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Re: Oscars 2026
Verfasst: 23. März 2026 19:19
von vodkamartini
Was heißt hier immer weniger. Im Schnitt schauen seit 2020 immer noch um die 20 Millionen zu. Covid hat auch hier einen Break gebracht, aber natürlich verändert(e) sich auch das TV-Konsumverhalten enorm. Eine Sendung live zu schauen wollen immer weniger. Streaming ist das Maß aller Dinge und das wird sich fortsetzen. Einbrüche in den Zuschauerzahlen gab es auch schon früher, aber inzwischen haben wir eine ganz andere Medienlandschaft als in den 1970er Jahren wo es um die 45 Millionen waren.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 23. März 2026 19:58
von Invincible1958
Genau das sage ich ja.
Relevanz wird heutzutage ja nicht nur an linearen TV-Einschaltquoten gemessen.
Die Oscars schaffen es ja aber anscheinend (zumindest teilweise) auch online noch relevant zu sein. Zumindest geistern im Anschluss an so eine Veranstaltung diverse Clips durch die sozialen Netzwerke etc.
Da gibt es andere Preisverleihungen, die den Sprung ins Internet überhaupt nicht geschafft haben. Wenn ich mal nach Deutschland blicke: Die LOLA-Verleihung - die ja das deutsche Pendant zu den Oscars ist, wird einmal im linearen TV gezeigt. Aber selbst die eigenen Social-Media-Kanäle sind nicht wirklich frisch oder interessant auf irgendeine Art und Weise. Auch nichts, was während der Verleihung passiert, wird anschließend online irgendwo aufgegriffen. Das findet alles jedes Jahr gefühlt komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Gleichzeitig hat jeder das Recht, diese Verleihung für komplett unnötig und sinnlos zu betrachten. Stört niemanden, solange dafür keine Steuergelder ausgegeben werden.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 24. März 2026 17:35
von HCN007
Die LOLA selbst war ja im letzten Jahr im Nachgang eben nur ein kleiner widersprüchlicher Aufreger - gerade weil man komplett unkommentiert und unkritisch den Liedermacher Wolf Biermann das Narrativ von Golda Meir verbreiten lies, dass die Palästinenser selbst für den eigenen Genozid verantwortlich sind - und das nur knapp eine Stunde nachdem Igor Levitt die spontane Aufgabe übernommen hat, eine Rede zu Ehren der verstorbenen Margot Friedländer zu halten, deren Appelle komplett das Gegenteil von dem sind, was entsprechend Biermann dann geäußert hat.
Gerade das politische Klima in der Kulturlandschaft in Deutschland scheint sich mit dem Wechsel der Verantwortlichkeit an der Führungsposition des Kulturstaatsministeriums von Claudia Roth zu Wolfram Weimer auch wieder ins eher Konservativere und wenig Progressive entwickelt zu haben. Das könnte durchaus interessant werden Ende Mai, wenn die Verleihung am 29.5. stattfindet und die Nominierungen kommenden Montag verkündet werden.
Prinzipiell müssen sich aber Senderverantwortliche von einer reinen Betrachtung der TV-Quoten verabschieden und das Ganze um die Abrufzahlen im Streamingbereich (sowohl per Livestream als auch später On Demand im Replay) erweitern.
Die Oscars werden ja wenn es diese dann auf YT zu sehen gibt schon ein sehr aggregiertes Feedback bekommen, wie hoch das weltweite Interesse an der Veranstaltung im Livestream sein wird.