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Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 12:21
von ollistone
Ja, aber das ist ja wieder eine andere Frage. Chalamet behauptet, es würde kein Interesse mehr für Oper und Ballett geben.
(Noch eine andere Frage wäre, wieviele deutsche Filme es ohne staatliche Filmförderung nicht gäbe.)
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 13:33
von 00T
Was in diesem Fall vor allem die Aufregung ausgelöst hat, waren wohl auch eher die Ausdrucksweise und der Tonfall Chalamets (wenn man sich das Interview ansieht, klingt auch die „all respect to“ Aussage nicht sonderlich ernst gemeint). Da kann man schon, wenn man so will und wie es viele ja getan haben, eine gewisse despektierliche Haltung gegenüber diesen Kunstformen rauslesen. Und dass einem Kunstschaffenden solche Spitzen gegen andere Kunstformen in der Branche nicht so einfach verziehen und als Arroganz eines erfolgreichen Filmschauspielers gewertet werden, war vielleicht zu erwarten (wenn auch heuchlerisch, da gerade die Oscars ein Beispiel für das Schaulaufen von Hollywood-Arroganz par excellence sind). Das Ausmaß des Shitstorms ist natürlich maßlos übertrieben, erklärt sich aber vielleicht auch dadurch, dass die Popularität Chalamets in den Medien zu diesem Zeitpunkt auch durch andere Auftritte bereits am Sinken war und sich so ein Oscarbösewicht zum Heischen von Aufmerksamkeit immer gut macht.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 15:17
von vodkamartini
ollistone hat geschrieben: Gestern 12:04
Die Berliner Opernhäuser haben zum Beispiel eine durchschnittliche Auslastung von 90 %, was man von Kinos nicht behaupten kann. Daher ist die Aussage "no one cares about this anymore" einfach Quatsch. Aber auch nicht skandalös.
Die 90% taugen nicht als Argunment. Ich glaube in Berlin gibt es ein paar Kinos mehr als Opernhäuser. Die Schulen sind auch proppenvoll, aber die Kinderquote sinkt beständig.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 15:18
von vodkamartini
ollistone hat geschrieben: Gestern 12:21
Ja, aber das ist ja wieder eine andere Frage. Chalamet behauptet, es würde kein Interesse mehr für Oper und Ballett geben.
(Noch eine andere Frage wäre, wieviele deutsche Filme es ohne staatliche Filmförderung nicht gäbe.)
Das hat er natürlich überspitzt formuliert, aber eine deutlich gesunkene Quote im Vergleich zu vor 20-30 Jahren und früher ist nun wirklich kein Geheimnis.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 15:20
von vodkamartini
00T hat geschrieben: Gestern 13:33
Das Ausmaß des Shitstorms ist natürlich maßlos übertrieben, erklärt sich aber vielleicht auch dadurch, dass die Popularität Chalamets in den Medien zu diesem Zeitpunkt auch durch andere Auftritte bereits am Sinken war und sich so ein Oscarbösewicht zum Heischen von Aufmerksamkeit immer gut macht.
Chalamets Popularität im Sinken? Da nehme ich wenn überhaupt das Gegenteil war.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 15:33
von Mr.Chrismas Jones
Ich bin zumindest froh, dass der Shitstorm mal den richtigen getroffen hat. Chalamet war mir irgendwie schon immer unsympathisch.
Natürlich ist die Aufruhr total übertrieben, aber vielleicht wird er damit zurecht gestutzt, und kommt beim nächsten Mal nicht so arrogant rüber.
Nichts für ungut an alle seine Fans.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 15:49
von Invincible1958
Die Sache ist ja eine Grundsatzfrage.
Findet man es gut, dass auch Kunst- und Kulturformen stattfinden können, die nicht "Mainstream" sind, also gefördert werden müssen, weil sie sich rein kommerziell nicht tragen könnten?
Oder ist man der Meinung: Alles, was sich nicht selbst finanzieren kann, braucht es nicht.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 16:50
von HCN007
Vielleicht auch eine schon sehr verfrühte Vorhersage - Chalamet schafft den Hattrick und wird sich auch für das Finale der Dune-Trilogie in der Rolle des Paul Atreides eine weitere Nominierung sichern können und dann aggregiert für sein großartiges Werk der letzten Jahre (wie schon bei unter anderem DiCaprio es der Fall gewesen ist) am Ende doch noch den Goldjungen sichern. Seine Zeit ist da noch nicht abgelaufen.
Re: Oscars 2026
Verfasst: 18. März 2026 17:54
von Casino Hille
Invincible1958 hat geschrieben: Gestern 15:49
Die Sache ist ja eine Grundsatzfrage.
Findet man es gut, dass auch Kunst- und Kulturformen stattfinden können, die nicht "Mainstream" sind, also gefördert werden müssen, weil sie sich rein kommerziell nicht tragen könnten?
Ich glaub nicht, dass das irgendwas mit Chalamets Kommentaren zu tun hat.
Wie gesagt, die Debatte ist völlig übertrieben. Im Kern hat Chalamet halt einen Punkt: eine rückläufige Tendenz im Bereich Opern- und Ballettpublikum ist in vielen Ländern und Kulturen eindeutig zu erkennen. Und er wünscht sich als Kinostar eben, dass dem Kino dasselbe Schicksal erspart bleibt. Man muss nicht mehr draus machen als es ist: unglücklich formuliert.