Wie findet ihr SPECTRE?

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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2131
Also ich find die Diskussion wirklich amüsant, nach QOS haben sich nicht gerade wenig einen Craig-Bond im Stile von TSWLM oder TB gewünscht bzw. die Rückkehr zum klassischen Bond-Film. Jetzt wird gejammert weil die Craig-Filme eine gewisse Entwicklung darstellen, und nicht alle gleich sind wie zu den Brosnan-Zeiten. Und man kann davon ausgehen dass auch der nächste Film kritisiert werden wird, entweder gehts weiter im Stil von Mendes SF oder man orientiert sich wieder mehr an CR, Kritik wirds so oder so geben... Der neue Regisseur sollte es einen geben kann also fast nur verlieren

Und weil manche wieder einen Craig-Film zu QOS-Zeiten sehen wollen, der Wunsch könnte tatsächlich in Erfüllung gehen wenn man wirklich OHMSS neu verfilmt und Bond dann auf Rachefeldzug geht
Was derzeit abläuft, wird eines Tages böse auf EON zurückfallen
Wohl kaum wenn man sich die Kassenerfolge von SF und SP ansieht, und in ein paar Jahren hat der 08/15 Kinobesucher eh wieder vergessen was in früheren Filmen passierte

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2132
Casino Hille hat geschrieben:Konsequenz sieht aber anders aus. :wink:
Nö, man hat ja das relevante gezeigt. Aber man hätte den Übergang von QOS zu SF weicher gestalten können, indem dazwischen einen weiteren Film gesetzt hätte.
Zwischen SF und SPECTRE muss genau genommen gar keiner, die eigentliche Entwicklung Bonds ist nämlich schon in der letzte Szene von SF abgeschlossen. Allerdings ist der Humor in SPECTRE deutlich stärker an den Moore-Bonds orientiert, als in SF, das ist letzlich aber auch der einzig wirklich nennenswerte Unterschied.
Konsequent war man im Großen und Ganzen aber auf jeden Fall.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2133
Jeder der irgendwann irgendwie noch mal den Begriff "Rückkehr zum klassischen Bond" in den Mund nimmt, muss sich unaufgefordert sofort erklären (was er damit meint) oder wird des Forums verwiesen - ich kann es nicht mehr hören bzw. lesen ;-)

Ich wüsste auch nicht, was an der Chronologie der Craig Filme jetzt schlimm sein sollte.
Man muss sich nur darüber im klaren sein, dass die Craig Filme stärker als zuvor einen in sich vermutlich abgeschlossenen Zyklus darstellen. - und selbst das könnte man umgehen, wenn der nächste FIlm gar keine Entwicklung mehr beschreibt.
So wäre Bond eben alterslos und würde immer weiter gehen, aber zu seiner Historie gehört eben Vesper.
Das ist auch nichts anderes als es schon in den alten Filmen angedeutet wurde, außer dass es jetzt wirklich stimmig und konsistent ist, da man auch auf gleiche Darsteller setzt.

Etwas voreilig und ultimativ kam nur SF daher, da er durch die Thematisierung von Bonds Alter schon eine "Endlichkeit" suggerierte, die natürlich keiner will. Aber schon in SP war das ja vergessen.
Wie ich immer gesagt habe: SF hätte Craigs letzter Film sein müssen! (also am Ende seiner Ära egal wie lange die läuft)
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2134
danielcc hat geschrieben:und selbst das könnte man umgehen, wenn der nächste FIlm gar keine Entwicklung mehr beschreibt.
Und genau so sollte das eigentlich auch sein. Eigentlich war SPECTRE schon so ein Film, der nur durch die Story mit den anderen Zusammenhängt, eine Weiterentwicklung von Bonds Charakter sehen wir hier eigentlich nicht. "Nur" die Ergebnisse.
Wenn in Zukunft auch die Story nur lose oder gar nicht mit den anderen Bonds zusammenhängt solls mir nur recht sein.
danielcc hat geschrieben:Wie ich immer gesagt habe: SF hätte Craigs letzter Film sein müssen! (also am Ende seiner Ära egal wie lange die läuft)
Da muss ich wiedersprechen. Denn das würde bedeuten, dass Craig quasi seine eigene Reihe innerhalb der Reihe hätte. Und so sehr ich ihn als Bond auch schätze: Warum? Es soll nach ihm so weitergehen, wie bei den Darstellerwechseln davor auch. Dass nämlich nichts passiert. Ein leichter stilistischer Wechsel mit stärkerer Betonung auf andere Eigenschaften Bonds, aber kein erneuter Reboot. Wer braucht das schon?
Mit Craig wurden die Anfänge Bonds gezeigt, aber nicht das Ende. Wir sehen ja am Ende von SF auch keinen altersschwachen Bond, sondern einen, der eigentlich in Hochform ist. Wir sehen (und ja, danielcc nur um dich zu ärgern benutze ich jetzt dieses Wort) den klassischen Bond. Das soll und sollte glücklicherweise nicht der Abschluss sein, weil niemand einen Abschluss braucht!
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2135
dernamenlose hat geschrieben:
danielcc hat geschrieben:Wie ich immer gesagt habe: SF hätte Craigs letzter Film sein müssen! (also am Ende seiner Ära egal wie lange die läuft)
Da muss ich wiedersprechen. Denn das würde bedeuten, dass Craig quasi seine eigene Reihe innerhalb der Reihe hätte. Und so sehr ich ihn als Bond auch schätze: Warum? Es soll nach ihm so weitergehen, wie bei den Darstellerwechseln davor auch. Dass nämlich nichts passiert. Ein leichter stilistischer Wechsel mit stärkerer Betonung auf andere Eigenschaften Bonds, aber kein erneuter Reboot. Wer braucht das schon?
Mit Craig wurden die Anfänge Bonds gezeigt, aber nicht das Ende. Wir sehen ja am Ende von SF auch keinen altersschwachen Bond, sondern einen, der eigentlich in Hochform ist. Wir sehen (und ja, danielcc nur um dich zu ärgern benutze ich jetzt dieses Wort) den klassischen Bond. Das soll und sollte glücklicherweise nicht der Abschluss sein, weil niemand einen Abschluss braucht!
Na genau dann hätte es doch wunderbar gepasst. Bond ist am ende ganz wieder der alte und es kann mit einem nächsten Darsteller ganz normal weitergehen, aber es wäre ein Abschluss für Craig und zwar deutlich passender, als SF mittendrin zu platzieren.
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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2136
Aber dann hätte es vielleicht noch mehr wie ein Ende gewirkt. Aber man kann es natürlich auch so sehen. Ich finde er passt ander Stelle gut, weil er den letzten Entwicklungsschritt Bonds zeigt. Hätte man das erst am Ende gemacht, was wäre dann dazwischen gewesen?
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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2137
Etwas, was passender wirkt als "Junger, neuer 00-Agent ist plötzlich alt und wird ausgemustert". Einen letzten Entwicklungsschritt hätte es nach QOS auch meiner Meinung nach gar nicht gebraucht. Die letzte Szene zeigt doch sehr schön, dass Bond wieder "ganz der alte" ist.
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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2138
danielcc hat geschrieben:Jeder der irgendwann irgendwie noch mal den Begriff "Rückkehr zum klassischen Bond" in den Mund nimmt, muss sich unaufgefordert sofort erklären
Da hast du falsch gelesen. Ich schrieb, dass SF und SP für mich eine Flucht in die Historie seien und für die Reihe Stillstand bedeuten würden, wo CR und QOS noch Fortschritt suggerierten. Ich will auf keinen Fall zurück zum klassischen Bond, ich will eine Entwicklung, eine Modernisierung der Reihe. Das hat bei Brosnan und Moore doch auch geklappt, warum soll es bei Craig nicht gehen?
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Let the sheep out, kid.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2139
Casino Hille hat geschrieben: Ich will auf keinen Fall zurück zum klassischen Bond, ich will eine Entwicklung, eine Modernisierung der Reihe. Das hat bei Brosnan und Moore doch auch geklappt, warum soll es bei Craig nicht gehen?
Du sprichst mir wieder mal aus der Seele :)


Ich vermute mal du beziehst dich bei deiner Frage auf SF und SP, deshalb glaube ich, dass es zu größtenteilen die Ideen von Mendes und Craig waren, die diesen Retro-Stil hervorbrachten.
Alleine schon Craigs Aussage, dass er in SP kein Smartphone benutzen will bzw. wollte zeigt dass ich damit nicht ganz falsch liege.
Ich meine was soll das? Bond muss mit der Zeit gehen und heutzutage gehören gerade Smartphones einfach zum Alltag.
Oder auch die Szenen in SF als Q Silvas Computer entschlüsseln will, Bond einfach daneben steht und es so scheint dass er sich überhaupt nicht mit diesem ganzen "Quatsch" auskennt.
In CR und QOS wirkte er aber noch voll mit diesen Dingen vertraut (Wanze bei Le Chiffre -> Ortungssystem im Handy usw.)
Ist doch irgendwie komisch oder?


SF und SP sind gute Filme, aber auch ein Rückschritt.
"Erschießen Sie mich, da wohn ich lieber im Leichenschauhaus"
- Quantum of Solace (2008)

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2140
So ist es. SP funktioniert natürlich auch hervorragend, weil er eine solche Retro-Veranstaltung präsentiert, sich ganz im Ausleben des Vorherigen gefällt, aber das sollte nicht zum Standard werden, sonst dümpeln wir in ein paar Jahren immer noch auf der Stelle herum, statt mal einen Schritt vorwärts zu gehen.
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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2141
Meiner Meinung nach, hat man mit den Craig-Bonds bisher eigtl fast alles richtig gemacht. Es wurde uns ein deutlich realistischerer und weniger futuristischer Bond als DAD gegeben, der wirklich modern war und tatsächlich eine ganz eigene Art mit sich brachte. Als ich Skyfall das erste Mal im Kino sah, musste ich mich tatsächlich wieder etwas umstellen, da es doch einiges mehr in ihm zu sehen gab, was man eher zu den alten Bonds zählt. Damals fand ich es zuerst etwas durchwachsen, doch nach einigen Sichtungen find ich den Film nach wie vor absolut Top. Spectre ist meiner Meinung nach keinen Moment schlechter als Skyfall. Das Einzige was man meiner Meinung nach hier kritisieren könnte, ist die Sache mit Franz/Ernst. Dass dieser Charakter (der immer ein Fremder für Bond war, das heißt keine familiäre Bindung zu Bond hatte und der einfach eine herrlich mysteriöse und unnahbare Aura mit sich brachte) jetzt ein Halbbruder von Bond ist, kann schon einen bitteren Beigeschmack haben. Mir hätte es z.B. besser gefallen wenn dass ENDLICH WIR BEGEGNEN UNS WIEDER eher auf die vergangenen Missionen zwischen Bond und Blofeld Bezug genommen hätte, anstatt auf die persönliche Bindung. Ich finde es jetzt nicht schlecht und bei Craig wurde ja eh die Ganze Reihe erneuert, nur verstehe ich da auch, wenn sich manche hier wirklich nicht gut bedient damit fühlen. Ansonsten kann ich nur sagen, machen die Craigfilme bei mir alles richtig und ich finde es auch toll, wie man zum Teil alte Facetten wieder aufleben lässt. Den Humor in Spectre fand ich meist tatsächlich humoristisch und nicht Fehl am Platze, wie ich es mir vorgestellt hatte. Jetzt noch eine Doppelfolge mit Craig und Waltz indem sich beide am Ende richtig auf die Mütze hauen (gerne auch mit einer herrlichen Massenschlacht) und dann wäre das für mich die perfekte Bondära :). Natürlich würde ich mich auch total auf eine beendende Doppelfolge im Stil von Casino und Quantum freuen, beides meiner Meinung nach absolute moderne Bondklassiker.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2143
Wo hat denn bei Brosnan eine Modernisierung stattgefunden? und Moore? Nur weil man lustiger wurde und den geschüttelten Martini weggelassen hat war das mehr Modernisierung als bei Craig???
Sorry aber sowas der Craig Reihe bzw. den Mendes Filmen abzusprechen ist doch recht albern. Die Mendes Filme schaffen auf elegante Weise den Spaghat zwischen "Campiness" die sich fühle wünschen und einer vollkommen Modernisierung im Sinne von Filmen die im hier und jetzt spielen.

und wie ich schon sagte. WAS IST DER KLASSISCHE BOND???????


Wo hat denn Craig kein Smartphone benutzen wollen??? Er hat explizit in der Pre Production erwähnt, dass Bond seiner Meinung nach kein Sony Smartphone benutzen sollte da Bond immer nur das Beste verwenden sollte...


Herje...
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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2144
Bei Brosnan wurden die Filme mit TND und TWINE um eine inszenatorische Modernisierung genauso erweitert wie um zusätzliche inhaltliche Dimensionen (den Versuch, dreidimensionalerer Charaktere), auch bei Moore orientierte man sich in den 70ern stark an den filmischen Trends der Epoche und in den 80ern griff man zunehmend politisch brisante Themen und Inhalte auf, öffnete Bond dort auch für ernsthaftere Beziehungen mit dem weiblichen Geschlecht. Was SF und SP machen, ist eigentlich nur, die Brosnan-Errungenschaften zu variieren und inhaltlich und stilistisch in Retro-Zügen zu wabern, ohne den Schritt vorwärts zu machen. SP versucht das, es gelingt ihm auch teilweise, es ist mir aber zu wenig, wenn ich da an CR und QOS (und natürlich besonders TWINE) denke, die die Reihe da deutlich mehr voran trieben.
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Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

2145
Mir ist das alles zu wirr.
Veränderungen hat es immer von Film zu Film gegeben, von Darsteller zu Darsteller. Kommt immer drauf an, worauf man grade achtet wenn man nach Veränderungen oder Weiterentwicklungen sucht. Die Brosnan Filme waren ja praktisch die ersten Bondfilme auf der Höhe der Zeit seit 1979 (die Glen Ära war ja nun wahrlich kaum beachtenswert in filmischer Hinsicht). Dennoch war auch Dalton eine Weiterentwicklung was den Charakter angeht.

Der eine wünscht sich Konstanz, der andere Veränderung, wieder andere wünschen sich Veränderung hin zum "alten" - und verstehen dann darunter auch wieder untereinander unterschiedliches.
Ich sehe auch bei SF und SP eine Modernität was die Thematik angeht und auch die Umsetzung, die sich deutlich absetzt von einem Großteil der Filme der Serie.
Unbenommen davon sind nostalgische Elemente mit den Mendes gerne spielt - und ja, das reicht jetzt nach zwei mal.
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