Re: Die Tribute von Panem-Thread
Verfasst: 17. November 2023 20:19
iHaveCNit: Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes (2023) – Francis Lawrence – Leonine
Deutscher Kinostart: 16.11.2023
gesehen am 16.11.2023 in Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 8, Platz 8 – 20:30 Uhr
Der wohl größte Kinostart des aktuellen Kinowochenendes ist die neue Verfilmung aus dem Panem-Universum mit dem Titel „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes“ von Regisseur Francis Lawrence. Selbst wenn ich nur rudimentär bis überhaupt nicht mit den bereits verfilmten Büchern und den Filmen mit Jennifer Lawrence in Kontakt gekommen bin, habe ich dennoch einen Blick auf den Film riskiert, in den ich auch ohne Probleme einsteigen konnte und der mir durchaus mit einigen Ansätzen gefallen konnte.
Der junge, verwaiste Coriolanus Snow wächst unter ärmlichen Verhältnissen auf und steht durch die Berühmtheit und den Erfolg seines verstorbenen Vaters unter Druck. Deswegen ist ihm die anstehende Vergabe eines hochdotierten Stipendiums so wichtig. Noch ahnt er nicht, dass diese Vergabe im 10. Jahr der Hungerspiele an eine Voraussetzung geknüpft wird. Jeder Uni-Absolvent bekommt als Mentor ein Tribut zugeteilt und mit dem Gewinn der Hungerspiele gibt es auch das Stipendium. Snow bekommt hier aus dem 12. Distrikt die schmächtige, aber sehr einnehmende Lucy Gray Baird zugeteilt, die eigentlich keine Aussicht auf den Sieg hat. Dennoch ist Snow fest entschlossen in einem von Tumulten geprägten Wettbewerb mit hohem Einsatz ans äußerste zu gehen, um für sich und Lucy den Sieg zu holen. Seine Entscheidungen und sein Handeln werden nicht nur die Spiele beeinflussen, sondern auch die Beziehung zu Lucy und seinen gesamten weiteren Weg.
Mit 158 Minuten ist der Film schon lang, aber durchaus eindrucksvoll gelungen. Mit Blick darauf, dass große Teile des Films in Deutschland in unter anderem Berlin und Nordrhein-Westfalen gedreht worden sind und durch gute digitale Effekte in die Welt von Panem umgewandelt worden sind zeigt der Film, dass sich Deutschland als Drehort sehr gut eignen kann. Gepaart mit dem Set-Design und dem Kostüm-Design ergibt sich ein stimmiges, atmosphärisches Bild, dass mich durchaus begeistern konnte. Darstellerisch ist hier auf jeden Fall der von Tom Blyth gespielte Coriolanus Snow hervorzuheben, der einen fazinierend vielschichtigen Charakter darstellt, dessen gesamte Charakterentwicklung eine der wichtigen Triebfedern des gesamten Films ist. Aus dieser sehr vielschichtigen und faszinierenden Charakterentwicklung mit all ihren kleinen Elementen und Konflikten wird schon einiges an Potential herausgeholt, aber nicht alles. Dafür hätte es an manchen Stellen interessant sein können, Konflikte komplett auszuerzählen und auch darstellerisch bekommt Tom Blyth eher wenig herausforderndes von Rachel Zegler, die die doch auch faszinierende Lucy Gray Baird spielt, aber bis auf den Look und einem vorhandenen musikalischen Talent und Grundvermögen darstellerisch keine Gegenakzente liefern kann. Ebenfalls positiv bei mir zurückgeblieben ist die Tatsache, dass der Film auch mit absolut keinem Vorwissen aus dem Panem-Universum eigenständig genossen werden kann, selbst wenn einem damit kleine Insider und Querverweise entgehen könnten. Nun kommt es natürlich darauf an, ob und wie die Geschichte um Coriolanus Snow weiter erzählt und inszeniert werden könnte, weil der gesamte Weg noch interessant sein könnte. Und für mich käme es nun auf den Faktor Zeit und auch den Faktor Muße an, ob ich mich ein wenig tiefer in die Welt von Panem filmisch eintauchen lassen kann.
„Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes “ – My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 16.11.2023
gesehen am 16.11.2023 in Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 8, Platz 8 – 20:30 Uhr
Der wohl größte Kinostart des aktuellen Kinowochenendes ist die neue Verfilmung aus dem Panem-Universum mit dem Titel „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes“ von Regisseur Francis Lawrence. Selbst wenn ich nur rudimentär bis überhaupt nicht mit den bereits verfilmten Büchern und den Filmen mit Jennifer Lawrence in Kontakt gekommen bin, habe ich dennoch einen Blick auf den Film riskiert, in den ich auch ohne Probleme einsteigen konnte und der mir durchaus mit einigen Ansätzen gefallen konnte.
Der junge, verwaiste Coriolanus Snow wächst unter ärmlichen Verhältnissen auf und steht durch die Berühmtheit und den Erfolg seines verstorbenen Vaters unter Druck. Deswegen ist ihm die anstehende Vergabe eines hochdotierten Stipendiums so wichtig. Noch ahnt er nicht, dass diese Vergabe im 10. Jahr der Hungerspiele an eine Voraussetzung geknüpft wird. Jeder Uni-Absolvent bekommt als Mentor ein Tribut zugeteilt und mit dem Gewinn der Hungerspiele gibt es auch das Stipendium. Snow bekommt hier aus dem 12. Distrikt die schmächtige, aber sehr einnehmende Lucy Gray Baird zugeteilt, die eigentlich keine Aussicht auf den Sieg hat. Dennoch ist Snow fest entschlossen in einem von Tumulten geprägten Wettbewerb mit hohem Einsatz ans äußerste zu gehen, um für sich und Lucy den Sieg zu holen. Seine Entscheidungen und sein Handeln werden nicht nur die Spiele beeinflussen, sondern auch die Beziehung zu Lucy und seinen gesamten weiteren Weg.
Mit 158 Minuten ist der Film schon lang, aber durchaus eindrucksvoll gelungen. Mit Blick darauf, dass große Teile des Films in Deutschland in unter anderem Berlin und Nordrhein-Westfalen gedreht worden sind und durch gute digitale Effekte in die Welt von Panem umgewandelt worden sind zeigt der Film, dass sich Deutschland als Drehort sehr gut eignen kann. Gepaart mit dem Set-Design und dem Kostüm-Design ergibt sich ein stimmiges, atmosphärisches Bild, dass mich durchaus begeistern konnte. Darstellerisch ist hier auf jeden Fall der von Tom Blyth gespielte Coriolanus Snow hervorzuheben, der einen fazinierend vielschichtigen Charakter darstellt, dessen gesamte Charakterentwicklung eine der wichtigen Triebfedern des gesamten Films ist. Aus dieser sehr vielschichtigen und faszinierenden Charakterentwicklung mit all ihren kleinen Elementen und Konflikten wird schon einiges an Potential herausgeholt, aber nicht alles. Dafür hätte es an manchen Stellen interessant sein können, Konflikte komplett auszuerzählen und auch darstellerisch bekommt Tom Blyth eher wenig herausforderndes von Rachel Zegler, die die doch auch faszinierende Lucy Gray Baird spielt, aber bis auf den Look und einem vorhandenen musikalischen Talent und Grundvermögen darstellerisch keine Gegenakzente liefern kann. Ebenfalls positiv bei mir zurückgeblieben ist die Tatsache, dass der Film auch mit absolut keinem Vorwissen aus dem Panem-Universum eigenständig genossen werden kann, selbst wenn einem damit kleine Insider und Querverweise entgehen könnten. Nun kommt es natürlich darauf an, ob und wie die Geschichte um Coriolanus Snow weiter erzählt und inszeniert werden könnte, weil der gesamte Weg noch interessant sein könnte. Und für mich käme es nun auf den Faktor Zeit und auch den Faktor Muße an, ob ich mich ein wenig tiefer in die Welt von Panem filmisch eintauchen lassen kann.
„Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes “ – My First Look – 8/10 Punkte