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von craigistheman
Agent
Barbara Broccoli wird viel Zeit brauchen, um von Craig in der Rolle Abschied zu nehmen. Anders als Brosnan, der noch auf Cubbys Kappe geht, ist Craig ihr „Baby“.
Aus meiner Sicht als Fan besteht der einzige Weg, das Franchise weiterhin erfolgreich in das neue Jahrzehnt zu führen, darin einen stilistischen Kurswechsel einzuschlagen, und zwar sowohl vor, wie auch hinter der Kamera.
Der nächste Bond sollte sich bereits optisch von Craig distanzieren. Durchtrainiert und körperlich involviert sollte er meines Erachtens weiterhin sein. Das war eine, wenn nicht die größte Stärke Craigs in der Rolle. Ich habe ihm den Killer jederzeit abgekauft.
Der neue sollte meines Erachtens vielleicht wieder etwas verstandgesteuerter und etwas charmanter vorgehen. Warum nicht ein frischgebackenener, aroganter, leicht snobisitsch-dandyhafter Elite-Agent um die 30, der aber trotz seiner Aroganz auch etwas unwiderstehliches und entwaffnendes hat? Der neue Bond sollte auf Höhe der Zeit sein, vielleicht Dinge tun, die Menschen in seinem jüngeren Alter auch tun. Oder man spielt erneut die Karte des wandelnden Anachronismus' aus, nur sollte das dann anders aufgezogen werden als in SF.
Ich sehe eine großen, durchtrainierten jungen Mann mit feinen Gesichtszügen und dunklerem Teint. Schwarzes Haar wäre schön, vielleicht sogar schwarze Locken.
Ein wirklich in sich kohärentes, sauber ausgearbeitetes und für sich stehendes Script erachte ich möglicherweise als Schlüsselfaktor. Ist das nicht gegeben, bricht das Kartenhaus um den neuen Darsteller zusammen.
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert."
"Doch wer sich bückt nach dem schmalen Taler, verpasst das große Bündel."