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Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

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Maibaum hat geschrieben:Das ist nett, aber ich glaube nicht das ich es schauen werde. Aus Zeitgründen. Obwohl ich es wahrscheinlich lesen würde wenn es gedruckt vorliegen würde.

Am Film ändert es aber ohnehin nichts. Der ist wie er ist, egal ob absichtlich oder zufällig so geworden. Was TB65 evtl. auch ausdrücken wollte, auch wen er etwas anderes (falsches) sagt.
Naja, du hast ja auch mit Genuss seitenlange Interviews von Forster zu QOS gelesen und zitiert.
Ich finde auch generell, dass es solche Interviews von "Fachmann zu Fachmann" viel häufiger geben sollte. Die beiden haben sichtlich Spaß zusammen und es ist herrlich, was Mendes über die Bourne-Kopien sagt. Ich finde es auch interessant zu vergleichen, inwieweit sich das, was Mendes erreichen und erzählen wollte im Film realisiert hat oder nicht (Themen/Motive, Charakterentwicklung...). Was mir gar nicht so klar war ist was er über das Verhältnis von M und Bond sagt. Sie ist die Einzige die hinter seine Fassade blickt im Film (und damit in der Serie) und nimmt es mit ins Grab.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

662
Sicher ist das interessant, aber gleichzeitig auch nicht wirklich wichtig.

Die Forster Sachen raus zu suchen war in Wahrheit oft eher anstrengend, aber sicher mtunter auch spaßig. Das habe ich nur gemacht weil es bei QoS auch so viele hirnrissige Behauptungen gab. Um zu belegen daß vieles zumindest Absicht war, was aber noch lange nicht heißt daß es deswegen auch gelungen sein muß. Am Film selber haben all diese Interviews für mich praktisch nichts geändert es wurden lediglich viele Vermutungen bestätigt. Das Interessanteste war tatsächlich daß er sehr große Freiheiten hatte, daß es praktisch mit kleinen Einschränkungen ein Autorenfilm ist, während ich die Bonds eigentlich bis zu diesem Zeitpunkt rein als Produzentenfilme betrachtet habe.

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

663
Und wieder einmal zeigt sich, dass Freiheit oft höhere Qualität, auf jeden Fall aber mehr Vielfalt bedeutet. Vielleicht gab es mit CR ja auch eine Art internen "Reboot", eine Veränderung der Arbeitsweise mit dem Ergebnis, den Regisseuren, Hauptdarstellern und Autoren mehr Freiheiten zu lassen.
Seitdem hat die Bond-Reihe ihren Seriencharakter etwas verloren (wie er vor allem in der Moore- und Brosnan-Ära ja sehr stark ausgeprägt war) und jeder Film ist als eigenständiges Werk zu sehen. Das Wundersame ist, dass dennoch ein roter Faden bei Bonds Entwicklung zu sehen ist, viel stärker denn je. Beim Publikum kommt's ja sehr gut an, selbst QoS war ein großer finanzieller Erfolg. Und seit SF im sehr exklusiven Club der Umsatzmilliardäre ...
Um mal einen etwas weiteren Bogen zu schlagen: Die gesamte Bondserie befindet sich für mich im Moment an einem historischen Höhepunkt. Sie ist nicht nur kommerziell, sondern auch künstlerisch erfolgreich wie noch nie. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass die Produzenten nun auch selbstbewusst bei Regisseuren anklopfen können, die ihnen vor zehn Jahren noch jedes Gespräch verweigert hätten. Bis dahin waren, von wenigen Ausnahmen abgesehen, solide Action-Handwerker gefragt. Bestes Beispiel sind die düsteren Achtziger, in denen das vorgegebene Schema F immer mehr verstaubte, veraltete und von John Glen fast zu Tode geritten wurde. Und das, obwohl er durchaus Neues ausprobierte - aber das war qualitativ eben lang nicht so gut, wie man es hätte machen können. Das Publikum hat es durch sein immer stärkeres Ausbleiben quittiert.
Heute können sich plötzlich echte Hochkaräter wie Nolan, Tarantino und natürlich Mendes durchaus vorstellen, (noch) einen Bond zu machen. War das jemals schon so? Ich hoffe jedenfalls, dass diese Phase noch lange anhält. Das Prinzip "Autorenfilm mit gewissen Einschränkungen" funktioniert. Allerdings sollte man auch in Zukunft nach Möglichkeit nur noch Regisseure ranlassen, die Bond gut kennen, verstanden haben und selbst lieben, wie eben Mendes.
"Schnickschnack! Tabasco!"

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

664
Naja, du zeichnest da ein sehr extremes schwarz-weiss-Bild, das so nicht wirklich den Tatsachen entspricht. Fakt ist, dass die Bond-Produzenten in früheren Zeiten nicht etwa keine Hochkaräter für den Regiesessel begeistern konnten sondern bewusst auf solche Leute verzichtet haben, weil sie erstens nicht das Steuer aus der Hand geben wollten und zweitens und am wichtigsten kein größeres Stück vom Kuchen abtreten wollten. Diese beiden Gründe sind der aktuellen Produzentengeneration offensichtlich nicht mehr so wichtig, in wie weit dies auch damit zusammenhängt, dass diese bereits überspitzt formuliert "mit dem Goldenen Löffel" geboren wurden darüber liese sich trefflich diskutieren. Von Cubby Broccoli ist jedenfalls bekannt, dass er nicht zuletzt aufgrund seiner bescheidenen Herkunft und seiner in den frühen Jahren oftmals nicht immer wirtschaftlich zufriedenstellend verlaufenden Produzentenkarriere immer auch sehr auf Konsolidierung bedacht war. Er wusste, er hatte ein goldenes Patentrezept und wollte da möglichst wenig daran rumspielen, weil er befürchtete, dass darunter die Zugkraft seiner Filme leiden könnten. Unter diesem Gesichtspunkt wird der von dir angesprochene Seriencharakter, den die Filme spätestens ab der 2. Hälfte der 60er Jahre mehr und mehr annahmen deutlich verständlicher. Ebenso wird verständlicher, warum er die Zügel weitgehend allein in der Hand behalten wollte und als Regisseure lieber auf ihm bekannte solide Handwerker vertraute. Darüber hinaus teile ich deine Ansicht von John Glen als "Totengräber" der Serie nicht, da er wie seine Autobiographie deutlich belegt einer derjenigen war, der auch neuen Ansätzen gegenüber offen war und sicherlich nicht als Bremsklotz für ebensolche angesehen werden kann. Gerade die von ihm maßgeblich mitbetreute Richtung der Daltonfilme zeigt dies recht deutlich. Dass den Filmen dennoch kein überragender Kassenerfolg beschieden war lag letztlich sicherlich nicht allein an mangelnder Qualität (oder künstlerischer Innovation), wie auch die Umfrageergebnisse von LTK vor dessen Start zeigen, welche ihn als den besten der ganzen Serie einstuften. Letztlich möchte ich mein Wort zum Samstag mit den Worten beschliessen, dass ein "Autorenansatz" nicht zwingendermaßen die besseren Resultate bringen muss als ein "Produzentenansatz" oder ein "Serienansatz". Die Qualität der jeweiligen Arbeit gibt den Ausschlag, nicht der formale Ansatz.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

665
Ich finde nicht, dass wir da inhaltlich weit voneinander entfernt sind. Ich sagte ja, dass John Glen auch neue Elemente umgesetzt hat. Diese wurden aber vom Publikum nicht so angenommen wie heute.
Nun hat der Produzenten-Clan seit einigen Jahren eine neue Strategie: Zügel locker lassen, Freiheiten gewähren. Die Folge: Die Serie geht weg vom Seriencharakter, wird für viele Menschen interessanter und ist (wie Bond ja eigentlich immer) auf der Höhe der Zeit. Die Filme unterscheiden sich deutlicher voneinander, was wir, die Bondfans, am stärksten wahrnehmen.
Dass ein Autorenansatz nicht zwingend besser ist, sah man an QOS (obwohl ich ihn mir in letzter Zeit erfolgreich schöngesehen habe - sehr interessanter Film). Tatsache ist aber nun mal auch, dass unter Glen die Serie kommerziell stark abbaute. Dass der Schlusspunkt LTK am wenigsten erfolgreich war, mag auch am falschen Timing, falschen Marketing und der zu hohen Altersfreigabe gelegen haben. Woran lag's denn nun mit dem schleichenden Niedergang? Ich weiß es auch nicht wirklich, nur, dass ich die 80er-Bonds auch am wenigsten gern sehe. Der "Befreiungsschlag" GE wirkt dann zwar auch noch wie ein Film, auf dem ganz stark das Produzentenhändchen ruhte. Aber man hat dann sehr auf Qualität geachtet und versucht, etwas Neues hinzuzufügen, mit dem die Kinogänger sich trotzdem sicher identifizieren konnten. Wann kam das Umdenken hin zu mehr Freiheiten lassen? Und was ich auch gerne mal gewusst hätte: Wie nah war das Franchise nach LTK wirklich am Abgrund? Spielten die Produzenten ernsthaft mit dem Gedanken, die Serie sterben zu lassen? Denn einen kommerziellen "Misserfolg", der allein an der Kinokasse nahezu das Vierfache seines Budgets einspielt, wünscht sich heute mancher Blockbuster-Produzent ...
"Schnickschnack! Tabasco!"

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

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UNIVERSAL EXPORTS hat geschrieben:Ich finde nicht, dass wir da inhaltlich weit voneinander entfernt sind. Ich sagte ja, dass John Glen auch neue Elemente umgesetzt hat. Diese wurden aber vom Publikum nicht so angenommen wie heute.
Nun hat der Produzenten-Clan seit einigen Jahren eine neue Strategie: Zügel locker lassen, Freiheiten gewähren. Die Folge: Die Serie geht weg vom Seriencharakter, wird für viele Menschen interessanter und ist (wie Bond ja eigentlich immer) auf der Höhe der Zeit. Die Filme unterscheiden sich deutlicher voneinander, was wir, die Bondfans, am stärksten wahrnehmen.
Dass ein Autorenansatz nicht zwingend besser ist, sah man an QOS (obwohl ich ihn mir in letzter Zeit erfolgreich schöngesehen habe - sehr interessanter Film). Tatsache ist aber nun mal auch, dass unter Glen die Serie kommerziell stark abbaute. Dass der Schlusspunkt LTK am wenigsten erfolgreich war, mag auch am falschen Timing, falschen Marketing und der zu hohen Altersfreigabe gelegen haben. Woran lag's denn nun mit dem schleichenden Niedergang? Ich weiß es auch nicht wirklich, nur, dass ich die 80er-Bonds auch am wenigsten gern sehe. Der "Befreiungsschlag" GE wirkt dann zwar auch noch wie ein Film, auf dem ganz stark das Produzentenhändchen ruhte. Aber man hat dann sehr auf Qualität geachtet und versucht, etwas Neues hinzuzufügen, mit dem die Kinogänger sich trotzdem sicher identifizieren konnten. Wann kam das Umdenken hin zu mehr Freiheiten lassen? Und was ich auch gerne mal gewusst hätte: Wie nah war das Franchise nach LTK wirklich am Abgrund? Spielten die Produzenten ernsthaft mit dem Gedanken, die Serie sterben zu lassen? Denn einen kommerziellen "Misserfolg", der allein an der Kinokasse nahezu das Vierfache seines Budgets einspielt, wünscht sich heute mancher Blockbuster-Produzent ...
Die Gründe für den wirtschaftlichen Rückgang ab MR (streng genommen bzw. unter Eliminierung von Inflation ja schon ab TSWLM) sind vielfältiger Natur und wie ich schon schrieb sicher nur teilweise durch eine eventuelle qualitative Verschlechterung begründet (dafür sind die Filme der 80er wie auch ihre "objektiv" wahrgenommene Qualität zu heterogen). Überlegungen die Serie nach LTK zu beenden gab es nie, tatsächlich wurde der Nachfolgefilm bereits intensiv für eine Veröffentlichung 1991 geplant bevor das Parretti-Theater dem dritten Dalton-Film einen Strich durch die Rechnung machte. Ich teile deine Ansicht nicht, dass in den 90ern besonders auf Qualität geachtet wurde und hier erwähnenswerte Neuerungen eingeführt worden sind. Im Gegenteil empfinde ich die Filme der Brosnan-Ära als die formelhaftesten der ganzen Serie. Hier gebe ich dir dann auch in sofern Recht, dass die Produzenten tatsächlich versuchten auf "Nummer sicher" zu gehen in dem sie geradezu jedes Element was gemeinhin mit der filmischen Umsetzung von James Bond in Verbindung gebracht wurde versucht haben einzubauen. Gerade aus diesem Grund wird bei den Brosnan-Filmen häufig eine eigene Identität vermisst, da sie als Kompromiss der sie sind diese auch gar nicht wirklich haben können. Hinzu kommt, dass die Brosnan-Filme zunehmend unrentabler wurden und der "große Schritt" der Produzenten bei CR die altehrwürdige Formel in vielen Dingen abzuwandeln so besonders mutig unter diesem Gesichtspunkt gar nicht war, da eine sture Beibehaltung der "Strichlisten-Filme" a la DAD vermutlich mittelfristig den MGM/Sony-Geldhahn zugedreht hätte. Oder anders ausgedrückt: das bisherige Stammpublikum der Bondfilme reichte im neuen Jahrtausend nicht mehr aus um die immer teureren Filme an der Kinokasse rentabel bleiben zu lassen. Man musste also neue Zuschauerschichten hinzugewinnen und dies schien nur möglich durch einen recht drastischen Stilwechsel. Man könnte es natürlich auch so formulieren: nachdem Cubbys alte Formel bzw. das was seine Erben daraus gemacht hatten nicht mehr rentabel war und die Produzenten offensichtlich auch nicht wirklich die Lösung des Dilemmas wussten war die Hemmschwelle Autoren und Regisseuren mehr Verantwortung zu übertragen in Ermangelung einer echten Alternative dann auch nicht mehr allzu hoch.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

668
Ich würde es so zusammenfassen:
- Glen hat mit vier Filmen in Folge, eine einmalige (theoretische) Chance, der Serie seine Stempel aufzudrücken. Hat er das getan? Ich denke - wie schon von Anatol gesagt - sind seine Filme eigentlich recht heterogen. Es gibt keinen roten Faden und keine gemeinsame Linie. Das kann man kritisieren oder loben. Egal. Aber ich finde seine Inszenierung in allen Filmen recht konservativ und Ideenarm. Das - zusammen mit anderen Aspekten - macht die 80er Ära für mich heute zu der schlechtesten Bond-Zeit.
- In der Brosnan Zeit war es wiederum so, dass vier vollkommen verschiedene Regisseure verantwortlich waren, dennoch wirken die Filme stilistisch auch recht ähnlich (zumindest TND bis DAD finde ich irgendwie homogen). Sicherlich hatten die Regisseure keine besonders großen Einfluss, zum Einen weil die Produzenten das so nicht vorgesehen hatten, zum anderen eben auch, weil sie im Gegensatz zu Glen jeweils bei jedem Film neu in die Familie gekommen sind. Purvis / Wade kamen erst in TWINE an Bord, daher kann man ihnen auch keine durchgängigen EInfluss in der Brosnan Ära "vorwerfen".
- Ausgerechnet jetzt, wo die Produzenten die Zügel am lockersten zu lassen scheinen, zeigt die Serie erstmals sowas wie KOntinuität, was die grobe Richtung angeht. Es gibt eine halbwegs kontinuierliche Charakterisierung Bonds bzw. eine Charakterentwicklung. Das Verhältnis Bond zu M wird kontinuierlich entwickelt, es gibt übergreifende Themen bis hin zum ersten echten Sequel der Reihe. Das alles bei einer wie ich finde filmisch hohen Qualität, die durch die eigenständigeren, freieren Regisseure garantiert wird.
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Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

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Maibaum hat geschrieben:Das ist nett, aber ich glaube nicht das ich es schauen werde. Aus Zeitgründen. Obwohl ich es wahrscheinlich lesen würde wenn es gedruckt vorliegen würde.

Am Film ändert es aber ohnehin nichts. Der ist wie er ist, egal ob absichtlich oder zufällig so geworden. Was TB65 evtl. auch ausdrücken wollte, auch wen er etwas anderes (falsches) sagt.
Falsch? Ich meinte, dass man das, was der Film vermitteln wollte, beim Ansehen auch merkt. Wenn das zu unverständlich war, entschuldigen Sie bitte.
It's the BIGGEST... It's the BEST
It's BOND

AND BEYOND

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

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danielcc hat geschrieben:Ausgerechnet jetzt, wo die Produzenten die Zügel am lockersten zu lassen scheinen, zeigt die Serie erstmals sowas wie KOntinuität, was die grobe Richtung angeht. Es gibt eine halbwegs kontinuierliche Charakterisierung Bonds bzw. eine Charakterentwicklung. Das Verhältnis Bond zu M wird kontinuierlich entwickelt, es gibt übergreifende Themen bis hin zum ersten echten Sequel der Reihe. Das alles bei einer wie ich finde filmisch hohen Qualität, die durch die eigenständigeren, freieren Regisseure garantiert wird.
Erstmals sowas wie Kontinuität was die grobe Richtung angeht in den Craig-Filmen? Das sehe ich nicht so, denn die filmischen Anätze in den Jahren 1965-1985 waren doch mit kleinen Ausnahmen sehr ähnlich. Wenn das keine Kontinuität bezüglich der groben Richtung war weiss ich nicht, was es dann sein soll. Allein zwischen TSWLM und MR ist soviel Kontinuität, das praktisch kein Blatt dazwischenpasst. :wink:
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Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

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AnatolGogol hat geschrieben:
Erstmals sowas wie Kontinuität was die grobe Richtung angeht in den Craig-Filmen? Das sehe ich nicht so, denn die filmischen Anätze in den Jahren 1965-1985 waren doch mit kleinen Ausnahmen sehr ähnlich. Wenn das keine Kontinuität bezüglich der groben Richtung war weiss ich nicht, was es dann sein soll. Allein zwischen TSWLM und MR ist soviel Kontinuität, das praktisch kein Blatt dazwischenpasst. :wink:
Ich habe ja beschrieben was ich mit Richtung meine. Sicherlich sind TSWLM und MR sehr ähnlich aber dennoch verbindet sie fast nichts (Ausnahme der Beißer).
Was aber vor allem der Unterschied zur Craig Ära ist: Dort gibt es eine kontinuierliche Entwicklung von Bond, es sind gleiche Dinge die ihn bewegen, er wächst. In TSWLM und MR ist Bond praktisch "ausgewachsen" und ohne jede Veränderung. MR, TSWLM oder auch YOLT könnte man beliebig austauschen.
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Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

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danielcc hat geschrieben: Ich habe ja beschrieben was ich mit Richtung meine. Sicherlich sind TSWLM und MR sehr ähnlich aber dennoch verbindet sie fast nichts (Ausnahme der Beißer).
Was aber vor allem der Unterschied zur Craig Ära ist: Dort gibt es eine kontinuierliche Entwicklung von Bond, es sind gleiche Dinge die ihn bewegen, er wächst. In TSWLM und MR ist Bond praktisch "ausgewachsen" und ohne jede Veränderung. MR, TSWLM oder auch YOLT könnte man beliebig austauschen.
Das stimmt allerdings. Die Frage ist nur, ob man es auch wirklich braucht. :D Was ich meine: ein wie du so schön schreibst "ausgewachsener" Bond war für viele Fans gerade das, was den Spass an den Filmen ausgemacht hat. Und selbst im derzeitigen Hype um die Craig-Ära liest man häufiger mal wieder so Sachen wie: "hoffentlich ist seine Entwicklung jetzt so langsam mal abgeschlossen". Was für mich persönlich den Reiz am "ausgewachsenen" Bond ausgemacht hat bzw. immer noch ausmacht ist die Tatsache, dass man hier eine verlässliche Konstante hat. Ich denke es gibt genau so viele Zuschauer, die bewährte Sachen schätzen wie permanente Veränderungen. Vermutlich sogar mehr wenn man sich die Beliebtheit von Sequels und Remakes anschaut.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

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Thunderball1965 hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Das ist nett, aber ich glaube nicht das ich es schauen werde. Aus Zeitgründen. Obwohl ich es wahrscheinlich lesen würde wenn es gedruckt vorliegen würde.

Am Film ändert es aber ohnehin nichts. Der ist wie er ist, egal ob absichtlich oder zufällig so geworden. Was TB65 evtl. auch ausdrücken wollte, auch wen er etwas anderes (falsches) sagt.
Falsch? Ich meinte, dass man das, was der Film vermitteln wollte, beim Ansehen auch merkt.
So habe ich das auch verstanden, aber als direkte Antwort auf Daniels Beitrag stimmt es nicht. Das was der Regisseur wollte kann man natürlich nur dann auch am Film sehen wenn man auch weiß was er wollte.
Was ein Film zeigt und was ein Regisseur wollte muß nicht automatisch das selbe sein.

Re: (Spoiler!) User-Reviews zu SKYFALL!

675
Glens Filme sind für mich überhaupt nicht heterogen, sondern ganz im Gegenteil äußerst homogen. Allenfalls LTK schert am Ende ein wenig aus.
Das Problem der 80ger war das die Filme sich nur noch wiederholten (und NSNA passt da voll rein), und dabei zunehmend altmodischer wirkten, und gegenüber z.B. den Indy Filmen wirklich sehr altbacken wirkten. Glens anfangs ultrabiedere Inszenierung tat dabei ihr übriges.
Trotz der stetigen Kontinuität der Serienbeiträge war das vorher nicht so.

Ich habe die damals nur aus Gewohnheit geschaut, nicht aus Überzeugung. Brosnan hat dann den Spaß zurückgebracht, zumindest teilweise. TND war allerdings eher öde. Jedoch scheint mir jetzt in Anbetracht der Craiger das da mehr möglich gewesen wäre. Es fehlt ihnen an Individualität. Allerdings war das bis dato auch nicht Merkmal der Serie.