iHaveCNit: Die My Love (2025) – Lynne Ramsay – Mubi
Deutscher Kinostart: 13.11.2025
gesehen am 14.11.2025 in OmU
Arthouse-Kinos Frankfurt – Harmonie – Große Harmonie - Parkett – Reihe 10, Platz 10 – 20:45 Uhr
Das Pärchen aus der Schriftstellerin Grace und dem Drummer Jackson zieht gemeinsam in ein abgelegenes Waldhaus auf dem Land in eine Gegend, in der Jackson aufgewachsen ist. Die feurige Leidenschaft des Pärchens führt dazu, dass beide ein Kind bekommen, was die Dynamik des Pärchens komplett verändern wird und bei vor allem Grace zu einem Gefühl der Leere, Einsamkeit und Frustration führt.
Regisseurin Lynne Ramsay hat mich mit ihrem letzten Film „You Were Never Really Here“ beziehungsweise „A Beautiful Day“ mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle und dem damit verbundenen Ansatz eines unangenehmen, radikalen Vigilante-Thrillers komplett begeistern können und mit „Die My Love“ - einer Romanverfilmung einer argentinischen Schriftstellerin macht sie genau dort weiter und schafft aus dem Nichts eines meiner Highlights des Kinojahres 2025. Mit Jennifer Lawrence und Robert Pattinson in den Hauptrollen und Sissy Spacek, Nick Nolte und Lakeith Stanfield in wichtigen Nebenrollen erschafft sie einen sehr radikalen, unangenehmen, künstlerisch überhöhten Rausch und einen Zustand der Manie, der sich thematisch und symbolisch vor allem um Depressionen von Frauen nach einer Schwangerschaft dreht und es natürlich ein Glücksgriff ist, hier mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle jemanden zu besetzen, der auch tatsächlich vor kurzem erst 2 Kinder bekommen hat, womit das in der rohen, unbändigen, freidrehenden Performance von Lawrence auch unfassbar authentisch und lebensnah wirken kann.
„Die My Love“ - My First Look – 10/10 Punkte
Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
452iHaveCNit: The Change (2025) – Jan Komasa – Tobis
Deutscher Kinostart: 06.11.2025
gesehen am 15.11.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Lumiere – Reihe 6, Platz 8 – 12:00 Uhr
Ellen und Paul Taylor feiern ihren 25. Hochzeitstag. Der Gastronom und die Universitätsdozentin laden hierfür auch ihre Familie ein. Während Anna lesbische Aktivistin und Comedienne ist, ist Cynthia mit ihrem Mann Rob im juristischen Sektor tätig, die junge, nerdige Birdie interessiert sich für Naturwissenschaften und Josh ist ambitionierter Schriftsteller. Josh hat hier durch beruflichen Kontakt Liz kennengelernt und nutzt diese Familienfeierlichkeiten dazu, Liz der Familie vorzustellen. Ellen Taylor erinnert sich kurz darauf daran, dass Liz vor wenigen Jahren eine Studentin von ihr war, die durch eine Projektarbeit mit stark radikalen, antidemokratischen aufgefallen ist. Liz hat mittlerweile ihre damalige nicht genehmigte Arbeit in ein erfolgreiches Buch umgewandelt hat, dass gesellschaftlich zum politischen Manifest geworden ist. Noch ahnen die Taylors nicht, dass diese Begegnung die Familie nachhaltig spalten wird.
Einer der Filme aus der Kategorie, die ich mal wieder nicht auf dem Schirm hatte, aber dann plötzlich aufgetaucht sind, Interesse bei mir geweckt haben und sich dann als absoluten Glücksgriff erwiesen haben – ist nun „The Change“ beziehungsweise „Anniversary“ des polnischen Regisseurs Jan Komasa, der bereits mit „Corpus Christi“ bei mir einen tollen Eindruck hinterlassen hat. „The Change“ ist ein brisant aktueller Film, der aufzeigt wie der Einfluss von Politik auch den Mikrokosmos einer Familie komplett verändern und spalten kann. Hierfür hat natürlich das charakterliche Ensemble eine gewisse Bandbreite an entsprechenden Themen zu bieten, die die Vielseitigkeit des Themas beleuchten können und auch schauspielerisch ein tolles Ensemble zu bieten aus Diane Lane, Kyle Chandler, Dylan O Brien, Phoebe Dyvenor, McKenna Grace, Zoey Deutch, Daryl McCormack und Madeline Brewer. In einem Zeitraum von 5 Jahren fokussiert sich der Film dabei episodenhaft auf wichtige Ereignisse in der Familie und die fortschreitende Entwicklungen im Leben der Familienmitglieder, den Wechsel der Dynamiken und auch die gesellschaftlichen Veränderungen durch den Einfluss der durch das Buch inspirierten politischen Bewegung. In einer durchaus cleanen, aber auch tristen, entsättigten visuellen Gestaltung des Films macht das den Film durchaus mit seinen Wendungen und Entwicklungen sehr unangenehm, beklemmend, fast lebensnah und radikal und eine absolut spannende und fiese Mischung aus Familiendrama, Politthriller und Psychothriller, die mich absolut positiv überrascht hat und eines der Highlights des Filmjahres für mich darstellt.
„The Change“ - My First Look – 10/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 06.11.2025
gesehen am 15.11.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Lumiere – Reihe 6, Platz 8 – 12:00 Uhr
Ellen und Paul Taylor feiern ihren 25. Hochzeitstag. Der Gastronom und die Universitätsdozentin laden hierfür auch ihre Familie ein. Während Anna lesbische Aktivistin und Comedienne ist, ist Cynthia mit ihrem Mann Rob im juristischen Sektor tätig, die junge, nerdige Birdie interessiert sich für Naturwissenschaften und Josh ist ambitionierter Schriftsteller. Josh hat hier durch beruflichen Kontakt Liz kennengelernt und nutzt diese Familienfeierlichkeiten dazu, Liz der Familie vorzustellen. Ellen Taylor erinnert sich kurz darauf daran, dass Liz vor wenigen Jahren eine Studentin von ihr war, die durch eine Projektarbeit mit stark radikalen, antidemokratischen aufgefallen ist. Liz hat mittlerweile ihre damalige nicht genehmigte Arbeit in ein erfolgreiches Buch umgewandelt hat, dass gesellschaftlich zum politischen Manifest geworden ist. Noch ahnen die Taylors nicht, dass diese Begegnung die Familie nachhaltig spalten wird.
Einer der Filme aus der Kategorie, die ich mal wieder nicht auf dem Schirm hatte, aber dann plötzlich aufgetaucht sind, Interesse bei mir geweckt haben und sich dann als absoluten Glücksgriff erwiesen haben – ist nun „The Change“ beziehungsweise „Anniversary“ des polnischen Regisseurs Jan Komasa, der bereits mit „Corpus Christi“ bei mir einen tollen Eindruck hinterlassen hat. „The Change“ ist ein brisant aktueller Film, der aufzeigt wie der Einfluss von Politik auch den Mikrokosmos einer Familie komplett verändern und spalten kann. Hierfür hat natürlich das charakterliche Ensemble eine gewisse Bandbreite an entsprechenden Themen zu bieten, die die Vielseitigkeit des Themas beleuchten können und auch schauspielerisch ein tolles Ensemble zu bieten aus Diane Lane, Kyle Chandler, Dylan O Brien, Phoebe Dyvenor, McKenna Grace, Zoey Deutch, Daryl McCormack und Madeline Brewer. In einem Zeitraum von 5 Jahren fokussiert sich der Film dabei episodenhaft auf wichtige Ereignisse in der Familie und die fortschreitende Entwicklungen im Leben der Familienmitglieder, den Wechsel der Dynamiken und auch die gesellschaftlichen Veränderungen durch den Einfluss der durch das Buch inspirierten politischen Bewegung. In einer durchaus cleanen, aber auch tristen, entsättigten visuellen Gestaltung des Films macht das den Film durchaus mit seinen Wendungen und Entwicklungen sehr unangenehm, beklemmend, fast lebensnah und radikal und eine absolut spannende und fiese Mischung aus Familiendrama, Politthriller und Psychothriller, die mich absolut positiv überrascht hat und eines der Highlights des Filmjahres für mich darstellt.
„The Change“ - My First Look – 10/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
453iHaveCNit: HIM – Der Größte aller Zeiten (2025) – Justin Tipping – Universal
Deutscher Kinostart: 13.11.2025
gesehen am 17.11.2025
Kinopolis MTZ – Kino 7 – Reihe 13, Platz 15 – 21:00 Uhr
Schon als kleiner Junge war Football eine große Faszination für Cameron "Cam" Cade, der gemeinsam mit dem Vater gebannt die Spiele der San Antonio Saviours und dem Superstar und MVP Isaiah White verfolgt hat. Für Cam war klar, eines Tages möchte er genauso groß werden wie Isaiah. Viele Jahre später ist er Profi-Footballer und eines der vielversprechenden Talente des Sports, doch eine Verletzung wirft ihn aus der Bahn und aus dem Fokus der Drafts. Doch dann bekommt er die Einladung auf ein Privattraining in der abgelegenen Villa von Isaiah, wo er schon bald mit ganz speziellen Trainingsmethoden und mysteriösen Zwischenfällen konfrontiert wird.
Der neue Film aus der Produktionsschmiede von Jordan Peele - "Monkeypaw Productions" wird von Justin Tipping inszeniert und dreht sich mit Football um einen Sport, der in den USA genau den Stellenwert besitzt, den in Europa, Südamerika und anderen Teilen der Welt eben Fußball innehat, selbst wenn der Sport mittlerweile auch so langsam hierzulande mit Übertragungen des Superbowls und auch ausverkauften Stadien von Top-Spielen, bei denen die NFL auch mal hier zu Gast ist und bei dem es bei den ein oder anderen Spielern und Mannschaften schon zu einer kultartigen Verehrung kommt (neben auch in den USA den großen Sportarten Basketball und Baseball). Selbst wenn es filmisch schon viele Filme über den Sport im Football gibt, ist das Genre des Gore- und Bodyhorrors noch überhaupt nicht ausgelotet und damit ist "HIM - Der Größte Aller Zeiten" durchaus erfrischend. In Abschnitte unterteilt hat er eine fließend ineinander übergehende episodenhafte Struktur, die sich durchaus in Ansätzen oberflächlich mehreren Bereichen widmet, die mit dem ganzen Geschäft des Sports zu tun haben, wobei das gerade passenderweise für den Sport selbst eher an der Oberfläche und wenig subtil bleibt, unabhängig davon, ob man bei der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Ruhm und den Personenkult und der Symbolik tiefer in die Analyse gehen kann. Audiovisuell ist der Film großartig und auch die grafische Darstellung der Gewalt und Eskalation können sich sehen lassen, so dass mir diese Quarterback-Version aus „The Substance“ und „Neon Demon“ sehr gefallen hat, auch wenn der große Touchdown nicht gefallen ist.
„HIM – Der Größte aller Zeiten“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 13.11.2025
gesehen am 17.11.2025
Kinopolis MTZ – Kino 7 – Reihe 13, Platz 15 – 21:00 Uhr
Schon als kleiner Junge war Football eine große Faszination für Cameron "Cam" Cade, der gemeinsam mit dem Vater gebannt die Spiele der San Antonio Saviours und dem Superstar und MVP Isaiah White verfolgt hat. Für Cam war klar, eines Tages möchte er genauso groß werden wie Isaiah. Viele Jahre später ist er Profi-Footballer und eines der vielversprechenden Talente des Sports, doch eine Verletzung wirft ihn aus der Bahn und aus dem Fokus der Drafts. Doch dann bekommt er die Einladung auf ein Privattraining in der abgelegenen Villa von Isaiah, wo er schon bald mit ganz speziellen Trainingsmethoden und mysteriösen Zwischenfällen konfrontiert wird.
Der neue Film aus der Produktionsschmiede von Jordan Peele - "Monkeypaw Productions" wird von Justin Tipping inszeniert und dreht sich mit Football um einen Sport, der in den USA genau den Stellenwert besitzt, den in Europa, Südamerika und anderen Teilen der Welt eben Fußball innehat, selbst wenn der Sport mittlerweile auch so langsam hierzulande mit Übertragungen des Superbowls und auch ausverkauften Stadien von Top-Spielen, bei denen die NFL auch mal hier zu Gast ist und bei dem es bei den ein oder anderen Spielern und Mannschaften schon zu einer kultartigen Verehrung kommt (neben auch in den USA den großen Sportarten Basketball und Baseball). Selbst wenn es filmisch schon viele Filme über den Sport im Football gibt, ist das Genre des Gore- und Bodyhorrors noch überhaupt nicht ausgelotet und damit ist "HIM - Der Größte Aller Zeiten" durchaus erfrischend. In Abschnitte unterteilt hat er eine fließend ineinander übergehende episodenhafte Struktur, die sich durchaus in Ansätzen oberflächlich mehreren Bereichen widmet, die mit dem ganzen Geschäft des Sports zu tun haben, wobei das gerade passenderweise für den Sport selbst eher an der Oberfläche und wenig subtil bleibt, unabhängig davon, ob man bei der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Ruhm und den Personenkult und der Symbolik tiefer in die Analyse gehen kann. Audiovisuell ist der Film großartig und auch die grafische Darstellung der Gewalt und Eskalation können sich sehen lassen, so dass mir diese Quarterback-Version aus „The Substance“ und „Neon Demon“ sehr gefallen hat, auch wenn der große Touchdown nicht gefallen ist.
„HIM – Der Größte aller Zeiten“ - My First Look – 8/10 Punkte
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454iHaveCNit: The Running Man (2025) – Edgar Wright – Paramount
Deutscher Kinostart: 13.11.2025
gesehen am 18.11.2025 in Dolby Atmos
Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 14, Platz 27 – 20:15 Uhr
Für Ben Richards läuft es nicht gut. In einer finanziellen Misere kann er sich die wichtigen Medikamente und Behandlungen für die kranke Tochter nicht leisten und auch beruflich findet er gerade keinen Job. In seiner Verweiflung sieht er eine Teilnahme an der tödlichen Gameshow „The Running Man“ als letzten Ausweg, denn dort bekommt er für eine erfolgreiche Teilnahme genug finanzielle Mittel als Preisgeld. Das einzige Problem dabei – niemand war bisher erfolgreich, einem Team aus Profikillern mehr als 30 Tage zu entkommen und auch das Team der Produzenten rund um Dan Kilian ist wenig daran interessiert, dass jemand die Show gewinnt.
Stephen Kings Roman „Menschenjagd“ beziehungsweise „The Running Man“ habe ich zwar bisher noch nicht gelesen, aber die Verfilmung als 80er-Jahre-Arnold-Schwarzenegger-Action-Trash von Paul Michael Glaser aus 1987 ist mir durchaus bekannt. Dementsprechend war ich mal gespannt, wie ein Regisseur wie Edgar Wright mit einem Glen Powell in der Hauptrolle hier eine Neuverfilmung umsetzt. Während es im Arnie-Klassiker nur 3 Stunden Spielzeit im Überlebenskampf in Arenen sind, hat man sich in Wrights Film scheinbar ein wenig mehr an die literarische Vorlage gehalten. Die Essenz eines Filmes, der gesellschaftskritisch ein totalitäres Regime aufzeigt, bei dem die Menge aus der „Arbeiterklasse“ durch Brot und Spiele bei Laune gehalten und mit einem nicht erfüllbaren liberalen Aufstiegs- und Gewinnversprechen gelockt und manipuliert werden ist sowohl bei beiden Filmen klar erkennbar und eigentlich auch am Puls der Zeit in diesem Film, der neben Gesellschaftskritik und Mediensatire auch Science-Fiction und Actionthriller zu bieten hat. Da stellt sich für mich die Frage, ob ein Edgar Wright, der bisher in seinen Filmen eigentlich ein Spezialist fürs perfekt getimte audiovisuelle Erzählen ist – egal ob er sich im Bereich Horror, Action, Science-Fiction, Liebe und Komödie bewegt und dabei auch popkulturelle Referenzen und Anspielungen zu bieten hat, der passende Regisseur für einen Film wie „The Running Man“ ist, wenn sein Stil nur sehr spärlich im Film präsent ist und die nicht immer aus einem Guß wirkende Tonalität die Ernsthaftigkeit des Themas und Films bricht. Dennoch hat mir Wrights Verfilmung gut gefallen weil sie erfrischend anders wirkt als die 80er-Jahre-Arnold-Schwarzenegger-Action-Trash-Verfilmung – auch wenn die optimale Verfilmung eines Projekts wie „The Running Man“ damit noch nicht erreicht worden ist.
„The Running Man“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 13.11.2025
gesehen am 18.11.2025 in Dolby Atmos
Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 14, Platz 27 – 20:15 Uhr
Für Ben Richards läuft es nicht gut. In einer finanziellen Misere kann er sich die wichtigen Medikamente und Behandlungen für die kranke Tochter nicht leisten und auch beruflich findet er gerade keinen Job. In seiner Verweiflung sieht er eine Teilnahme an der tödlichen Gameshow „The Running Man“ als letzten Ausweg, denn dort bekommt er für eine erfolgreiche Teilnahme genug finanzielle Mittel als Preisgeld. Das einzige Problem dabei – niemand war bisher erfolgreich, einem Team aus Profikillern mehr als 30 Tage zu entkommen und auch das Team der Produzenten rund um Dan Kilian ist wenig daran interessiert, dass jemand die Show gewinnt.
Stephen Kings Roman „Menschenjagd“ beziehungsweise „The Running Man“ habe ich zwar bisher noch nicht gelesen, aber die Verfilmung als 80er-Jahre-Arnold-Schwarzenegger-Action-Trash von Paul Michael Glaser aus 1987 ist mir durchaus bekannt. Dementsprechend war ich mal gespannt, wie ein Regisseur wie Edgar Wright mit einem Glen Powell in der Hauptrolle hier eine Neuverfilmung umsetzt. Während es im Arnie-Klassiker nur 3 Stunden Spielzeit im Überlebenskampf in Arenen sind, hat man sich in Wrights Film scheinbar ein wenig mehr an die literarische Vorlage gehalten. Die Essenz eines Filmes, der gesellschaftskritisch ein totalitäres Regime aufzeigt, bei dem die Menge aus der „Arbeiterklasse“ durch Brot und Spiele bei Laune gehalten und mit einem nicht erfüllbaren liberalen Aufstiegs- und Gewinnversprechen gelockt und manipuliert werden ist sowohl bei beiden Filmen klar erkennbar und eigentlich auch am Puls der Zeit in diesem Film, der neben Gesellschaftskritik und Mediensatire auch Science-Fiction und Actionthriller zu bieten hat. Da stellt sich für mich die Frage, ob ein Edgar Wright, der bisher in seinen Filmen eigentlich ein Spezialist fürs perfekt getimte audiovisuelle Erzählen ist – egal ob er sich im Bereich Horror, Action, Science-Fiction, Liebe und Komödie bewegt und dabei auch popkulturelle Referenzen und Anspielungen zu bieten hat, der passende Regisseur für einen Film wie „The Running Man“ ist, wenn sein Stil nur sehr spärlich im Film präsent ist und die nicht immer aus einem Guß wirkende Tonalität die Ernsthaftigkeit des Themas und Films bricht. Dennoch hat mir Wrights Verfilmung gut gefallen weil sie erfrischend anders wirkt als die 80er-Jahre-Arnold-Schwarzenegger-Action-Trash-Verfilmung – auch wenn die optimale Verfilmung eines Projekts wie „The Running Man“ damit noch nicht erreicht worden ist.
„The Running Man“ - My First Look – 8/10 Punkte
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455iHaveCNit: Keeper (2025) – Osgood Perkins – DCM
Deutscher Kinostart: 20.11.2025
gesehen am 26.11.2025
Kinopolis MTZ – Kino 7 – Reihe 13, Platz 15 – 21:15 Uhr
Die Künstlerin Liz ist schon seit einem Jahr mit Malcolm zusammen. Anlässlich des Jubiläums nimmt Malcolm Liz mit ihn ein abgelegenes Haus im Wald für ein gemeinsames Wochenende. Aufgrund eines Zwischenfalls muss Malcolm jedoch wieder zurück in die Stadt und Liz verbleibt in der Hütte. Inmitten der Ruhe, Einsamkeit und Isolation werden die kommenden Tage für Liz zu einem Alptraum, bei dem auch dunkle Geheimnisse über Malcolm und das Haus eine Rolle spielen.
Regisseur Osgood Perkins hat in den letzten Jahren mit „Gretel + Hänsel“ , „Longlegs“ und „The Monkey“ durchaus interessante Genrebeiträge im Horrorbereich inszeniert und geliefert. Und zwischen „Longlegs“ und „The Monkey“ hat er aus der Not des letzten Streiks im Bereich der WGA und SAG-AFTRA scheinbar eine Tugend gemacht und mit vorwiegend kanadischen Personen, die keine Gildenmitgliedschaft besitzen oder kurzzeitig darauf verzichten einfach so produktiv und effektiv man sein möchte, die Produktion eines weiteren Films, „Keeper“, eingeschoben. „Keeper“ ist ein interessanter Horrorthriller, der vor allem durch zwei Punkte sehr positiv in Erinnerung bleibt. Die Atmosphäre und die Bilder, die hier geschaffen werden sehen einfach gut aus und zeigen, dass Perkins schon eine tolle Horror-Ästhetik und fiese Atmosphäre kreiert. Mit einer Tatiana Maslany in der Hauptrolle des Films schafft es der Film auch eine regelrechte Tour De Force von ihr durchleben zu lassen. Die thematische Auseinandersetzung des Films mit Liebe, Machtdynamiken in Beziehungen und die zum Teil eingewobene symbolische, okkulte Thematik über die ich an der Stelle weniger verraten möchte, ist durchaus sehr komplex. Hier bleibt der Film aber relativ dünn und oberflächlich und geht nicht ganz in die Tiefe.
„Keeper“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 20.11.2025
gesehen am 26.11.2025
Kinopolis MTZ – Kino 7 – Reihe 13, Platz 15 – 21:15 Uhr
Die Künstlerin Liz ist schon seit einem Jahr mit Malcolm zusammen. Anlässlich des Jubiläums nimmt Malcolm Liz mit ihn ein abgelegenes Haus im Wald für ein gemeinsames Wochenende. Aufgrund eines Zwischenfalls muss Malcolm jedoch wieder zurück in die Stadt und Liz verbleibt in der Hütte. Inmitten der Ruhe, Einsamkeit und Isolation werden die kommenden Tage für Liz zu einem Alptraum, bei dem auch dunkle Geheimnisse über Malcolm und das Haus eine Rolle spielen.
Regisseur Osgood Perkins hat in den letzten Jahren mit „Gretel + Hänsel“ , „Longlegs“ und „The Monkey“ durchaus interessante Genrebeiträge im Horrorbereich inszeniert und geliefert. Und zwischen „Longlegs“ und „The Monkey“ hat er aus der Not des letzten Streiks im Bereich der WGA und SAG-AFTRA scheinbar eine Tugend gemacht und mit vorwiegend kanadischen Personen, die keine Gildenmitgliedschaft besitzen oder kurzzeitig darauf verzichten einfach so produktiv und effektiv man sein möchte, die Produktion eines weiteren Films, „Keeper“, eingeschoben. „Keeper“ ist ein interessanter Horrorthriller, der vor allem durch zwei Punkte sehr positiv in Erinnerung bleibt. Die Atmosphäre und die Bilder, die hier geschaffen werden sehen einfach gut aus und zeigen, dass Perkins schon eine tolle Horror-Ästhetik und fiese Atmosphäre kreiert. Mit einer Tatiana Maslany in der Hauptrolle des Films schafft es der Film auch eine regelrechte Tour De Force von ihr durchleben zu lassen. Die thematische Auseinandersetzung des Films mit Liebe, Machtdynamiken in Beziehungen und die zum Teil eingewobene symbolische, okkulte Thematik über die ich an der Stelle weniger verraten möchte, ist durchaus sehr komplex. Hier bleibt der Film aber relativ dünn und oberflächlich und geht nicht ganz in die Tiefe.
„Keeper“ - My First Look – 7/10 Punkte
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456iHaveCNit: Zoomania 2 (2025) – Jared Bush und Byron Howard – Wald Disney
Deutscher Kinostart: 26.11.2025
gesehen am 28.11.2025 in 3D und Dolby Atmos
Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 8, Platz 8 – 19:45 Uhr
Nachdem das ungleiche Duo Judy Hopps und Nicholas Wilde die Verschwörung um die Ausgrenzung der Raubtiere aufgedeckt haben, ist erstmal Teambuilding und der Abzug aus dem aktiven Ermittlungsdienst angesagt, nachdem sie etwas Chaos durch einen Alleingang in einem Fall mit Reptilienschmuggel verursacht haben. Dennoch können beide nicht die Finger von den Ermittlungen lassen und bringen ein dunkles Geheimnis über die Entstehungsgeschichte von Zoomania ans Tageslicht, bei dem die Gründungsväter von Zoomania und die Rolle der Reptilienarten eine Rolle spielen.
„Zoomania“ war vor knapp 10 Jahren ein riesiger Erfolg für Walt Disney Animation. Sowohl an der Kinokasse als auch bei der Seite der Kritiker, der Zuschauer und bei der damaligen Awardsaison. Die Idee, eine dem Zeitgeist und den gesellschaftlichen Dynamiken entsprechende Parabel in die Welt der Tiere zu transferieren und in Form eines knallbunten Action-Abenteuers und einer Buddy-Cop-Action-Kömodie in die Kinos zu bringen ist auch meiner Meinung nach eine absolut großartige Idee. Da war es klar, dass man sich da mit einiger Zeit Verspätung auf eine Fortsetzung freuen kann. Und diese hat mir auch gefallen können, selbst wenn man hier nach dem Motto „Höher, schneller, weiter“ und „Mehr vom Gleichen“ vorgegangen ist. Erfrischend ist die weitere Untersuchung der zwischenmenschlichen Dynamiken zwischen Hopps und Wilde, dem ungleichen Duo aus Hase und Fuchs – weil in Zoomania Fuchs und Hase nicht nur gute Nacht sagen, sondern gemeinsam als Cop-Duo zusammen arbeiten, erfrischend ist auch das weitere Worldbuilding von Zoomania und dem weiteren Eintauchen in die Geschichte, bei dem man thematisch auch das Rassismus und Xenophobie-Thema aus dem ersten Teil noch um Geschichtsrevisionismus, machhungrigen Eliten im Hintergrund und Verbrechen des Kolonialismus erweitert hat. Witzig und unterhaltsam sind auch neben dem sich immer im Fluß und der Action befindlichen Abenteuers die ganzen skurrilen Nebencharaktere und auch die ein oder andere Filmreferenz an aktuellere Filme und Klassiker der Filmgeschichte. Insgesamt macht der Film einiges an Spaß, ist unterhaltsam, an manchen Stellen auch berührend und vor allem ein Spaß für die ganze Familie.
„Zoomania 2“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 26.11.2025
gesehen am 28.11.2025 in 3D und Dolby Atmos
Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 8, Platz 8 – 19:45 Uhr
Nachdem das ungleiche Duo Judy Hopps und Nicholas Wilde die Verschwörung um die Ausgrenzung der Raubtiere aufgedeckt haben, ist erstmal Teambuilding und der Abzug aus dem aktiven Ermittlungsdienst angesagt, nachdem sie etwas Chaos durch einen Alleingang in einem Fall mit Reptilienschmuggel verursacht haben. Dennoch können beide nicht die Finger von den Ermittlungen lassen und bringen ein dunkles Geheimnis über die Entstehungsgeschichte von Zoomania ans Tageslicht, bei dem die Gründungsväter von Zoomania und die Rolle der Reptilienarten eine Rolle spielen.
„Zoomania“ war vor knapp 10 Jahren ein riesiger Erfolg für Walt Disney Animation. Sowohl an der Kinokasse als auch bei der Seite der Kritiker, der Zuschauer und bei der damaligen Awardsaison. Die Idee, eine dem Zeitgeist und den gesellschaftlichen Dynamiken entsprechende Parabel in die Welt der Tiere zu transferieren und in Form eines knallbunten Action-Abenteuers und einer Buddy-Cop-Action-Kömodie in die Kinos zu bringen ist auch meiner Meinung nach eine absolut großartige Idee. Da war es klar, dass man sich da mit einiger Zeit Verspätung auf eine Fortsetzung freuen kann. Und diese hat mir auch gefallen können, selbst wenn man hier nach dem Motto „Höher, schneller, weiter“ und „Mehr vom Gleichen“ vorgegangen ist. Erfrischend ist die weitere Untersuchung der zwischenmenschlichen Dynamiken zwischen Hopps und Wilde, dem ungleichen Duo aus Hase und Fuchs – weil in Zoomania Fuchs und Hase nicht nur gute Nacht sagen, sondern gemeinsam als Cop-Duo zusammen arbeiten, erfrischend ist auch das weitere Worldbuilding von Zoomania und dem weiteren Eintauchen in die Geschichte, bei dem man thematisch auch das Rassismus und Xenophobie-Thema aus dem ersten Teil noch um Geschichtsrevisionismus, machhungrigen Eliten im Hintergrund und Verbrechen des Kolonialismus erweitert hat. Witzig und unterhaltsam sind auch neben dem sich immer im Fluß und der Action befindlichen Abenteuers die ganzen skurrilen Nebencharaktere und auch die ein oder andere Filmreferenz an aktuellere Filme und Klassiker der Filmgeschichte. Insgesamt macht der Film einiges an Spaß, ist unterhaltsam, an manchen Stellen auch berührend und vor allem ein Spaß für die ganze Familie.
„Zoomania 2“ - My First Look – 8/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
457iHaveCNit: Zone 3 (2025) – Cedric Jimenez – Studiocanal
Deutscher Kinostart: 27.11.2025
gesehen am 01.12.2025
Cinestar Metropolis – Kino 10 – Reihe H, Platz 7 – 20:45 Uhr
In einem Paris der Zukunft im Jahre 2045 ist die Gesellschaft in 3 klare Klassen und Zonen unterteilt und eine KI namens ALMA unterstützt den Staat bei der totalitären Überwachung. Als der Erfinder der KI ermordet wird und sich eine Terrororganisation dazu bekennt, ist der aus Zone 3 kommende Polizist Zem Brecht und die aus Zone 2 kommende Elitepolizistin Salia Malberg mit den Ermittlungen betraut. Noch ahnen beide nicht, was tatsächlich hinter diesem Mord steckt.
Regisseur Cedric Jimenez hat für mich bereits zuletzt mit „November“ einen puliserenden Actionthriller geliefert, der sich vor allem mit den Ermittlungen nach dem Attentat im Pariser Bataclan am 13.11.2015 und weiteren Anschlägen in Paris beschäftigt. Genauso pulsierend, actionreich und in Paris verortet ist nun sein neuer Film „Zone 3“, der international „Dog 51“ und in Frankreich „Chien 51“ heißt und eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Laurent Gaude ist. Für den Film konnte Jimenez einen Teil des Who Is Who der französischen Schauspielriege gewinnen. In den Hauptrollen bekommen wir Gilles Lellouche und Adele Exarchopolous und in den weiteren wichtigen Nebenrollen Personen wie Romain Duris, Louis Garrell, Daphne Patakia, Valeria Bruni Tedeschi, Artus, Stephane Bak und auch den ehemaligen Daft Punker Thomas Bangalter zu sehen. Der Fokus des Films liegt klar darauf, einen kompromisslosen, pulsierenden Actionthriller mit Elementen des Sci-Fi- und Verschwörungsthriller zu kombinieren. Unabhängig davon, wie tief der Film eben seine gesellschaftskritische Komponente und sein Sci-Fi-Setting darstellt und verhandelt, schafft der Film eine tolle, interessante, faszinierende und stimmige Atmosphäre, wobei eines der wenigen Probleme des Films dann darin liegt, beziehungstechnische Dynamiken der Figuren anzudeuten, die der Film scheinbar aus dem Nichts holt.
„Zone 3“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 27.11.2025
gesehen am 01.12.2025
Cinestar Metropolis – Kino 10 – Reihe H, Platz 7 – 20:45 Uhr
In einem Paris der Zukunft im Jahre 2045 ist die Gesellschaft in 3 klare Klassen und Zonen unterteilt und eine KI namens ALMA unterstützt den Staat bei der totalitären Überwachung. Als der Erfinder der KI ermordet wird und sich eine Terrororganisation dazu bekennt, ist der aus Zone 3 kommende Polizist Zem Brecht und die aus Zone 2 kommende Elitepolizistin Salia Malberg mit den Ermittlungen betraut. Noch ahnen beide nicht, was tatsächlich hinter diesem Mord steckt.
Regisseur Cedric Jimenez hat für mich bereits zuletzt mit „November“ einen puliserenden Actionthriller geliefert, der sich vor allem mit den Ermittlungen nach dem Attentat im Pariser Bataclan am 13.11.2015 und weiteren Anschlägen in Paris beschäftigt. Genauso pulsierend, actionreich und in Paris verortet ist nun sein neuer Film „Zone 3“, der international „Dog 51“ und in Frankreich „Chien 51“ heißt und eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Laurent Gaude ist. Für den Film konnte Jimenez einen Teil des Who Is Who der französischen Schauspielriege gewinnen. In den Hauptrollen bekommen wir Gilles Lellouche und Adele Exarchopolous und in den weiteren wichtigen Nebenrollen Personen wie Romain Duris, Louis Garrell, Daphne Patakia, Valeria Bruni Tedeschi, Artus, Stephane Bak und auch den ehemaligen Daft Punker Thomas Bangalter zu sehen. Der Fokus des Films liegt klar darauf, einen kompromisslosen, pulsierenden Actionthriller mit Elementen des Sci-Fi- und Verschwörungsthriller zu kombinieren. Unabhängig davon, wie tief der Film eben seine gesellschaftskritische Komponente und sein Sci-Fi-Setting darstellt und verhandelt, schafft der Film eine tolle, interessante, faszinierende und stimmige Atmosphäre, wobei eines der wenigen Probleme des Films dann darin liegt, beziehungstechnische Dynamiken der Figuren anzudeuten, die der Film scheinbar aus dem Nichts holt.
„Zone 3“ - My First Look – 8/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
458Special - Best Of Cinema
iHaveCNit: Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) – Tim Burton – Warner
Deutscher Kinostart der Wiederaufführung: 02.12.2025
gesehen am 02.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 7 – Reihe 13, Platz 12 – 20:00 Uhr
Die Best-Of-Cinema-Reihe schließt das Jahr 2025 im Dezember mit Tim Burtons Verfilmung von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ab und führt diesen zum 20-jährigen Jubiläum noch einmal im Kino auf, passend zur Vorweihnachtszeit und auch knapp 2 Jahre nach dem mit „Wonka“ eine Vorgeschichte in die Kinos gekommen ist. Das skurril absurde morbide Fantasy-Abenteuer und Musical mit Johnny Depp und Freddie Highmore ist durchaus unterhaltsam und auch im Kino eine sehr sehenswerte Angelegenheit.
„Charlie und die Schokoladenfabrik“ - Multiple Look – 7/10 Punkte
iHaveCNit: Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) – Tim Burton – Warner
Deutscher Kinostart der Wiederaufführung: 02.12.2025
gesehen am 02.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 7 – Reihe 13, Platz 12 – 20:00 Uhr
Die Best-Of-Cinema-Reihe schließt das Jahr 2025 im Dezember mit Tim Burtons Verfilmung von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ab und führt diesen zum 20-jährigen Jubiläum noch einmal im Kino auf, passend zur Vorweihnachtszeit und auch knapp 2 Jahre nach dem mit „Wonka“ eine Vorgeschichte in die Kinos gekommen ist. Das skurril absurde morbide Fantasy-Abenteuer und Musical mit Johnny Depp und Freddie Highmore ist durchaus unterhaltsam und auch im Kino eine sehr sehenswerte Angelegenheit.
„Charlie und die Schokoladenfabrik“ - Multiple Look – 7/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
459iHaveCNit: Der Hochstapler - Roofman (2025) – Derek Cianfrance – Leonine
Deutscher Kinostart: 27.11.2025
gesehen am 03.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 16 – 21:00 Uhr
Jeffrey Manchester ist Ex-Soldat und möchte seiner Tochter einfach nur Wünsche erfüllen. Mittel- und arbeitslos jedoch gerät er auf die schiefe Bahn und wird wegen Einbruchs in eine McDonalds-Filiale inhaftiert. Er kann fliehen und findet einen Unterschlupf in einer Toys*R*Us-Filiale. Dort verliebt er sich in die Verkäuferin Leigh und er führt ein Doppelleben. Doch wie lange kann er die Fassade aufrecht halten und seiner Vergangenheit und den Behörden davon laufen ?
Bei „Der Hochstapler – Roofman“ von Regisseur Derek Cianfrance bin ich relativ unvoreingenommen ins Kino gegangen. Klar war mir der Trailer und die Besetzung im Vorfeld bekannt, aber ich wollte mir selbst ein Bild machen und mich einigermaßen soweit möglich überraschen lassen. Der Hochstapler ist ein kleines Gaunerstück, ein wenig Drama, ein wenig Thriller, ein wenig Liebesfilm und hat mich durchaus positiv überraschen können. Die Besetzungsriege ist mit Channing Tatum, Kirsten Dunst, Lakeith Stanfield, Peter Dinklage, Ben Mendelsohn und Juno Temple durchaus bekannt und kann sich im Film sehen lassen. Der Film schafft es auch, sehr ambivalent seine Thematik zu behandeln und entzieht sich damit in gewisser Art und Weise einem Schwarz/Weiß-Denken. Als Film wäre das durchaus schon sehr sehenswert, aber mit Blick darauf, dass „Der Hochstapler – Roofman“ auf einer wahren Begebenheit basiert, macht es das ganze noch wesentlich interessanter und faszinierender.
„Der Hochstapler - Roofman“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 27.11.2025
gesehen am 03.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 16 – 21:00 Uhr
Jeffrey Manchester ist Ex-Soldat und möchte seiner Tochter einfach nur Wünsche erfüllen. Mittel- und arbeitslos jedoch gerät er auf die schiefe Bahn und wird wegen Einbruchs in eine McDonalds-Filiale inhaftiert. Er kann fliehen und findet einen Unterschlupf in einer Toys*R*Us-Filiale. Dort verliebt er sich in die Verkäuferin Leigh und er führt ein Doppelleben. Doch wie lange kann er die Fassade aufrecht halten und seiner Vergangenheit und den Behörden davon laufen ?
Bei „Der Hochstapler – Roofman“ von Regisseur Derek Cianfrance bin ich relativ unvoreingenommen ins Kino gegangen. Klar war mir der Trailer und die Besetzung im Vorfeld bekannt, aber ich wollte mir selbst ein Bild machen und mich einigermaßen soweit möglich überraschen lassen. Der Hochstapler ist ein kleines Gaunerstück, ein wenig Drama, ein wenig Thriller, ein wenig Liebesfilm und hat mich durchaus positiv überraschen können. Die Besetzungsriege ist mit Channing Tatum, Kirsten Dunst, Lakeith Stanfield, Peter Dinklage, Ben Mendelsohn und Juno Temple durchaus bekannt und kann sich im Film sehen lassen. Der Film schafft es auch, sehr ambivalent seine Thematik zu behandeln und entzieht sich damit in gewisser Art und Weise einem Schwarz/Weiß-Denken. Als Film wäre das durchaus schon sehr sehenswert, aber mit Blick darauf, dass „Der Hochstapler – Roofman“ auf einer wahren Begebenheit basiert, macht es das ganze noch wesentlich interessanter und faszinierender.
„Der Hochstapler - Roofman“ - My First Look – 8/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
460iHaveCNit: Five Nights At Freddys 2 (2025) – Emma Tammi – Universal
Deutscher Kinostart: 04.12.2025
gesehen am 04.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 8 – Reihe 13, Platz 28 – 20:00 Uhr
Ein Jahr nach dem Zwischenfall in Freddy Fazbears Pizza ist die Faszination für die animatronischen Masskotchen der jungen Abby noch ungebrochen während die traumatischen Ereignisse bei ihrem älteren Bruder Mike und der Polizistin Vanessa ihre Spuren hinterlassen haben. Bis es zu Zwischenfällen kommt, die weitere dunkle Geheimnisse von Freddy Fazbears Pizza ans Licht bringen und eng mit Vanessas Vergangenheit zusammenhängen.
Nach dem Erfolg von „Five Nights At Freddys“, der auf dem gleichnamigen Videospiel basiert, ist eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit gewesen, die nun 2 Jahre später in Teil 2 auf die Leinwand kommt. Teil 2 liegt für mich nun auch auf einer ähnlichen Stufe wie der erste Teil. Es ist zwar durchaus interessant, wie hier tricktechnisch mit den animatronischen Figuren gearbeitet wird und dass das Mysterium der Reihe hier um ein paar Kleinigkeiten erweitert wird. Der Horror selbst kommt mit etwas Harmlosigkeit daher, selbst wenn eben klassische Schockeffekte für etwas Grusel sorgen können. Mit 104 Minuten ist der Film auch eine kleine Spur kürzer als der Vorgänger. Dennoch wird viel Zeit mit dem ganzen Aufbau des Ganzen verbracht, ehe es am Ende sehr hektisch wird und der Film einen Schlußpunkt findet, der klar in einer weiteren Fortsetzung münden kann und somit eher nicht in sich abgeschlossen wirkt.
„Five Nights At Freddys 2“ - My First Look – 5/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 04.12.2025
gesehen am 04.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 8 – Reihe 13, Platz 28 – 20:00 Uhr
Ein Jahr nach dem Zwischenfall in Freddy Fazbears Pizza ist die Faszination für die animatronischen Masskotchen der jungen Abby noch ungebrochen während die traumatischen Ereignisse bei ihrem älteren Bruder Mike und der Polizistin Vanessa ihre Spuren hinterlassen haben. Bis es zu Zwischenfällen kommt, die weitere dunkle Geheimnisse von Freddy Fazbears Pizza ans Licht bringen und eng mit Vanessas Vergangenheit zusammenhängen.
Nach dem Erfolg von „Five Nights At Freddys“, der auf dem gleichnamigen Videospiel basiert, ist eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit gewesen, die nun 2 Jahre später in Teil 2 auf die Leinwand kommt. Teil 2 liegt für mich nun auch auf einer ähnlichen Stufe wie der erste Teil. Es ist zwar durchaus interessant, wie hier tricktechnisch mit den animatronischen Figuren gearbeitet wird und dass das Mysterium der Reihe hier um ein paar Kleinigkeiten erweitert wird. Der Horror selbst kommt mit etwas Harmlosigkeit daher, selbst wenn eben klassische Schockeffekte für etwas Grusel sorgen können. Mit 104 Minuten ist der Film auch eine kleine Spur kürzer als der Vorgänger. Dennoch wird viel Zeit mit dem ganzen Aufbau des Ganzen verbracht, ehe es am Ende sehr hektisch wird und der Film einen Schlußpunkt findet, der klar in einer weiteren Fortsetzung münden kann und somit eher nicht in sich abgeschlossen wirkt.
„Five Nights At Freddys 2“ - My First Look – 5/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
461Special
iHaveCNit: Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck (2025) – Lars Jessen – Pandora Film
Deutscher Kinostart: 07.12.2025
gesehen am 07.12.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Harmonie – Große Harmonie - Parkett – Reihe 10, Platz 1 – 12:00 Uhr
In einer Sondervorstellung mit anschließendem durch Cordula Stratmann moderiertem Q+A mit Regisseur Lars Jessen und Protagonist Robert Habeck habe ich mir den Dokumentarfilm „Jetzt. Wohin. - Meine Reise mit Robert Habeck“ von Lars Jessen angesehen, der in seiner Inszenierung und Aufbau genauso vernünftig, gemütlich, defensiv und unkritisch wie der Grünenpolitiker und Kanzlerkandidat der Bundestagswahl 2025 eben dessen Weg im Wahlkampf und darüber hinaus begleitet, einige Weggefährten, Journalisten und Analysten zu Wort kommen und der Film wenig neues liefert.
„Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck“ - My First Look – Ohne Wertung
iHaveCNit: Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck (2025) – Lars Jessen – Pandora Film
Deutscher Kinostart: 07.12.2025
gesehen am 07.12.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Harmonie – Große Harmonie - Parkett – Reihe 10, Platz 1 – 12:00 Uhr
In einer Sondervorstellung mit anschließendem durch Cordula Stratmann moderiertem Q+A mit Regisseur Lars Jessen und Protagonist Robert Habeck habe ich mir den Dokumentarfilm „Jetzt. Wohin. - Meine Reise mit Robert Habeck“ von Lars Jessen angesehen, der in seiner Inszenierung und Aufbau genauso vernünftig, gemütlich, defensiv und unkritisch wie der Grünenpolitiker und Kanzlerkandidat der Bundestagswahl 2025 eben dessen Weg im Wahlkampf und darüber hinaus begleitet, einige Weggefährten, Journalisten und Analysten zu Wort kommen und der Film wenig neues liefert.
„Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck“ - My First Look – Ohne Wertung
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
462iHaveCNit: The Secret Agent (2025) – Kleber Mendonca Filho – Port-Au-Prince-Films
Deutscher Kinostart: 06.11.2025
gesehen am 07.12.2025 in OmU
Arthouse-Kinos Frankfurt – Harmonie – Große Harmonie - Parkett – Reihe 9, Platz 1 – 14:45 Uhr
Ein Mann namens Marcelo kehrt inmitten der Karnevalswoche im Brasilien des Jahres 1977 zurück in seine Heimat in Recife, wo er zum einen untertaucht und auch vor seiner schmerzhaften Vergangenheit flüchtet, die ihn in den politisch und gesellschaftlich unruhigen Zeiten des Landes schneller einholen kann als ihm lieb ist.
„The Secret Agent“ von Kleber Mendonca Filho ist der neue Beitrag aus Brasilien für die Verleihung der kommenden Academy Awards und geht damit für den Titelverteidiger ins Rennen, der Anfang dieses Jahres bereits mit „Für Immer Hier“ den Goldjungen holen konnte. Und in gewisser Art und Weise bleibt man dabei, historische und gesellschaftliche Zeitporträts der jüngeren, dunklen Geschichte des Landes einzureichen. Ich wollte mir den Film vorher auch noch einmal ansehen, weil ich das einigermaßen interessant finde und da konnte der Film das auch erfüllen, selbst wenn der Filmtitel erstmal auf einen klassischen Spionagethriller hindeuten könnte, weil er das nur bedingt erfüllt. Natürlich sind in Zeiten der brasilianischen Militärdiktatur, die hier als Setting die bedrohliche und auch unterschwellig spannende Atmosphäre des Films aufbaut, die Themen des gegenseitigen Misstrauens, der Überwachung und der Spionage allgegenwärtig. Der Film wirft aber auch einen Blick auf Menschen und die persönlichen Schicksale in dieser Zeit. Dabei hat mir Film durch seine gesamte visuelle Gestaltung sehr gut gefallen und natürlich einen tollen Wagner Moura in der Hauptrolle gefunden. Jedoch ist der Film mit knapp 160 Minuten schon sehr lang und bei all dem, was der Film erzählen möchtem konnte er mich nicht unbedingt immer bei der Stange halten.
„The Secret Agent“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 06.11.2025
gesehen am 07.12.2025 in OmU
Arthouse-Kinos Frankfurt – Harmonie – Große Harmonie - Parkett – Reihe 9, Platz 1 – 14:45 Uhr
Ein Mann namens Marcelo kehrt inmitten der Karnevalswoche im Brasilien des Jahres 1977 zurück in seine Heimat in Recife, wo er zum einen untertaucht und auch vor seiner schmerzhaften Vergangenheit flüchtet, die ihn in den politisch und gesellschaftlich unruhigen Zeiten des Landes schneller einholen kann als ihm lieb ist.
„The Secret Agent“ von Kleber Mendonca Filho ist der neue Beitrag aus Brasilien für die Verleihung der kommenden Academy Awards und geht damit für den Titelverteidiger ins Rennen, der Anfang dieses Jahres bereits mit „Für Immer Hier“ den Goldjungen holen konnte. Und in gewisser Art und Weise bleibt man dabei, historische und gesellschaftliche Zeitporträts der jüngeren, dunklen Geschichte des Landes einzureichen. Ich wollte mir den Film vorher auch noch einmal ansehen, weil ich das einigermaßen interessant finde und da konnte der Film das auch erfüllen, selbst wenn der Filmtitel erstmal auf einen klassischen Spionagethriller hindeuten könnte, weil er das nur bedingt erfüllt. Natürlich sind in Zeiten der brasilianischen Militärdiktatur, die hier als Setting die bedrohliche und auch unterschwellig spannende Atmosphäre des Films aufbaut, die Themen des gegenseitigen Misstrauens, der Überwachung und der Spionage allgegenwärtig. Der Film wirft aber auch einen Blick auf Menschen und die persönlichen Schicksale in dieser Zeit. Dabei hat mir Film durch seine gesamte visuelle Gestaltung sehr gut gefallen und natürlich einen tollen Wagner Moura in der Hauptrolle gefunden. Jedoch ist der Film mit knapp 160 Minuten schon sehr lang und bei all dem, was der Film erzählen möchtem konnte er mich nicht unbedingt immer bei der Stange halten.
„The Secret Agent“ - My First Look – 7/10 Punkte
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463iHaveCNit: Silent Night, Deadly Night (2025) – Mike P. Nelson – Studiocanal
Deutscher Kinostart: 11.12.2025
gesehen am 16.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 4 – Reihe 9, Platz 22 – 21:30 Uhr
Der junge Billy Chapman ist ein getriebener Vagabund, der in den Tagen kurz vor Weihnachten in einem Ort namens Hackett ankommt und sehr schnell einen Job und Anschluss in einem Laden für Weihnachtsartikel findet. Doch Billy trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum. Er ist nicht nur auf der Suche nach Unartigen Personen, er muss diesen Blutdurst auch jede Nacht im Dezember bis zum Weihnachtsfest stillen, bei dem er als Weihnachtsmann verkleidet die ganz dunkle, tödliche Seite in ihm weckt. Und wie lange kann er dieses Doppelleben verheimlichen, vor allem nachdem er Pam, der Tochter seines Chefs näher kommt.
Nachdem es in den letzten Jahren durchaus immer den ein oder anderen Weihnachts-Genre-Film gegeben hat – unter anderem den Stumm-Action-Film von John Woo mit dem Titel „Silent Night“ und einem Joel Kinnamann in der Hauptrolle oder auch einem Santa Claus im John-Wick-Modus mit „Violent Night“ mit einem David Harbour in der Hauptrolle, bekommen wir dieses Jahr mit „Silent Night, Deadly Night“ einen klassischen Oldschool-Horror-Slasher mit ein paar Grindhouse-lastigen Elementen im Stil und der Optik, bei dem ich bis zu einer Recherche kurz vor Kinobesuch noch gar keine Vorstellung davon hatte, dass es sich hier nicht nur um ein Remake eines 80er-Jahre-Horrorfilms, sondern auch um den 7. Teil einer Reihe handelt. Ob ich mich tiefer mit der Reihe beschäftige, weiß ich aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Dennoch ist die neue Verfilmung von Mike P. Nelson sehr interessant und unterhaltsam geworden. In einem klassischen Oldschool-Look, der zum Teil im Stil und Optik auch an Grindhouse erinnern kann ist der Film ein erfrischend reduzierter und einfacher Slasher, bei dem man am Ende genau das bekommt, was der Film einem verkaufen möchte – einen Killer-Weihnachtsmann – ergänzt um eine mysteriöse Hintergrundgeschichte, ein paar Krimi- und auch Love-Story-Elemente, die dafür sorgen, dass man sogar in gewisser Art und Weise Sympathien für den Killer-Weihnachtsmann entwickelt. Der Film spart auch nicht an fieser Brutalität und kann sich da durchaus sehen lassen. Dennoch ist der Film kein Weihnachtsfilm, den man sich im entspannten Kreis mit der Familie ansehen kann.
„Silent Night, Deadly Night“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 11.12.2025
gesehen am 16.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 4 – Reihe 9, Platz 22 – 21:30 Uhr
Der junge Billy Chapman ist ein getriebener Vagabund, der in den Tagen kurz vor Weihnachten in einem Ort namens Hackett ankommt und sehr schnell einen Job und Anschluss in einem Laden für Weihnachtsartikel findet. Doch Billy trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum. Er ist nicht nur auf der Suche nach Unartigen Personen, er muss diesen Blutdurst auch jede Nacht im Dezember bis zum Weihnachtsfest stillen, bei dem er als Weihnachtsmann verkleidet die ganz dunkle, tödliche Seite in ihm weckt. Und wie lange kann er dieses Doppelleben verheimlichen, vor allem nachdem er Pam, der Tochter seines Chefs näher kommt.
Nachdem es in den letzten Jahren durchaus immer den ein oder anderen Weihnachts-Genre-Film gegeben hat – unter anderem den Stumm-Action-Film von John Woo mit dem Titel „Silent Night“ und einem Joel Kinnamann in der Hauptrolle oder auch einem Santa Claus im John-Wick-Modus mit „Violent Night“ mit einem David Harbour in der Hauptrolle, bekommen wir dieses Jahr mit „Silent Night, Deadly Night“ einen klassischen Oldschool-Horror-Slasher mit ein paar Grindhouse-lastigen Elementen im Stil und der Optik, bei dem ich bis zu einer Recherche kurz vor Kinobesuch noch gar keine Vorstellung davon hatte, dass es sich hier nicht nur um ein Remake eines 80er-Jahre-Horrorfilms, sondern auch um den 7. Teil einer Reihe handelt. Ob ich mich tiefer mit der Reihe beschäftige, weiß ich aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Dennoch ist die neue Verfilmung von Mike P. Nelson sehr interessant und unterhaltsam geworden. In einem klassischen Oldschool-Look, der zum Teil im Stil und Optik auch an Grindhouse erinnern kann ist der Film ein erfrischend reduzierter und einfacher Slasher, bei dem man am Ende genau das bekommt, was der Film einem verkaufen möchte – einen Killer-Weihnachtsmann – ergänzt um eine mysteriöse Hintergrundgeschichte, ein paar Krimi- und auch Love-Story-Elemente, die dafür sorgen, dass man sogar in gewisser Art und Weise Sympathien für den Killer-Weihnachtsmann entwickelt. Der Film spart auch nicht an fieser Brutalität und kann sich da durchaus sehen lassen. Dennoch ist der Film kein Weihnachtsfilm, den man sich im entspannten Kreis mit der Familie ansehen kann.
„Silent Night, Deadly Night“ - My First Look – 7/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
464iHaveCNit: Sentimental Value (2025) – Joachim Trier – Plaion Pictures
Deutscher Kinostart: 04.12.2025
gesehen am 20.12.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Petit – Reihe 1, Platz 5 – 13:00 Uhr
Ein familiäres Ereignis sorgt dafür, dass die beiden mittlerweile erwachsenen Schwestern Nora und Agnes auf ihren Vater Gustav treffen werden. Gustav war einst ein gefeierter Filmregisseur und sein neues Werk soll sein persönlichstes Werk werden. Dafür hat er die Hauptrolle des Films auf seine Tochter, die Theaterschauspielerin Nora zugeschnitten, die jedoch ablehnt, so dass Gustav im Schauspielstar Rachel Kemp einen vermutlich passenden Ersatz findet. Während der nicht ganz nach Gustav verlaufenden Vorproduktionsphase des Films scheint es unausweichlich zu sein, sich mit unausgesprochenen Konflikten auseinanderzusetzen.
„Sentimental Value“ ist für mich der Weckruf, mich tiefer mit dem Werk des norwegischen Regisseurs Joachim Trier zu beschäftigen. Bereits mit seinem vorigen Film „Der Schlimmste Mensch der Welt“ konnte er mich begeistern und er hat mit Renate Reinsve eine Schauspielerin auf meiner Bildfläche erscheinen lassen, die sich mit ihrer Julie im Film direkt in mein Herz spielen und damit allein einen Platz bei meinen Lieblingsschauspielerinnen erarbeiten konnte. Dementsprechend war ich gespannt, ob Trier mit „Sentimental Value“ dort weitermachen konnte, wo er mit „Der Schlimmste Mensch der Welt“ aufgehört hat. Noch wusste ich nicht, welchen sentimental value „Sentimental Value“ bei mir haben wird, aber der Film gehört für mich zu den großen Highlights des Jahres noch auf der Zielgeraden. Dieses Drama hat emotional bei mir nahezu alle Punkte perfekt treffen können. Sowohl in seiner Inszenierung, den Bildern, die dieser Film kreiert und auch dem Schauspiel der Beteiligten im Ensemble, bei denen natürlich alle durchweg auch auszeichnungswürdig sind. Nachdem ich mich in Renate Reinsve filmisch verliebt habe in Triers vorigem Film, habe ich ihre Situation im Film komplett nachfühlen können und einen richtigen Bezug zu ihr aufbauen können. Daneben glänzen auch Stellan Skarsgard als ihr Vater, den ich gefühlt noch nie so gut wie hier erlebt habe und zum ersten Mal Inga Ibsdotter Lilleaas, die sowohl Reinsve als auch Skarsgard in nichts nachsteht. Und auch Elle Fanning liefert eine großartige Performance ab. Die Art und Weise, wie hier das Filmemachen in der aktuellen Zeit kommentiert wird, wie Film und Kunst eine Form der Kommunikation darstellt und auch aktiv als Kommunikationsmittel für zwischenmenschliche, innerfamiliäre Konflikte genutzt wird und auch allgemein wie die Familiengeschichte mit ihren Konflikten, den wiederkehrenden Mustern auch anhand des Familienanwesens erzählt wird, macht den Film für mich zu einem reichhaltigen Werk, dass mir mal wieder zeigt, warum ich für Filme aus den skandinavischen Ländern einen gewissen Sweet Spot habe.
„Sentimental Value“ - My First Look – 10/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 04.12.2025
gesehen am 20.12.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Petit – Reihe 1, Platz 5 – 13:00 Uhr
Ein familiäres Ereignis sorgt dafür, dass die beiden mittlerweile erwachsenen Schwestern Nora und Agnes auf ihren Vater Gustav treffen werden. Gustav war einst ein gefeierter Filmregisseur und sein neues Werk soll sein persönlichstes Werk werden. Dafür hat er die Hauptrolle des Films auf seine Tochter, die Theaterschauspielerin Nora zugeschnitten, die jedoch ablehnt, so dass Gustav im Schauspielstar Rachel Kemp einen vermutlich passenden Ersatz findet. Während der nicht ganz nach Gustav verlaufenden Vorproduktionsphase des Films scheint es unausweichlich zu sein, sich mit unausgesprochenen Konflikten auseinanderzusetzen.
„Sentimental Value“ ist für mich der Weckruf, mich tiefer mit dem Werk des norwegischen Regisseurs Joachim Trier zu beschäftigen. Bereits mit seinem vorigen Film „Der Schlimmste Mensch der Welt“ konnte er mich begeistern und er hat mit Renate Reinsve eine Schauspielerin auf meiner Bildfläche erscheinen lassen, die sich mit ihrer Julie im Film direkt in mein Herz spielen und damit allein einen Platz bei meinen Lieblingsschauspielerinnen erarbeiten konnte. Dementsprechend war ich gespannt, ob Trier mit „Sentimental Value“ dort weitermachen konnte, wo er mit „Der Schlimmste Mensch der Welt“ aufgehört hat. Noch wusste ich nicht, welchen sentimental value „Sentimental Value“ bei mir haben wird, aber der Film gehört für mich zu den großen Highlights des Jahres noch auf der Zielgeraden. Dieses Drama hat emotional bei mir nahezu alle Punkte perfekt treffen können. Sowohl in seiner Inszenierung, den Bildern, die dieser Film kreiert und auch dem Schauspiel der Beteiligten im Ensemble, bei denen natürlich alle durchweg auch auszeichnungswürdig sind. Nachdem ich mich in Renate Reinsve filmisch verliebt habe in Triers vorigem Film, habe ich ihre Situation im Film komplett nachfühlen können und einen richtigen Bezug zu ihr aufbauen können. Daneben glänzen auch Stellan Skarsgard als ihr Vater, den ich gefühlt noch nie so gut wie hier erlebt habe und zum ersten Mal Inga Ibsdotter Lilleaas, die sowohl Reinsve als auch Skarsgard in nichts nachsteht. Und auch Elle Fanning liefert eine großartige Performance ab. Die Art und Weise, wie hier das Filmemachen in der aktuellen Zeit kommentiert wird, wie Film und Kunst eine Form der Kommunikation darstellt und auch aktiv als Kommunikationsmittel für zwischenmenschliche, innerfamiliäre Konflikte genutzt wird und auch allgemein wie die Familiengeschichte mit ihren Konflikten, den wiederkehrenden Mustern auch anhand des Familienanwesens erzählt wird, macht den Film für mich zu einem reichhaltigen Werk, dass mir mal wieder zeigt, warum ich für Filme aus den skandinavischen Ländern einen gewissen Sweet Spot habe.
„Sentimental Value“ - My First Look – 10/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
465iHaveCNit: Eternity (2025) – David Freyne – A24
Deutscher Kinostart: 04.12.2025
gesehen am 20.12.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Petit – Reihe 1, Platz 5 – 17:45 Uhr
Gerade war das alte Ehepaar Joan und Larry noch auf der Gender-Reveal-Party ihrer Nachkommen. Doch dann erwacht Larry in einer komischen Welt sichtlich erjüngt und fragt sich was hier wohl los ist. Er ist an einer Brezel erstickt und hat nun eine gewisse Zeit sich darüber klar zu werden, in welcher Ewigkeit er nach dem Tod weiterleben möchte. Dort trifft er auch auf Luke, den ersten Ehemann und die große Liebe seiner Frau Joan. Joan trifft kurze Zeit später auch in der komischen Welt ein, nachdem sie den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Nun liegt es an ihr zu entscheiden, mit wem und wo Joan die Ewigkeit verbringen möchte – ihrer ersten großen Liebe Luke oder dem Mann, mit dem sie ihr ganzes Leben bereits verbracht hat, Larry.
Zwischenwelten, in denen über das weitere Schicksal von Menschen entschieden wird, scheinen filmisch durchaus ein interessanter Stoff zu sein. Sowohl Tim Burtons „Beetlejuice“ und die Fortsetzung als auch ein experimenteller Film namens „Zweigstelle“ aus Deutschland und diesem Jahr haben sich auf die eine oder andere Art damit auseinandergesetzt. David Freynes „Eternity“ macht daraus keinen morbiden Fantasy-Horror oder auch keine experimentelle Komödie, sondern eine gewisses Liebesdramödie daraus. Mit einer schönen Retro-Optik erschafft der Film ein tolles Setting und insgesamt ein tolles Konzept, in dem er sein Trio aus Elizabeth Olsen, Miles Teller und Callum Turner aufspielen lässt. Vor allem ist es interessant, Elizabeth Olsen in diesem Jahr in 2 durchaus experimentellen Filmen zu sehen, die sich sowohl mit dem Anfang eines Lebens in „The Assessment“ als auch dem Ende des Lebens in „Eternity“ beschäftigen. In sehr einfachen, verträglichen philosophischen Ansätzen hätte der Film vielleicht eine Spur mutiger, progressiver sein können, weil er dann doch in seinen leicht konservativen Spuren bleibt.
„Eternity“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 04.12.2025
gesehen am 20.12.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Petit – Reihe 1, Platz 5 – 17:45 Uhr
Gerade war das alte Ehepaar Joan und Larry noch auf der Gender-Reveal-Party ihrer Nachkommen. Doch dann erwacht Larry in einer komischen Welt sichtlich erjüngt und fragt sich was hier wohl los ist. Er ist an einer Brezel erstickt und hat nun eine gewisse Zeit sich darüber klar zu werden, in welcher Ewigkeit er nach dem Tod weiterleben möchte. Dort trifft er auch auf Luke, den ersten Ehemann und die große Liebe seiner Frau Joan. Joan trifft kurze Zeit später auch in der komischen Welt ein, nachdem sie den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Nun liegt es an ihr zu entscheiden, mit wem und wo Joan die Ewigkeit verbringen möchte – ihrer ersten großen Liebe Luke oder dem Mann, mit dem sie ihr ganzes Leben bereits verbracht hat, Larry.
Zwischenwelten, in denen über das weitere Schicksal von Menschen entschieden wird, scheinen filmisch durchaus ein interessanter Stoff zu sein. Sowohl Tim Burtons „Beetlejuice“ und die Fortsetzung als auch ein experimenteller Film namens „Zweigstelle“ aus Deutschland und diesem Jahr haben sich auf die eine oder andere Art damit auseinandergesetzt. David Freynes „Eternity“ macht daraus keinen morbiden Fantasy-Horror oder auch keine experimentelle Komödie, sondern eine gewisses Liebesdramödie daraus. Mit einer schönen Retro-Optik erschafft der Film ein tolles Setting und insgesamt ein tolles Konzept, in dem er sein Trio aus Elizabeth Olsen, Miles Teller und Callum Turner aufspielen lässt. Vor allem ist es interessant, Elizabeth Olsen in diesem Jahr in 2 durchaus experimentellen Filmen zu sehen, die sich sowohl mit dem Anfang eines Lebens in „The Assessment“ als auch dem Ende des Lebens in „Eternity“ beschäftigen. In sehr einfachen, verträglichen philosophischen Ansätzen hätte der Film vielleicht eine Spur mutiger, progressiver sein können, weil er dann doch in seinen leicht konservativen Spuren bleibt.
„Eternity“ - My First Look – 8/10 Punkte
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