Jackman unterstützt diese Spannung noch weiter.
Der Film schafft es sogar noch, ab etwa der Hälfte durch die Verlagerung der Handlung ein intensives Kammerspiel mit extern stattfindender Rettungsaktion zu integrieren, was ich als echten Glücksgriff empfinde.

Darstellerisch gesehen ist dies in meinen Augen eine der besten Leistungen von Tom Hanks. Wie er hier den Kapitän sehr unaufgeregt, erfahren, besonnen und intelligent spielt ist beeindruckend. Die improvisierte Darstellung am Ende jedoch zieht einem buchstäblich das Hemd aus, weil sie unter die Haut geht. Auch ein enormer Glücksgriff und eine echte Überraschung ist Barkhad Abdi, der den somalischen Kapitän sehr authentisch verkörpert. Der Rest ist wirklich routiniert bei der Sache, auch den anderen 3 wichtigen somalischen Piraten wird entsprechend notwendiges Profil verliehen.

Der Film kam auch bei den Nominierungen für Golden Globes und Oscars gut weg, auch wenn er keine der Trophäen mit nach Hause nehmen konnte. Ich glaube der größte Preis eines Films ist der Film selbst. Wenn er spannend und dramatisch ist und auch unter die Haut geht, wie Captain Phillips, ist der Film für sich selbst der größte Preis.

„Captain Phillips“ bekommt von mir 10/10 Punkte.

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 27. November 2016 21:36
von HCN007
@Sharknado-Diskussion:
--
Ich hatte dieses Jahr ja das "Vergnügen" den 4. Teil im Kino sehen zu können. Es gab tatsächlich vom Publikum Lacher nahezu im Sekundentakt.

Es geht hier doch wohl um das gewisse Maß an Kreativität, dass in den Filmen an den Tag gelegt wird. Egal ob die kreative Lösung eines Haiangriffs oder auch die "erfolglose" oder "erfolgreiche" Verteidigung eines ebensolchen ist. Egal wie sich die Handlung entwickelt und mit welchen kreativen Einfällen gearbeitet wird. Ob diese Kreativität nun gut oder schlecht ist, interessiert eigentlich nicht. Es interessiert nur, ob das Publikum freiwillig oder unfreiwillig seinen Spaß hat.

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 1. Dezember 2016 21:47
von Funksoulbrother
Der Schakal (1973)

Very old school ... hat eine tolle "europäische" Atmosphäre zu bieten und erzeugt auf nüchterne Art subtile Spannung ... trotzdem bleibt das Gefühl, dass noch mehr drin gewesen wäre.

8,5/10 Punkte

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 3. Dezember 2016 00:48
von HCN007
iHaveCNit: The Legend of Tarzan (2016)

David Yates wird den meisten ein Begriff sein, die die Potterfilme ab Teil 5 gesehen haben und sich den Namen des Regisseurs merken. Doch neben dem in diesem Jahr erschienen „Phantastic Beasts and where to find them“ kam von ihm auch „The Legend of Tarzan“. Nunja, die Geschichten von Edgar Rice Borroughs über den Lianenschwinger und Tierversteher sind weltweit bekannt und kamen schon in vielen Formen ans Tageslicht, was für jeden neuen Film die Frage nach der Notwendigkeit stellt, da man alles aus erzählt hat. Mein Glück ist, dass ich mich filmisch noch nicht mit Tarzan beschäftigt habe und ich den Film aus dieser Sicht genießen und unvoreingenommen betrachten konnte. David Yates hat einen interessanten Ansatz für die Geschichte gefunden.

Wir befinden uns im Kongo zur Zeit der belgischen Kolonialisierung unter König Leopold. Da man mit der Kolonialisierung im Hintertreffen ist und rote Zahlen geschrieben werden geht der belgische Geschäftsmann Leon Rom mit einem kongolesischen Stamm einen Tauschhandel ein. Tarzan gegen Diamanten. John Clayton, Lord von Greystoke ist mittlerweile zivilisiert in Großbritannien angekommen und führt ein entspanntes Leben mit Jane. Doch die kritische Lage im Kongo sorgt dafür, dass er gemeinsam mit dem Amerikaner Dr. Wallace wieder in den Kongo reist, damit der Konflikt gelöst wird.

Von der Narration her finde ich den Film interessant gelöst, auch wenn das natürlich klassisch umgesetzt wird, wenn zu passenden Zeitpunkten neben der Haupthandlung auch die Ursprungsgeschichte von Tarzan beleuchtet wird. Genau die Geschichte, die jeder Tarzan-Kenner kennt. Die Riege der Schauspieler kann sich sehen lassen: Alexander Skarsgard, Margot Robbie, Christoph Waltz, Djimon Honsou und Samuel L. Jackson – Alle liefern einen guten und routinierten Job ab, die Dialoge stimmen in wenigen Momenten auch Selbstreferenzen auf der Meta-Ebene an und ganz selten müssen leider unfreiwillig komische und befremdliche Situationen aufkommen.
Aber an sich ist hier alles rund, spannend und in vielen kleinen Momenten auch actionreich geworden – so dass das Pacing solide ist.

Von der handwerklichen Umsetzung her ist der Film klassisches Abenteuerkino mit tollen Landschaftsaufnahmen geworden, doch manche Kameraeinstellungen und Schnitte sind etwas fragwürdig. Und die Spezialeffekte sind doch ein wenig zu künstlich geworden. Dass der Film auf 3D konzipiert war, wird einem damit auch klar.

„The Legend of Tarzan“ ist ein runder und unterhaltsamer Abenteuerfilm geworden.

„The Legend of Tarzan“ - My First Look – 8/10 Punkte.

PS: Beitrag 1.000 !

PS 1: Damit wären dann meine in 2016 stattfindenden nachgeholten Reviews von Filmen aus 2016 abgeschlossen.
Das war der 30. Heimkinorelease 2016 im "First Look" - Neben den 40 Tickets für das Jahr (2 Filme im Kino 2mal gesehen), komme ich somit jetzt auf 68 Filme ! - Mit noch den 4 Kinoreleases und dem DTV-Sektor mit 12 Filmen komme ich auf 84 Filme.

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 3. Dezember 2016 13:29
von Thunderball1965
Hatte auch überlegt, ob ich den schaue, halte aber nichts von
HCN007 hat geschrieben:Von der Narration her finde ich den Film interessant gelöst, auch wenn das natürlich klassisch umgesetzt wird, wenn zu passenden Zeitpunkten neben der Haupthandlung auch die Ursprungsgeschichte von Tarzan beleuchtet wird. Genau die Geschichte, die jeder Tarzan-Kenner kennt.
oder von
HCN007 hat geschrieben:David Yates

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 3. Dezember 2016 15:03
von vodkamartini
Tarzan reizt mich nicht mal im TV.

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 3. Dezember 2016 15:04
von Casino Hille
Ich muss den eigentlich als riesiger Fan des Tarzan-Materials noch sehen, habe aber trotzdem gar keine Lust darauf. Waltz wieder als Standard-Villain, der schon in den Trailern extrem hölzerne Hauptdarsteller, die wirklich doofen CGIs en masse...

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 3. Dezember 2016 17:39
von vodkamartini
Genau.

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 4. Dezember 2016 01:22
von HCN007
iHaveCNit: Urge (2016)

Neil, ein Hedgefond-Tycoon, lädt seine Freunde zu einem Party-Wochenende auf Eastman Island ein. In einem gehobenen Nachtclub machen sie Bekanntschaft mit einem Drogendealer, der ihnen eine neue Designerdroge namens „Urge“ anbietet. Diese Droge setzt Euphorie, Perfektion und absolute Ehrlichkeit in Gang. Der einzige Haken – Den Trip darf man nur einmal machen, doch es kommt wie es kommen muss und die Gruppe nimmt noch eine weitere Portion „Urge“ - Und das Unheil nimmt seinen Lauf – der Einzige, bei dem die Droge nicht wirkt ist Jason. Er kommt langsam dem Geheimnis der Droge auf die Schliche.

Filme unter Drogeneinfluss gibt es viele – mir fallen da z.b. der visuell atemberaubende „Ohne Limit“ oder auch den Überraschungskomödienhit „Hangover“ ein. „Urge“ selbst verkauft sich als Party-Thriller und ist im Vergleich zu anderen von mir gesehenen Filmen aus dem Jahr 2016 leider ein Film, der in der Mittelmäßigkeit landen wird. Da wundert es mich kaum, dass „Urge-Rausch ohne Limit“ in Deutschland eine DTV-Veröffentlichung geworden ist. Nur durch die Beteiligung eines Pierce Brosnan und die Thematik eines Drogenrauschs wollte ich den Film sehen. Egal wie groß der Platz ist, den Brosnan auf dem Cover einnimmt, sein Part im Film ist ein sehr rar gesätes Highlight. Den Großteil des Films begleiten wir die Partygruppe, die unter anderem von Justin Chatwin, Ashley Greene und Danny Masterson gespielt werden. Alle allesamt sehr uninteressante und unsympathische Charaktere. Visuell ist der Film auf Hochglanz poliert und bietet eine uninspirierte Umsetzung des „Drogenrauschs“ - schnelle Schnitte, reingeschnittene surreale Bilder und Slowmotion waren so in der Art schon häufig genug als Mittel der Wahl in Filmen zu sehen.
Doch man kann sich dem Eindruck nicht erwehren, auch ein gewisses Maß an Spaß gegenüber dem Voyeurismus zu empfinden. Und auch an der Vorstellung, dass zwischen „Urge“ und „Purge“ nur ein Buchstabe fehlt, um den tieferen Sinn im konsequenten Ingangsetzen unserer menschlichen Triebe festzustellen. So wandelt sich der Film vom Party-Thriller zum Slasher, da trifft es gut, dass die Charaktere schon von Beginn an keine Sympathie wecken konnten.

„Urge“ - My First Look – 5/10 Punkte

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 5. Dezember 2016 08:28
von BlofeldsKatze
Er ist wieder da (2015)

Erschreckend ehrlich und wahr: So denken die Deutschen.
Erst hinterher wird einem bewusst über was man da die ganze Zeit gelacht hat.
Oliver Masucci wirkt zwar fast etwas zu stämmig und groß für Hitler, aber seine Leistung war wirklich kaum zu überbieten.

Muss man mal gesehen haben.
9/10

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 6. Dezember 2016 00:38
von HCN007
iHaveCNit: The Forest (2016)

Wer mich kennt, weiß, dass ich als Filmfan „eigentlich“ offen für alle Genres bin, doch es gibt hier ein paar Sektoren, die ich bis jetzt nur sehr stiefmütterlich behandelt habe und auch in Zukunft stiefmütterlich behandeln werde. So wie der klassische Sektor des Horrorfilms. Ich ziehe hier eigentlich eher ausgeklügelte und spannende Serienkiller-Psychothriller vor, die man auch ohne Probleme trotz Artsy-Fartsy in den Thriller-Sektor schieben kann. Jedoch gibt es auch kleine Ausreißer im Horror-Genre, die mein Interesse wecken. So wie der im Februar diesen Jahres erschienene „The Forest“. Die japanische Kultur ist sehr interessant und eigentlich für viele westliche Nicht-Japaner in manchen Bereichen sehr befremdlich. Einer dieser Bereiche ist der rituelle Selbstmord, der in der Gesellschaft Japans auch anerkannt ist. Ein solcher Konflikt und die Einbindung der japanischen Kultur hat z.B. das Buch „Man Lebt Nur Zweimal“ von Ian Fleming aus seiner Buchreihe um den britischen Agenten James Bond zu einem meiner Lieblingsbücher gemacht. „The Forest“ führt uns in den sogenannten „Selbstmordwald“ am Mount Fuji, dem Aokigahara. Wir begleiten die Amerikanerin Sarah nach Japan, weil ihre Zwillingsschwester Jesse in diesem Wald auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Begleitet von dem Guide Michi und dem Journalisten Aiden nimmt sie die Fährte auf. Je länger sie in dem Wald ist, droht sie zunehmend den Verstand zu verlieren.

„The Forest“ sieht als Film schon mal halbwegs gut aus. Die Landschaftsaufnahmen und Panoramen der Wälder und der japanischen Region sind großartig und unterstützen die Atmosphäre ungemein. Schauspielerisch sehen wir hier die aus Game of Thrones bekannte Natalie Dormer in einer Doppelrolle, die sie extrem gut meistert und den Film auf den Schultern trägt. Den wohl wichtigsten Nebenpart nimmt Taylor Kinney als überzeugend zwielichtiger Journalist Aiden ein. Taylor Kinney wird wohl den meisten aus den Klatschspalten als Kerl von Lady Gaga oder als Kelly Severide aus der Serie „Chicago Fire“ bekannt sein. Der Film ist zwar schon mit ca. 90 Minuten kurz und kompakt, hätte aber durchaus auch noch kürzer sein können. Mit der vielleicht ein wenig zu gewöhnlichen Backstory um Sarah und Jesse bekommen wir eine emotionale Bindung mit auf den Weg, das ein extrem ausgeklügeltes Psychogramm hätte werden können, doch man hat im Busch wohl ein bisschen des Potentials liegen lassen. Aber die wenigstens notwendige Tiefe hat dieses Psychogramm, dass man noch genug rätseln, interpretieren und die Paranoia der Hauptfigur nachfühlen kann. So verläuft sich der Film durch eine gewisse Redundanz im Wald und geht den ärgerlichen Weg, sich klassischen und billigen Schock- und Horror-Elementen hinzugeben.

So bleibt „The Forest“ ein interessanter, spannender Waldausflug, aus dem man definitiv noch hätte mehr rausholen können.

„The Forest“ - My First Look – 6/10 Punkte.

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 6. Dezember 2016 09:45
von NickRivers
vodkamartini hat geschrieben:Tarzan reizt mich nicht mal im TV.
in den frühen 1970iger Jahren war Tarzan der Superstar in der Tiroler Provinz. Nach jedem Filmabend im ORF (der sendete noch damals erst ab 18:00h) war der jeweilige Film der Gesprächsstoff in unserer Volksschule. V.a. der Film mit der Riesenspinne machte uns verrückt.
Mitte der 1970iger wurde Tarzan ironischer Weise von Winnetou und Old Shatterhand abgelöst. Ironisch deswegen, da ja Lex Parker Johnny Weismüller als Tarzan ersetzt hatte und in weiterer Folge als Old Shatterhand noch mehr durchstartete. Jetzt im Gymnasium wurden Panini-Bilder für die Heftchen getauscht und nachdem Winnetou3 mit dem Tod des Apachen-Häuptlings endete, trugen wir Trauer.
Na ja. Von solcher Hysterie, mit wenigen Ausnahmen (Harry Potter, Star Trek und Star Wars), sind die Franchises heutzutage meilenweit entfernt. Ebenso das von Bond seit dem Ausscheiden von Sean Connery. Oder gibt es noch ein Panini-Bond Album?

Re: Zuletzt gesehener Film

Verfasst: 6. Dezember 2016 12:03
von Maibaum
It Follows - David Robert Mitchell

Origineller Horror Film der sich stilistisch mit seinen rauen Bildern sehr vom Genre Mainstream abhebt. 8,5/10