Mr.Chrismas Jones hat geschrieben: Gestern 12:46
Arrival halte ich jetzt nicht für einen Unterhaltungsfilm
Bin auch kein großer "Arrival"-Fan, finde es aber auch befremdlich, wie viele mit Unterhaltung vor allem "leichte" Stoffe ohne großes Drama und Ernsthaftigkeit assoziieren. Unterhalten tut erstmal, was mich beim Anschauen ergreift und abholt, und das kann sowohl "John Wick" als auch "Schneewittchen" oder "Schindler's Liste" sein. Villeneuve macht Filme, die mit einer gewissen Schwere und erdrückenden Pompösität beladen sind, aber es sind trotzdem Unterhaltungsfilme.
craigistheman hat geschrieben: 5. März 2026 17:05
Sollte man tatsächlich Bonds Navy/Special Forces-Vergangenheit beleuchten, dann wäre eine Art zweigeteilter Film à la Godfather Part II in dem 2 komplementäre narrative Stränge parallel laufen - einmal Gegenwart (Bond als 00) einmal Vergangenheit (Bond 7 Jahre zuvor in Ausbildung und im Einsatz für die Navy) das erzählerische Mittel, das mir am besten gefallen würde.
Die Story ließe sich so takten, dass Bond in der Gegenwart erneut auf Figuren aus seiner Navy-Zeit stößt (Gönner, Mentoren, Frauen?) und wir die Informationen zum Zusammensetzen eines größeren Bildes Häppchenweise durch Zeitsprünge präsentiert bekommen.
Ich kann mir sowas gut vorstellen als Konzept im Kopf von Villeneuve / Knight. Aber persönlich fänd ich alles daran absolut Panne. Nichts gegen deine Idee / bzw. deinen Entwurf, und ich bin mir sicher, viele Zuschauer holt man damit ab. Bloß ist Bonds Vergangenheit für mich vollkommen irrelevant. Es interessiert mich einfach nicht, wer er war, bevor er Bond war. Es interessiert mich auch nicht, wie er so in der Navy war, was er da gelernt hat, und von wem, und so weiter. Selbst wenn das nur ein Aufhänger wäre, um es dann mit dem Hauptplot in der Gegenwart zu verknüpfen - es geht mir zu weit. Bond ist Bond, und im gewissen Sinne ein fertiger Charakter von Anfang an. Es gibt kein "Davor". Das ist schon konzeptionell falsch für mich.
danielcc hat geschrieben: Gestern 12:07
Für mich ist wieder die Zeit der guten alten einfachen Unterhaltung. Maverick, F1 und von mir aus auch Superman haben das gut vorgemacht
Absolut richtig beobachtet. Der Wind dreht sich im Blockbuster-Kino auffällig wieder, es gibt eine Bedürfnis nach leichterem Eskapismus "alter Machart". Die ganzen unsäglichen 80s Revivals machen das vor, und der große Erfolg von Superman bei der Gen Z verdeutlicht es umso mehr. Jetzt wäre die ideale Zeit, wieder den schon seit Dr. No existierenden Camp-Faktor von Bond zu betonen. Das wird mit Villeneuve aber nicht passieren, und ich leiste gerne einen Blutschwur auf dem Grab von Cubby und wiederhole die Aussage.