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Ich finde aber es fließt viel mehr Blut als früher. Bond kriegt zurzeit viel mehr Kratzer ab als in den 60er und 70er . Ich kann mich nicht erinnern, dass Connery viel geblutet hat in seinen Filmen. Was nicht heißt, dass ich es schlecht finde. Ich find es immer toll wenn James blutet, dass lässt ihn menschlicher wirken und auch die Gegenspieler kriegen viel mehr Kratzer ab. Aber davon abgesehen finde ich jetzt nicht, dass Bond brutaler geworden ist.

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007James Bond hat geschrieben:
bondf@n_AK hat geschrieben:Ja, aber mit das emotionsvollste, was wichtig ist bei den Bondfilmen, da dort seltener Emotionen als in den Büchern auftauchen, was wiederum für eine stärkere Verbindung FIlme-Bücher sorgt.
Bingo!
Bond ist, war und wird auch nie ein Gentleman, oder eine gutmütige Persöhnlichkeit sein. Es gehört einfach zu seiner Person, was das ganze natürlich nicht rechtfertigen soll. Es ist einfach so. Das ist James Bond. Ein Macho und stumpfes Instroment der Regierung- ein Killer.
Das unterschreib ich!

Irgendwie dürfte das wohl für mich auch einer der größten Kritikpunkte an Moores-Bond sein. Er interpretierte Bond als einen Agenten der das Töten verabscheute und es nur als "letzte mögliche Lösung" tat. Sorry aber hallo? Der Kerl (Charakter James Bond) hat die Lzenz zu Töten, was bedeutet, dass er schon alles andere als ein Gewaltfeind bzw Moralapostel ist. Connerys Bond töte oft aus rein praktischen Gründen, siehe Prinzip: "Gehilfe des Bösen ermordet, ergo: der kommt mir später nicht mehr in die Quere."
Naja und Craig befindet sich ganz in dieser Tradition, Zitat: "Ich dachte ein Bombenleger weniger wäre was gutes."

Ich mäöchte jetzt nicht wieder die alte "Wer ist der beste/realistischste Bond?" auferstehen lassen, aber ich denke, dass Bond nicht wirklich Gewaltvoller mit den jahren geworden ist. CR hat die FSK 12 Freigabe, während manche Connery-Bonds FSK16 (DVD) unterliegen. Über die Rationalität der FSK kann man berechtigt streiten, ich weis, dennoch irgendwie interessant, dass ein Film aus den 60ern angeblich jugengefährdenter wäre als einer aus 2006....
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

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MX87 hat geschrieben:CR hat die FSK 12 Freigabe, während manche Connery-Bonds FSK16 (DVD) unterliegen. Über die Rationalität der FSK kann man berechtigt streiten, ich weis, dennoch irgendwie interessant, dass ein Film aus den 60ern angeblich jugengefährdenter wäre als einer aus 2006....
Hier, denke ich, spielt aber auch eine Rolle, dass in CR jedes unmoralische Handeln von Bond gleich von M "bestraft" wird. Wenn Bond jemanden zu Unrecht tötet, dann bekommt er dafür eine Rüge.
Und überhaupt wird in CR gezeigt, dass Bond nicht unbedingt Freude daran hat, andere Leute umzubringen. Das dies so deutlich gezeigt wird, hat wohl dazu geführt, dass der Film ab 12 frei ist.

Wenn man jetzt "Dr. No" nimmt. Da bringt Bond den unbewaffneten Prof. Dent kaltblütig um. Es wäre nicht nötig gewesen, denn Dent hätte Bond in dieser Situation nicht mehr gefährlich werden können. Aber im Gegensatz zu CR hat das für Bond keine Folgen.

Aber bei der FSK geht es ja auch nicht immer nur um Gewalt. Auch die "Behandlung der Frauen" war in den 60ern erheblich sexistischer als heute. Connery erniedrigt einige Bondgirls ja förmlich dazu mit ihm zu schlafen. Solche Szenen kommen heutzutage nicht mehr vor.

Das sind alles "Kleinigkeiten", die wohl auch dazu beitragen, ob ein Film FSK 12 oder FSK 16 ist.

@Mr.Chrismas Jones:

Connery hat in einigen Szenen auch geblutet. In "Feuerball" wird er sogar von einer Kugel im Bein getroffen und humelpt, eine Blutspur hinter sich herziehen, bis zur nächsten öffentlichen Toilette, um die Wunde abzubinden.
Nachdem er Grant im Zug erwürgt hat, schwitzt er auch ganz schön und ist fertig. Es gab also auch bei Connery einige Szenen, die denen von heute in nichts wirklich nachstehen.

Nur bei Moore und Brosnan war es eben (fast) immer so, dass Bond "unverwundbar" war.

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@Mr.Chrismas Jones:

Connery hat in einigen Szenen auch geblutet. In "Feuerball" wird er sogar von einer Kugel im Bein getroffen und humelpt, eine Blutspur hinter sich herziehen, bis zur nächsten öffentlichen Toilette, um die Wunde abzubinden.
Nachdem er Grant im Zug erwürgt hat, schwitzt er auch ganz schön und ist fertig. Es gab also auch bei Connery einige Szenen, die denen von heute in nichts wirklich nachstehen.

Nur bei Moore und Brosnan war es eben (fast) immer so, dass Bond "unverwundbar" war.[/quote]
Hab die Filme schon lange nicht mehr gesehen, daher weiß ich es nicht mehr genau. Aber ich fand, dass Pierce Brosnan zumindest bevor Daniel Craig kam der Bond war, der am meistenVerletzungen abbekam, weil er in allen seinen vier Filmen irgendeine Verletzung hatte., auch wenn es nur kleine Kratzer waren.

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Ich glaube vorallem, das es nur brutaler wirkt, weil man z.B nicht "wirklich" sieht wie er
im Presslufthammer stirbt. In CR waren die Morde offensichtlicher, und echter dagestellt.
Das dürfte wohl das Problem sein, das so eine Behauptung, oder Frage gestellt wurde.
"Wie lange habe ich noch?"
"30 Sekunden."
"Das lässt uns nicht viel Zeit..."


James Bond 007°'' - Quantum of Solace

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Mr.Chrismas Jones hat geschrieben:Hab die Filme schon lange nicht mehr gesehen, daher weiß ich es nicht mehr genau. Aber ich fand, dass Pierce Brosnan zumindest bevor Daniel Craig kam der Bond war, der am meistenVerletzungen abbekam, weil er in allen seinen vier Filmen irgendeine Verletzung hatte., auch wenn es nur kleine Kratzer waren.
Ja, selbst Brosnan hatte viele Schrammen. Er fällt ja auch mal vom Seil eines Heißluftballons und läuft dann mit Schlinge um den Arm rum.
Übrigens: "Der Morgen stirbt nie" ist der einzige Bondfilm seit 1962, in dem Bond nicht ein einziges Mal ohnmächtig ist. In JEDEM anderen Film ist er zumindest einmal ohne Bewusstsein.

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ist mir gar nicht aufgefallen....
:lol: :lol:

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Sollte Bond vielleicht in den früheren Filmen der Harte, Unverwundbare sein? In Dr. No gibt es die Szene, wo der schlafende Bond von der Spinne geweckt wird, die über ihn krabbelt. Dieser Film wurde unzählige Male im Fernsehen gezeigt, daher habe ich ihn auch unzählige Male gesehen. Nachdem Bond die Spinne erschlagen hat, rennt er ins Bad. Nur einmal wurde hier durch Würgegeräusche deutlich gezeigt, daß Bond in die Schüssel bricht. In allen anderen Folgen fehlte diese Szene. Warum? Darf ein Held nicht ko...?

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M hat geschrieben:Nur einmal wurde hier durch Würgegeräusche deutlich gezeigt, daß Bond in die Schüssel bricht. In allen anderen Folgen fehlte diese Szene. Warum? Darf ein Held nicht ko...?
Ich habe da noch nie Würgegeräusche gehört. Denn ist auch so absolut klar, dass er sich übergibt.
Und im Roman "Dr. No" (1958) wird das ja auch deutlich beschrieben.

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so ist es, der held darf nicht kotzen. superman tut es auch nicht.
und james ist nunmal der superagent, der beste und härteste mann des mi6. so einer kotzt nicht.
ob es gut und richtig ist will ich nicht beurteilen.

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Bond ist und war noch nie unverwundbar. Vorallem nicht in seinen Anfängen in den 60gern. In DN und CR übergibt er sich, wie schon erwähnt, und sonst verliert er in jedem Film ausser TND mindestens 1mal das Bewusstsein, wie Invincible schonmal so schön anmerkte.
Woher so mancher dieses Supermann-Image her holt, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.

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007 James Bond hat geschrieben:Woher so mancher dieses Supermann-Image her holt, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.
Das frage ich mich auch, denn selbst in DAD ist Pierce Brosnan oder besser gesagt James Bond nicht wie Superman. Man denke nur an die Folterszenen in dem Gefängnis in Nordkorea und daran, wie er nach 14 Monaten aussieht. Klar, Brosnan mag vielleicht nicht der härteste Bond gewesen sein, so wie es Dalton oder Connery gewesen sind, aber auch er hat Bond kein Superman-Image verliehen. Brosnan hat Bond mit mehr Coolness und Humor verkörpert, aber wie Superman wirkt er in keinem seiner Filme.

Zu der Gewalt in Bondfilmen kann ich sagen, dass sie im Vergleich zu den älteren Filmen nicht schlimmer geworden ist. Und dass in den neueren Bondfilmen mehr Blut gezeigt wird, kann ich auch nicht bestätigen.
Nightwing hat geschrieben:so ist es, der held darf nicht kotzen. superman tut es auch nicht.
Und warum nicht? Eins sollte dir aber klar sein, Bond ist kein Superman. Ich finde es sogar ganz gut, wenn 007 sich übergibt, denn das sind so Sachen, die ihn sehr viel menschlicher darstellen. Ich frage mich genauso wie 007 James Bond, warum hier einige Superman mit James Bond vergleichen. Kann Bond etwa fliegen oder Kugeln mit seinem Oberkörper abwehren? Wohl kaum.
Im Angesicht des Todes, muss der Spion der mich liebte, Leben und Sterben Lassen
007.Mirco

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erstens habe ich nicht gesagt das es meine meinung ist. ich denke es ist die meinung der filmmacher.
zweitens habe ich superman nur als beispiel für den ultimativen helden genommen, hätte auch batman nehmen können.
denke schon das bond das image des über-agenten hat. wo alle scheitern , er kommt gewinnend aus der sache. wenn keiner rat weiss, er schon.
und deswegen mag ich die filme ja auch so. es gehört dazu.

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Nightwing hat geschrieben:erstens habe ich nicht gesagt das es meine meinung ist. ich denke es ist die meinung der filmmacher.
Das denke ich nicht. Broccoli und Wilson wissen sehr wohl woher Bond kommt, und vor allem Wilson kennt die Fleming-Romane auswendig. Von daher denke ich kaum, dass die beiden Bond als 'Superman' betrachten.
Nightwing hat geschrieben:zweitens habe ich superman nur als beispiel für den ultimativen helden genommen, hätte auch batman nehmen können.
Nein, hättest du nicht.
"Superman" ist ein Außerirdischer, der auf der Erde eben außerirdische Kräfte hat und unbesiegbar ist.
"Batman" ist nur ein Mensch in einem Kostüm und hat überhaupt keine Superhelden-Kräfte.

Wenn man Bond und Batman vergleicht, dann findet man da schon gewisse Ähnlichkeiten. Aber Bond und Superman ist sowas von weit auseinander, dass ich bis heute nicht weiß wie man auf diesen Vergleich kommt.

Zu Bond gehört, dass er am Ende immer aus brenzligen Situationen herauskommt und (mehr oder weniger) einen klaren Kopf behält. Deshalb ist er ja auch der beste Mann beim MI6. Aber wie gesagt: das macht ihn noch lange nicht zum Supermann. Denn auf dem Weg zum Ziel muss Bond so einiges einstecken und erlebt auch immer wieder mal Rückschläge.

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superman habe ich nur genannt weil er das symbol für superhelden schlechthin ist.
hätte auch , batman, nightwing,robin, iron-man, cap america, hawkeye, green arrow oderblue beetle nennen können.

und bond hat nunmal in seinen geschichten ein klassisches (super)helden-schema.
held stellt sich gegen übermächtigen gegner, findet unterstützung, oft im kreise des gegners, gerät in fast aussichtslose lage, befreit sich aus dieser, feiert am ende den sieg.
aber, gott im himmel, das ist doch nicht negativ.