vodkamartini hat geschrieben:Bond war immer ein Trendsetter, v.a. in den 1960ern. Der Plagiatsvorwurf ist damit die Höchststrafe. Sehe ich in Ansätzen bei QOS berechtigt, bei SF aber weniger.
Natürlich bedient sich Bond seit Jahrzehnten v.a. bei sich selbst, was legitim und imo kein Plagiat ist. Sollte SPECTRE wieder verstärkt in diese Richtung gehen, wäre das völlig ok.
Ohne die Quantum-Kiste wieder öffnen zu wollen, aber ich sehe das genau umgekehrt. QoS bedient sich einer für Bond ungewohnten narrativen Technik. Die Action treibt die Handlung voran, üblicherweise passiert das Gegenteil. Diese Art des Erzählens findet man häufig in modernen Actionfilmen, natürlich stechen hier die Jason Bourne-Filme besonders heraus. Stilistisch (Optisch, Akustisch) sehe ich aber keine Ähnlichkeit. QoS ist durchspickt von einer retro-futuristischen Optik, wie sie in den 60er/70er Jahren, unter der Leitung von Ken Adam zum Einsatz kam.
SF hingegen orientiert sich thematisch, optisch und musikalisch an Christopher Nolans Batman-Franchise. Die meines Erachtens völlig unpassende Psychologisierung der Figur "James Bond", ist sehr stark an das Psychogramm Bruce Waynes angelegt. Nur handelt Bond aus Loyalität zu Krone und Vaterland. SF lässt wie TDKR seinen Helden zunächst sterben, damit dieser im Laufe der Handlung wieder aufersteht. Newman orientiert sich stark an Zimmer (wobei heutzutage jeder X-beliebige Action Score so klingen muss, damit die Zuschauer denken: WOAH ist das EEEEEEPISCH!!!!!!!!), Deakins stark an Wally Pfister. Der Film kommt natürlich in IMAX. Über Raoul Silva wurde bereits alles gesagt, die Ähnlichkeit zu einer gewissen Figur aus dem Batman-Universum ist absolut unbestreitbar. So auch der Plan.