danielcc hat geschrieben:Ich muss grad lachen. Habe mir durchgelesen, was P&W damals über SF gesagt haben als sie bekannt gegeben haben, dass sie nicht mehr für Bond schreiben möchten.
viewtopic.php?f=45&t=5209
Ich sage nur:
- sie bräuchten mehr Zeit
-der dritte Akt fühlte sich einfach nicht richtig an
- sie haben sich die Zeit genommen um ein ganz neues Konzept zu erarbeiten
Kommt uns das bekannt vor?
Die Geschichte scheint sich zu wiederholen
Interessant auch dort, dass sie sich freu(t)en mit SF als Höhepunkt aufzuhören. Auch hier wieder indirekte Geringschätzung von QOS durch die Macher.
Zu der Sache mit den Kameras und Film vs. Digital:
Zu SF muss man sagen, dass der Film zwar digital gedreht wurde, aber eben mit der ARRI Alexa Kamera. ARRI versucht bei den Bildern ihrer Digitalkameras noch die Optik von analogen Film zu imitieren. Wobei damit gemeint ist, dass der vertraute und "organischere" Look von Film versucht wird mit den Vorzügen einer digitalen Aufzeichnung zu verbinden. Vorzüge von digital sind Kostenersparnisse (Filmaterial ist mittlerweile sehr teuer) und eine einfachere Nachbearbeitung (Farbkorrektur, Retusche etc.). Es ist ja ohnehin so, dass selbst analoge Aufnahmen zur Nachbearbeitung eingescannt werden und per Computer bearbeitet werden.
Die digitalen Aufnahmen in SF waren entsprechend verhältnismäßig noch sehr denen eines analog gedrehten Films ähnlich. Es gab Momente wo man den sterileren Look des digitalen bemerkte (trotz Alexa Kamera), aber im Großteil des Films so gut wie gar nicht.
Bei SPECTRE werden wohl vor allem die Szenen bei denen nachträglich nicht viel geändert wird so gedreht. Bei Szenen die später ausgiebig nachbearbeitet werden müssen (Effekte vor allem) oder überhaupt Effect-Shots der Spezialeffekte-Truppe würde ich einen digitalen Dreh zwecks Erleichterung der Nacharbeit vermuten. Das wird man aber frühestens in Featurettes dazu sicher sehen können.
Wesentlich krasser ist der Unterschied beispielsweise bei den Filmen die auf Sony-Digitalkameras gedreht werden. Die Kameras versuchen nicht ansatzweise einen klassischen Filmlook zu bekommen. Das herauskommende Bild ist entsprechend Geschmackssache. Beispiele für den starken Einsatz der Kamera sind die Filme "Collateral" und "Miami Vice" von Michael Mann. Wobei bei diesen Filmen das digitale Bild gerade in den Nachtaufnahmen für eine ganz eigene Ästhetik sorgt, die - wie ich finde - bei Miami Vice durchaus passend ist.
Kostprobe bzgl. Miami Vice:
http://www.youtube.com/watch?v=6WCKJ7KaIZY